Die Riegersburg in der Steiermark

01. Dezember 2012 | Destination: | Rubric: Allgemein, Paläste, Schlösser, Villen, Parks |

Vineyards on the top of the fortified hill, surrounding the castle proper © Andi oisn/cc-by-sa3.0

Vineyards on the top of the fortified hill, surrounding the castle proper © Andi oisn/cc-by-sa3.0

Die Riegersburg ist eine Burg im gleichnamigen Ort Riegersburg im Bezirk Feldbach in der Steiermark. 1571 gelangte die Burgherrschaft von den Reichenburgern an Erasmus von Stadl, der das Hochschloss im Stil der Spätrenaissance wesentlich umgestaltete. 1618 kam die Herrschaft durch Kauf an Georg Christoph von Ursenbeck. Unter den Ursenbeck fand z. B. das 20-tägige Saufgelage statt, an welches eine Fenstergravur im Rittersaal erinnert. 1637 fiel die Burgherrschaft nach Gerichtsprozess an Freiherrn Seyfried von Wechsler, 1638 durch Erbschaft an dessen Onkel Sigmund, 1648 durch Erbschaft an Sigmunds Nichte Elisabeth Katharina Wechsler, verehelichte Freifrau von Galler. Wegen der ständigen Bedrohung der Oststeiermark durch die Türken ließ sie unter großen Kosten die Befestigungen ausbauen und machte die Burg zur “stärksten Feste der Christenheit” (laut Feldmarschall Raimondo Montecuccoli).

In einer öffentlichen Versteigerung 1822 kaufte der Fürst Johann von Liechtenstein die Burg, die seither im Besitz der Familie Liechtenstein blieb und nach den Zerstörungen des Jahres 1945 vor dem drohenden Verfall rettete. Zurzeit sind Annemarie Liechtenstein mit ihren Söhnen Emanuel und Ulrich um die Erhaltung der Burg bemüht. Die Burg zählt heute zu den bekanntesten Touristenattraktionen der Steiermark mit wechselnden Themenausstellungen (z. B. Hexenverfolgung).

Riegersburg Castle © Uebersbach8362/cc-by-sa3.0 Pyramide Gate © Andi oisn/cc-by-sa3.0 Kronegg High Castle © Grubernst/cc-zero Kronegg High Castle © Grubernst/cc-zero Kronegg High Castle © Grubernst/cc-zero Annen Gate © Andi oisn/cc-by-sa3.0 Riegersburg Castle in the fog © Acp/cc-by-sa3.0 Wenzel Gate, main entrance of the castle © Andi oisn/cc-by-sa-3.0 Vineyards on the top of the fortified hill, surrounding the castle proper © Andi oisn/cc-by-sa3.0
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Vineyards on the top of the fortified hill, surrounding the castle proper © Andi oisn/cc-by-sa3.0
Über einen steilen Aufstieg in unmittelbarer Nähe zur Riegersburger Pfarrkirche passiert man das Steinkellertor, wenig später das Cilli- oder Burgertor. Über ein schmal eingefasstes Wegstück erreicht man die mittelalterliche Pferdeschwemme, kurz darauf das mächtige Annentor und nach einem Aufstieg das Lichteneckertor. Die ersten vier Burgtore werden dem Baumeister Bartholomäus Ebner zugeschrieben und entstanden zwischen 1678 und 1690. Durch das frei stehende Pyramidentor gelangt man über einen langen gepflasterten Weg auf das Hochplateau mit seinen Weinbergen. Um die sogenannte Vorburg, die das ehemalige Zeughaus und Provianthaus beherbergt, ist der äußere Burggraben gezogen. Über eine Holzbrücke betritt man das Wenzeltor mit seinem reich verziertem Portal. In den Nischen seitlich des Tores stehen Stauen der römischen Gottheiten Mars und Minerva. Bekannt ist auch der “Eselssteig”, ein schräg über den Felsen laufender Aufgang, der in die Vorburg mündet.

Das Hochschloss der Burganlage trägt den Namen Kronegg. Dabei handelt es sich um einen 2 oder 3 geschossigen Baukomplex, der um zwei längliche Innenhöfe angelegt ist. Der vorherrschende Baustil ist der des Spätbarock und der Spätrenaissance. Über eine Brücke, die über den zweiten Burggraben gespannt ist und ein Portal gelangt man in den ersten Hof der Hochburg, welcher mit Pfeiler- und Säulenarkaden geschmückt ist. Durch ein weiteres Portal, verziert mit einem Wechslerwappen, betritt man den sogenannten Brunnenhof, der nach dem 1640 geschaffenen und mit einer schmiedeeisernen Laube verzierten Brunnen benannt ist.

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