Haiti in den Großen Antillen

Freitag, 09. November 2012 - 13:12 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

The National Palace in 2009 © flickr.com - DrGulas

The National Palace in 2009 © flickr.com – DrGulas

Haiti ist ein auf der Insel Hispaniola in den Großen Antillen gelegener Inselstaat. Er umfasst den westlichen Teil der Karibikinsel, deren Ostteil die Dominikanische Republik einnimmt.

Der Landesname kommt aus der Sprache der Taíno, der Ureinwohner Hispaniolas, und bedeutet “bergiges Land”. Die heutigen etwa 9 Mio. Einwohner Haitis sind größtenteils afrikanischer Abstammung. Hauptstadt des Landes ist Port-au-Prince. Haiti war nach der französischen Kolonialzeit der reichste Staat Lateinamerikas. Es ist jedoch inzwischen das einzige Land des amerikanischen Doppelkontinents, das zu den am wenigsten entwickelten Ländern gezählt wird. Zur schwachen Wirtschaft kommt eine instabile politische Lage mit zahlreichen Unruhen, weshalb im letzten Jahrzehnt über drei Millionen Haitianer ausgewandert sind.

Cathedral of Cap-Haitien 2006 © Rémi Kaupp Embassy of France © Tboiron Haiti map © CIA World Factbook Panoramic view of Port-au-Prince from Hotel Montana 2007 © flickr.com - Elena Heredero The National Palace in 2009 © flickr.com - DrGulas
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Panoramic view of Port-au-Prince from Hotel Montana 2007 © flickr.com - Elena Heredero
Am 12. Januar 2010 erschütterte ein schweres Erdbeben den südlichen Teil Haitis, gemessen an den Opferzahlen handelte es sich um das schwerste Erdbeben in der Geschichte Haitis und eines der schwerwiegendsten Erdbeben überhaupt.

Haiti verfügt über 1.700 Kilometer Karibikküste, doch gab es über viele Jahre keine ausländische Investitionen in Strandhotels. Eine der wenigen Ausnahmen bildet eine kleine Landzunge im Nordwesten: Der überwiegende Großteil der Tourismuseinnahmen des Landes stammt aus der Verpachtung des Hafens Labadee samt angrenzenden Stränden im Norden des Landes an die Kreuzfahrtreederei Royal Caribbean Cruises. Labadee wird als regelmäßiger Landgang auf den Karibikkreuzfahrten angesteuert. Die Reederei zahlt dem haitianischen Staat sechs US-Dollar pro Tourist. Das Gelände ist gegenüber dem Rest des Landes streng abgeschottet. Der Grund hierfür sind die seit Jahren bestehenden Reisewarnungen der USA und EU.

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