Dubai Creek

24. Februar 2017 | Destination: | Rubric: Allgemein |

© Imre Solt/cc-by-sa-3.0

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Der Dubai Creek ist ein natürlicher Meeresarm des Persischen Golfes, der die Stadt Dubai in die Stadtteile Bur Dubai und Deira teilt. Er ist 14 Kilometer lang und hat eine Breite von 115 Metern an der Mündung bis zu 1400 Metern an seinem Ende. Die Gründung und Entwicklung der Stadt Dubai ist auf die Existenz des Dubai Creeks zurückzuführen. Die ersten Gebäude entstanden entlang des Meeresarmes. Zunächst handelte es sich vorwiegend um Hütten von Fischern und Perlentauchern, doch stieg mit der Ansiedlung von Händlern und Seeleuten seine Bedeutung als Hafen kontinuierlich. In den 1970er-Jahren wurde er vertieft und ausgebaut und auch für größere Schiffe nutzbar gemacht. Heutzutage hat die Bedeutung des Meeresarmes nachgelassen, da der “große” internationale Schiffsverkehr fast ausschließlich in den beiden Überseehäfen abgewickelt wird. Über den Creek führen aktuell drei Brücken, die Business Bay Bridge, die Al-Maktum-Brücke sowie die al-Garhud-Brücke, weitere Brücken sind geplant. Am westlichen Ufer befindet sich der Dubai Creekside Park mit verschiedenen Themengärten wie zum Beispiel “Flowers”, der Park geht fließend in die Dubai Children’s City über, eine im Jahr 2002 eröffnete “Stadt in der Stadt”. Der natürliche Auslauf des Creeks ist eine bewaldete Lagune. Sie ist als Ras al Khor Wildlife Sanctuary geschützt und beheimatet zeitweise über 20.000 Zugvögel. Die traditionellen Wassertaxis (Abra) ermöglichen die Überfahrt von Deira (Stadtteil im Osten) nach Bur Dubai sowie einige Rundfahrten entlang der Sehenswürdigkeiten. Etwa einen Kilometer landeinwärts der Mündung befindet sich am westlichen Flussufer die Altstadt. Am Bur-Dubai-Ufer befindet sich Schindagha, der ehemalige Wohnsitz von Scheich Said ibn Maktum, welcher heute der Öffentlichkeit zugänglich ist. Entlang des Creeks finden sich immer wieder altertümliche Hafenanlagen.

Dubai ist bekannt für seine großen und ehrgeizigen Bauprojekte wie die Palmeninseln, Dubai Waterfront, The World oder den weltweit höchsten Wolkenkratzer Burj Khalifa. Auch entlang des Dubai Creeks wird aktuell an großen Bauprojekten gearbeitet. Sie widmen sich zur besseren Erkennbarkeit und Vermarktung jeweils einem Thema, das im Namen des Quartiers angedeutet wird. Der Dubai Creek wird zurzeit vom Endufer nördlich ausgehend um rund 12 km durch eine kanalartige Fortsetzung bis zum Persischen Golf verlängert. Diese Erweiterung dient vorrangig der landschaftsgestalterischen Verbesserung der im Einzugsbereich liegenden wüstenhaft „öden“ Bauflächen. Die neuen Wasserflächen sollen eine Mindestbreite von 100 m haben, an manchen Stellen ausbuchtend 200 bis 500 m und 6 m tief sein. So können Wasserfahrzeuge (vor allem Yachten aber auch Verkehrs- und Versorgungsboote) bis ca. 60 m Länge eingesetzt werden. Die Straßen- und Fußgängerbrücken über den Kanal sollen eine lichte Höhe von 8,5 Metern erhalten, um auch Booten mit Aufbauten freie Fahrt zu gewährleisten. Dazu ist es erforderlich, die etwa sieben größeren Straßenkreuzungen im Kanalverlauf entsprechend anzuheben. Die Kanalufer werden Fuß- und Radwege erhalten und mit Begleitgrün gestaltet. Eingeplant sind drei größere Marinas in Buchten sowie zahlreiche private und öffentliche Anlegestellen. Vor allem wird aus der bisherigen Sackgasse Dubai Creek ein innerstädtischer und schiffbarer Wasserweg mit beidseitigem Meeresanschluss, der auch der weiteren touristischen Nutzung dienen soll. Die Marine-Abteilung der Road and Transport Authority (RTA) wurde beauftragt, den künftig geschlossenen Creek-Wasserweg in ein zu entwickelndes Wasserverkehrssystem für Dubai einzuplanen. Ziel ist es nun, die gesamte Dubaier Kapazität an schiffbaren Wasserwegen, sowohl im Inland als auch an der Küste, als Alternative zum Straßenverkehr und zur Ergänzung des ÖPNV systematisch auszubauen. Auch mit dem geplanten Kanalsystem der projektierten Großsiedlung Mohammed bin Rashid Gardens soll es einmal eine weitere Verbindung geben. Das Projekt kostet umgerechnet 132 Millionen US-$, 11 Millionen Kubikmeter Aushub fällt an, der zur Landschaftsmodellierung verwendet wird.

© Imre Solt/cc-by-sa-3.0 Dubai Creek © Shahid1024/cc-by-sa-3.0 © Imre Solt/cc-by-sa-3.0 Water Taxis © flickr.com - yeowatzup/cc-by-2.0 © Vincent Eisfeld - vincent-eisfeld.de/cc-by-sa-4.0 © Imre Solt/cc-by-sa-3.0 © Imre Solt/cc-by-sa-3.0
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The Lagoons ist ein Vorhaben der Firma Sama Dubai auf rund 7 km² Fläche am Südufer. Die Kosten werden sich auf etwa 12 Milliarden Euro belaufen. Das Projekt sieht eine vergrößerte Creek-Wasserfläche und darin eingebettet sieben separate Inseln vor. Am Südwestrand ist auch eine renaturierte Mangrovenfläche vorgesehen. Ansonsten werden die Flächen mit zahlreichen Kanälen und Lagunen durchzogen, an denen Grundstücke für die Wohnbebauung, Hotels usw. zur Verfügung stehen, viele mit dem beliebten Uferanschluss. Die Geländebewegungsarbeiten begannen 2006, die Infrastrukturbeiten waren 2012 abgeschlossen. Selbst bei günstigstem Verlauf könnte das Projekt nicht vor 2016 vollendet sein; es wird dem Dubai Creek weitere 40 km künstliche Uferlinie hinzufügen. Bestandteil von The Lagoons ist auch die Dubai Opera, die im August 2016 eröffnet wurde.

Das Culture Village ist ein Projekt der Firma Dubai Properties. Das Vorhaben wird auf der Nordwestseite des Creeks zwischen der Al-Garhud-Brücke und der Business-Bay-Crossing-Brücke verwirklicht. Es wird vorrangig im altarabischen Stil gebaut, wobei das Zentrum der zentralen Wohnsiedlung jedoch aus einem modernen Gebäudekomplex bestehen wird; überragt wird die Urbanisation vom glasverkleideten Wolkenkratzer “D1” mit 284 Metern Höhe. Durch das Gebiet wird ein dreiarmiger “venezianischer Kanal” von rund 1500 Meter Länge führen und einige modellierte Halbinseln sorgen für ausreichende Uferpartien. Aktuell vollendet ist der Kanal mit seien Brücken, an den ersten Gebäuden wird gearbeitet. Culture Village wird circa 9,5 Milliarden Euro kosten und eine Fläche von 3,7 km² bedecken, d.h. immerhin etwa 60 % der Fläche des historischen Kerns von Venedig.

Die Dubai Festival City ist das am weitesten fortgeschrittene Projekt am Dubai Creek. Es stellt eine weitere “Stadt in der Stadt” dar und wird auf einer Fläche von 4,6 km² im rund 3 Kilometer langen Gebiet zwischen der Al-Garhud-Brücke und dem Nordende von The Lagoons fertiggestellt. Thematisch richtet es sich an Veranstalter von populär-kulturellen und sportlichen Veranstaltungen: zahlreiche Hallen- und Aufenthaltsbauten mit aller dazugehöriger Infrastruktur. Die Bauarbeiten begannen 2003 und werden aufgrund der modularen Ergänzung erst 2017 abgeschlossen sein.

Die Business Bay ist ein weiteres sehr großes Projekt beginnend am Ende des Dubai Creek bis zur Sheik Zayed Road, verwirklicht von der Firma Dubai Properties. Es entsteht eine gemischte Büro- und Wohnstadt durchzogen vom neuen Creek Kanal und weiteren seitlichen Wasserflächen. Das Projekt ist auch eine konsequente Fortsetzung des gerade entstehenden Stadtteils am Burj Khalifa. Es ist 2011 im Bau und umfasst über 230 solitäre Gebäude, meist Hochhäuser mit mittleren Höhen (40–200 m), aber auch einige hohe und markante Wolkenkratzer wie den über 500 m hohen Burj Al Alam oder die sich auffällig windenden Dancing Towers. Das Großprojekt bedeckt ein Gebiet von 6 km² und wird auch einen eigenen Golfplatz bekommen. Interessant ist die Lage des Quartiers längs des neuen Wasserweges Creek Kanal, der viele der Grundstücke auch mit Booten erreichbar machen wird.

Jewel of the Creek ist ein kleineres Bauprojekt am Ostufer des Dubai Creeks. Es wird sich zwischen der Al-Maktum-Brücke und dem Dubai Creek Golf & Yacht Club auf ehemaliger Raffinerie-Fläche befinden. Die Kosten werden sich auf 570 Millionen Euro belaufen bei einer Projektgröße von 62,2 Hektar. Es bietet 20 Bürogebäude mit einer Höhe zwischen 20 und 23 Stockwerken.

Lesen Sie mehr auf Dubai Creek Golf & Yacht Club und Wikipedia Dubai Creek. Fotos von Wikimedia Commons.





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