Die Karl-Marx-Allee in Berlin

Mittwoch, 28. März 2012 - 13:29 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Berlin, Allgemein

Frankfurter Tor © Dnsob

Frankfurter Tor © Dnsob

Die Karl-Marx-Allee, benannt nach dem deutschen Philosophen und Volkswirtschaftler Karl Marx, ist eine Straße in den Berliner Bezirken Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg. Die Straße ist geprägt durch Wohnblöcke aus den 1950er Jahren im Stil des – als “Zuckerbäckerstil” bezeichneten – Sozialistischen Klassizismus. Die Allee hieß ursprünglich westlich des Frankfurter Tores Große Frankfurter Straße und wurde am 21. Dezember 1949 (dem 70. Geburtstag Josef Stalins) zusammen mit der östlich anschließenden Frankfurter Allee in Stalinallee umbenannt. Seit dem 13. November 1961 heißt sie Karl-Marx-Allee. Die Frankfurter Allee wurde gleichzeitig unter ihrem alten Namen wieder abgetrennt, allerdings beginnt sie seitdem nicht mehr am originalen Frankfurter Tor, sondern am 1957 benannten gleichnamigen Platz weiter östlich. Die Wohnbauten, die sich vom Strausberger Platz bis über das Frankfurter Tor hinaus in die Frankfurter Allee erstrecken, waren als Arbeiterpaläste konzipiert und sollten die Stärke und Ingenieurskunst der DDR repräsentativ darstellen.

Die Karl-Marx-Allee führt vom Alexanderplatz über den Strausberger Platz bis zum Frankfurter Tor, wo sie in die Frankfurter Allee übergeht. Sie ist Teil der Bundesstraße 1, die Berlin von Magdeburg in Richtung Küstrin-Kietz durchquert, sowie der Bundesstraße 5, die von Frankfurt (Oder) aus kommend nach Hamburg weiterläuft. Die Karl-Marx-Allee erschließen die ersten vier Stationen der U-Bahnlinie U5 vom Alexanderplatz nach Hönow. Die Karl-Marx-Allee ist zusammen mit der Frankfurter Allee eine der acht nach Norden, Nordosten und Osten führenden radialen Ausfallstraßen, die vom historischen Zentrum der Stadt, vom Hackeschen Markt und Alexanderplatz, ausgehen.

Block C Nord © Gryffindor Frankfurter Tor and Television Tower © Gryffindor Aerial view of Karl-Marx-Allee with the twin towers of Frankfurter Tor visible in the back © Sansculotte Blocks E © Gryffindor Closeup of an entrance to Block G © Manfred Brückels Façade of a Stalinist era apartment bloc © Manfred Brückels Frankfurter Tor © Dnsob Strausberger Platz at the western end of the boulevard © Gryffindor
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Aerial view of Karl-Marx-Allee with the twin towers of Frankfurter Tor visible in the back © Sansculotte
Die Wohnbauten entlang der Karl-Marx-Allee wurden nach der Wiedervereinigung an unterschiedliche Investoren verkauft und meist aufwendig saniert. Heute erfreuen sich die Wohnungen großer Beliebtheit und bilden nach außen ein harmonisches Bild, das am Frankfurter Tor mit zwei Kuppeltürmen seinen Abschluss findet. Das Gesamtbild der Straße wurde durch die 215 meist maroden, oft schon demontierten Straßenlaternen gestört. Eine schrittweise Sanierung der zum Kulturdenkmal gehörenden Leuchten war ursprünglich für 2006 geplant, verschob sich jedoch aufgrund der Wiederholung der Ausschreibung aus Kostengründen in die zweite Jahreshälfte 2007. Im Dezember 2007 wurde dann der erste originalgetreu rekonstruierte Kandelaber an der Kreuzung Karl-Marx-Allee/Lebuser Straße wieder aufgestellt. Eine Rückbenennung in Große Frankfurter Straße wird seit 1990 diskutiert.

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