Île de la Cité

05. Oktober 2016 | Destination: | Rubric: Allgemein, Paläste, Schlösser, Villen, Parks, Paris |

© GuidoR/cc-by-sa-3.0

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Die Île de la Cité (deutsch Stadtinsel) ist eine Binneninsel in der Seine und der älteste Teil der französischen Hauptstadt Paris. Sie vergrößerte sich im Laufe der Jahrhunderte von ursprünglich 8 auf 22 Hektar und ist durch neun Brücken mit den beiden Seineufern Rive Droite und Rive Gauche sowie mit ihrer Nachbarinsel Île Saint-Louis verbunden. Diese tragen, im Uhrzeigersinn und vom Westen ausgehend, folgende Namen: Pont Neuf, Pont au Change, Pont Notre-Dame, Pont d’Arcole, Pont Saint-Louis, Pont de l’Archeveché, Pont au Double, Petit Pont und Pont Saint-Michel.

Der Boulevard du Palais teilt die Insel in zwei Teile, die verschiedenen Arrondissements angehören; der westliche Teil gehört zum 1., der östliche zum 4. Pariser Arrondissement. Die Île de la Cité ist Standort der Notre-Dame de Paris, Sitz des Erzbischofs von Paris, der ehemaligen Königsresidenz Palais de la Cité (heute Justizpalast) mit der früheren Palastkapelle Sainte-Chapelle und der Conciergerie sowie der Polizeipräfektur.

© GuidoR/cc-by-sa-3.0 © David Monniaux/cc-by-sa-3.0 © Daniel Vorndran/DXR/cc-by-sa-3.0 © Benh LIEU SONG/cc-by-sa-4.0 Plaque commemorating the burning of Jacques de Molay © PHGCOM/cc-by-sa-3.0 Map of Île de la Cité © OpenStreetMap - Paris 16/cc-by-sa-4.0
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Plaque commemorating the burning of Jacques de Molay © PHGCOM/cc-by-sa-3.0
Die Île de la Cité war schon in der Antike besiedelt – erst von Kelten und später (nach 52 v. Chr.) als Stadt des römischen Reiches in Gallien. Um 540/550 wurde unter der Herrschaft des fränkischen Königs Childebert I. (König von 511 bis 558) die Kathedrale St. Etienne (Stefansdom), die der Vorgängerbau der Kathedrale Notre-Dame de Paris war, errichtet. Als Chlodwig I. aus dem Geschlecht der Merowinger Paris im frühen 6. Jahrhundert zur Hauptstadt seines Reiches machte, bildete die Île de la Cité erneut den Mittelpunkt. An der Westspitze wurde 1314 der Großmeister des Templerordens Jacques de Molay hingerichtet. Am östlichen Punkt der Île de la Cité befindet sich Mémorial des Martyrs de la Déportation (deutsch: Denkmal für die Märtyrer der Deportation) zur Erinnerung an die 200.0000 zwischen 1941 und 1944 vom Vichy-Regime in die Konzentrationslager Deportierten. Seine Architektur soll dazu beitragen, das Leid der Deportierten in Erinnerung zu rufen und den Besucher zum Nachdenken und zur Andacht zu bewegen. Dieses Monument ist seit dem 23. November 2007 klassifiziert als Monument historique.

Die Verbindung zu den Seine-Ufern stellt unter anderem die “Neue Brücke” (Pont Neuf) her, die älteste in Paris erhaltene Brücke. Bei deren Bau (1578–1607) ließ Heinrich III. die drei sumpfigen Schwemminseln, die vor der Westspitze der Île de la Cité lagen, 1584 mit dieser verbinden. Auf der neu gewonnenen Fläche der Cité ließ er einen Platz anlegen (die heutige Place Dauphine) und Häuser errichten, aus deren Verkauf er das zum Bau der Brücke notwendige Geld beschaffte.

Lesen Sie mehr auf parisinfo.com – Île de la Cité, Wikivoyage Île de la Cité und Wikipedia Île de la Cité. Fotos von Wikimedia Commons.



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