Kanada: Guten Appetit!

02. November 2017 | Destination: | Rubric: Editorial, Allgemein |

© George F.G. Stanley

© George F.G. Stanley

In Kanada gibt es sehr viele Spezialitäten wie den Ahornsirup, der nicht nur zum Süßen von Speisen dient, sondern auch in Form von vielen Spezialitäten angeboten wird und in der Küche oft Verwendung findet. Eine Spezialität wäre auch das “dirty pigg”, auf Deutsch “schmutziges Schwein”. Das Wort leitet sich nicht etwa von schmutzig “dirty” sondern von “ditry” ab. Nach einer Sage hatte es ein Ausländer falsch ausgesprochen und das Wort verbreitete sich so immer weiter. Allgemein ist das Essen in englischsprachigen Teilen eher “Fast Food”. In Québec sehr beliebt ist die Poutine, Pommes mit Käse und Soße. Dieses Gericht findet man an fast jeder Ecke und verbreitet sich auch langsam in ganz Kanada.

Inhalt


A poutine in Montreal © 0x010C/cc-by-sa-4.0

Poutine in Montreal © 0x010C/cc-by-sa-4.0

Geschichte
Obwohl bestimmte Gerichte wegen der verwendeten Zutaten oder der Herkunft ihrer Zubereitung als “kanadisch” bezeichnet werden können, ist ein übergreifender Stil der kanadischen Küche schwieriger zu definieren. Einige Kanadier, wie der ehemalige kanadische Premierminister Joe Clark, glauben, dass die kanadische Küche eine Collage von Gerichten aus den Küchen anderer Kulturen ist. Clark selbst merkte dazu an: “Kanada hat eine Küche der Küchen. Keinen Kochtopf, sondern ein Sammelsurium.” und spielte damit auf die Einflüsse der vielen Einwanderergruppen und deren Küchen an.

Einige definieren die kanadische Küche durch die in Nordamerika gebräuchlichen Lebensmittel, die heute weltweit verwendet werden, wie zum Beispiel Kürbis, Bohnen, Paprika, Beeren, Wildreis, Lachs und großer Krallenhummer. Einige definieren die kanadische Küche durch Rezepte, die aufgrund fehlender Zutaten der ursprünglich an anderer Stelle gefundenen Gerichtes geändert werden, wie zum Beispiel Turtière mit Schweinefleisch ohne Taube, Sushi mit Lachs, nicht Thunfisch, Süßigkeiten aus Ahornsirup anstelle von Melasse. Einige haben die kanadische Küche so definiert, wie Claus Meyer in seinem Manifest für die Neue Nordische Küche die nordische Küche definiert hat. Dass Gerichte in der kanadischen Küche die kanadischen Jahreszeiten widerspiegeln sollten, dass sie Zutaten aus der Region verwenden sollten die im kanadischen Klima gedeihen und guten Geschmack und gesundheitliche Aspekte kombinieren sollen. Andere sind der Meinung, dass sich die kanadische Küche immer noch in einem Prozess befindet, der durch die Kombination aus Gerichten der zahlreichen Kulturen, die sie geprägt haben, definiert wird und dass die kanadische Küche weniger von bestimmten Gerichten als vielmehr durch die Kombination von unterschiedlichsten Zutaten geprägt ist.


Maple syrup © flickr.com - Ano Lobb/cc-by-2.0

Ahornsirup © flickr.com – Ano Lobb/cc-by-2.0

Kanadische Küche
Die Küche Kanadas ist vor allem von den zahlreichen Einwanderern geprägt, die jeweils ihr Essen mitbrachten. Wenn man eine Richtung bevorzugt, geht man in einer Großstadt in das entsprechende Viertel und findet dort seinen Geschmack – chinesisch, portugiesisch, weiteren West-, Mittel- und zentraleuropäischen, aber auch osteuropäischen Küchen oder was auch immer. Da sich die Einwanderer allmählich untereinander mischen und man zum wirtschaftlichen Überleben auch verschiedene Zielgruppen ansprechen muss, bieten Restaurants und Imbisse in Großstädten oft mehrere Stile an. Das führt zu kunterbunten Kuriositäten und es gibt ernsthaft Lokale mit vietnamesischgriechischer Halal-Küche. Allgemein ist das Essen in den englischensprechenden Teilen eher “Fast Food”. In französischen Teilen gibt es aber ein überwältigendes Angebot an Spezialitäten.

Der dünne Kaffee, den man in vielen Lokalen serviert bekommt, ist eher keine Reise wert. Wer einen besseren Kaffee trinken will, vielleicht mit Gebäck oder Sandwich, stolpert über nicht mehr zu zählende Fillialen der US-Kette Starbucks. Noch verbreiteter ist die Kette Tim Hortons, die allerdings nicht in allen Filialen guten “Espressokaffee” anbieten, sondern meist nur besagten Filterkaffee, dafür jedoch sehr günstig. Sie haben den besonderen Vorteil, dass man auch an Top-Touristen-Zielen oder Flughäfen die landesweiten Einheits-Preise hat. Wenn man bei Tim Hortons ist, hört man die Einheimischen häufig einen “Double-double” bestellen. Dabei handelt es sich um eine Tasse Filterkaffee mit zwei Löffeln Zucker und zwei Schlücken Milch. Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet die Kette Second Cup. Hier gibt es hochwertigen Kaffee zu Preisen, die deutlich unter denen von Starbucks liegen. Da viele Pendler einen weiten, staureichen Weg in die Innenstädte kanadischer Metropolen haben, hat es sich eingebürgert, dass die etwas besser verdienenden früher in die Stadt fahren und dort frühstücken. Daher gibt es dort zahlreiche Lokale, die ab 6 Uhr morgens oder noch früher Frühstück für ein paar Dollar anbieten. Meist gibt es Varianten aus Ei, Kartoffeln, Würstchen, Speck, Schinken, Toast und anderem. Bei der Bestellung muss man viele Fragen beantworten. Ein Tipp für alle, die es gerne etwas hochwertiger haben, ist die auf Frühstück und Mittagessen spezialisierte Kette cora. Hier muss man mit 8 bis 15 Dollar rechnen, Bedienung und Steuern sind bereits inklusive.

Kanadas bekannteste Spezialität ist sicher der Ahornsirup, der aber nur zum Süßen der Speisen geeignet ist. In den letzten Jahren wurde er auch verstärkt von kanadischen Spitzenköchen entdeckt. Dabei werden Ahornbäume ähnlich wie Gummibäume durch Anritzen angezapft und der kristallklare Saft entweder in Eimern aufgefangen oder in letzter Zeit immer häufiger durch elektrische Anlagen abgepumpt. Der Saft wird dann durch Einkochen etwa um den Faktor 40 eingedickt und gereinigt. Jetzt hat der Ahornsirup seine charakteristische goldbraune Farbe und ein gewisses Funkeln. Kanada stellt 80 Prozent der Weltproduktion her, die restlichen 20 entfallen fast komplett auf die USA. Es gibt den Sirup in hellen, milden Varianten und in dunkleren, die entsprechend intensiver schmecken. Ahornsirup gibt es in jedem Laden, groß suchen muss man ihn nicht. Er ist aber nicht gerade billig, in einem schmucken Glas kosten 250 ml etwa 8 Dollar plus Steuern, eine einfache Dose mit 591 ml liegt bei etwas über 8 Dollar plus Steuer. In Deutschland gibt es ihn durchaus günstiger. Wenn man ihn denn in Kanada kaufen will, sind billige Quellen die Wal-Marts oder, wenn man gerade in Ottawa ist, der dortige Markt. Keinesfalls sollte man ihn in Touristenshops erwerben oder im Duty-free am Flughafen, dort kostet er etwa das Doppelte. Man sollte aber daran denken, daß Ahornsirup im Glas durchaus Gewicht hat (Übergepäck) und in Kanada die selben Handgepäckregeln für Flüssigkeiten gelten.

In Quebec gibt es als Fast-Food weitverbreitet Poutine: Pommes mit einer dunklen Soße, die in etwa einer pilzfreien Jägersoße entspricht, und einem eher geschmacksneutralen Käse. Man bekommt Poutine in Quebec in zahlreichen Restaurants und Imbissen, auch bei McDonalds. Am besten soll es sein bei einer Kette namens chez Ashton.

Die Trends in der Lebensmittelbranche gehen stark zu Nahrungsergänzungsmitteln, von Vitaminen und Spurenelementen bis hin zu “fibre” (= Ballaststoffe), die sich in Pulverform in alle Nahrungsmittel einrühren lassen. Dies ist bedingt durch die Essgewohnheiten in Nordamerika, sprich Fast Food und relativ viel Fleisch. Gemüse und Obst ist für europäische Verhältnisse teuer, wahrscheinlich bedingt durch die langen Transportwege (z.B. Paprika aus Mexiko). Käse ist auch relativ teuer, es sei denn man kauft Cheddar.

Vorherrschendes Brot ist wie in den USA das Sandwichbrot. Man kann nicht darauf vertrauen, dass das Brot eine Kruste hat, nur weil es den Zusatz “deutsch”, “italienisch” oder “französisch” im Namen trägt – es sieht aus wie Ciabatta, fühlt sich aber fast so an wie Sandwichbrot. Ein “Pumpernickel” ist dort ein dunkel gefärbtes Brot. In Kanada findet man ab und zu (vor allem in und in der Nähe von Quebec) “richtiges Brot”, aber meist muss man lange suchen. Es ist dann in der Regel abgepackt aus Deutschland importiert.

Kanada besitzt einige weltweit prämierte Weine. Bekannt sind vor allem die Eisweine aus der Niagara-Region, sowie Weine aus dem Okanagan Valley in British Columbia. Die Eisweine sind aber entsprechend teuer, kleine Fläschchen kosten ab 30 Dollar plus Steuern aufwärts. Besonders in der Provinz Québec bekommt man den Caribou, ein Gemisch aus Wein und Rum, den man in Norddeutschland auch als Eisbrecher kennt. Er wird aber weniger im Flaschenverkauf angeboten, sondern eher als selbstgemischtes. In ganz Kanada zu kaufen ist der Cidre, der Apfelmost.

Wer in Toronto oder Montreal die lokalen Chinatowns besucht, bekommmt dort zahlreiche Spezialitäten. Besser als die abgepackten Waren aus China in kleineren Supermärkten sollte man dort unbedingt eine “Chinese Bakery”, eine chinesische Bäckerei besuchen. Süße und deftige Leckereien sind dort wild durcheinander, man sollte die Schilder genau lesen oder sich überraschen lassen. Lesen Sie mehr auf cuisimonde.com – Die Küche Kanadas.


Montreal - Schwartzs smoked meat medium fat © chensiyuan/cc-by-sa-4.0

Montreal – Schwartz’s Rauchfleisch-Sandwich © chensiyuan/cc-by-sa-4.0

Küche Quebecs
Die Gastronomie in Québec ist besonders schmackhaft, nicht zuletzt aufgrund einer gelungen Mischung von verschiedenen Einflüssen. Auf der soliden Basis der kulinarischen Kunst Frankreichs aufbauend wurden die Tafelfreuden in Québec zusätzlich durch den Einfluss der indianischen Völker und der verschieden Gemeinschaften von Einwanderern aus der ganzen Welt bereichert. Diese Mischung von kulinarischen Kulturen hat eine für Québec typische Küche hervorgebracht. Viele Qualitätsprodukte aus den verschiedenen Regionen kommen ebenfalls zum Einsatz. Ein Überblick der Küche Québecs wäre unvollständig ohne eine besondere Erwähnung der für Québec typischen Produkte, wie die Eis-Apfelweine, die Bierbrauereien, die Weine und über 100 verschiedene köstliche Käsesorten.

  • Der Ahornsirup ist ohne Zweifel die Spezialität der Provinz, die für 80% der weltweiten Produktion verantwortlich ist. Man findet ihn überall im Verkauf.
  • Die Poutine gehört ebenfalls zu den typischen Speisen in Québec. Es handelt sich dabei um Pommes-Frites, die man mit einem typischen, quebecker Käse in traubengroßen Stücken (der beim Kauen zwischen den Zähnen quietscht) bedeckt und dann mit einer Fleischsoße übergießt, die den Käse schmelzen lässt. Man findet die Poutine in fast allen Restaurants, aber die Größe der Portionen kann sehr unterschiedlich sein. Außerdem gibt es unzählige verfeinerte Varianten bis hin zur Poutine mit Gänseleber und Trüffel. Geben Sie einheimischen Restaurants und Restaurantketten den Vorzug. Eine Gute Adresse ist Ashton (in der Region von Québec City), wo es im Januar Rabatt abhängig von der Außentemperatur gibt (je kälter es draußen ist, um so billiger wird es!). Die Herkunft der Poutine ist umstritten, aber es steht fest, dass sie 1964 in Drummondville im Restaurant Roy Jucep von Herrn Roy zum ersten Mal angeboten wurde. Seit dieser Zeit versuchen die umliegenden Regionen sich diese Kreation anzueignen.
  • Zu den Spezalitäten aus Québec gehören unter Anderem und ohne besondere Reihenfolge, die Tarte au sucre (ein Zucker- oder Ahornsyrupkuchen), die Fèves au lard (Speckbohnen, oft mit Ahornsyrup), die Tourtière du lac Saint-Jean (Wildfleischpastete des Sees Saint-Jean), der Pâté Chinois (Kartoffelauflauf mit Hackfleisch und Mais), die Soupe aux gourganes (Puffbohnensuppe) und der Poudding Chômeur (ein im Ofen zubereiteter Ahornsyrup-Nachtisch). All diese Speisen sind im Allgemeinen sehr kalorienreich, was bei den kalten Wintern nur zu verständlich ist.
  • Für Touristen, die im Frühling nach Québec kommen, empfiehlt sich unbedingt ein Besuch in einer Zuckerhütte (cabane à sucre). In diesen Restaurants, die sich meistens auf Ahornsyrup-Farmen inmitten der Ahornwälder befinden, kann man viele kanadische Spezialitäten und Ahornprodukte kennen lernen. Häufig werden dort auch mehrere Ahornprodukte (Ahornsyrup, Ahornbutter, Ahornkonfekt) direkt zum Kauf zu sehr attraktiven Preisen angeboten. Da man die Zuckerhütten traditionell in größeren Gruppen besucht, sollte man im Allgemeinen seinen Platz im Voraus reservieren. Einige Zuckerhütten sind auch das ganze Jahr über geöffnet.

Bier ist das Lieblingsgetränk der Québecker, nicht zuletzt wegen der hohen Weinsteuern. Überall findet man eine ganze Reihe von hervorragenden Brauereien, von denen viele auf Hausbrauereien von Kneipen zurückgehen und die aufgrund der in Nordamerika üblichen Riesenbrauereien “Micro-Brasseries” (Mikrobrauereien) genannt werden. In Montréal findet man Dieu du Ciel!, l’Amère à Boire, Le Cheval Blanc und Brutopia. In Québec gibt es La Barberie und Inox. Das Bier Broumont in Bromont, am Fuße der Skipisten ist unumgänglich. Sollten Sie nach Sherbrooke kommen, besuchen Sie die Mare au Diable. In der Mauricie findet man Le trou du Diable (Shawinigan) und Gambrinus (Trois-Rivières). Für die Besucher der wunderschönen Region Charlevoix bietet sich die Brauerei von Chalevoix in Baie St-Paul an. Der Verkauf von Spirituosen und Weinen findet hauptsächlich in den staatlichen Geschäften der Alkoholgesellschaft von Québec SAQ (Société des alcools du Québec) statt. Bier und Wein gibt es auch in Supermärkten und den „Dépanneurs“ (kleine Spätkauf-Supermärkte, die man in den größeren Städten fast an jeder Straßenecke findet), auch wenn es ihnen manchmal an Qualität fehlt. Der Verkauf von Alkohol ist in den Supermärkten und den Dépanneurs nach 23 Uhr und an Minderjährige (unter 18 Jahre) verboten. Bars und Kneipen sind bis 3 Uhr morgens geöffnet, mit Ausnahme von Gatineau, wo sie um 2 Uhr schließen, um einem Überwandern der Nachtschwärmer nach der Schließung der Kneipen im gegenüberliegenden Ottawa vorzubeugen. Lesen Sie mehr auf Wikitravel Quebec.


Lobster Roll © flickr.com - Lee Coursey/cc-by-2.0

Lobster Roll © flickr.com – Lee Coursey/cc-by-2.0

Maritime Küche
Bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebt sind Gerichte aus Meeresfrüchten wie Hummer (gedämpft oder als Hummerbrötchen. Der nordamerikanische Hummer war in früheren Jahrhunderten in so hoher Anzahl vorhanden, dass er als Arme-Leute-Essen galt. Er war ungeliebter Beifang, weil er so schwierig zu essen war. Er wurde oft zermahlen und als Dünger auf die Felder gestreut. In Nordamerika haben Dienstboten Anfang des 19. Jahrhunderts sogar dafür gestreikt, dass sie Hummer nicht mehr als dreimal pro Woche bekamen. In Gefängnissen der jungen USA mussten Gefangene so viel Hummer essen, dass ein Gesetz irgendwann verbat, Hummer mehr als einmal pro Woche zu verteilen. Es wäre sonst eine unwürdige Behandlung der Gefängnisinsassen), aber auch Fish&Chips und andere Fischgerichte, Seafood Chowder, Krebse, Krabben und Muscheln. In New Brunswick und auf Nova Scotia findet man hier und da traditionelle akadische Küche mit Gerichten wie Poutine râpée (Kartoffelklöße mit einer Füllung aus Schweinefleisch) und Rappie Pie (ein eintopf- oder pastetenartiges Kartoffelgericht mit Fleischfüllung). Ein typisches Gericht für das Annapolis Valley in Nova Scotia ist Hodge Podge, ein Eintopf aus frischem Gartengemüse. Traditionell werden in der regionalen Cuisine auch Algen (dulse) verwendet, oft als Snack zum Knabbern. Blaubeeren wachsen in der Region reichlich und kommen in regionalen Gerichten ebenfalls häufig vor. Gesüßt wird oft mit Ahornzucker, der aus Ahornsirup gewonnen wird. Ein Must-Try auf Prince Edward Island sind die Eiskremprodukte des in Charlottetown ansässigen Herstellers Cows Creamery. Eine besonders populäre Eiskremsorte, die man außer in Neuengland fast nur in den Atlantikprovinzen findet, ist grape-nuts (grape-nuts sind übrigens keine Nüsse oder Traubenkerne, sondern eine aus Weizen und Gerste hergestellte Frühstücksflocke). In allen Teilen der Region – Labrador ausgenommen – wird zumindest hier und da Wein angebaut. Auf Prince Edward Island operieren 3 Weinkellereien, auf Neufundland 5, und in New Brunswick 13. An der Spitze liegt Nova Scotia mit 32 Weinkellereien, von denen die berühmtesten im Annapolis Valley zu finden sind. Ähnlich wie in den USA untersteht der Ausschank und Verkauf alkoholischer Getränke auch in Kanada einer strengen staatlichen Aufsicht. In allen vier Provinzen darf an Personen unter 19 Jahren kein Alkohol verkauft werden. Wer alkoholische Getränke außerhalb eines Lokals kaufen möchte, kann dies nur in staatlichen Liquor Stores tun; in Nova Scotia sind diese häufig mit Supermärkten verbunden. Am liberalsten sind die Vorschriften in New Brunswick, wo zugelassene kleine Weinkellereien und Brauereien auch direkt verkaufen dürfen, und ausgewiesene Restaurants berechtigt sind, Gästen zu erlauben, selbst mitgebrachten Wein zu trinken. Alkohol sollte grundsätzlich nur dort getrunken werden, wo er ausgeschenkt wird, oder in der Privatsphäre z.B. eines Hotelzimmers. Wer an öffentlichen Orten wie z.B. Parks oder Stränden trinkt, macht sich überall in den Atlantischen Provinzen strafbar; dasselbe gilt für Autofahrer, in deren Passagierraum die nicht mehr originalverschlossenen Flasche eines alkoholischen Getränkes vorgefunden wird; solche Flaschen gehören immer in den Kofferraum. In größeren Orten – besonders in solchen, die ein bisschen stärker touristisch geprägt sind – findet man überall Taverns, Alehouses, Cafes, Bars, Pubs, Wine Bars, Lounges und Nightclubs, von denen viele auch Live-Musik bieten. Auf der Cape-Breton-Insel lohnt es sich, Ausschau nach Lokalen zu halten, in denen abends irische oder schottische Folk Music gespielt wird. Lesen Sie mehr auf Wikivoyage Atlantische Provinzen.


Roasted Peameal Bacon Sandwich © cbc.ca

Roasted Peameal Bacon Sandwich © cbc.ca

Küche Torontos
Unbedingt empfehlenswert sind die kostenlosen Zeitschriften an jeder Metrostation, vielen Zeitungskästen in der ganzen Stadt und in Geschäften, Bars und Cafés, die wöchentlich erscheinen und einen Überblick über das geben, was gerade in der Stadt los und angesagt ist. In Downtown gibt es mehrere gute Restaurants. Ein besonderes Highlight bietet das Richtree Market Restaurant im Brookfield Place. Dort erhält man beim Eingang eine Karte und einen Lageplan, an welchen ‘Marktständen’ welche Leckerein gezaubert werden. An einem Stand gibt es Sushi, an einem anderen wird frisch gepresster Saft angeboten und an einem wieder anderen duftet es nach Crepes. Als Gast geht man von Stand zu Stand, nimmt sich mit, was man gerne essen möchte. Die Preise werden am jeweiligen Stand auf der Karte gespeichert, die beim Verlassen des Restaurants abgegeben und bezahlt wird. Downtown Toronto bietet eine enorme Vielzahl an Restaurants und Cafes. Gerade in der Sommerzeit haben die Mehrzahl der Restaurants ihre Biergarten geöffnet. Diese sind beliebt und schnell besetzt. Für jeden Geldbeutel ist etwas zu finden. King St West und Queen St West sind die Adressen zum Ausgehen. Hier reihen sich Restaurants und Pubs aneinander. Auch Clubs gibt es in dieser Gegend viele. Torontonier gehen allerdings weniger in große Discos. In Ontario hört die Nacht um 2 Uhr auf. Vor 2 Uhr gibt es den Last Call, der Ansturm auf die Bars ist dann groß. Die TTC, der öffentliche Nahverkehr fährt allerdings nur bis 1 Uhr in der Regel. Es gibt Nachtbusse, diese sollten aber vorher auf der Homepage der TTC nachgeschaut werden. Ein weiteres beliebtes Viertel um zu Essen ist Chinatown. Die Kreuzung Spadina und Dundas ist der Hotspot. Her gibt es viele kleine Chinesische Restaurants die einen Besuch wert sind. Alle paar Jahre verschiebt sich die Partyszene. Insider und Torontonier lieben das Viertel Ossington zwischen Queens St West und Dundas St West. Zahlreiche neue Restaurants und Clubs werden hier gerade eröffnet. Besonders sehenswert sind die zahlreichen Comedy-Veranstaltungen, die auf Bühnen der ganzen Stadt verteilt sind. Läden wie der Comedy Club oder Yuk Yuk’s bieten Veranstaltungen für jeden Humor zu günstigen Preisen (von freiem Eintritt über 5$ bis hin zu 30$ oder mehr für bekannte Comedians). Donnerstags sind viele Stand-Up Comedy Programme zu finden. Lesen Sie mehr auf Wikitravel Toronto. Fotos von Wikimedia Commons.


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