Themenwoche Wien – Die Wiener Staatsoper

12. Dezember 2012 | Destination: | Rubric: Allgemein, Opernhäuser, Theater, Bibliotheken |

Vienna State Opera around 1900 © Library of Congress

Vienna State Opera around 1900 © Library of Congress

Die Wiener Staatsoper, das “Erste Haus am Ring“, ist das wichtigste Opernhaus Wiens und eines der bekanntesten der Welt. Sie wurde am 25. Mai 1869 mit einer Premiere von Don Giovanni von Mozart eröffnet. Aus den Mitgliedern des Staatsopernorchesters rekrutieren sich auch die Wiener Philharmoniker. Als kulturelle Institution ist die Wiener Staatsoper die Nachfolgerin der Wiener Hofoper, die von den Habsburgern gegründet und gefördert wurde.

Schon die Hofoper war ein führendes europäisches Haus und erlebte viele Uraufführungen. Kaiser Leopold I. (1640-1705) war ein leidenschaftlicher Musiker und auch ein begabter Komponist mit 230 Werken. Zum kaiserlichen Hofkapellmeister ernannte er erstmals einen Nicht-Italiener, nämlich Johann Heinrich Schmelzer. Zu den Glanzlichtern der Wiener Operngeschichte des Barock zählte die Uraufführung der Oper “Don Chiscotte” von Francesco Bartolomeo Conti im frühen 18. Jahrhundert.

Vienna State Opera © Nuno Simoes/cc-by-sa-3.0 Vienna State Opera © Dmitry A. Mottl/cc-by-sa-3.0 Vienna State Opera - Inside © Jason7825/cc-by-sa-3.0 Vienna State Opera © Prolog84/cc-by-sa-3.0 Vienna State Opera © Zyance/cc-by-sa-2.5 Vienna State Opera around 1900 © Library of Congress
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Vienna State Opera - Inside © Jason7825/cc-by-sa-3.0
Das Gebäude wurde als erstes aus dem Wiener Stadterweiterungsfonds bestrittenes Monumentalgebäude der Ringstraße im Jahr 1860 ausgeschrieben. An dem Architektenwettbewerb beteiligten sich zahlreiche renommierte Personen, unter anderem auch der in Deutschland mit Kulturbauten erfolgreiche Alfred Messel. Bereits Ende 1861 begann der Bau nach Plänen der Architekten August Sicard von Sicardsburg und Eduard van der Nüll im Stil der Neorenaissance, der insgesamt acht Jahre dauern sollte.

Das Gebäude wurde jedoch von der Öffentlichkeit nicht sehr geschätzt. Einerseits konnte es gegenüber dem riesigen Heinrichshof, einem privaten Zinshaus, seine monumentale Wirkung nicht richtig entfalten. Andererseits wurde, nachdem das Ringstraßenniveau vor der Oper nach Baubeginn um einen Meter gehoben wurde, diese als “versunkene Kiste” und – in Analogie zum militärischen Desaster von 1866 – “Königgrätz der Baukunst” heftig kritisiert und trieb schließlich van der Nüll in den Freitod. Knappe 10 Wochen später erlag Sicardsburg einem Herzinfarkt; somit erlebte keiner der beiden Architekten die Fertigstellung.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Themenwochen.

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