Die mittelalterliche Stadt Sighișoara in Transylvanien

Sonntag, 21. Juni 2015 - 14:54 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein, UNESCO-Welterbe

View from Villa Franka © Valimare

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Sighișoara (deutsch Schäßburg, ungarisch Segesvár) ist mit 32.570 Einwohnern (2007) eine der bedeutenderen Städte im Kreis Mureș in Siebenbürgen, Rumänien. Sie liegt an der Großen Kokel (rumänisch Târnava Mare). Ihr einzigartiges historisches Zentrum wurde 1999 zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt.

Schäßburg wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts von deutschen Einwanderern, Siebenbürger Sachsen, gegründet. Im Jahre 1280 wird es als Castrum Sex das erste Mal urkundlich erwähnt. 1298 wird es als Schespurch bzw. Schaesbrich und 1337 mit dem ungarischen Namen Seguzwar erwähnt. 1435 taucht der aus dem Ungarischen entlehnte rumänische Name als Sigisoara erstmals schriftlich auf.

Die literarische Gestalt “Dracula” von Bram Stoker wird mit Schäßburg in Verbindung gebracht, Vlad Țepeș (Vlad III. Drăculea, der Pfähler), Sohn des Vlad II. Dracul (der Drachen), wurde möglicherweise dort geboren. Zwischen 1431 und 1436 soll er in der Stadt gewohnt haben.

Sighisoara © avishai teicher Sighisoara © Dd1975 City Hall © LetsGoToRomania.com - Pmatlock Believed birtplace of Vlad Dracul © Alessio Damato Sighisoara Tower at night © kikiricky Sighisoara Panorama © Blackasmodeus Sighisoara at night © kikiricky Taylor's Tower © Ionpetrache Street view © Marcin Szala Street view © CrimsonC Street view with clock tower © Marius Neacsa View from Villa Franka © Valimare
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Believed birtplace of Vlad Dracul © Alessio Damato
Das “Historische Zentrum”, die sogenanntee Burg, ist als Unesco-Weltkulturerbe aufgeführt und stellt mit seinen Gebäuden eine bedeutende Sehenswürdigkeit dar.

  • Der Stundturm (Piața Muzeului 1) ist das Wahrzeichen Sighisoaras. Er wurde in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts als Verteidigungsanlage des Haupttors der Burg und als Ratssitz (bis Ende 1656) errichtet.
  • Von den vierzehn Türmen der Stadtbefestigungen sind noch mehrere Türme, welche die Namen der Zünfte tragen, von denen sie einst erbaut und verteidigt wurden (u. a. Schneiderturm, Zinngießerturm), und eine fast komplette Ringmauer um die Oberstadt erhalten.
  • Das Josef-Haltrich-Lyzeum, ein Gymnasium der deutschen Minderheit, liegt auf dem Schulberg unterhalb der Bergkirche. Ein hölzerner, überdachter Treppenaufgang (Schülertreppe) mit über hundert Stufen führt von den Altstadtgassen hinauf.
  • Die Schäßburger Bergkirche ist mit Mitteln der Messerschmitt Stiftung von Grund auf renoviert worden.
  • An Profanbauten sind das Haus mit dem Hirschgeweih und das Venezianische Haus zu nennen.
  • Die Klosterkirche, die heutige evangelische Stadtpfarrkirche, wurde 1492 bis 1515 erbaut.
  • Die alte Schmalspurlokomotive.
  • Das Naturschutzgebiet Breite mit seinen mehrere hundert Jahre alten Eichen.

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