Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich: Die Austragungsorte

Freitag, 03. Juni 2016 - 11:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein, Paris, Sport

Die Fußball-Europameisterschaft 2016 der Männer ist die 15. Austragung dieses Turniers und wird vom 10. Juni bis zum 10. Juli 2016 in Frankreich stattfinden. Erstmals werden 24 statt wie bisher 16 Mannschaften an der Endrunde teilnehmen. Die ersten drei Spiele der Deutschen Nationalmannschaft finden am 12. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Villeneuve-d’Ascq (Lille) gegen die Ukraine, am 16. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Saint-Denis gegen Polen und am 21. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Paris gegen Nordirland statt.

Die Spielorte entsprechen denen der Fußball-Weltmeisterschaft 1998, mit Ausnahme von Nantes und Montpellier. Dafür kommen Nizza und Villeneuve-d’Ascq bei Lille hinzu. Im April 2014 wurde das Stade de France in Saint-Denis sowohl als Austragungsort des Eröffnungsspiels am 10. Juni 2016 als auch des Finales am 10. Juli 2016 bestimmt.

STADE DE FRANCE IN SAINT-DENIS

Stade de France in Saint-Denis © Liondartois/cc-by-sa-3.0

Stade de France in Saint-Denis © Liondartois/cc-by-sa-3.0

Das Stade de France ist das 1998 eröffnetes Nationalstadion in Saint-Denis, einem nördlichen Vorort von Paris. Es ist mit einer Kapazität von 81.338 Zuschauern (bei Fußball- und Rugbyspielen) das mit Abstand größte Stadion des Landes. Es ist von der UEFA in die Stadionkategorie 4 eingestuft. Die wichtigsten regelmäßigen Veranstaltungen sind Heimspiele der französischen Fußballnationalmannschaft und der französischen Rugby-Union-Nationalmannschaft, das Finale um den Französischen Fußball- und den Ligapokal sowie das Finale der Rugby-Meisterschaft Top 14. Mithilfe verschiebbarer Tribünen kann das Stade de France auch für Leichtathletik-Veranstaltungen wie die IAAF Diamond League hergerichtet werden, dabei verringert sich die Kapazität auf 75.000 Zuschauer. Außerdem finden hier regelmäßig Konzerte und Freilichtshows statt. Bei Konzerten bietet das Stadion inklusive des Innenraums für über 90.000 Besucher Platz.





STADE PIERRE-MAUROY IN VILLENEUVE-D’ASCQ (LILLE)

Stade Pierre-Mauroy in Villeneuve-d’Ascq © Liondartois/cc-by-sa-3.0

Stade Pierre-Mauroy in Villeneuve-d’Ascq © Liondartois/cc-by-sa-3.0

Das Stade Pierre-Mauroy ist ein Fußballstadion in Villeneuve-d’Ascq in der Metropolregion Lille (LMCU) und Heimstätte des OSC Lille. Es ist benannt nach Pierre Mauroy, fast drei Jahrzehnte lang Bürgermeister der Stadt Lille. Die 2012 eingeweihte Sportstätte ist mit einem schließbaren Dach, wie es die Veltins-Arena in Gelsenkirchen besitzt, ausgestattet. Das Architekturbüro Valode & Pistre und der Architekt Pierre Ferret entwarfen die Sportanlage. Die Zuschauerkapazität bei Fußball- und Rugbyspielen liegt bei 50.083 Besuchern.





PARC DES PRINCES IN PARIS

Parc des Princes in Paris © Stanmar/cc-by-sa-3.0

Parc des Princes in Paris © Stanmar/cc-by-sa-3.0

Das Prinzenparkstadion (französisch: Parc des Princes) ist eine traditionelle Wettkampfstätte in der französischen Hauptstadt Paris im 16. Arrondissement unmittelbar am Boulevard périphérique, dem Autobahnring der Metropole, die heute überwiegend vom Fußballklub Paris Saint-Germain genutzt wird und bei Ligaspielen Platz für rund 49.000 Zuschauer bietet. Die UEFA verlieh der Sportstätte vier Sterne. Seit dem Bau des Stade de France hat der Prinzenpark jedoch seinen Status als Nationalstadion verloren.





STADE VÉLODROME IN MARSEILLE

Stade Vélodrome in Marseille © Hombrey/cc-by-sa-4.0

Stade Vélodrome in Marseille © Hombrey/cc-by-sa-4.0

Das Stade Vélodrome ist ein Fußballstadion in Marseille. Es wurde für die Fußball-Europameisterschaft 2016 umgebaut. Vor den Bauarbeiten für die EURO 2016 bot es 60.301 Plätze. Während der Saison 2013/14 war das Stadion für 48.000 Besucher zugelassen. Momentan bietet die Spielstätte auf den vier Rängen 67.394 Plätze. Damit ist es das größte Stadion in Frankreich, in dem ein Verein spielt. Noch größer ist nur das französische Nationalstadion, das Stade de France in Saint-Denis. Das Stade Vélodrome gehört der Stadt Marseille und ist die Heimat der Fußballer von Olympique Marseille. Es ist außerdem noch eine Spielstätte der französischen Rugbynationalmannschaft und war Austragungsort bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 und der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2007. Zudem war das Stadion Spielstätte bei den Weltmeisterschaften 1954, 1972 und 1975 im Rugby League.





PARC OLYMPIQUE LYONNAIS IN DÉCINES-CHARPIEU

Parc Olympique Lyonnais in Décines-Charpieu © AsGunReview/cc-by-sa-4.0

Parc Olympique Lyonnais in Décines-Charpieu © AsGunReview/cc-by-sa-4.0

Der Parc Olympique Lyonnais (auch bekannt als Stade des Lumières, Grand Stade de Lyon oder Grand Stade OL) ist das drittgrößte Fußballstadion Frankreichs und wurde in Décines-Charpieu, einer Nachbargemeinde der Stadt Lyon, von 2012 bis 2015 errichtet und am 9. Januar 2016 eingeweiht. Die Spielstätte ist das einzige vereinseigene Stadion der Ligue 1. Es wird überwiegend vom Fußballverein Olympique Lyon genutzt, der durch seine OL Land auch Eigentümer ist. Sie bietet Plätze für 59.286 Zuschauer. Es ersetzt das Stade Gerland als Heimstätte des OL. Die Spielstätte ist auch für die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2019 vorgesehen.





STADE MATMUT ATLANTIQUE IN BORDEAUX

Stade Matmut Atlantique in Bordeaux © PA/cc-by-sa-4.0

Stade Matmut Atlantique in Bordeaux © PA/cc-by-sa-4.0

Das Matmut Atlantique (auch bekannt als Stade Bordeaux-Atlantique) ist ein Fußballstadion im Stadtviertel Lac im Norden der französischen Stadt Bordeaux, Département Gironde. Es wird überwiegend vom Fußballverein Girondins Bordeaux genutzt. Seit dem Bauabschluss im Mai 2015 stehen Plätze für 42.052 Zuschauer zur Verfügung. Neben Fußballspielen werden auch Rugbypartien und Konzerte im Matmut Atlantique veranstaltet.
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STADE BOLLAERT-DELELIS IN LENS

Stade Bollaert-Delelis in Lens © Liondartois/cc-by-sa-4.0

Stade Bollaert-Delelis in Lens © Liondartois/cc-by-sa-4.0

Das Stade Bollaert-Delelis ist ein Fußballstadion in Lens. Im Stadion, das Austragungsort bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 war, trägt der RC Lens seine Heimspiele aus. Außerdem hat der OSC Lille dort seine Heimspiele in der Champions League 2006/07 bestritten. Das Stadion war Austragungsort mehrerer Gruppenspiele der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2007. 2014 und 2015 fanden umfangreiche Umbau- und Renovierungsarbeiten am Stadion statt. Seither stehen 38.223 Plätze zur Verfügung. Das Stadion verdankt seinen Namen Félix Bollaert, der als Vorsitzender der örtlichen Minengesellschaft 1931 den Bau des Stadions in Auftrag gegeben hat. 1932 wurde der Bau des Stadions begonnen und am 18. Juni 1933 eröffnet. Es ist eines der wenigen Stadien, bei denen sich die “Fankurve” entlang der Seitenlinie und nicht, wie üblich, hinter einem der Tore befindet. Am 28. September 2012 entschied die Stadt Lens den Namen des Stadions in Erinnerung an den ehemaligen Minister und früheren Bürgermeister (1966–1998) der Stadt, André Delelis, der am 4. September 2012 verstarb, zu ergänzen. Seither trägt die Spielstätte den Namen Stade Bollaert-Delelis.





ALLIANZ RIVIERA IN NIZZA

Allianz Riviera in Nice © Mirasol/cc-by-sa-3.0

Allianz Riviera in Nice © Mirasol/cc-by-sa-3.0

Die Allianz Riviera ist ein Multifunktionsstadion in Nizza, das im September 2013 eröffnet wurde. Das Stadion wird überwiegend vom Fußballverein OGC Nizza genutzt, aber es sollen zukünftig dort auch Rugbyspiele ausgetragen werden. Dafür lassen sich die Hintertortribünen zurückfahren. Es bietet Plätze für rund 35.000 Zuschauer. Im Juli 2012 wurde bekannt, dass der Versicherungskonzern Allianz sich das Namensrecht an der neuen Arena gesichert hatte. Seitdem trägt das Stadion den Namen Allianz Riviera.





STADIUM MUNICIPAL IN TOULOUSE

Stadium Municipal in Toulouse © Caroline Léna Becker/cc-by-3.0

Stadium Municipal in Toulouse © Caroline Léna Becker/cc-by-3.0

Das Stadium Municipal ist ein Fußballstadion sowie Rugbyspielstätte in Toulouse mit 35.472 Plätzen. Das Stadion wird hauptsächlich vom örtlichen Fußballverein FC Toulouse genutzt, aber auch der Rugbyverein Stade Toulousain weicht für Spitzenspiele aus dem eigenen Stadion, dem Stade Ernest-Wallon, in das größte Stadion der Stadt aus. Das Stadion war Austragungsort für Spiele der Rugby-Union-Weltmeisterschaften 1991, 1999 und 2007, sowie der Rugby-League-Weltmeisterschaft 1954. Im Hinblick auf die Saison 2015/16 der Ligue 1 und der Fußball-Europameisterschaft 2016 wurden in der Sommerpause 2015 über zwei Monate hin Arbeiten an der Sportstätte durchgeführt. Die Bestuhlung auf den Rängen wurde erneuert. Das Spieldfeld aus Naturrasen wurde gegen einen Hybridrasen ausgetauscht. Ein ähnlicher Untergrund wurde im Stade Vélodrome in Marseille verlegt. Hinzu kam eine Videoüberwachungsanlage mit 140 Kameras in und um das Stadion. In der Ligue 1 wurde 2015 wie in der Fußball-Bundesliga die Torlinientechnik eingeführt. Dafür wurden 14 Kameras des GoalControl-Systems im Stadium Municipal installiert.





STADE GEOFFROY-GUICHARD IN SAINT-ÉTIENNE

Stade Geoffroy-Guichard in Saint-Étienne © KevFB/cc-by-sa-3.0

Stade Geoffroy-Guichard in Saint-Étienne © KevFB/cc-by-sa-3.0

Das Stade Geoffroy-Guichard ist ein Fußballstadion in Saint-Étienne und Heimstätte des Fußballvereins AS Saint-Étienne. Der Bau des Stadions wurde 1930 begonnen. Am 13. September 1931 wurde das Stadion feierlich eröffnet, am 17. September fand das erste Spiel statt. Damals gab es nur eine Tribüne, die 1.800 Anhängern Platz bot. Schrittweise wurde die Kapazität ausgebaut. 1938 gab es bereits 15.000 Zuschauerränge, 1957 wurde das Stadion auf 25.000 Plätze erweitert. 1968 wurde die nächste Ausbaustufe mit 39.570 Plätzen eingeweiht. Für die Fußball-Europameisterschaft 1984 wurde das Stadion renoviert und die Anzahl auf 48.274 erhöht, davon 22.000 Sitzplätze. Die Fußball-Weltmeisterschaft 1998 führte zu einer erneuten Renovierung und der Reduzierung der Kapazität auf die aktuelle Zahl von 42.000 Sitzen. Das Stadion ist ein reines Fußballstadion und bietet seit 1998 ausschließlich Sitzplätze. Das Stadion besitzt vier Tribünen, die jeweils in zwei Ränge unterteilt sind. Das Stade Geoffroy-Guichard verdankt seinen Namen Geoffroy Guichard, der die Einzelhandelskette Casino gegründet hat. Der Verein AS Saint-Étienne hat seinen Ursprung bei Angestellten dieser Firma. Das Stadion steht auf einem Grundstück, das vormals im Besitz von Casino war.





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