Themenwoche Hamburg, das Tor zur Welt – Elbvororte

Mittwoch, 5. November 2014 - 03:13 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Architektur, Allgemein, Hamburg, Themenwochen

Strandhotel © Staro1

Strandhotel © Staro1

Die Elbvororte umfassen die westlichen Stadtteile Hamburgs mit erhöhter Dichte von vermögenden Einwohnerinnen und Einwohnern. Hier findet sich die größte Ansammlung beeindruckender Gründerzeitvillen, aber auch die Firmensitze der renommiertesten und ältesten Unternehmen der Stadt. Wie kaum in anderen Stadtteilen läßt sich hier die typische Hamburger Lebensweise und -philosophie erleben und beobachten. Neben den unten beschriebenen Stadtteilen gehören auch Sülldorf, Osdorf, Klein Flottbek (Standort des Derby Parks, der zahlreiche nationale und internationale Reitveranstaltungen ausrichtet) und Groß Flottbeck dazu.

Blankenese Bird View © JoachimG

Blankenese Bird View © JoachimG

Blankenese
Der wohl bekannteste Stadtteil der fünf Elbvororte. Blankenese liegt auf dem nördlichen Geestrücken an der Unterelbe, der im Ortskern ein Steilufer bildet. Seine bekannteste Erhebung ist der Süllberg (74,7 m), an seinem Hang eine beliebte Ausflugsgaststätte und auf seiner Kuppe ein Hotel mit Restaurants; höchste Erhebung ist mit 91,6 m der Baurs Berg mit dem markanten Turm des Wasserwerks Altona, ist er die zweithöchste Erhebung Hamburgs. Sehenswert ist das Treppenviertel mit seinen verwinkelten Treppen und Gassen am Elbhang zwischen den Straßen Am Kiekeberg und Strandweg. Der Gebäudebestand mit kleinmaßstäblichen Häusern ist nur durch wenige “Bausünden” beeinträchtigt worden. Hier leben etwa 13.000 Einwohner.

Nienstedten Church © Wmeinhart

Nienstedten Church © Wmeinhart

Nienstedten
Der teuerste Stadtteil Hamburgs. Der erste und bislang einzige Industriebetrieb, die Elbschloss-Brauerei, entstand 1883. 1899 erfolgte der Anschluss Nienstedtens an das Eisenbahnnetz, das den Ort nunmehr mit Blankenese und Altona verband. 1914 hatte der Ort bereits 2672 Einwohner, fünfmal mehr als noch 60 Jahre zuvor. Die Zeit der Zugehörigkeit zu Pinneberg fand 1927 ihr Ende, als der Ort durch das Groß-Altona-Gesetz zur Stadt Altona kam. Durch das Groß-Hamburg-Gesetz fiel es 1937/1938 gemeinsam mit Altona und anderen Stadtteilen an Hamburg. Den Zweiten Weltkrieg überstand Nienstedten nahezu ohne Zerstörungen. Hier leben heute etwa 6.800 Einwohner. Teile der Führungsakademie der Bundeswehr sind in der Clausewitz-Kaserne beheimatet.

Museumshafen Oevelgoenne © Wmeinhart Strandperle © Hamburg-Tourism.de © hamburger-polo-club.de Oevelgoenne © Gulp Jenisch Park Panorama © Wolfram Gothe Hamburg Spring Derby © Christoph Wilhelms Gasthaus Louis C Jacob © Claus-Joachim Dickow Blankenese © JoachimG Alter Schwede © Wmeinhart Suellberg © Staro1 Blankenese Light House © Wmeinhart Country House Scherrer © TH Korr Nienstedten Church © Wmeinhart Blankenese Bird View © JoachimG Strandhotel © Staro1
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Gasthaus Louis C Jacob © Claus-Joachim Dickow
Country House Scherrer © TH Korr

Country House Scherrer © TH Korr

Othmarschen
Der Name Othmarschen wird, ebenso wie bei Ottensen und Bahrenfeld, von dem Ritter Otto von Bahren abgeleitet, der in dieser Gegend seine Ländereien besaß, vereinzelt auch von einem Einzelsiedler namens Othmar. Der Elbstrand bei Övelgönne und der Elbuferweg sind beliebt bei Spaziergängern. Das über 250-jährige Gymnasium Christianeum ist seit 1974 in einem funktionalistischen Betonbau von Arne Jacobsen in Othmarschen untergebracht. Größere Grünanlagen sind der Jenischpark in Klein Flottbek und der Hindenburgpark am Elbhang. Heute leben hier etwa 12.000 Einwohner.

Blankenese Light House © Wmeinhart

Blankenese Light House © Wmeinhart

Rissen
Charakteristisch für Rissen ist heute das Überwiegen einer offenen Einzelhausbebauung auf teilweise sehr großen, parkähnlichen Grundstücken; Geschosswohnungsbau (bis zu acht Stockwerken) ist lediglich am Niflandring, im Grete-Nevermann-Weg, dem Nagelshof und vereinzelt im Tinsdaler Heideweg sowie an der Wedeler Landstraße zu finden. Hier leben gut 14.000 Einwohner. Der Leuchtturm Wittenbergen befindet sich direkt am rechten Elbufer gegenüber der Elbinsel Neßsand. Der Leuchtturm steht am unteren Elbhang in der Nähe des Falkensteiner Ufers und ist häufiges Ziel für einen Spaziergang am Elbstrand. Der Leuchtturm wurde 1899 in Betrieb genommen und ist auch heute noch das Wahrzeichen von Rissen. Das Puppenmuseum Falkenstein liegt mitten im Sven-Simon-Park und ist vom Grotiusweg aus erreichbar. Rissen gilt dank seiner Naturschutzgebiete als “Grüne Oase” Hamburgs. Den nördlichen Teil Rissens bildet das Waldgebiet Klövensteen, es gibt dort ein Wildgehege und Moorflächen des Naturschutzgebietes Schnaakenmoor. Der Hamburger Golf-Club (HGC) Falkenstein wurde 1906 gegründet. 2006 führte er die Liste der weltweit 100 besten Golfplätze an.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Themenwochen.

Weitere Informationen finden Sie hier: hamburg.de, hamburg-tourism.de und Wikipedia Elbvororte. Hier erfahren Sie mehr über Bilder und deren Verwendung. Damit Sie sich auf dem Laufenden halten können, bieten die meisten Stadt- oder Tourismus-Webseiten einen Newsletter-Service an und/oder unterhalten Facebook-Seiten/Twitter-Accounts. Zudem bieten mehr und mehr Orte, Tourismusorganisationen und Kultureinrichtungen zusätzlich Apps für SmartPhones und Tablets an, sodass Sie Ihren mobilen Fremdenführer immer dabei haben können (Sicher Reisen - Die Reiseapp des Auswärtigen Amtes - Wetterbericht von wetter.com). Wenn Sie eine Anregung, Kritik oder einen Hinweis zu dem Beitrag haben, freuen wir uns auf Ihre E-Mail an kommentar@wingsch.net. Nennen Sie dazu im Betreff bitte die Überschrift des Blogbeitrags, auf den sich Ihre E-Mail bezieht.






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