Die spanische Exklave Melilla

11. Mai 2012 | Destination: | Rubric: Allgemein, Union für das Mittelmeer |

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Melilla ist eine spanische Stadt, die an der nordafrikanischen Küste liegt und somit eine Exklave bildet, die an das Mittelmeer und an Marokko grenzt. Das Gebiet umfasst 13,4 km², auf denen 68.795 Einwohner leben. Melilla ist seit 1497 in spanischem Besitz; auch 1956 nach der Unabhängigkeit Marokkos von Frankreich blieben Melilla und das ebenfalls in Marokko gelegene Ceuta spanisch. Von marokkanischer Seite wird der Gebietsanspruch auf die beiden Städte grundsätzlich betont; konkrete Schritte zu dessen Durchsetzung werden aber nicht unternommen. Seit 1995 verfügen Ceuta und Melilla jeweils über den Status einer „autonomen Stadt“ (ciudad autónoma), der ihnen einige der Befugnisse der autonomen Gemeinschaften verleiht. Melilla ist somit integraler Bestandteil des spanischen Staatsgebiets, der Europäischen Union und der NATO, verfügt aber über einige Sonderrechte. Insbesondere gehört es gem. Art. 3 Abs. 1 Zollkodex nicht zum Zollgebiet der Europäischen Union.

Als Exklave (im weiteren Sinne) der Europäischen Union auf dem afrikanischen Kontinent ist Melilla ein begehrtes Ziel illegaler Einwanderer, die sich zumeist eine Weiterreise nach Europa erhoffen. In den vergangenen Jahren wurde deshalb seitens der spanischen und der marokkanischen Behörden die Befestigung und Überwachung der Grenze massiv verstärkt. Melilla geht auf eine Gründung der Phönizier zurück (Rusadir). Die Stadt war zunächst Grenzbefestigung des Königreichs von Tlemcen und des Königreichs von Fès. 1497 wurde die Stadt von Spanien erobert. Seit der Staatsgründung im Jahr 1956 beansprucht Marokko Melilla, das benachbarte Ceuta, sowie einige kleine spanische Inseln vor der afrikanischen Küste, die auch zur Gruppe der Plazas de soberanía gehören.

Melilla Panorama © flickr.com - Paco Solís City centre © Melillense City centre © flickr.com - Miguel González Novo Lighthouse of Melilla © Monarchy Port of Melilla © flickr.com - TonioMora Old part © flickr.com - Miguel González Novo Housing close to the Mediterranean coast © Melillense García Cabrelles Street © Melillense © flickr.com - TonioMora
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City centre © flickr.com - Miguel González Novo
Die wichtigsten Industriezweige Melillas sind die Fischverarbeitung und der Schiffbau. Vom Freihafen aus werden vor allem Fisch, Obst, Eisen und Blei exportiert. Der grenzübergreifende Handel sowie finanzielle Transfers aus dem spanischen Festland oder der restlichen EU sind weitere wirtschaftliche Stützen der Stadt. Die einzige offizielle Währung ist der Euro. Melilla besitzt einen Hafen mit Fährverbindungen nach Spanien, hauptsächlich Malaga und einen Flughafen. Der Flughafen Melilla liegt 4 km südwestlich des Stadtzentrums nahe der Grenze zu Marokko.

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