Die Viermast-Stahlbark Pommern

Freitag, 21. November 2014 - 04:21 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination: | Category/Kategorie: Großsegler, Museen, Ausstellungen, Yacht des Monats

Museum ship Pommern © Mark A. Wilson

Museum ship Pommern © Mark A. Wilson

Die Pommern ist eine 1903 unter dem Namen Mneme gebaute stählerne Viermastbark (Windjammer) mit Jubiläumsrigg. Sie liegt heute als Museumsschiff im finnischen Mariehamn auf den Åland-Inseln.

Die Mneme lief 1903 auf der Werft J. Reid & Co. im schottischen Glasgow für die Hamburger Reederei B. Wencke Söhne (1873-1906) vom Stapel, deren Tradition es war, ihre Schiffe nach griechisch-mythologischen Gestalten wie Melpomene, Hebe, Erato zu benennen. Aus Kostengründen wurde der Segler ohne Royalsegel getakelt. Sie fuhr demnach ein Jubiläumsrigg als Viermastbark. Der Stahlrumpf war schwarz mit weißem Wasserpass. Als Glattdecker hatte sie ihr 1,6 m großes Steuerrad mit Ruderhaus in Hecknähe angebracht.

Museum ship Pommern docked at Mariehamn © Jürgen Howaldt Pommern ship, 1903 © State Library of Victoria - Malcolm Brodie shipping collection Pommern ship, 1903 © State Library of Victoria - Malcolm Brodie shipping collection Museum ship Pommern docked at Mariehamn © uwezi Museum ship Pommern docked at Mariehamn © flickr.com - Leo-setä Museum ship Pommern © Mark A. Wilson
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Pommern ship, 1903 © State Library of Victoria - Malcolm Brodie shipping collection
Die ersten vier Rundreisen führten das Schiff unter der weißen Hausflagge mit schwarzem „BW Sne“ der Hamburger Reederei zur Salpeterküste Chiles (ausreisend Kohle, heimreisend Salpeter). Die Viermastbark wurde nach dem Tod des Reeders Friedrich Wencke, des Sohnes des Firmengründers Bernhard Wencke, und nach der Schließung der Reederei gemäß des Reeders letztem Willen am 30. Januar 1906 an die Hamburger Rhederei Actien-Gesellschaft von 1896 und am 27. November des gleichen Jahres weiter an die Reederei F. Laeisz verkauft. Da es bei F. Laeisz üblich war, allen Schiffen der Reederei seit 1876 einen mit „P“ beginnenden Namen zu geben (die legendären sog. Flying-P-Liner), erhielt das Schiff den Namen Pommern, unter dem es heute noch bekannt ist.

Die Pommern wurde 1968 nach Schäden am Unterwasserschiff im Trockendock von Åbo repariert. 1975 erfolgte eine Präsentation in Stockholm. Weiteren Instandsetzungsarbeiten wurde sie im selben Jahr, 1987 und 1996 in Stockholmer Werften unterzogen, um ihren erstklassigen Erhaltungszustand zu gewährleisten – weitere Überholungen folgten. Sie gilt als einzig erhaltene Viermastbark im Originalzustand, auch unter Deck.

Weitere erhaltene Viermastbarken sind die Laeisz-Reedereischwestern Passat in Travemünde und die Peking im New Yorker Hafen und die Erikson-Reedereischwester Viking (ehemaliges dänisches Segelschulschiff von 1906) in Göteborg.

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