Die Rickmer Rickmers

01. Juli 2012 | Destination: | Rubric: Großsegler, Museen, Ausstellungen, Yacht des Monats |

Figurehead of Rickmer Rickmers © Tvabutzku1234

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Die Rickmer Rickmers ist ein dreimastiges, stählernes Frachtsegelschiff, das heute als Museums- und Denkmalschiff im Hamburger Hafen bei den St. Pauli Landungsbrücken liegt. Auf der Werft der Bremerhavener Reederei Rickmer Clasen Rickmers lief die Rickmer Rickmers als Vollschiff im August 1896 vom Stapel. Es wurde nach dem Enkel des Reeders, Rickmer Rickmers (1893-1974) benannt.

Die erste Reise führte das Schiff nach Hongkong, wo es Reis und Bambus lud und nach Deutschland brachte. Geführt wurde das Schiff und die 21-köpfige Besatzung anfänglich von Kapitän Hermann Hinrich Ahlers. Es unternahm insgesamt zwölf Rundreisen, zumeist über die USA oder über Fernost. In einem Orkan im Indischen Ozean verlor das Schiff 1904 seinen Kreuzmast und konnte von der Besatzung noch in den Hafen Kapstadts gerettet werden. Dort wurde es aus Kostengründen zur Bark umgetakelt.

Die Hamburger Reederei Carl Christian Krabbenhöft erwarb das Schiff 1912 und taufte es auf Max um. Es wurde die darauffolgenden beiden Jahre für den Kohletransport von Wales nach Chile und für den Salpetertransport von Chile nach Europa genutzt. Das Schiff ging 1914, nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, vor den neutralen Azoren in Horta vor Anker.

© Sascha D.E. © ABurn © MM Rickmer Rickmers and Cap San Diego © Seebeer © Mbdortmund Figurehead of Rickmer Rickmers © Tvabutzku1234
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Figurehead of Rickmer Rickmers © Tvabutzku1234
Am 23. Februar 1916 wurde das Schiff von Portugal konfisziert. Unter dem Namen Flores transportierte es dann Kriegsgüter für Großbritannien. Nach einem Umbau diente das Schiff ab 1924 unter dem Namen Sagres der portugiesischen Marine als Segelschulschiff. Unter dieser Verwendung erhielt es 1930 zwei Diesel-Hilfmotoren. 1958 gewann sie die Tall Ships’ Races Regatta. Die Zeit als Segelschulschiff endete 1962 mit der Indienststellung der jetzigen Sagres. Danach lag es unter dem Namen Santo André als Depotschiff im Marinehafen Alfeite bei Lissabon.

1974 gründete der Vorsitzende des Hamburger Hafen-Vereins Fiete Schmidt den Verein Windjammer für Hamburg mit dem Ziel, “Hamburgs Vergangenheit als Kauffahrtei- und Schiffahrtstadt in lebendiger Erinnerung zu halten.” Der Verein wurde 1978 auf die frühere Rickmer Rickmers aufmerksam und tauschte sie 1983 in heruntergekommenem Zustand gegen die Yacht Anne Linde (jetzt NRP Polar). Nach einer mehrjährigen Restaurierung dient sie seither unter ihrem ersten Namen als Museumsschiff an den Hamburger Landungsbrücken.

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