Die ostthüringische Skat- und Residenzstadt Altenburg

Samstag, 7. Februar 2015 - 07:34 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

Orangery and teahouse © Lucas Friese/cc-by-sa-3.0

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Altenburg ist eine mehr als tausend Jahre alte ehemalige Residenzstadt im Osten des Freistaates Thüringen und inmitten der Metropolregion Mitteldeutschland. Altenburg ist Kreisstadt des Landkreises Altenburger Land und hat etwa 35.000 Einwohner. Altenburg wurde auch durch das nach 1810 hier erfundene Kartenspiel Skat bekannt, das im Schloss- und Spielkartenmuseum näher beleuchtet wird.

Altenburg befindet sich fast in der Mitte des Städtedreiecks Leipzig–Chemnitz–Gera. Die Stadt liegt 28 km nordöstlich von Gera, 39 km südlich von Leipzig, 38 km nordwestlich von Chemnitz und 31 km nördlich von Zwickau. Sie wurde auf einem hügligen Gebiet erbaut, dessen tiefster Punkt bei Zschernitzsch mit 162 m und der höchste bei Mockzig mit 261 m. liegt. Das Gebiet gehört zu den letzten Ausläufern des Erzgebirgsvorlandes, die nördlich der Stadt in der Leipziger Tieflandsbucht enden.

Gumpert Apollo at the Dubai Autodrome © GUMPERT Sportwagenmanufaktur GmbH/cc-by-sa-3.0 Town Pond © André Karwath/cc-by-sa-2.5 Town Hall © Lucas Friese/cc-by-sa-3.0 Altenburg Theatre © WikiABG/cc-by-sa-2.5 Altenburg Castle © WikiABG/cc-by-sa-2.5 Orangery and teahouse © Lucas Friese/cc-by-sa-3.0
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Gumpert Apollo at the Dubai Autodrome © GUMPERT Sportwagenmanufaktur GmbH/cc-by-sa-3.0
Am Brühl, dem ältesten Marktplatz in Altenburg, befindet sich das einzige Denkmal für ein Kartenspiel, der von Albert Steudemann 1897 gestiftete und 1903 erbaute Skatbrunnen. Ihn schuf der Münchner Bildhauer Ernst Pfeifer (* 1862) und er zeigt auf dem Sockel kämpfende Wenzel. Viele Skatspieler kommen zu den Brunnen, um ihre Karten im Wasser zu taufen, was dem Spieler Glück bringen soll. Ebenfalls auf dem Brühl befindet sich auch das 1724 erbaute Seckendorffsche Palais. Das Relief aus Porphyr im Giebeldreieck zeigt Kanonen, Kugeln und Kesselpauken, was auf Generalfeldmarschall Reichsgraf Friedrich Heinrich von Seckendorff hinweist. Der berühmteste Bewohner des Hauses war Friedrich Arnold Brockhaus, der von 1810 bis 1817 in Altenburg tätig war und dort den Grundstein für seinen Verlag legte. Heute werden die Räume vom Theater genutzt.

Das Altenburger Rathaus wurde zwischen 1562 und 1564 von Nikolaus Gromann im Renaissancestil gebaut. Der Bau war so teuer, dass noch 1593 nicht alle Darlehen zurückgezahlt waren. In dem Ratssaal mit seiner prächtig bemalten Balkendecke und dem großen Kamin tagt noch der Stadtrat, wochentags ist er auch für Besucher zugänglich. Reich verziert ist auch die Außenfassade des Rathauses. Der achteckige Rathausturm besitzt eine Monduhr, die die genaue Mondphase anzeigt. Die Roten Spitzen sind Altenburgs Wahrzeichen. Sie gehörten einst zur Marienkirche des Augustinerklosters Unser Lieben Frauen auf dem Berge vor Altenburg, das nur kurz Bergkloster genannt wurde. Es wurde von Friedrich I. Barbarossa gestiftet und aus Backstein errichtet, so wie es zu der Zeit in Italien üblich war. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das Kloster aufgelöst. Ein paar Jahre nach der Auflösung stürzte das Hauptschiff der Kirche ein. 1570 wurden die spitzen Türme gedeckt. Durch einen Blitzschlag brannte einer der Türme aus. Daraufhin erhielt er 1618 seine heutige barocke runde Form. 1871/1872 wurden die beiden Türme renoviert. Der Baumeister Friedrich Sprenger entfernte dabei nachträgliche Um- und Anbauten, so dass sie wieder ihre ursprüngliche Gestalt erhielten.

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