Gifhorn, die Zickenstadt

Montag, 05. September 2011 - 15:37 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination: | Category/Kategorie: Allgemein

Goat Memorial © Thomas Hermes

Goat Memorial © Thomas Hermes

Gifhorn ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Osten des Landes Niedersachsen. Mit etwa 42.000 Einwohnern bildet Gifhorn eines der Mittelzentren des Landes, geprägt durch die geringe Entfernung zu den Industrie- und Handelszentren Braunschweig und Wolfsburg. Außerdem ist Gifhorn Teil der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg. 1852 erhielt Gifhorn das Stadtrecht. 1924 wurde das Rathaus in die Ortsmitte verlegt.

Die Stadt liegt zwischen Hannover, Braunschweig und Wolfsburg, rund 20 Kilometer nördlich von Braunschweig und dem Autobahnkreuz Braunschweig-Nord (A2/A391) und etwa 15 Kilometer westlich von Wolfsburg. Die Stadt befindet sich am Kreuzungspunkt der Bundesstraßen 4 (Nord-Süd Richtung, auch Salz-Straße) und 188 (Ost-West Richtung, auch Korn-Straße) sowie der Bahnlinien Braunschweig-Uelzen und Hannover-Wolfsburg am Rande der Lüneburger Heide. Die Ise mündet im Stadtgebiet in die Aller.

Die Industrialisierung Gifhorns begann mit der großflächigen Torfgewinnung aus den umliegenden Moorgebieten, wie dem Großen Moor. Der Rohstoff wurde in der Torfpressfabrik verarbeitet und lieferte zunächst die Energie für eine mechanische Wollspinnerei, zwei Zichorienfabriken und eine Ziegelei, die sich aber nicht lange hielten. Wirtschaftlich bedeutsam wurden nur die Glashütte (ab 1873) und eine Konservenfabrik (ab 1890), die erst 1959 bzw. 1973 ihre Produktion einstellen mussten. Sie profitierten von der Vollendung des Bahnbaus um 1890.

Former town hall © Thomas Hermes Wind and Water Mill Museum © Axel Hindemith St Nicolai church with Langer Jammer half-timbered house and Kavalierhaus © Thomas Hermes Gifhorn's Swiss © Edmund Schweitz New town hall © Thomas Hermes New event hall © Thomas Hermes Historical town hall © Thomas Hermes Cultural institute Die Brücke (The Bridge) © AxelHH Goat Memorial © Thomas Hermes
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St Nicolai church with Langer Jammer half-timbered house and Kavalierhaus © Thomas Hermes
Am 29. November 1984 wurde am Marktplatz das neue Rathausgebäude eingeweiht. Das vorherige Bauwerk wurde zum Haus des Handwerks. Nach der deutschen Wiedervereinigung und den politischen Umbrüchen in den damaligen Ostblockstaaten kam es in den 1990er Jahren zu einem großen Bevölkerungszuwachs, der vorwiegend auf den Zuzug von Russlanddeutschen aus der ehemaligen Sowjetunion zurückging. Diese stellen gegenwärtig etwa ein Zehntel der Gifhorner Bevölkerung.

Die Stadt beherbergt einige architektonisch interessante Bauwerke aus verschiedenen Epochen. Die Naturschutzgebiete und Seen rund um den Ort – wie auch die Lüneburger Heide – haben Gifhorn zu einem beliebten Naherholungsgebiet für Ausflügler aus Braunschweig und Hannover gemacht.

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