Die Vulkaninsel Ischia

Donnerstag, 22. September 2011 - 15:14 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

Casamicciola © Stefano Brivio

Casamicciola © Stefano Brivio

Ischia ist eine italienische Insel. Sie ist mit 46 km² die größte Insel im Golf von Neapel und die Hauptinsel der Phlegräischen Inseln. Wegen des milden Klimas und der Thermalquellen wurde Ischia schon früh touristisches Ziel. Der Weinbau wird traditionell von den Senioren gepflegt, um den familieneigenen Hotel- oder Restaurantbetrieb zu versorgen. Der einst bedeutende Wirtschaftszweig der feinen Korbflechterei existiert ebenfalls nur noch in folkloristisch-touristisch verwerteten Resten. Fischerei wird rund um die Insel noch von etlichen einheimischen Familien betrieben.

Von der Insel aus kann man mehrere Tagesreisen zu interessanten Ausflugszielen (Neapel, Vesuv, Amalfiküste, Capri, Herculaneum, Paestum sowie der Nachbarinsel Procida) buchen. Etwa 5 Mio. Besucher kommen jedes Jahr nach Ischia, davon 500.000 Deutsche. Ca. 5.000 deutsche Staatsbürger haben sich auf Ischia niedergelassen. Seit 2001 ist die Zahl der deutschen Gäste rückläufig, während die Zahl der russischen Gäste ansteigt.

Besonders sehenswert ist das Castello Aragonese in Ischia Ponte. Die auf einem Felsen – knapp vor der Küste – liegende Festung ist in verschiedener Hinsicht sehenswert. Zum einen wurde auf dem Felsen ein wunderschöner Garten mit Olivenbäumen, Oleander, Kakteen, Palmen und vielen weiteren Pflanzen angelegt, zum anderen ist der historische Hintergrund sehr interessant. Die Festung, die heute im Privatbesitz ist und besichtigt werden kann, wurde seit dem 12. Jahrhundert von vielen Eroberern eingenommen und besetzt. Im Mittelalter wohnten zu Spitzenzeiten 1890 Familien sowie Nonnen, Priester und Fürsten auf dem Felsen.

Sant'Angelo © Ulli Purwin Castello Aragonese (left) and Vesuvio (right) © Rolf Cosar Castello Aragonese © Andreas Wahra Ponte - Typical street view © Roberto De Martino Ischia Harbour © Roberto De Martino Capri and Ischia map © NormanEinstein Boats at Ischia Ponte-Harbour © Roberto De Martino Torre di Guevara at Castello Aragonese Harbour © Roberto De Martino The Fungo (mushroom) in Lacco Ameno © Gerd Fahrenhorst Shop in Forio © Marek Gehrmann Sant'Angelo © Andreas Wahra Forio - Santa Maria del Soccorso © Andreas Wahra New Harbour © HansK Lacco Ameno © Chiara Marra Forio © Chiara Marra Cave in the botanical garden Giardini Ravino © Kaurana Cattedrale dell'Assunta © Chiara Marra Casamicciola © Stefano Brivio
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Torre di Guevara at Castello Aragonese Harbour © Roberto De Martino
So sehenswert wie makaber ist die Nonnengruft. Hier wurden in einem kleinen Gewölbe entlang der Wände gemauerte Sessel errichtet. Diese hatten in der Sitzfläche eine Öffnung. Verstarb nun eine Nonne, wurde der Leichnam auf einen solchen Sessel gesetzt und verweste in dieser Haltung. Die dabei entweichenden Körperflüssigkeiten flossen durch die Öffnung in der Sitzfläche und tropften in ein spezielles Gefäß, welches unter dem Sessel platziert wurde. War der Leichnam vollständig skelettiert, wurde dieser in einen besonderen Knochenraum gebracht. Problematisch an dieser ganzen Sache war, dass die lebenden Nonnen täglich mehrere Stunden in dieser Gruft zum Meditieren über den Tod verbrachten. Durch die schlechte Luft und das teilweise vergiftete Klima in der Nonnengruft verstarben viele Nonnen frühzeitig.

Da die Insel vulkanischen Ursprungs ist, sind auf der Insel mehrere Heilbäder vorhanden. Die auf der Insel vorhandenen heißen Quellen speisen an mehreren Stellen auf der Insel Bäder mit einer Vielzahl von Becken mit unterschiedlichen Temperaturen.

Lesen Sie mehr auf City of Ischia, Wikitravel Ischia und Wikipedia Ischia. Hier erfahren Sie mehr über Bilder und deren Verwendung. Damit Sie sich auf dem Laufenden halten können, bieten die meisten Stadt- oder Tourismus-Webseiten einen Newsletter-Service an und/oder unterhalten Facebook-Seiten/Twitter-Accounts. Zudem bieten mehr und mehr Orte, Tourismusorganisationen und Kultureinrichtungen zusätzlich Apps für SmartPhones und Tablets an, sodass Sie Ihren mobilen Fremdenführer immer dabei haben können (Sicher Reisen - Die Reiseapp des Auswärtigen Amtes). Wenn Sie eine Anregung, Kritik oder einen Hinweis zu dem Beitrag haben, freuen wir uns auf Ihre E-Mail an kommentar@wingsch.net. Nennen Sie dazu im Betreff bitte die Überschrift des Blogbeitrags, auf den sich Ihre E-Mail bezieht.



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