Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

10. September 2014 | Destination: | Rubric: Berlin, Allgemein, Museen, Ausstellungen |

Main gate © Christian Liebscher/cc-by-sa-3.0

Main gate © Christian Liebscher/cc-by-sa-3.0

Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen besteht aus den Räumlichkeiten der ehemaligen zentralen Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit der DDR, die von 1951 bis 1989 in Weißensee bzw. Hohenschönhausen in Betrieb war. Dort wurden vor allem politische Gefangene inhaftiert und physisch und psychisch gefoltert. Heute existiert an gleicher Stelle eine Gedenkstätte als Erinnerungsort für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft in Deutschland. Die Gebäude der ehemaligen Haftanstalt wurden 1992 unter Denkmalschutz gestellt. Die Gedenkstätte ist Mitglied der Platform of European Memory and Conscience.

Die Aufgabe der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen ist im Gesetz über die Errichtung der Stiftung “Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen” festgelegt. Demnach ist die Gedenkstätte einerseits Dokumentations- und Begegnungszentrum und hat andererseits die Aufgabe, die Geschichte der Haftanstalt Hohenschönhausen in den Jahren 1945 bis 1989 zu erforschen. Durch die Erstellung von Informationsmaterialien, Publikationen sowie Ausstellungen und Veranstaltungen soll ein Beitrag zur Diskussion über politische Verfolgung und Unterdrückung in der kommunistischen Diktatur geleistet werden. An der ehemaligen Haftanstalt Berlin-Hohenschönhausen soll beispielhaft über die politische Justiz in der DDR informiert werden.

Hallway © Proditor/cc-by-sa-3.0 Memorial stone to the victims of Special Camp 3 © Weissensee/cc-by-sa-3.0 Main gate © Christian Liebscher/cc-by-sa-3.0
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Memorial stone to the victims of Special Camp 3 © Weissensee/cc-by-sa-3.0
Nach der Friedlichen Revolution blieben die Gebäude und Einrichtungen weitgehend im Originalzustand. So wurde 1994 eine Gedenkstätte eingerichtet. Besucherreferenten, zumeist ehemalige Häftlinge, führen die Besucher durch die verschiedenen Gebäude. Durch ehemalige Stasi-Offiziere, weitere Ex-Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR und DDR-Nostalgiker, die sich zum Teil als sächsische Historiker ausgaben, kam es einige Zeit regelmäßig zu Störungen durch Zwischenrufe während der Führungen durch die Gedenkstätte. Bei Personen, die an den Führungen teilnahmen, führte die Agitation der ehemaligen Stasi-Angehörigen zu Verwirrung.

Seit 2008 verleiht der Förderverein der Gedenkstätte Hohenschönhausen alle zwei Jahre den Hohenschönhausen-Preis. Mit dieser Auszeichnung sollen herausragende wissenschaftliche Arbeiten als auch interessante künstlerische Projekte oder journalistische Arbeiten prämiert werden, die sich mit der SED-Diktatur auseinandersetzen.

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