Dünkirchen in Französisch-Flandern

Freitag, 19. Dezember 2014 - 05:05 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination: | Category/Kategorie: Allgemein

Town Hall © Martinp1

Town Hall © Martinp1

Dünkirchen ist eine französische Hafenstadt an der südlichen Nordseeküste im Département Nord im historischen westflämischen Sprachgebiet Französisch-Flanderns. Die rund 10 km westlich der Grenze zu Belgien liegende Stadt zählt 68.292 Einwohner, mit den Vorstädten sind es ca. 200.000, lebt vom Hafen und großen Industrieansiedlungen und beherbergt eine Universität mit ca. 10.000 Studenten. Am 9. Dezember 2010 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Saint-Pol-sur-Mer (21.783 Einwohner) und Fort-Mardyck (3563 Einwohner) Ortsteile von Dünkirchen. Die Einwohnerzahl stieg damit auf 94.000 an.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Dünkirchen im 7. Jahrhundert als Fischersiedlung. Dank seiner strategisch günstigen Lage am Eingang zum Ärmelkanal entwickelte sich der Ort rasch: 960 wurde eine Stadtmauer, 1233 das erste Rathaus errichtet. Ein wichtiger Wirtschaftszweig Dünkirchens war über Jahrhunderte der Heringsfang und später der Kabeljaufang vor Island.

Port of Dunkirk © Velvet Panorama Dunkerque © Stefi123 The Liar's Tower © Martinp1 Seafront © Manchot sanguinaire Carnival © Patrick Vandenbussche Boats and town hall © B navez Belfrey © Welleschik Dunkirk Beach © Manchot sanguinair Town Hall © Martinp1
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Dunkirk Beach © Manchot sanguinair
Andererseits weckte die Lage der Stadt seit jeher Begehrlichkeiten. Im Laufe ihrer Geschichte gehörten die “dütsch”-sprachigen Bewohner zunächst zu Flandern, Burgund, den Spanischen Niederlanden und England. Schließlich wurde die Stadt am 17. Oktober/ 27. Oktober 1662 für fünf Millionen Livres vom englischen König Karl II. an den französischen König Ludwig XIV. verkauft. Von da ab wurde die Stadt mit starken Festungswerken umgeben. Im 17. und 18. Jahrhundert war Dünkirchen ein Stützpunkt der französischen Korsaren. Im 19. Jahrhundert stieg die Stadt zum drittgrößten Hafen Frankreichs auf.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen:

  • Die Tour du Leughenaer, (nach dem flämischen Wort für Lügner, Turm des Lügners) stammt aus dem 15. Jahrhundert.
  • Die Kapelle Notre-Dame-des-Dunes wurde im 15. Jahrhundert erbaut.
  • Die Eglise Saint-Eloi (niederländ. Sint-Eligiuskerk) ist eine fünfschiffige Hallenkirche aus dem 16. Jahrhundert, ihre neugotische Fassade stammt aus dem späten 19. Jahrhundert.
  • Der Belfried wurde im 15. Jahrhundert erbaut.
  • Das Rathausgebäude wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut.
  • Die Porte de la Marine ist eines der Tore der ehemaligen von Vauban erbauten Stadtbefestigung.
  • Die Statue des Korsaren Jean Bart ist ein Werk des Bildhauers David d’Angers aus dem 19. Jahrhundert.
  • Im Mémorial du Souvenir erfährt man viele Details über den Rückzug der britischen und französischen Truppen im Jahr 1940.
  • Das Museum Lieu d´Art et Action Contemporaine (LAAC) liegt eingebettet in einem Skulpturenpark und beherbergt eine Sammlung zeitgenössischer Kunst.

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