Die Viermast-Stahlbark Peking

Freitag, 18. Mai 2012 - 13:52 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination: | Category/Kategorie: Allgemein, Großsegler, Museen, Ausstellungen

Southern Manhattan with Peking in front and Wavertree in the background, seen from Staten Island ferry © Someone35

Southern Manhattan with Peking in front and Wavertree in the background, seen from Staten Island ferry © Someone35

Die Peking ist eine Viermast-Stahlbark und gehörte zu den berühmten Flying P-Linern der Reederei F. Laeisz. Wie alle Segelschiffe der Reederei aus Hamburg beginnt ihr Name (seit 1877 generell) mit einem “P” und wurde nach Chinas Hauptstadt Peking benannt. Bis 2017 lag sie als Museumsschiff im New Yorker Hafen. Seit Juli 2017 ist sie zurück in Deutschland, wird derzeit restauriert und voraussichtlich ab 2020 als nicht fahrtüchtiges Museumsschiff in Hamburg begehbar sein.

F. Laeisz verkaufte das Schiff 1932 an die Shaftesbury Homes and Arethuse Training Ship, London, wegen der Folgen der Weltwirtschaftskrise, worauf sie als stationäres Schulschiff umgebaut, in Arethusa umbenannt (nach der Vorgängerin gleichen Namens aus dem 19. Jahrhundert) und bald darauf nach Upnor nahe Rochester, Kent, verholt und auf dem Medway verankert wurde. Die Rahen wurden bis auf drei am Fockmast abgenommen, und das Schiff mit einem Portenband versehen. Im Jahr 1940 wurde die Bark von der Royal Navy als Unterkunftsmöglichkeit eingezogen, bis 1945 in HMS Peking umbenannt und im Chatham Dockyard, Devon, aufgelegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging sie wieder an den Vorbesitzer und erhielt den Namen Arethusa zurück.

Am 31. Oktober 1974 wurde die Viermastbark an die J. Aron Charitable Foundation versteigert. Vom 5. bis 22. Juli 1975 gelangte der Rumpf der Peking am Haken des holländischen Seeschleppers Utrecht von Blackwall, London, die Themse hinunter über den Atlantik nach New York. Dort wurde sie originalgetreu wiederaufgeriggt. Auch ihr alter Heimathafen “Hamburg” prangt nun wieder am Heck. Seitdem liegt sie unter ihrem ursprünglichen Namen Peking am Pier des South Street Seaport Museum, New York.

© Jim.henderson © Dietmar Kruschel © Dietmar Kruschel © Marc G McDonald © Jim.henderson Southern Manhattan with Peking in front and Wavertree in the background, seen from Staten Island ferry © Someone35
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Southern Manhattan with Peking in front and Wavertree in the background, seen from Staten Island ferry © Someone35
Wegen der Ähnlichkeit in Bauart und Größe hießen die letzten acht Viermastbarken von F. Laeisz “Die acht Schwestern”: Pangani (1903), Petschili (1903), Pamir (1905), Peking (1911), Passat (1911), Pola (1918), Priwall (1920) und Padua (1926; heute Krusenstern), obwohl streng genommen nicht alle von ihnen echte Schwesterschiffe waren. Echte Schwesterschiffe waren Peking und Passat bzw. Pola und Priwall, die jeweils nach gleichen Bauplänen erstellt waren. Die Pamir hatte abweichende Hauptabmessungen, die auch auf den Versuch zurückgingen, die Rumpfform des Seglers im Verhältnis zur Ladefähigkeit zu optimieren.

Nach sehr unterschiedlichen Schicksalen sind von den “acht Schwestern” heute noch die Passat (Travemünde), die Peking (New York) und die Krusenstern (ex Padua) erhalten. Die Krusenstern ist das einzige der Schiffe, das als Segelschulschiff des russischen Ministeriums für Fischwirtschaft mit Heimathafen Kaliningrad heute noch zur See fährt.

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