Jericho, eine der ältesten und am längsten bewohnten Städte der Welt

Mittwoch, 15. April 2015 - 13:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein, Union für das Mittelmeer

Quarantal Monastery - Monastery of the Temptation © Tamar Hayardeni/cc-by-3.0

Quarantal Monastery – Monastery of the Temptation © Tamar Hayardeni/cc-by-3.0

Jericho ist eine Stadt in den Palästinensischen Autonomiegebieten am Westufer des Jordan und ist mit ihrer Lage von 250 Meter unter dem Meeresspiegel die tiefstgelegene Stadt der Welt. Sie ist etwa vier Kilometer von der jordanischen Grenze im Osten entfernt und etwa acht Kilometer vom südlich gelegenen Toten Meer.

Der Ort, dessen Name sich vom Mondgott Jarich ableitet, liegt an einer uralten Handels- bzw. Karawanenstraße. Die heutige Einwohnerzahl beträgt etwa 25.000. Jericho nennt sich zwar “älteste Stadt der Welt“, doch sind erste Stadtmauern erst etwa 2000 Jahre nach der ersten Besiedlung belegt. Die archäologischen Ergebnisse zeigen bisher 20 übereinander liegende Siedlungen, demnach Jericho mehrmals zu einer Ruinenstätte verfiel und immer wieder neu aufgebaut wurde. Die ältesten Funde gehen bis auf das Holozän, dem jüngsten Zeitabschnitt der Erdgeschichte, zurück.

Quarantal Monastery - Monastery of the Temptation © Tamar Hayardeni/cc-by-3.0 © Tamar Hayardeni/cc-by-sa-3.0 © Janusz J./cc-by-sa-3.0 Jericho © Janusz J./cc-by-sa-3.0 © Deror avi/cc-by-sa-3.0 © Deror avi/cc-by-sa-3.0 © Deror avi/cc-by-sa-3.0
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Quarantal Monastery - Monastery of the Temptation © Tamar Hayardeni/cc-by-3.0
Westlich der Stadt befindet sich der Berg der Versuchung mit dem griechisch-orthodoxen Kloster Qarantal. 1999 wurde eine Seilbahn österreichischer Fabrikation auf diesen Berg gebaut. Sie sollte anlässlich des Jahres 2000 ein touristischer Gegenpol zu Massada werden, wird jedoch eher von palästinensischen Besuchern benutzt.

Ebenfalls westlich der Stadt befindet sich das Wadi Qelt, eine Schlucht die Richtung Jerusalem führt und mit einer engen Straße erschlossen ist. In den Felsen dort befindet sich das malerische griechisch-orthodoxe Kloster St. Georg. Der Besuch dieses Tales ist bei Touristen beliebt, es liegt aber nicht mehr im Autonomiegebiet. Wurden die Ausgrabungen früher standardmäßig von Touristengruppen beim Tagesausflug zum Toten Meer besucht, wird dieser Programmpunkt heute wegen der Abriegelung der Stadt oft ausgelassen. Dennoch wird die Zahl der Touristen für 2009 mit 1,5 Mio. angegeben.

Lesen Sie mehr auf Stadt Jericho und Wikipedia Jericho (Sicher Reisen - Die Reiseapp des Auswärtigen Amtes). Fotos von Wikimedia Commons. Wenn Sie eine Anregung, Kritik oder einen Hinweis zu dem Beitrag haben, freuen wir uns auf Ihre E-Mail an kommentar@wingsch.net. Nennen Sie dazu im Betreff bitte die Überschrift des Blogbeitrags, auf den sich Ihre E-Mail bezieht.



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