Jelgava in Semgallen

Donnerstag, 18. September 2014 - 13:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

Jelgava Castle © Marcin Szala/cc-by-sa-3.0

Jelgava Castle © Marcin Szala/cc-by-sa-3.0

Jelgava ist eine Stadt in Lettland im Gebiet Semgallen 44 km südwestlich von Riga. Bis 1919 war Mitau die Hauptstadt von Kurland und im Gegensatz zum hanseatischen Riga adelig geprägt. Heute ist Jelgava eine der neun “Republik-Städte” des Landes. Jelgava liegt in einer fruchtbaren Ebene am rechten Ufer der Lielupe, deren Hochwasser die niedrig gelegene Stadt gefährden. Jelgava wird von dem nach Jakob Kettler benannten Jakobskanal umflossen, ist Eisenbahnknotenpunkt und ein wichtiger Markt für Getreide und Holz.

An Jelgavas regelmäßigen, breiten Straßen reihten sich bis zum Zweiten Weltkrieg die Herrschaftshäuser des in der kurländischen Hauptstadt residierenden deutschbaltischen Adels auf. Nach schweren Kriegsverlusten dominieren heute Bauten aus sowjetischer Zeit das Stadtbild.

Academia Petrina © Igors Jefimovs/cc-by-3.0 Aerial view © Igors Jefimovs/cc-by-3.0 Zemgale Olympic Center © Igors Jefimovs/cc-by-3.0 Stacijas Parks © AfroBrazilian/cc-by-sa-3.0 Lielupe river near Jelgava © Igors Jefimovs/cc-by-3.0 Jelgava Castle © Marcin Szala/cc-by-sa-3.0
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Lielupe river near Jelgava © Igors Jefimovs/cc-by-3.0
Das alte Schloss (1266) der Herzöge von Kurland auf einer Insel im Fluss wurde von Herzog Ernst Johann von Biron niedergerissen, der sich stattdessen 1738–1772 von Bartolomeo Francesco Rastrelli ein geräumiges Schloss an der Brücke über die Kurländische Aa errichten ließ. Das Schloss ist Grablege aller kurländischen Herzöge und von einem Park umgeben. Zu den Wahrzeichen der Stadt zählen auch die Barockkirche der Heiligen Anna, der Turm der zerstörten Dreifaltigkeitskirche, die orthodoxe Annenkathedrale, und zwei ansehnliche neoklassizistische Bauwerke, die Villa Medem und die Academia Petrina.

Die Kathedrale der unschuldigen Jungfrau Maria (Bezvainīgās jaunavas Marijas katedrāle) ist die römisch-katholische Bischofskirche des Bistums Jelgava. Die Kirche wurde 1904-1906 im neogotischen Stil unter Karlis Strandmanis erbaut, aber erst 1925 geweiht. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Kirche schwer beschädigt; die Restaurierungen dauerten bis 1992. Mit der Errichtung des Bistums Jelgava 1996 wurde die Kirche in den Rang einer Kathedrale erhoben.

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