Halle an der Saale

10. März 2011 | Destination: | Rubric: Allgemein, UNESCO-Welterbe |

Paulus Quarter © Felix Abraham

Paulus Quarter © Felix Abraham

Halle (Saale) ist eine kreisfreie Stadt im Süden von Sachsen-Anhalt und liegt an der Saale. Mit über 232.000 Einwohnern ist Halle die größte Stadt und eines der drei Oberzentren des Bundeslandes, sowie Sitz des Landesverwaltungsamtes. Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf das Jahr 806 n. Chr. Die Einwohnerzahl der Stadt überschritt 1890 die Grenze von 100.000, wodurch Halle zur Großstadt wurde. Als einzige deutsche Großstadt mit mehr als 200.000 Einwohnern hat Halle den Zweiten Weltkrieg fast unbeschadet überstanden, sodass ihr städtebaulicher Charakter unter den deutschen Großstädten als einzigartig gilt.

Mit den durch August Hermann Francke 1698 gegründeten Franckeschen Stiftungen, über deren Aufnahme als UNESCO-Weltkulturerbe 2014 entschieden wird, gilt Halle als Ausgangspunkt der sozial-humanistischen Bildung in Deutschland. Halle ist Sitz einer der ältesten Universitäten Deutschlands, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Darüber hinaus ist die Stadt Sitz der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Kulturstiftung des Bundes, welche für die Bundesrepublik Deutschland die Aufgaben der internationalen Vertretung der nationalen Wissenschaft und deutschen Kultur haben. Im Stadtgebiet befinden sich eine Vielzahl von kulturellen und musealen Einrichtungen.

Paulus Quarter © Felix Abraham Water_Tower-ArtMechanic Birthplace of George Frideric Handel © Tamas Szalai Germany's oldest Chocolate Factory © Ralf Lotys Market Square with Red Tower © Omits Market Square © White shark Martin Luther University © ContactNi Opera House © OmiTs River Saale © Mewes Saltworks © Iqmanuelnavarro Town Hall © Bettenburg University Library building © Michael Hanke
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Birthplace of George Frideric Handel © Tamas Szalai

Hallenser, Halloren und Halunken
Die ironisch gemeinte Kategorisierung der Einwohner Halles in Hallenser, Halloren und Halunken wird von vielen auf Heinrich Heine zurückgeführt. Halloren waren die Salzarbeiter, die ursprünglich auf der “Halle”, dem heutigen Hallmarkt, lebten und in der Saline das weiße Gold gewannen. Als Hallenser dagegen wurden die Händler und Bürger bezeichnet, die um den höher gelegenen Markt, den heutigen Marktplatz, gelebt und mit Salz gehandelt haben. Halunken schließlich mussten sich die Bewohner der heruntergekommenen Vorstadt Glaucha nennen lassen. Heutzutage werden die in Halle geborenen Menschen als Hallenser bezeichnet, während hingegen die Zugezogenen scherzhaft “Hallunken” genannt werden.

Historische technische Bauwerke und Denkmale
Zu den sehenswerten historischen technischen Bauwerken und Denkmalen der Stadt gehören die beiden großen Wassertürme, der Wasserturm Nord an der Paracelsusstraße (B 6) und der Wasserturm Süd am Lutherplatz, sowie das historische Straßenbahndepot der Halleschen Verkehrs AG in der Seebener Straße, das als Museum für alte Straßenbahnen und Busse dient. Halle verfügt mit der Großgarage Süd in der Liebenauer Straße über das älteste noch erhaltene Parkhaus in Deutschland. Darüber hinaus kommt der Sternwarte Halle im Botanischen Garten der Martin-Luther-Universität Bedeutung zu. Die ehemalige Rennstrecke Halle-Saale-Schleife befindet sich zwischen dem westlichen Saaleufer und dem Stadtteil Neustadt. Zu Halles außergewöhnlichen Merkmalen gehören zwei mächtige Burgen, die beide im bebauten Stadtgebiet liegen, was eine in Deutschland selten anzutreffende Situation darstellt. Es handelt sich um die ältere Burg Giebichenstein oberhalb der Saale und die Moritzburg am nordwestlichen Rand der Altstadt.

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