Die Hafenstadt Ancona

29. Mai 2012 | Destination: | Rubric: Allgemein |

The Vanvitelli's Lazzaretto, project of the architect Luigi Vanvitelli © Mungany

The Vanvitelli’s Lazzaretto, project of the architect Luigi Vanvitelli © Mungany

Ancona ist eine Hafenstadt mit 102.997 Einwohnern an der italienischen Adriaküste. Es ist Hauptstadt der Region Marken und der Provinz Ancona. Der Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet Ellbogen. Ancona liegt etwa 210 Kilometer nordöstlich von Rom und etwa 200 Kilometer südöstlich von Bologna. Die Stadt liegt zwischen den Höhenzügen des Monte Conero, des Monte Astagno, auf dem die Zitadelle der Stadt liegt, und Monte Guasco, auf dem der dem hl. Cyriacus geweihte Dom, steht. Ancona besitzt neben Bari und Venedig einen der wichtigsten Fährhäfen über die Adria mit stark frequentierten Verbindungen zu den griechischen Städten Igoumenitsa und Patras. Ancona verfügt ebenfalls über einen Flughafen.

Unter den zahlreichen Monumenten der Stadt befindet sich auch das Lazzaretto (Laemocomium oder Mole Vanvitelliana), das von dem Architekten Luigi Vanvitelli 1732 erbaut wurde. Das Lazzaretto ist ein fünfeckiges Gebäude mit einer Fläche von mehr als 20.000 Quadratmetern. Es wurde gebaut, um die stationierten Truppen und die Offiziere vor Seuchen zu schützen, die von fremden Schiffen eingeschleppt wurden. Später wurde es als Militärkrankenhaus (daher: Lazarett) und als Kaserne verwendet.

Die Fundamente der Kathedrale (der Dom) wurden 1128 errichtet, der Bau schließlich 1189 vollendet. Die ursprünglich unter den Mauern der Kathedrale bestandene Kirche soll einst die Form eines lateinischen Kreuzes gehabt und bereits im 8. Jahrhundert bestanden haben. Eine frühe Restaurierung wurde 1234 abgeschlossen. Sie ist ein bemerkenswertes romanisches Bauwerk aus grauem Gestein und einem griechischen Kreuz nachgebildet, bei dem sich ein zwölfeckiger Dom über der Mitte erhebt, der von Margaritone d’Arezzo 1270 noch etwas erhöht wurde. Die Fassade wird von einem gotischen Portal durchbrochen, das von Giorgio da Corno 1228 errichtet worden sein soll. Auf beiden Seiten sollten laterale Bögen zu finden gewesen sein.

Port of Ancona © Giacomus The Vanvitellis Lazzaretto, project of the architect Luigi Vanvitelli © Beta16 Piazza de Plebiscito © MarkusMark © flickr.com - Brian Pennington Church of St. Domenico © MarkusMark A cannon, situated near the Arch of Trajan, with the Cattedrale San Ciriaco visible in the background © Eebyrne Ancona Panorama © Greg O'Beirne Aerial view of Ancona © Awd The Vanvitelli's Lazzaretto, project of the architect Luigi Vanvitelli © Mungany
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A cannon, situated near the Arch of Trajan, with the Cattedrale San Ciriaco visible in the background © Eebyrne
Im Inneren existiert in jedem Querschiff eine Krypta. Zehn Säulen in der Mitte des Gebäudes sollen noch zu dem früheren Venustempel gehören. Einige Wandgemälde stammen aus dem 12. Jahrhundert. In dem baufälligen episkopalen Palast starb Papst Pius II. im Jahre 1464. Eine weitere interessante Kirche ist St. Maria della Piazza, die eine künstlerische Fassade aus dem Jahre 1210 besitzt. Der Palazzo del Comune wurde ebenfalls von Margaritone d’Arezzo erbaut, ist aber inzwischen zweimal restauriert worden.

Zahlreiche gotische Gebäude finden sich in der Stadt, unter ihnen die Kirchen von S. Francesco und S. Agostino, der Palazzo Benincasa und die Loggia dei Mercanti, die allesamt von Giorgio Orsini erbaut wurden und normalerweise da Sebenico genannt werden, und schließlich die Präfektur, die Anbauten aus der Renaissance besitzt. Das Portal von S. Maria della Misericordia zeigt Ornate aus der Frührenaissance. Das archäologische Museum präsentiert interessante Funde aus der vorrömischen Epoche aus den Gräbern der Umgebung sowie zwei römische Klinen mit Elfenbeinschnitzereien.

Im Osten der Stadt liegt der Hafen. Er wurde ursprünglich nur vom Vorgebirge im Norden geschützt, die Landzunge formt sich dabei wie ein Ellbogen (Griechisch ανκυιν) um die antike Stadt, die von syrakuseischen Flüchtlingen um 390 v. Chr. gegründet wurde und bis heute ihren Namen beibehalten hat. Griechische Kaufleute richteten hier eine Purpurmanufaktur ein (Sil. Ital. viii. 438). Selbst in römischen Zeiten wurden die Münzen aus Ancona mit dem angewinkelten Arm, der eine Palme hält und mit dem Abbild der Aphrodite auf der Rückseite geprägt. In der Stadt wurde fortwährend nur Griechisch gesprochen.

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