Granada und die Alhambra

27. Oktober 2011 | Destination: | Rubric: Allgemein, Museen, Ausstellungen, UNESCO-Welterbe |

Aerial view of the Alhambra © Mike Lehmann

Aerial view of the Alhambra © Mike Lehmann

Granada ist die Hauptstadt der Provinz Granada in Südspanien und liegt in einem Ballungsgebiet der Vega de Granada. Die Stadt zählt ca. 234.000 Einwohner, von denen die meisten in der Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte oder im Tourismus arbeiten. Durch das weitgehend friedliche Zusammentreffen verschiedener Kulturen und die Toleranz unter den Anhängern mehrerer Religionen im maurischen Mittelalter gilt Granada bis in die heutige Zeit als Beispiel für die Möglichkeiten einer multikulturellen Gesellschaft. Heute leben in Granada ca. 15.000 Muslime, von denen 1000 bis 1500 spanische Konvertiten sind. Granada liegt beim Übergang der Sierras de Huétor y la Alfaguara in die Vega de Granada am Zusammenfluss von Darro und Genil auf einer mittleren Höhe über dem Meeresspiegel von 734 m. Die Stadt umfasst eine Fläche von 87,8 km². Die Stadt entwickelte sich von zwei Kernen aus. Von der Hügelkuppe des heutigen Albaicín wuchs die Stadt aufgrund des Schutzes durch eine von Archäologen angenommenen Verbindungsmauer mit der Alhambra zunächst ins Tal des Darro und breitete sich schließlich auch in die Vega aus. Die heutige Plaza Bibarambla markiert ihre ungefähre mittelalterliche Westausdehnung. Der zweite Kern, von dem sich die Stadt aus entwickelte, ist das Stadtviertel Realejo. Hier soll der jüdische Ursprung der Stadt, Ġarnāṭa al-Yahūd, gelegen haben. Berühmt ist Granada wegen der vielen bedeutenden historischen Bauten sowohl aus maurischer Zeit, als auch aus Gotik und Renaissance. Auch für ihre zahlreichen Gitarrenbauer ist die Stadt weltbekannt.

Die bedeutendsten Bauten aus der maurischen Zeit gehören zur Festung Alhambra (“Die Rote”), die als eines der schönsten Beispiele des maurischen Stils der islamischen Kunst gilt. Sie ist eine Ansammlung von Palästen und die größte profane Anlage dieser Art in Spanien. Sie wurde auf älteren Anlagen im 13. und 14. Jahrhundert als Residenz der maurischen Könige der Naṣriden-Dynastie errichtet. Berühmt ist die Alhambra für ihre Stuckdecken und den Löwenbrunnen. König Karl V. ließ einen Palast in diesem Areal erbauen, durch den weite Bereiche des ursprünglichen Palastes zerstört wurden. Da es sich bei diesem um eines der bedeutendsten Gebäude der Renaissance in Spanien handelt, werden hier keine Ausgrabungen durchgeführt. In der Alhambra befindet sich im Gebäude eines dem Franz von Assisi geweihten Klosters aus dem 16. Jahrhundert ein besonders schönes Parador-Hotel. Oberhalb der Alhambra liegt der Generalife, die Sommerresidenz des Emirs. Im Palacio de Carlos V. befindet sich heute das Museo de Bellas Artes de Granada und das Museo de la Alhambra. Die Alhambra ist eine der meistbesuchten Touristenattraktionen Europas und seit 1984 Weltkulturerbe. Die Grundfläche der Burganlage beträgt 730 m x 180 m und ist damit etwa 13 Hektar groß.

Granada Cathedral - South portal © Pom² Buildings on Gran Via © Balbo Royal Gate © Balbo Plaza Nueva, with the Palace of Justice © Nikater Plaza de Isabel la catolica © Balbo Mudéjar tower and Isabelline portal of the church at Santa Isabel la Real Monastery © Balbo Isabel la Católica square and monument to Columbus and Isabella the Catholic Queen © Balbo Buildings in Santa Ana Square and the tower bell of the church © Giorgiomonteforti Building on Gran Vía © Pedro González Alhambra in the evening © Jebulon Alhambra Generalife fountains © www.andrewdunnphoto.com Granada Science Park © Peterfh Granada Panorama © José Porras Granada Collage © Venerock Aerial view of the Alhambra © Mike Lehmann
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Mudéjar tower and Isabelline portal of the church at Santa Isabel la Real Monastery © Balbo
Im Zentrum steht die Kathedrale aus der Renaissance. Daran grenzt die 1521 fertiggestellte Capilla Real mit den Grabmälern der Katholischen Könige. Isabella und Ferdinand wurden 1521 überführt, Johanna die Wahnsinnige und Philipp der Schöne sind dort ebenfalls bestattet. Auch rund um die Kathedrale befinden sich noch im heutigen Stadtbild erkennbare Zeugnisse des maurischen Granada, so die ehemalige Karawanserei Corral de Carbón, in der heute die Touristeninformation untergebracht ist, die Koranschule (Eingang direkt gegenüber der Capilla Real) und die Alcaicería, der alte Seidenmarkt. Direkt gegenüber der Kathedrale befindet sich das Centró José Guerrero, das eine umfangreiche Sammlung des namensgebenden Künstlers besitzt und wechselnde Ausstellungen moderner Kunst ausrichtet. Nördlich des Zentrums befindet sich das reich verzierte Kartäuserkloster La Cartuja, in dem auch eine Kunstsammlung mit Werken des Barockkünstlers Juan Sánchez Cotán u. a. besucht werden kann. Auf dem nach dem Kloster benannten Campus der Universität befindet sich auch die Sternwarte Granadas. In der Nähe liegt auch die im Neomudéjarstil errichtete neue Plaza de Toros aus den 1920er Jahren. Im Süden der Stadt, auf der anderen Seite des Genil, befinden sich der Kongresspalast, der Wissenschaftspark sowie ein Jagdschlösschen der Almohaden, der Alcázar del Genil.

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