Die Golfstaaten: Guten Appetit!

31. Oktober 2017 | Destination: | Rubric: Editorial, Allgemein |

© Hégésippe Cormier/cc-by-sa-3.0

© Hégésippe Cormier/cc-by-sa-3.0

Der Persische Golf ist ein Binnenmeer zwischen dem Iranischen Plateau und der Arabischen Halbinsel. Es ist etwa 1000 km lang und 200 bis 300 km breit, die Fläche beträgt etwa 235.000 km². Die Bezeichnung Arabischer Golf wird ebenfalls verwendet. Früher wurde der Persische Golf auch Grünes Meer genannt, als Pendant zum Roten Meer an der westlichen Flanke der Arabischen Halbinsel. Als Arabische Küche bezeichnet man die Küchen der zur Arabischen Halbinsel gehörenden Länder, aber auch die Küchen der gesamten Region, die als Naher Osten und teilweise auch als Orient bezeichnet wird. Ihr Einfluss ist auch in der nordafrikanischen Küche im Maghreb erkennbar. Mit dem in Kochbüchern häufig verwendeten Begriff Orientküche meint man jedoch meist auch die Persische Küche, die Kurdische Küche und die Türkische Küche, die über je eigenständige Küchentraditionen verfügen.

Inhalt


A selection of Jordanian mezze (appetizers or small dishes) in Petra © flickr.com - Unai Guerra/cc-by-sa-2.0

Eine Auswahl jordanischer Mezze (kleine Vorspeisen) in Petra © flickr.com – Unai Guerra/cc-by-sa-2.0

Allgemein
Obwohl sich die Länderküchen des Nahen Ostens durchaus unterscheiden, gibt es zahlreiche Gemeinsamkeiten, die die Arabische Küche kennzeichnen. Zu den Grundnahrungsmitteln gehören Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen, die häufig zu Pasten verarbeitet und vielfältig in der Küche verwendet werden. Eine bekannte Bohnensuppe im Maghreb heißt baisar. Falafel sind frittierte Klopse aus pürierten Bohnen oder Kichererbsen. Milch wird selten pur getrunken – ein großer Teil der Bevölkerung der arabischen Region ist laktoseintolerant –, sondern meist zu Joghurt oder Kajmak verarbeitet, teilweise auch zu Ghee und zu Käse. Lammfleisch ist – entweder als Kebab zubereitet oder gekocht – die in der arabischen Welt am häufigsten gegessene Fleischsorte. Alle Teile des Lamms finden Verwendung einschließlich Innereien, Kopf und Füßen. Für das Gericht khouzi wird ein ganzes Lamm gebacken, das man mit Hühnerfleisch, Eiern und Reis gefüllt und mit Safran und Zwiebeln gewürzt im Ganzen auf einem Reisbett serviert. Als beliebte Nahrungsmittel gelten Hühner, in Ägypten und Nordafrika daneben gelegentlich Tauben. Schweinefleisch unterliegt im Islam dem Tabu und wird von Muslimen nicht und auch von den Christen der Region nur selten genossen. In den Küstenregionen spielt Fisch eine wichtige Rolle. Fleischgerichten verleiht man häufig durch den Zusatz von Zitronensaft, Joghurt, Essig, Tamarinden, Granatapfelsaft oder Sumak eine säuerliche Geschmacksnote. Baharat, eine Gewürzmischung, findet oft für Fleischgerichte Verwendung. Die meisten Gemüsesorten kocht man zusammen mit Fleisch. Bei reinen Gemüsegerichten füllt man das Gemüse oft mit Reis. Als Beilage spielt auch in Essig sauer eingelegtes Gemüse eine Rolle. Häufig finden frische oder getrocknete Früchte in gekochten Gerichten, oft als Beilage zu Fleisch, Verwendung. Weizen gilt als wichtigstes Getreide der Region, obwohl Reis in manchen Ländern ebenfalls eine große Rolle spielt. Couscous stammt ursprünglich aus Nordafrika und verbreitete sich von dort aus bis nach Syrien, wo man jedoch vorwiegend Bulgur verwendet.

Brot wird teilweise als papierdünnes Fladenbrot gebacken, das Chubz genannt und häufig mit gekochtem Fleisch belegt und zusammengerollt verzehrt wird. Ein solches Gericht namens Tharid soll das Leibgericht des Propheten Mohammed gewesen sein. Jedes Land kennt davon Varianten. Im Jemen wird eine Füllung aus Fleisch, flüssigem Ei, Honig und geschmolzener Butter fatut genannt. Die arabische Küche übernahm im Laufe ihrer Entwicklung seit der Zeit der Kalifen einige Elemente der persischen Küche, was sich auch in der Entlehnung zahlreicher persischer Küchenbegriffe widerspiegelt. Wie im Iran heißt eingelegtes saures Gemüse turshi, Suppe shurba oder chorba, Fleischbällchen heißen kufta (Köfte) und Vorspeisen Mezze.

Als beliebte arabische Süßspeise gilt Muhallabia, ein süßer Reispudding. Weite Verbreitung fanden mit Datteln gefüllte Gebäckstücke wie Ma’amoul. Aus der türkischen Küche bekannt ist Baklava, dem man aber auch syrische oder griechische Herkunft zuordnet. Viele Süßspeisen süßt man mit Dibs, einem aus Datteln gewonnenen Sirup sowie mit Honig. Kaffee ist das am häufigsten konsumierte Getränk der Region, oft gewürzt mit Kardamom. An zweiter Stelle steht im Osten (Maschrek) meist schwarzer und stark gesüßter Tee, im Westen, den Ländern des Maghreb, Grüner Tee mit Pfefferminze. Karkadeh wird in Ägypten und Sudan heiß oder kalt getrunken. Lesen Sie mehr auf Wikipedia Arabische Küche.


Sambousek © puckarabia.com

Sambousek (mit Fleisch, Spinat, Käse oder Nüssen gefüllte Teigtaschen) © puckarabia.com

Bahrain
In Bahrain, insbesodnere in der hauptstadt Manama, gibt eine gute Auswahl von Restaurants, auch einige Fastfood-Ketten sind vertreten. Frische Fischgerichte werden in den Fischmarktrestaurants im Al Bander Resort angeboten. Hammour ist ein dem Zackenbarsch sehr ähnlicher lokaler Fisch, der gebraten wird. Lammfleisch steht häufig auf der Speisekarte, es gibt jedoch auch Huhn, Pute und Ente. Die Einheimischen essen vielfach Gemüsecurry mit Reis, Jogurt und Chubz (flaches Brot). Mezze sind kleine appetitanregende Gerichte wie Hummus (Kichererbsenpüree), Oliven oder kleingeschnittene Gemüsestücke, die als Vorspeise oder als Snack zwischendurch serviert werden. Da in Bahrain fast ausschließlich Moslems leben, wird kein Schweinefleisch angeboten. Spezialitäten sind:

  • Machbous: Gedünsteter Fisch oder Fleisch mit Reis.
  • Muchammar: Süßer, brauner Reis mit Zucker oder Datteln.
  • Baba ghanoush: Geräucherte Aubergine, pürierter Knoblauch, Joghurt und Sesampaste.
  • Shawarma: Lamm oder Hühnchen, das von einem sich rotierenden Bratspieß abgeschnitten und in flachen Broten serviert wird.
  • Sambousa: Knusprige Backwaren gefüllt mit Fleisch, Käse, Zucker oder Nüssen.

Lesen Sie mehr auf Wikitravel Bahrain und cuisimonde.com – Die Küche Bahrains.


Iraqi Qoozi © aziz1005

Irakisches Qoozi (langsam gekochtes Lamm mit gerösteten Nüsse und Rosinen auf Reis) © aziz1005

Irak
Die Irakische Küche ist die Landesküche Iraks. Sie ist jedoch nicht homogen, sondern besteht aus zwei verschiedenen Regionalküchen im Norden und im Süden des Landes. Im relativ feuchten Norden (dem antiken Assyrien) wird Weizen und Steinobst angebaut, im trockenen Süden (dem alten Babylonien) gibt es Reis und Datteln. Die Kurden, die den größten Teil des Nordens ausmachen, teilen die Küche des Nordens. Die nordirakische Küche entspricht weitgehend der des Nachbarlandes Syrien, während die südirakische Küche eigenständiger ist und vor allem auf Reis, Fisch und Datteln basiert. Getreide spielt allgemein eine große Rolle als Grundnahrungsmittel, häufig kombiniert mit Fleisch. Häufig gegessen werden verschiedene Breispeisen mit Fleischeinlage, Brot mit Fleisch und ein Gericht aus Getreide und Fleisch namens kubba. Im Frühling, wenn Blütezeit ist, wird oft “yaprax” (=yaprach ausgesprochen) gegessen, gekochte Weinblätter gefüllt mit Reis, da zu der Zeit die Weinblätter besonders gut geeignet zum Kochen sind. Verbreitet ist der in der gesamten Region bekannte Getreidebrei Harissa. In der Gegend von Mosul ist kaschki sehr beliebt, ein Getreidebrei mit Fleisch, gewürzt mit getrockneter Limette und Kumin, der mit Tomatensaft oder Kurkuma gefärbt wird. Es wird bei den üblichen Picknicks der Familien zu bestimmten Anlässen in der Nähe des Grabes von Qadib al-Ban gegessen, der als Heiliger verehrt wird.

Gerichte aus Brühe und Fleisch, vermischt mit Brot, werden im arabischen Raum Tharid oder taschrib genannt. In Bagdad wird für tharid das Brot in die Brühe gekrümelt, während taschrib zum Frühstück gegessen wird und aus ganzen Brotstücken besteht, die in Brühe eingeweicht und dann mit Fleisch belegt werden. In Mosul gibt es eine verfeinerte Variante namens taschgiba, bei der weitere Zutaten wie Linsen, Nudeln und Granatapfel hinzugefügt werden. Kibbeh ist ein im Nahen Osten verbreitetes Gericht aus Getreide und Fleisch, das im Irak kubba heißt. Die Zutaten werden zerkleinert, miteinander vermischt und zu einer Art Klöße geformt. In Mosul gibt es eine davon abweichende Variante, die eine flache Fladenform hat und mit Fleisch, Mandeln, Rosinen und Gewürzen gefüllt und entweder gebacken oder in heißem Wasser gegart wird. Im Süden ersetzt Reis den im Norden üblichen Bulgur, teilweise wird statt Fleisch Fett des Fettschwanzschafes verwendet. Eine irakische Spezialität ist ein Brot, für das zerkleinertes gebratenes Fleisch vor dem Backen in den Teig gegeben wird, hinzu kommen Gewürze. Je nach Dialekt wird es als uruq oder ghug bezeichnet. Es gibt auch fermentierte Weizengerichte. Für tarchina werden Bulgur und Joghurt vermischt und getrocknet. Ein anderes ist Kaschk aus gekochtem und gesäuertem Bulgur. Während Bulgur als Essen der einfachen Küche gilt, hat Reis im Irak einen wesentlich höheren Status. In einer Volkssage aus Mosul heißt es, im Paradies gebe es Aprikosen mit Reis zu essen, in der Hölle dagegen Bulgur mit Tomaten.

Im Irak wird am Spieß zubereitetes Fleisch nicht als Kebab, sondern als tikka bezeichnet. Kabab sind hier Hackfleischspieße, die auf Persisch Tschelo Kabab heißen und in verschiedenen Ländern ähnlich zubereitet werden. Die bevorzugte Fleischsorte ist Lammfleisch oder auch Rindfleisch. Auch Fisch spielt in der Küche eine wichtige Rolle. Das Fischgericht Samak masquf wird mitunter als Nationalgericht bezeichnet. Es wird aus Barben zubereitet, die an Stöcken am offenen Feuer gegrillt und auf der Asche fertig gegart werden. Einige Gerichte wurden aus der persischen Küche übernommen, zum Beispiel Fisinjan, gekochtes Wildgeflügel mit Walnüssen und Granatäpfeln, andere stammen ursprünglich aus der türkischen Küche wie das Süßgebäck Baklava. Lesen Sie mehr auf Wikipedia Irakische Küche.


A spice shop at Bazar-e Bozorg in Isfahan © flickr.com - yeowatzup/cc-by-2.0

Ein Gewürzladen im Bazar-e Bozorg in Isfahan © flickr.com – yeowatzup/cc-by-2.0

Iran
Die heutige persische Küche Irans und seiner Nachbarländer ist eine orientalischasiatische Küche. Es wird viel Wert auf die Geschmacksharmonie der Zutaten gelegt. Ein wichtiger Bestandteil der persischen Küche ist Duftreis bzw. Basmatireis (in verschiedenen Variationen) – mit und auch ohne beigemengte Gewürze und Kräuter (wie u. a. Koriander und Bockshornklee). Serviert wird ein Reisgericht mit Soße, die unter Verwendung bestimmter Gemüsesorten, Obstsorten oder Nüsse bereitet wird, oder nur mit Butter, Grilltomate und gegrilltem Fleisch (Kabāb). Safran und Kurkuma bilden einen wichtigen Grundstock der Würzung. Einen süß-sauren Geschmack erzielt man durch das Beimengen von Limetten(-saft), manchmal auch von Orangen- oder Granatapfelsaft.

Hauptgerichte

  • Kabāb: Oberbegriff für gegrillte Speisen, vor allem Fleisch auf Spießen, das hauptsächlich auf Holzkohle zubereitet und in Verbindung mit Duftreis serviert wird. Kabābs werden im Iran meistens in Restaurants (den sog. Tschelo-Kabab oder auch Dschuscheh Kabab) gegessen, da sie dort am besten (in den entsprechend notwendigen Öfen) zubereitet werden können.
    • Tschelo Kabāb (mit Kabāb-e Barg): iranisches Nationalgericht bestehend aus Kabāb (Rind-, Lamm- oder Kalbfleischfilet, das in einer Marinade aus Zwiebeln, Knoblauch, Joghurt, Limonensaft, Salz und Safran eingelegt und dann auf dem/im Holzkohleofen gegrillt) und mit Reis serviert wird.
    • Kabāb-e Kubide: Kabāb aus gehacktem Fleisch und Reis
    • Dschudsche Kabāb (Hähnchenkabāb): in einer Marinade aus Limonensaft, Olivenöl, Zwiebeln, Safran und Salz eingelegte und im/auf dem Holzkohleofen gebratene Hühnchenstückchen
    • Beryan: Diese Speise wird aus gehacktem Fleisch (vorzugsweise gehackte Schafslunge) in einem großen Löffel, der in einen Ofen eingelegt wird, gekocht. Danach wird dieses gekochte Hackfleisch auf ein Stück Lavaschbrot aufgetragen und das Brot wird gefaltet. Dieses Gericht ist ein Spezialgericht aus der Stadt Isfahan
  • Khorescht: Fleischsoße – typisches persisches Gericht in verschiedenen Variationen, das mit lockerem Duftreis serviert wird. Von den Choreschs gibt es viele Variationen. Diese Art von Gericht wird meist zu Hause gekocht und ist in Restaurants eher selten zu finden. Außerhalb des Irans stehen Choreschs jedoch oft auf den Speisekarten.
    • Khorescht-e fesendschān: bestehend aus gemahlenen Walnüssen, Hühner- oder Lammfleischwürfeln, Granatapfelsirup und Gewürzen
    • Khorescht-e Gheime: auf der Basis von Tomatensauce, bestehend aus Lamm- oder Kalbsfleischwürfel, gelben Linsen, Bratzwiebeln, getrockneten Limetten, Pommes Frites-Streifchen und Gewürzen
    • Khorescht-e Ghorme-Sabsi: eines der beliebtesten Choreschs auf der Grundlage von roten Bohnen, diversen Kräutern und Fleischwürfeln
    • Khorescht-e Karafs: Sellerie-Pfefferminz Fleischsoße
    • Khorescht-e Hawidsch: ein Karotten-Chorescht
    • Khorescht-e Ālu: Mirabellen-Fleischsoße
  • Kale pache: Eintopf aus Hammelköpfen und -klauen (ähnlich dem armenischen Chasch)

Reisgerichte

  • Reis (Berendsch), Langkornreis bildet die Grundlage vieler Gerichte der persischen Küche. Berendsch bezeichnet nur den ungekochten bzw. ungedämpften Reis. Man unterscheidet vier Arten, den Reis zuzubereiten:
    • Calo (Tschelo): Gebutterter und gedünsteter Reis, als Unterlage beim Garen dienen Brot- oder Kartoffelscheiben, die dabei knusprig anbraten, siehe auch Tschelo Kabab
    • Polo (Pilaw): Reisgerichte mit Linsen, Ackerbohnen, Berberitzen, Sauerkirschen, Aprikosen, Karotten, Brechbohnen, Kräutern und Teigwaren
      • Schirin Polo: Süßes Reisgericht mit Hühnerfleisch (oder Lammfleisch), Berberitzenbeeren, Safran, auch mit gemahlenen Pistazien und Walnüssen
      • Tah Tschin Polo: Hühner-/Enten-Joghurt-Reis und Safran
    • Kate: Gekochter Reis
    • Dami: Halbgarer Reis

Brot: Zum Frühstück wird dünnes Fladenbrot serviert, das man mit Schafskäse und Butter oder Konfitüre isst. Hinzu kommt schwarzer Tee. Brotsorten (ausschließlich Weißmehlprodukte):

  • Nān-e Barbari: Dick und oval geformt, mit Kreuzkümmel und Sesam bestreut
  • Nān-e Lavāsch: Dünnes aber großes Fladenbrot, ähnlich einem Crêpe. Das Standardbrot
  • Nān-e Sangak: Dünn und oval, gebacken im Steinofen, teilweise auf heißen Kieselsteinen
  • Nān-e Tāftun: Dünn, weich und rund

Beilagen und Snacks

  • Torshi: in Essig oder Salzlake eingelegtes Gemüse (z. B. Blumenkohl, Karotten, Sellerie etc.)
  • Sabsi: Beilage aus Schnittlauch, Petersilie, Basilikum, Thymian, Radieschen und rohen Zwiebeln (als Appetizer) während der Hauptspeise
  • Māst, ein (saurer) Joghurt, der bei den meisten Mahlzeiten mit Reis und Fleisch bereitsteht
  • Māst-o-Chiār, eine dem Tzatziki vergleichbare Crème bestehend aus Joghurt, geriebenen Gurken, getrocknetem und zerriebenen Pfefferminz/Dill, (Walnüssen, Rosinen, Zwiebellauch, Knoblauch (wahlweise)) und Salz (evtl. auch Pfeffer) und einem Schuss Olivenöl
  • Borani: Speise aus Joghurt kombiniert mit Gemüsesorten wie Spinat, Auberginen, Roter Bete oder Sellerie
  • Tochme: verschiedene geröstete und gesalzene, noch in Schalen befindliche, Kerne wie Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Melonenkerne
  • Halim Bademdschun: Vorspeise aus zerstoßenen Auberginen mit Molke oder Rahm

Salate: Auch in der Persischen Küche gibt es verschiedene Salate, oft mit schnittlauchartigen Gewächsen, zu denen Salatsoße gereicht wird.

  • Sālād Olivieh: Kartoffelsalat mit Hühnchen
  • Sālād Schirāzi: Zwiebeln, Gurken, Tomaten mit Limettensoße

Süßspeisen und Früchte

  • Baghlavā
  • Scholeh-sard, Reispudding mit Zucker, Rosenwasser, ggf. Mandelsplitter, mit Safran gelbgefärbt, mit Zimt verziert
  • Ferni: feine Süßspeise aus Reismehl, Zucker und Milch, kurz aufgekocht
  • Halva arde: geröstetes Mehl, gelöscht mit heißem Safran-Zucker-Rosenwasser. Teigähnliche Konsistenz
  • Katschi (Katchi), Speise aus Mehl, Fett und Safran; Safrancreme
  • Lavaschak: dünne aus getrocknetem Sirup (Berberitze, Tamarinde oder anderen Früchten) bestehende Platten
  • Bamieh: pfannkuchenähnlicher Teig in heißem Öl fritiert, und mit Zucker-Rosenwasser gelöscht und kühl serviert
  • Gaz: ähnlich weißem Nougat, hergestellt aus Eischnee, Tragant (Astragalus adscendens)-Exsudat, Zucker und Pistazien oder Mandeln
  • Fālude: beliebtes persisches Eis in Form von Nudeln und meist mit Zitronenaroma
  • Paschmak: eine Art persischer Zuckerwatte
  • Pulak: kleine Scheiben aus karameliertem Zucker

Lesen Sie mehr auf Wikipedia Persische Küche.


Saltah © Sadq5/cc-by-sa-3.0

Saltah (Basis ist ein Fleischeintopf namens Maraq mit einem Bockshornklee-Schaum und Sahawiq (eine Salsa aus Chilischoten, Tomaten, Knoblauch und Kräutern). Reis, Kartoffeln, Rührei und Gemüse sind beliebte Ergänzungen)
© Sadq5/cc-by-sa-3.0

Jemen
Die Amtssprache ist Arabisch. Englisch und zum Teil auch Französisch wird in den von Ausländern frequentierten Hotels in Sanaa und Aden verstanden. Die jemenitische Küche ist arabisch, hat aber deutlich Einschläge der geographisch nahen afrikanischen Küche. Hotelrestaurants und einige private Restaurants bieten sowohl internationale Spezialitäten (besonders indische und chinesische Küche) als auch arabische Gerichte an. Meeresfrüchte sind besonders empfehlenswert. Haradha, ein Gericht aus Hackfleisch mit Pfeffer, ist äußerst schmackhaft. Getränke: Alkohol ist nicht überall erhältlich, wird aber in einigen Hotels angeboten. Es ist verboten, Jemeniten alkoholische Getränke zu verkaufen. In den größeren Städten gibt es viele kleine Restaurants. Angeboten werden Reis, Hähnchen, Fisch, Gemüse und Suppen. Typisch für Jemen sind die vielen Saftbars, die erfrischende Säfte aus Limonen, Melonen, Erdbeeren, Guaven und anderen Früchten anbieten. Das jemenitische Nationalgetränk ist stark gesüßter, schwarzer Tee.

Ausgehmöglichkeiten sind im Jemen sehr begrenzt. Die internationalen Hotels in Sana’a haben Bars und auch Restaurants mit entsprechendem Angebot. Es gibt in den Städten auch einige eigenständige Restaurants, die man zum Abendessen aufsuchen kann. Sonstige kulturelle Unterhaltung, die für den Reisenden interessant sein könnte, ist rar. Lesen Sie mehr auf Wikitravel Jemen und cuisimonde.com – Die Küche des Jemen.


Qatari Sweets in Souq Waqif in Doha © StellarD/cc-by-sa-4.0

Katarische Süßigkeiten im Souq Waqif in Doha © StellarD/cc-by-sa-4.0

Katar
Der iranische Basar (Iranian Bazar) im alten Teil von Katars Hauptstadt Doha lohnt sich vor allem wegen der Gewürze und Spezialitäten, die es in viel besserer Qualität als in den heute überall üblichen Supermärkten gibt. Den Basar möglichst erst nach 18.00 Uhr besuchen, denn sonst ist die Hitze wirklich nicht zu ertragen. Manche Geschäfte verfügen jedoch über Klimatisierung. Die Klimageräte heizen dafür aber die engen Basargänge auf. In Doha gibt es einige Shoppingcenter. Hier findet man meistens einen großen Supermarkt, etliche Restaurants und Cafés und viele Einkaufsläden. Auch ein paar aus Europa bekannte Kleidungsketten sind vertreten. In manchen Centern befindet sich auf einem großen Platz eine Eislaufbahn, auf der man oft Kinder fahren sieht. Generell sind die Malls gut gekühlt und man sollte auch im Sommer eine dünne Jacke dabei haben. Der Haupteinkaufstag ist der Freitag, da dann die meisten Leute frei haben. Es ist zu beachten, dass die Geschäfte oft zur Gebetszeit zwischen 12 und 14 Uhr geschlossen sind.

Die eigentliche arabische Küche ist sehr vielseitig. Im Restaurant bekommt man das Wasser sehr günstig und Brot wird immer wieder nachgefüllt. Beliebt als Vorspeise ist das Kichererbsenmus Hummus. Aber auch viele andere Vorspeisen sollte man ausprobieren. Auf freundliches Nachfragen wird einem meist alles ausführlich erklärt. Das einzige worauf man achten sollte ist zu fragen, ob die Speise scharf ist. Oftmals sind die Gewürze schärfer, als man das aus Europa gewöhnt ist. In den Shoppingmalls gibt es Essensecken, in denen es Schnellrestaurants aus allen Teilen der Erde gibt. Neben McDonalds und Burger King gibt es arabische, libanesische, indische und noch viel mehr internationale Küchen. In jedem Fall lohnt sich der Verzehr von Gegrilltem. Dieses ist oft sehr günstig und schmackhaft zubereitet. Das einzige, worauf man verzichten muss ist Schweinefleisch. Dieses ist durch den muslimischen Glauben verboten und kann nur in einem bestimmten Laden mit einer Lizenz gekauft werden. In diesem Laden gibt es für Leute mit Lizenz auch Alkohol zu kaufen. Diese Lizenz wird nur ausgestellt, wenn man ein gültiger Einwohner mit dauerhafter Wohnerlaubnis ist.

Wenn man Abends ausgehen möchte um Alkohol zu trinken, ist dies meistens nur in den Hotelbars möglich. Die Bars sind öffentlich zugänglich und es ist nur das Vorzeigen des Ausweises notwendig. Generell ist Menschen unter 21 der Zutritt zu den Bars nicht gestattet. Wenn man auf den Genuss von Alkohol verzichten kann, lohnt sich der Besuch des Souq Waqif. Dies ist der größte und meistbesuchte Markt der Stadt und besonders Abends treffen sich dort die Leute zum Essen und Shisha rauchen. Das Rauchen von Wasserpfeifen ist in der arabischen Welt weit verbreitet und ist meistens in Restaurants mit Außenbereich möglich. Für 25 bis 50QR kann man sich eine Wasserpfeife bestellen. Lesen Sie mehr auf Wikitravel Katar und katar-qatar.de – Katar Essen und Trinken.


Mutabag Zubaidi © yalfish.com

Mutabag Zubaidi (Seebrasse) © yalfish.com

Kuwait
Die Amtssprache Kuwaits ist arabisch, fast überall wird jedoch genug Englisch gesprochen, so dass man sich ohne Probleme im Land bewegen kann. Die Hinweisschilder an den Straßen sind zweisprachig, Arabisch und Englisch. Kuwait gehört zu den reichsten Ländern unserer Erde, daher kann man auch fast alles kaufen. Die Versorgung mit Lebensmitteln ist sehr gut, es ist beinahe alles erhältlich, was nicht gegen die Regeln des Islams verstößt. So sind naturgemäß Alkohol und Schweinefleisch nicht erhältlich, auch Produkte aus Blut (Blutwurst z.B.) wären gegen die Regeln des Islams. Sehenswert sind die riesigen Shopping-Malls an der 5ten und 6ten Ringroad (The Avenues, 360).

Lebensmittel lassen sich gut in Supermärkten kaufen: Die unterteilen sich in die halbstaatlichen Coops und ein paar private Supermärkte (z.B. Sultan Center oder Lulu Hypermarket). In den großen Shopping-Malls haben sich französische Supermarktketten wie Géant und Carrefour breit gemacht, in denen man auch überwiegend europäische Lebensmittel findet. Während man in den Coops praktisch alle Lebensmittel des täglichen Bedarfes zu sehr moderaten Preisen kaufen kann, ist die Auswahl da bei Speziellerem, z.B. Käse, doch sehr begrenzt. Außer Schmelzkäse in Ecken- oder Scheibenform ist da nicht viel zu erwarten. Auch wenn die Käsetheke gigantisch groß ist. Allerdings hat jeder Coop sein eigenes Programm, es lohnt sich also, verschiedene Läden aufzusuchen und zu stöbern. Generell sind in den Coops die Gemüse- und Fleischwaren exzellent und auch in guter Auswahl vorhanden. Das Sultan Center ist ein Supermarkt der Superlative und hat auch viele europäische Lebensmittel. Wer einen deutschen Butterkäse oder einen Gorgonzola sucht, wird da fündig. Allerdings auf einem eher hohen Preisniveau. Dafür ist aber alles sehr sauber und gut sortiert. Man braucht keine Bedenken beim Lebensmittelkauf zu haben. Die Lebensmittel werden staatlich gut kontrolliert und stehen daher in ihrer Qualität den Lebensmitteln in Europa in nichts nach. Im Gegenteil, als in Europa trotz BSE britisches Rindfleisch auf dem Markt war, hatte Kuwait seinen Markt schon längst geschlossen.

Wer es gerne abenteuerlich mag, kann im Stadtteil Shuwaikh von Kuwait-Stadt Obst und Gemüse praktisch im Freien kaufen. Da ist ein Großmarkt unter kleinen Dächlein. Obst und Gemüse kann man da in größeren Gebinden zu einem guten Preis einkaufen. Feilschen ist natürlich Ehrensache und erfahrene Käufer wissen, dass in den Kisten oben die großen, wohlgeformten Stücke liegen, in der zweiten Lage verstecken sich die weniger schönen Exemplare. Ein Erlebnis ist der Einkauf da aber allemal. Ganz in der Nähe, ein paar Straßen weiter, kann man auch Fleisch einkaufen, die Hammel hängen da in den Schaufenstern. In kleinen Hühnerfarmen kann man sich ein Huhn aussuchen, das der Verkäufer dann diskret nach hinten mitnimmt und nach islamischem Ritus schlachtet. Frischer kann man Huhn nicht einkaufen. In Al-Kout in Fahaheel kann man einen Fisch-, Fleisch- und Geflügelmarkt besuchen. Daneben lädt Al-Kout zum Verweilen an weitläufigen Becken mit Wasserspielen und Musik ein. Zahlreiche Restaurants, Cafes und Eisdielen gruppieren sich um die Wasserbecken. Im Stadtzentrum am Meer ist der Fischmarkt, der Mitte der 90er Jahre völlig renoviert wurde. Am frühen Abend, gegen Sonnenuntergang, kommen die Fischer und liefern ihren Fisch an. Oft genug ist der so frisch, dass er auf der Verkaufstheke noch zappelt. Lokale Delikatessen sind Hammoor, ein sehr feiner Fisch und Al Hambra, ein roter Fisch, der dem Hammoor in der Qualität kaum nachsteht, aber erheblich preiswerter ist. Generell ist Fisch in Kuwait erstaunlich teuer, der Kenner kauft aber auch gern Rogen, Tintenfisch oder Hai ein, die es zu günstigeren Preisen gibt. Ganz besonders gut und auch preiswert sind die Shrimps, die man aber nur im Winter kaufen kann. Der Freitagsmarkt in der Nähe der Baumschulen beim Ministerium für Strom und Wasser ist ein besonderer Hit. Da kann man auf einem riesigen Platz unter hohen Schatten spendenden Dächern vom Putzeimer über den Teppich bis hin zur kompletten Wohnzimmereinrichtung praktisch alles kaufen. Gelegentlich wird man bei alten Gegenständen fündig. Es gibt orientalischen Krimskrams in allen Varianten und einige Sachen sind wirklich spannend. Nett ist auch die Abteilung mit Secondhand-Waren, in der man von defekten Waschmaschinen bis hin zum Himmelbett alles bekommen kann. Neben dem Freitagsmarkt befindet sich ein riesiger Tiermarkt. Vom Zierfisch bis zum Kamel gibt es alles zu kaufen. Die Tiere sind in einem vergleichsweise guten Gesundheitszustand, das sich unmittelbar an den Markt eine staatliche Veterinäraufsicht mit Klinik anschließt. In Sichtweite vom Tiermarkt liegt eine Ladenzeile, in der unglaubliche Möbel zum Kauf angeboten werden, aber auch Kramläden, in denen man Keramikware und kleine Souveniers aus Holz zu günstigen Preisen erstehen kann. Im Zentrum der Hauptstadt liegt der alte Souq. Den zu besuchen ist ein besonderes Erlebnis und sollte bei keiner Reise nach Kuwait fehlen. Hier kann man beinahe alles kaufen, vom Tuch für das Schneidern bis zu geheimnisvollen Gewürzen. Es gibt zudem ein großes Gebäude mit unzähligen Schneidereien, bei denen man sich recht günstig Hemden, Jacken, Hosen oder ganze Anzüge anfertigen lassen kann. Für einen kompletten Anzug sind – neben dem Tuch – etwa 15 – 20 Dinar üblich. Ganz in der Nähe des Souqs ist der Goldmarkt. Da gibt es unvorstellbare Mengen Gold, zu Schmuck verarbeitet. Die meisten Stücke sind für unseren Geschmack zu schwer und pompös, mit einer kundigen Führung findet man aber auch Geschäfte, die Waren haben, die dem Europäer gefallen.

In den Restaurants werden arabische sowie internationale Gerichte serviert. Araber essen mit der rechten Hand, Bestecke sind jedoch ebenfalls erhältlich. Alkohol ist verboten. Zum Bummeln und Verweilen lädt die Strandpromenade im Stadtteil Salmiya ein. Ein beliebter Treff sind die Restaurants und (Shisha-) Cafes rund um die Marina. Lesen Sie mehr auf Wikivoyage Kuwait und cuisimonde.com – Die Küche Kuwaits.


Machboos © Miansari66

Machboos (ein in vielen Golfstaaten beliebtes Gericht aus Reis und Fleisch) © Miansari66

Oman
In Oman kann man sehr preiswert satt werden. Zudem bereiten die Speisen oft auch noch Gaumenfreuden. Die preiswerte Küche ist zumeist indisch dominiert, wobei scharfe Speisen vorherrschen. Sämtliche dieser kleinen, indisch geprägten Lokale sind aus hygienischen Gesichtspunkten unbedenklich. Hygienekontrollen werden regelmäßig von den Behörden durchgeführt. Auf Wunsch -oder auch wenn man mit den Namen der Speisen überfordert ist- kann man direkt einen Blick in den Topf werfen und sich dann entscheiden. Es gibt nahezu überall Speisekarten auch in englischer Sprache. Traditionell wird von den Einheimischen mit der rechten Hand gegessen, als Besteckersatz dient Brot. Touristen bekommen fast überall unaufgefordert Besteck gereicht – wenn auch nicht immer in der passenden Zusammenstellung. Die Preise sind vergleichsweise niedrig, für 2€ kann man gut satt werden. Fast alle Restaurants bieten Lieferservice oder take away an. In Oman hat sich inzwischen eine Mischform aus arabischer und indischer Küche etabliert. Ein guter Tipp sind die diversen Vorspeisen, die man typischerweise aus dem Libanon, Ägypten und den nordafrikanischen Ländern kennt. Dazu Shawarma (in Deutschland als ‘Döner’ bekannt) und andere Fleischgerichte (in der Regel Lamm oder Huhn, selten Rind oder Kamel, nie Schwein), eine Reihe von sehr guten Fischgerichten (vor allem in den Küstenstädten am fischreichen Indischen Ozean) und diverse mittel- bis sehr scharfe Currys. Weit verbreitet, vor allem in der Nähe der Tankstellen, sind kleine ‘Coffee Shops’, in denen indische Köche leckere Sandwiches, Wraps oder gefüllte frittierte Teigtaschen für kleines Geld anbieten. Sehr empfehlenswert, da eigentlich immer sehr sauber. Ebenso empfehlenswert die zahlreichen kleinen Shops oder Stände, wo frisch gepresste Obstsäfte nach eigener Wahl angeboten werden. Original omanische Speisen findet man meist nur in als solche ausgewiesenen Lokalen. Die Preise liegen hierbei etwas höher. Ausgesprochen teuer können Hotelrestaurants sowie Lokale mit europäischer oder asiatischer Küche werden. Ein panarabisches Grundnahrungsmittel stellen die Datteln dar, die es in verschiedenen Sorten zu kaufen gibt. Sind sie auch nicht so extravagant wie die teuren saudischen Datteln, so sind auch omanische Datteln ein hervorragender und recht preiswerter Genuss. Darüber hinaus sind sie ausgesprochen reich an Spurenelementen. Klassischer Weise werden Datteln zu starkem arabischen Tee gereicht. In Salalah sollte man nicht den Genuss der Kokosnüsse verpassen. Sehr zu empfehlen sind auch frisch zubereitete Fruchtsäfte, die auf vielen Speisekarten zu finden sind. Hierbei empfiehlt sich das Saftviertel in Muttrah, nahe des Souk in Maskat. Die Shopping-Möglichkeiten im Oman sind – verglichen mit denen in den Vereinigten Arabischen Emiraten – bei Weitem nicht so ausgeprägt. Dennoch findet man auch im Oman interessante Einkaufsmöglichkeiten, speziell in der Gegend von Maskat. Alle Läden schließen in der Mittagszeit, insbesondere im Sommer. Einige kleine Läden haben durchgängig geöffnet, doch meistens ist erst nach Sonnenuntergang alles wieder offen. Die allermeisten Läden haben auch über das Wochenende (Donnerstag und Freitag) geöffnet. Freitags öffnen viele Läden erst zur Mittagszeit, wenn die Gebetsstunde für Muslime vorüber ist. Mehrmals im Jahr finden an unterschiedlichen Orten (z.B. Oman Convention & Exhibition Centre nahe dem Golden Tulip in Muscat) größere Verkaufsveranstaltungen statt. Das rege Treiben dort ist auf jeden Fall einen Besuch wert, schon allein um zu erleben, wie dort um Preise gefeilscht wird. Lesen Sie mehr auf Wikitravel Oman, Wikivoyage Oman und cuisimonde.com – Die Küche des Oman.


Kabsa © Basel15

Kabsa (eine Familie von gemischten Reisgerichten, die aus Saudi-Arabien stammen, wo sie allgemein als Nationalgericht gelten. Das traditionelle Gericht wird mit Reis und Fleisch zubereitet) © Basel15

Saudi-Arabien
Die arabische Küche ist an das Klima angepasst und ist leicht bekömmlich. Grundsätzlich wird zu fast jeder Mahlzeit Humus gereicht, ein Brei aus getrockneten Kichererbsen mit etwas Olivenöl, der mit frischen Fladenbrot aufgenommen gegessen wird. Hühnchen- und Rinderfleisch, viel Gemüse, frisches Obst und immer wieder Humus und Fladenbrot sind Gerichte, die überall günstig zu haben. Datteln und Feigen, die vielerorts an Bäumen wachsen, sind das nahezu einzige “einheimische” Obst. Imbisse und kleinere Restaurants werden fast ausschließlich von Indern und Pakistani betrieben, die einen nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung darstellen und unentbehrlich im Königreich sind. Diese Menschen haben einen Teil ihrer eigenen Kultur mit ins Land gebracht und drücken sie unter anderem mit der Art und der Zubereitung von Essen aus. Zu jeder Mahlzeit und auch zwischendurch wird süßer Tee gereicht, der sehr intensiv schmeckt und leicht anregend wirkt. Die Angestellten der Firmen in den “Industrial Areas” lassen sich auch oft Fast Food (entweder von amerikanischen, indischen oder arabischen Imbißketten) liefern. Ausgehen ist im Königreich nur mit vielen Entbehrungen möglich. Es sind jegliche Einrichtungen verboten, in denen Männer und Frauen zusammenkommen können. Darunter fallen Kinos, Diskotheken, Bars, Pubs usw. Männer allein können die wenigen Bars besuchen, die jedoch aufgrund des Alkoholverbots nicht stark frequentiert sind. Kaffeehäuser sind oft mit vielen TV-Schirmen ausgestattet, auf denen auch ausländische Programme flimmern. Hier gibt es Tee, Kaffee, Wasserpfeife und einige kleinere Snacks, man sieht immer mehrheitlich Araber (hier Inder oder Pakistanis nur als Bedienung), die sich abends nach dem Gebet noch die Zeit vertreiben. Nachts sind die Straßen fast leer, als junger Mensch fährt man mit dem Taxi zu den nächsten “Wohncamps” von Europäern oder Amerikanern, wo in der Regel ein anderes Leben mit vielen privaten Feiern und Freizügigkeit stattfindet. Kaufen kann man in der Regel alles, was nicht gegen die streng ausgelegten Regeln des Koran verstößt. So können sämtliche Artikel gekauft werden, die der Westeuropäer als notwendig betrachtet. Es gibt riesige Supermärkte, pompöse Shopping Malls, Schnellrestaurants an jeder Ecke, die sich an keine Öffnungszeiten halten müssen. Eine wesentliche Ausnahme bildet jedoch die Zeit des Gebets: Fünfmal am Tag bitten tausende Muezzins die Muslime im ganzen Land zum Gebet. Auch ausländische Muslime (zum Beispiel deutsche Konvertiten) müssen sich strikt daran halten. Zu dieser Zeit steht das Leben still, sämtliche Geschäfte, Restaurants und alle weiteren öffentlichen Einrichtungen werden geschlossen und sind für ca. 30 Minuten nicht zu betreten oder zu verlassen (Supermärkte wegen Eingang – Ausgang – Kassieren sogar bis zu 90min). Wer sich zu dieser Zeit im Laden befindet, kann sich einschließen lassen oder wird gebeten, zu gehen. In Restaurants wird abkassiert, da mindestens während des Abendgebetes alle Gäste das Restaurant verlassen müssen. Fast alle amerikanischen Marken sind vertreten, ob in Form von Autos, Schnellrestaurants oder Sportbekleidung. Man bemerkt, dass die meisten jungen Saudis sehr “markenbewusst” sind und sich nicht von westlichen Altersgenossen unterscheiden. Frauen können in den meisten Geschäften einkaufen, in einheimischen Imbissstuben werden sie entweder nicht eingelassen oder es existiert eine “Family Section”, ein abgetrennter Bereich, in denen sich in der Regel Frauen und Kinder aufhalten. In diversen Banken gibt es für Frauen nicht nur eigene Räume, sondern auch spezielle Finanzprodukte. Lesen Sie mehr auf Wikivoyage Saudi-Arabien und cuisimonde.com – Die Küche Saudi Arabiens.


Mhammar © cultures.ae

Mhammar (kleine lokale Fische werden gewürzt und oft ganz zubereitet, serviert auf süßen karamellisierten Zwiebeln und gelbem Reis) © cultures.ae

Vereinigte Arabische Emirate
Die Küche in den Emiraten ist sehr vielseitig. Vor allem im Dubai und Abu Dhabi findet man eine Vielzahl von unterschiedlichen internationalen Restaurants. Die meisten sind in Hotels untergebracht und daher auch etwas teurer als normale Restaurants. Hier gilt auch meist eine besondere Kleiderordnung, sprich für Herren keine offenen Schuhe oder Turnschuhe und keine kurzen Hosen. Sehr zu empfehlen ist ein Besuch beim Libanesen, den man dann gemütlich mit einer Shisha ausklingen lassen kann. Die Emiraties sind außerdem ausgesprochene Kaffeetrinker. So sind Ketten wie Starbucks usw. vor allem in Abu Dhabi und Dubai omnipräsent. Die Emirate sind zwar ein islamisches Land, aber man kann dort in den Restaurants und Hotels alkoholische Getränke bekommen. So sieht man auch ab und zu einen Araber mit einem Bier in einer Hotelbar sitzen. Lediglich im Emirat Sharjah ist der Ausschank von Alkohol – auch für Touristen – untersagt. Man sollte sich dennoch davor hüten, öffentlich Alkohol zu konsumieren oder betrunken aufzufallen, sowie Zärtlichkeiten auszutauschen. Die Vereinigte Arabische Emirate sind das Einkaufsparadies der Region schlechthin. Vom Goldsouk in Dubai bis hin zu gigantischen Einkaufzentren, deren Größe sogar die amerikanischen übertreffen, ist alles vorhanden. Im Goldsouk und in besonders von Touristen frequentierten Orten sollte man die Preise kennen, da sonst zum Teil absurd überteuerte Preise verlangt werden. Von daher und schon wegen eventueller Garantieprobleme sollte man dort am besten nichts kaufen. Es sei denn, man möchte einen Beschwerdebrief in Arabisch an den Verkäufer schicken, der so oder so nicht beantwortet wird. Eines der wichtigsten islamischen Feste ist der Ramadan. Während dieser Zeit laufen die Uhren dann etwas langsamer. Die Restaurants öffnen erst nach Sonnenuntergang. Essen, trinken, rauchen, kaugummikauen, parfümtragen usw. ist nach Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nicht erlaubt. Trotzdem sollte man zu dieser Zeit die Vereinigte Arabische Emirate besuchen. Dubai und Abu Dhabi handhaben die strikten Auflagen während des Ramadan für westliche Nichtmuslime eher locker. In Hotels kann man auch am Tag, hinter Sichtschutz, Getränke und Speisen bekommen. Während dieser Zeit bekommt man besonders günstige Flüge und Hotelübernachtungen. Lesen Sie mehr auf Wikitravel Vereinigte Arabische Emirate und derreisefuehrer.com – Essen und Trinken in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Fotos von Wikimedia Commons.


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