Frauen- und Herrenchiemsee

16. Oktober 2013 | Destination: | Rubric: Allgemein, Paläste, Schlösser, Villen, Parks |

Herrenchiemsee Palace © Zairon/cc-by-sa-3.0

Herrenchiemsee Palace © Zairon/cc-by-sa-3.0

HERRENCHIEMSEE

Die Insel Herrenchiemsee (auch als Herreninsel bekannt, frühere Bezeichnung Herrenwörth) ist mit einer Gesamtfläche von 238 ha mit Abstand die größte der drei im Chiemsee liegenden Inseln. Gemeinsam mit der Frauen- und der Krautinsel bildet sie die Gemeinde Chiemsee, die nach der Landfläche, nach Buckenhof, die zweitkleinste in Bayern ist.

Herrenchiemsee ist im Gegensatz zur Fraueninsel, die von ca. 300 Personen permanent bewohnt wird, nur von wenigen Personen ganzjährig bewohnt, kann aber dafür mit einer weithin bekannten Touristenattraktion aufwarten: dem als Kopie von Schloss Versailles erbauten Neuen Schloss Herrenchiemsee des bayerischen “Märchenkönigs” Ludwig II.

Außer dem Neuen Schloss Herrenchiemsee befindet sich auf der Insel auch das als Altes Schloss Herrenchiemsee bekannte ehemalige Chorherrenstift (Kloster Herrenchiemsee). Hier tagte vom 10. bis 23. August 1948 der Verfassungskonvent zur Ausarbeitung eines Diskussionsentwurfes des Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland für den Parlamentarischen Rat.

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Frauenchiemsee © Gerhard66/cc-by-3.0

Frauenchiemsee © Gerhard66/cc-by-3.0


FRAUENCHIEMSEE

Das Kloster Frauenwörth prägt den Charakter von Frauenchiemsee, es ist Wallfahrtsort für die selige Irmengard, die Schutzpatronin des Chiemgaus. Die Wallfahrt wie die landschaftlich reizvolle Lage der Insel ziehen täglich eine große Anzahl von Besuchern an. Zur Bekanntheit der Insel trägt seit 1820 auch die Chiemseer Künstlerkolonie bei, zu der u.a. Max Haushofer gehörte.

Sehenswert ist die sogenannte karolingische Torhalle aus der Frühzeit des Klosters. Es ist ein rechteckiges Gebäude aus Tuffstein mit einem quadratischen Anbau an der Ostseite. Dessen Erdgeschoss beherbergte einst eine kleine Nikolauskapelle, sein Obergeschoss war die Apsis der Michaelskapelle. Bei Restaurierungsarbeiten legte man hier fast lebensgroße Engelsdarstellungen frei. Von diesen in ihrer Schlichtheit beeindruckenden, ursprünglich wohl sechs roten Umrisszeichnungen sind zwei noch fast vollständig erhalten. Man datierte sie früher ins 9. Jahrhundert, heute aber später. Durch die Torhalle zieht sich in der Mitte des Erdgeschosses eine große, tonnengewölbte Durchfahrt, die beidseitig von einer offenen Arkadenreihe mit jeweils drei Bögen begrenzt wird. Nach Westen schließt das barocke Vikarshaus an.

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