Die Golfstaaten: Gute Reise!

Samstag, 09. Februar 2019 - 11:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Editorial, Allgemein, UNESCO-Welterbe

© Hégésippe Cormier/cc-by-sa-3.0

© Hégésippe Cormier/cc-by-sa-3.0

Der Arabische Golf (die arabischen Staaten nennen die Westseite des Persischen Golfs Arabischer Golf) ist ein Binnenmeer zwischen dem Iranischen Plateau und der Arabischen Halbinsel. Es ist etwa 1000 km lang und 200 bis 300 km breit, die Fläche beträgt etwa 235.000 km². Die Regierungen der Arabischen Liga verwenden den Begriff Arabischer Golf. Früher wurde der Persische Golf auch Grünes Meer genannt, als Pendant zum Roten Meer an der westlichen Flanke der Arabischen Halbinsel. In den Golfstaaten leben gut 200 Millionen Menschen, wobei der Iran mit 80 Millionen Einwohnern das mit Abstand bevölkerungsreichste Land ist, gefolgt vom Irak (38,7 Millionen), Saudi-Arabien (32 Millionen), Jemen (38 Millionen), Vereinigte Arabische Emirate (9,4 Millionen), Oman (4,4 Millionen), Kuwait (4,1 Millionen), Katar (2,6 Millionen) und Bahrain (1,5 Millionen). Der Tourismus ist in den kleineren Ländern der Region ein zunehmend wichtigerer Faktor, aber auch der Iran und Saudi-Arabien entwickeln diesen Sektor mehr und mehr. Während die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und der Oman auch für weniger geübte Reisende geeignet sind, bedürfen Reisen in andere Länder der Region durchaus einige Vorbereitungen. Entsprechende Links zum Auswärtigen Amt finden sich am Schluss jedes Landesporträts. Mit Ausnahme des Jemen und Iraks, für die es Reisewarnungen gibt, sind alle Golfstaaten für EU-Bürger weitgehend problemlos bereisbar, wenn man sich an die Regeln, Gebräuche und Gepflogenheiten des jeweiligen Gastlandes hält.

Inhalt


Manama, capital of Bahrain © Wadiia/cc-by-sa-4.0

Manama, die Hauptstadt Bahrain © Wadiia/cc-by-sa-4.0

Bahrain
Das Königreich Bahrain ist ein aus 33 Inseln bestehender Staat in einer Bucht im Arabischen Golf, östlich von Saudi-Arabien und westlich von Katar (ca. 35 km Luftlinie). Mit einer Fläche von rund 750 km² (nach künstlichen Aufspülungen) ist der Archipel etwas kleiner als das Hamburger Stadtgebiet. Der Name al-Bahrain bedeutet im Arabischen “die zwei Meere”. Auf den wenigen landwirtschaftlich genutzten Flächen werden Datteln und Gemüse angebaut. In der Viehzucht werden Rinder, Ziegen und Schafe gehalten. Aufgrund der Überfischung im Persischen Golf verliert die Fischereiwirtschaft, die mit traditionellen Daus betrieben wird, an Bedeutung. Aufgrund der limitierten Ölreserven hat das Land sich ein zweites Standbein durch einen Offshore-Bankensektor geschaffen. Bahrain ist heute eines der wichtigsten Finanzdienstleistungszentren des Nahen Ostens. Auch der innerarabische Tourismus mit 7 Millionen Besuchern 2006 wird – vor allem wegen des gelockerten Alkoholausschanks und der Nähe zu Saudi-Arabien – ein immer wichtigerer Faktor. Bahrain besitzt wenige natürliche Badestrände, die zudem sehr abgelegen oder in privater Hand sind. Einige Hotels haben sich künstliche Strände angelegt.

An der abgelegenen Südostspitze der Insel wird seit 2007 das private Urbanisationsprojekt Durrat al-Bahrain mit 13 künstlichen Inseln – in den gleichen Formen innen “Fische” und außen “Kreise” – und einer Marina für Großboote und Yachten entwickelt. Hier gibt es für insgesamt geplant 7,3 Milliarden US-Dollar Investitionssumme angelegte private Strandabschnitte, Hotels, Villen, Apartmenthäuser, Freizeit-, Ausbildungs-, Veranstaltungs- und Einkaufsmöglichkeiten. Die Investitionen bedienen in erster Linie wohlhabende arabische Zweitwohnsitzinhaber und sich dauerhaft ansiedelnde Ruheständler.

Die größten Städte Bahrains sind Manama, Ar-Rifā’ al-Gharbi, al-Muharraq, Madīnat Hamad, A’ali, Sitra, Madinat Isa, al-Budayyi’, Dschidhafs, al-Malikiyya und al-Hidd. Das Land beherbergt zwei UNESCO-Welterbestätten.

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Baghdad in 2005 © flickr.com - USACE HQ, JIM GORDAN, CIV, USACE

Bagdad in 2005 © flickr.com – USACE HQ, JIM GORDAN, CIV, USACE

Irak
Der Irak grenzt an Kuwait, Saudi-Arabien, Jordanien, Syrien, die Türkei, den Iran und den Persischen Golf und umfasst den größten Teil des zwischen Euphrat und Tigris gelegenen “Zweistromlandes” Mesopotamien, in dem die frühesten Hochkulturen Vorderasiens entstanden sind, sowie Teile der angrenzenden Wüsten- und Bergregionen. Er wird zu den Maschrek-Staaten gezählt. Den Norden des Landes bildet die Autonome Region Kurdistan, die ein eigenes Parlament, eigene Streitkräfte und die eigene Amtssprache Kurdisch führt. Mit etwa 38 Millionen Einwohnern gehört der Irak zu den fünf größten Ländern der arabischen Welt. Seine Hauptstadt und größte Stadt ist die Metropole Bagdad, weitere Millionenstädte sind auch Basra, Mossul, Erbil, Sulaimaniya, Nadschaf, Kirkuk und Kerbela (Städte im Irak). Durch die Flüchtlingsbewegungen im 20. und 21. Jahrhundert vollzog sich im Land eine rasche Urbanisierung. Der Irak steht auf der Weltrangliste der Länder mit den meisten Bodenschätzen auf Platz 4, seine Wirtschaft basiert vor allem auf dem Export von Erdöl und zu geringen Teil auf der Landwirtschaft. Das Land beherbergt fünf UNESCO-Welterbestätten.

Im Irak gibt es eine regelrechte Entführungsindustrie. Ausländer, die in offizieller Funktion in Bagdad sind, müssen sich in einem militärisch streng abgeschirmten Bereich (grüne Zone) aufhalten. Auch in dieser grünen Zone muss ständig eine Schutzweste getragen werden. Ebenso ist 24 Stunden am Tag eine Leibwache notwendig, auch in der Privatwohnung. Nur auf der Toilette ist man alleine. Leibwächter müssen über schwerste Bewaffnung verfügen. Trotzdem gilt: Nicht an Fenstern stehen, so selten wie möglich das Haus verlassen und irgendwie den ständigen, ungezielten Mörserbeschuß aus der roten in die grüne Zone ignorieren. Wer den geschützten Bereich verlässt, benötigt militärischen Begleitschutz. Transfers z.B. zum Flughafen und zurück sollten unbedingt durch die Luft und dann mit Kampfhubschraubern durchgeführt werden. Dabei muss jederzeit mit Beschuss gerechnet werden. Auf der Straße darf man sich keinesfalls als Ausländer zu erkennen geben. Es gibt täglich zahlreiche Gefechte zwischen den verfeindeten Gruppen und vorinstallierte Sprengfallen. Besonders in der Hauptstadt gibt es jeden Tag im Feierabendverkehr Bombenanschläge. Im Moment ist es in anderen Gegenden des Irak etwas (aber wirklich nur etwas) ruhiger, es muss aber aufgrund der strengen Sicherheitsvorkehrungen in Bagdad der Koalitionstruppen mit einer Verlagerung des Terrorzentrums gerechnet werden. In der Autonomen Region Kurdistan mit der Verwaltungshauptstadt Arbil und den beiden großen Städten Sulaymaniya und Dohuk ist die Sicherheitslage demgegenüber vergleichsweise ruhig; allerdings sind auch dort vereinzelte größere Terroranschläge zu verzeichnen. Das Risiko, durch einen gegen Dritte gerichteten Anschlag zufällig Opfer zu werden, ist dort statistisch gesehen deutlich geringer als in den anderen Landesteilen. Es liegen auch keine Erkenntnisse vor, die auf eine konkrete Gefährdung deutscher Staatsangehöriger in diesem Gebiet hindeuten. Trotz eines weitgehend funktionierenden Sicherheitsapparates ist aber auch in dieser Region mit Anschlägen und Entführungen zu rechnen! Entführer und Mörder verfügen im Irak über ein extrem gut ausgebildetes Spitzelsystem. Niemandem kann man vertrauen. Selbst Verwandte aus der eigenen Familie werden verraten.

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Tehran Towers and buildings in the northern part of Tehran with the Alborz mountains © Shervan Karim/cc-by-sa-3.0

Tehran Towers im nördlichen Teil Teherans mit dem Alborz-Gebirge im Hintergrund © Shervan Karim/cc-by-sa-3.0

Iran
Der Iran grenzt im Norden an Armenien, Aserbaidschan, das Kaspische Meer und Turkmenistan, im Osten an Afghanistan und Pakistan, im Süden an den Golf von Oman und den Persischen Golf und im Westen an den Irak und die Türkei. Mit rund 80 Millionen Einwohnern und einer Fläche von 1.648.195 Quadratkilometern zählt er zu den 20 bevölkerungsreichsten und größten Staaten der Erde. Hauptstadt, größte Stadt und wirtschaftlich-kulturelles Zentrum des Iran ist Teheran. Zu den bedeutenden Städten gehören Tehran (Hauptstadt ca. 12 Mio. Einwohnern), Mashhad, Isfahan, Tabriz, Schiraz, Ahvaz, Karadsch, Yazd, Kerman, Zahedan, Qom, Kashan, Persepolis und Kish (Großstädte in Iran). Der Iran beherbergt 22 UNESCO-Welterbestätten. Das Land Iran besteht aus 31 Provinzen. Zur einfacheren Übersicht lässt es sich grob in folgende Regionen einteilen:

Erklärtes Ziel der iranischen Regierung ist es, mehr Touristen anzulocken, um Deviseneinnahmen und Arbeitsplätze zu generieren. Bis ins Jahr 2025 sollen jährlich zehn Millionen Personen den Iran besuchen. Als besondere touristische Anziehungspunkte gelten:

  • Strände am Kaspischen Meer und am Persischen Golf, die insgesamt 3.000 Kilometer Küstenlänge umfassen
  • Sandwüsten Kawir und Lut
  • Städte wie Teheran und Isfahan mit ihren alten Bauten, Museen und Bazaren

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Old Sanaa © Antti Salonen/cc-by-sa-3.0

Die Altstadt von Sanaa ist Teil des UNESCO Welterbes © Antti Salonen/cc-by-sa-3.0

Jemen
Die Republik Jemen ist ein Staat im Süden der Arabischen Halbinsel. Er ist etwa anderthalbmal so groß wie Deutschland und grenzt im Norden an Saudi-Arabien, im Osten an Oman, im Süden an den Golf von Aden und das Arabische Meer, im Westen an das Rote Meer. Die Staaten Dschibuti und Eritrea liegen etwa 20 bzw. 30 Kilometer entfernt jenseits des Roten Meeres. Die Küstenlänge beträgt 2400 Kilometer; die Binnengrenzen sind 1746 Kilometer lang. Zum Jemen gehören auch die 3814 km² große Inselgruppe Sokotra sowie zahlreiche kleinere Inseln im Bab al-Mandab im Roten Meer und im Arabischen Meer. Der Jemen war in seiner langen Geschichte ein wichtiger und reicher Handelsplatz entlang der Weihrauchstraße und brachte Zivilisationen, wie das Königreich Saba, hervor. Heute erinnern lediglich einige Bauwerke an das große Erbe. Die größten Städte sind Sanaa (Hauptstadt), al-Hudaida, Taizz, Aden und al-Mukalla (Städte in Jemen). Das Land beherbergt vier UNESCO-Welterbestätten.

Der Tourismus ist mit in der Spitze 350.000 Besuchern pro Jahr angesichts der Größe des Landes und mit 27 Millionen Einwohnern bedeutungslos. Insbesondere die unerfreulichen Sicherheitslagen sorgen dafür. Die Möglichkeiten auszugehen sind im Jemen sehr begrenzt. Die internationalen Hotels in Sana’a haben Bars und auch Restaurants mit entsprechenden Angeboten. Es gibt in den Städten auch einige eigenständige Restaurants, die man zum Abendessen aufsuchen kann. Sonstige kulturelle Unterhaltung, die für den Reisenden interessant sein könnte, ist rar. In Sana’a reicht das Angebot von 3 bis 5-Sterne-Hotels. In Taizz und al-Hudaida befinden sich einige 3-Sterne-Hotels, und in Ma’rib gibt es ebenfalls ein 3-Sterne-Hotel. In Aden sind die Touristenhotels im Tawahi-Viertel zu finden. Außerhalb der größeren Städte und Urlaubsgebiete sind Unterkünfte begrenzt. Das Spektrum reicht generell von alten Palasthotels über moderne Luxushotels bis hin zu Funduks (Gasthäusern) und Nomadenzelten. Hotelrestaurants und einige private Restaurants bieten sowohl internationale Spezialitäten (besonders indische und chinesische Küche) als auch arabische Gerichte an.

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Museum of Islamic Arts Park in West Bay of Doha © flickr.com - Mohamod Fasil/cc-by-2.0

Museum of Islamic Arts Park in der West Bay von Doha © flickr.com – Mohamod Fasil/cc-by-2.0

Katar
Katar ist ein Emirat an der Ostküste der arabischen Halbinsel am Arabischen Golf. Katar ist das materiell reichste Land der Welt. Der Staat Katar liegt auf einer Halbinsel und grenzt im Süden an Saudi-Arabien. Vor der Küste im Nordwesten liegt das Königreich Bahrain. Von Süden nach Norden dehnt sich das Land rund 180 Kilometer, von Westen nach Osten 80 Kilometer aus. Das Staatsgebiet schließt einige Inseln ein. Im Großraum Doha leben rund 50% der Einwohner Katars. Weitere größere Orte sind ar-Rayyan, adh-Dhachira, al-Chaur, al-Wakra und Umm Salal (Städte in Katar). Das Land beherbergt eine UNESCO-Welterbestätte.

Da viele Menschen zum Arbeiten in das Land kommen, gibt es außergewöhnlich viele Hotels. In der Skyline von Doha werden ständig neue Hotels errichtet. Als Tourist ist die Unterkunft in einem Hotel am einfachsten. Generell sind die Hotels sauber und gepflegt, manchmal jedoch nicht mit europäischen Standards vergleichbar. In jeder Preisklasse gibt es etliche Möglichkeiten der Unterkunft. Ein Besuch des Souq Waqif lohnt sich. Dies ist der größte und meistbesuchte Markt der Stadt und besonders Abends treffen sich dort die Leute zum Essen und Shisha rauchen. Das Rauchen von Wasserpfeifen ist in der arabischen Welt weit verbreitet und ist meistens in Restaurants mit Außenbereich möglich. Der iranische Basar (Iranian Bazar) im alten Teil Dohas lohnt sich vor allem wegen der Gewürze und Spezialitäten, die es hier in viel besserer Qualität als in den heute überall üblichen Supermärkten gibt. Den Basar möglichst erst nach 18.00 Uhr besuchen, denn sonst ist die Hitze nicht zu ertragen. In Doha gibt es einige Shoppingcenter. Hier findet man meistens einen großen Supermarkt, etliche Restaurants und Cafés und viele Einkaufsläden. Auch ein paar aus Europa bekannte Bekleidungsketten sind vertreten. In manchen Centern befindet sich auf einem großen Platz eine Eislaufbahn, auf der man oft Kinder fahren sieht. Generell sind die Malls gut gekühlt. Der Haupteinkaufstag ist der Freitag, da dann die meisten Leute frei haben. Es ist zu beachten, dass die Geschäfte oft zur Gebetszeit zwischen 12 und 14 Uhr geschlossen sind. Das Museum für Islamische Kunst sowie das Arabische Museum für moderne Kunst befinden sich in der Hauptstadt Doha (bzw. im zweiten Fall nahe davon in der Peripherie). Diese zwei Museen zeigen Teile der internationalen Kunstsammlungen des Herrscherhauses. Die Asienspiele 2006 fanden in Doha statt. Die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 wird in Katar stattfinden.

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Kuwait City © flickr.com - boulanger.IE/cc-by-2.0

Kuwait City © flickr.com – boulanger.IE/cc-by-2.0

Kuwait
Das Emirat Kuwait grenzt im Norden und Westen an den Irak (240 Kilometer gemeinsamer Grenzverlauf), im Süden an Saudi-Arabien (222 Kilometer) und im Osten an den Arabischen Golf (499 Kilometer). In der Hauptstadtregion Kuwait-Stadt (Städte in Kuwait) leben etwa 94% der Landeseinwohner. Dem mittel- und langfristigen Umbau der Wirtschaftsstruktur widmet sich Kuwait seit 2010 im Rahmen der Kuwait Vision 2035 (seit 2017 unter dem Titel New Kuwait) bzw. in jeweils für 4-5 Jahre geltende Entwicklungspläne. Damit will Kuwait dem erklärten Ziel näher kommen, seine Wirtschaft zu diversifizieren und zum Handels- und Finanzzentrum in der Region aufzusteigen. Das sehr gut ausgebaute Straßennetz umfasst etwa 3.600 Kilometer. Kuwait verfügt über einen Industriehafen sowie vier Erdölhäfen. Der internationale Flughafen liegt nahe der Hauptstadt. Mit den milliardenschweren Einnahmen aus dem Ölsektor und ermutigt durch den Sturz Saddam Husseins hat das Land eine Diversifizierung der Wirtschaft in Angriff genommen. Ein moderner Containerhafen soll gebaut und eine Insel in einen Touristenkomplex umgewandelt werden. Das Land beherbergt derzeit keine UNESCO-Welterbestätte.

Natürlich bietet die Hauptstadt die meisten touristisch interessanten Angebote. Lohnenswert sind aber auch Ausflüge in den Norden und Nordosten des Landes, wo es Bergrücken zu bestaunen gibt, aber auch ausgedehnte Wüstenabschnitte und menschenleere Strände. Interessant ist Fahhaheel südlich der Hauptstadt. In einem relativ ursprünglichen Souq finden sich jede Menge Geschäfte für den täglichen Bedarf, sowie viele kleine und große Restaurants für jeden Geschmack. Neben einem kleinen Fischereihafen gibt es einen Fischmarkt und an Wochenenden einen Kamelmarkt am südlichen Stadtausgang in der Nähe der großen Tankstelle. Im Landesinneren ist die Oase Wafra interessant. Dort gibt es Gemüseplantagen. Ungleich größere landwirtschaftlich genutzte Flächen liegen im Norden um die Ortschaft Al Abdali. Hier werden in riesigen Baumschulen Dattelpalmen herangezogen, aus den zahlreichen Gewächshäusern (dienen hier der Kühlung und dem Schutz der Pflanzen vor zu großer Sonneneinstrahlung) kommt Gemüse und Obst. Ganz im Süden befindet sich eine Retortenstadt im Aufbau. Hier in Khiran hat man – im Gegensatz zu den Inseln die vor Dubai im Meer aufgeschüttet wurden – das Meer in kilometerlangen Kanälen weit ins Land hineingeholt. Mit den Gezeiten tauscht sich das Wasser in den Kanälen vollständig aus, wodurch sich unzählige Tierarten ansiedeln konnten. Ebenfalls im Süden des Landes liegen ausgedehnte Salzmarschen, die im Winter (November bis März) unzähligen Zugvögeln als Rastplatz dienen.

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The traditionell Dhow, an enduring symbol of Oman © Pranav21391

Die traditionelle Dau, ein nationales Symbol des Oman © Pranav21391

Oman
Oman ist ein Staat im Osten der Arabischen Halbinsel. Es grenzt im Nordwesten an die Vereinigte Arabische Emirate, im Westen an Saudi-Arabien und im Südwesten an Jemen. Zudem hat Oman eine lange Küste am Indischen Ozean und am Golf von Oman sowie eine kurze Küste am Arabischen Golf. Die etwas mehr als vier Millionen Einwohner leben vorwiegend in Städten (Städte im Oman), davon etwa 15% in der Hauptstadtregion Maskat. Etwa 75 % der Bevölkerung sind Ibaditen. Der Oman konnte sich in den letzten Jahrzehnten von einem stark rückständigen zu einem moderat wohlhabenden Staat wandeln. Ein Bericht der UN nennt den Oman als das Land, welches seine soziale und wirtschaftliche Lage innerhalb der letzten 40 Jahre am meisten verbessern konnte. Das Land beherbergt vier UNESCO-Welterbestätten.

Bis 1970, als Sultan Qaboos bin Said den vorherigen Sultan vertrieb, war Oman eine unterentwickelte Nation und für Besucher fast unzugänglich. Seit dieser Zeit wurden Bildung, Infrastruktur und Tourismus im ganzen Land vorangetrieben. Die Omanis sind ein freundliches Volk und treten den Touristen hilfsbereit gegenüber. Im Gegenzug sollten die Touristen die Lebensweise und Tradition der Omanis respektieren. Die Omanis sind stolz sowohl auf den rasanten Fortschritt ihres Landes als auch auf ihre Vergangenheit als große Seefahrernation. Vorzügliche Schulen und Krankenhäuser, eine gute Staatsführung und die laufende Verbesserung der Infrastruktur sind heute einige der wichtigsten Aushängeschilder dieser einst so introvertierten und geschlossenen Nation. Noch vor wenigen Jahren war Oman ein Land für abenteuerlustige Individualreisende, die auf der Suche nach der romantischen Vorstellung von Tausendundeine Nacht waren. Inzwischen hat sich ein staatlich geförderter Tourismus entwickelt, der sich den internationalen Standards angleicht. Oman ist inzwischen gut mit Hotels ausgestattet. Die meisten sind mindestens untere Mittelklasse, so dass Oman kein billiges Reiseland ist.

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Riyadh Skyline showing the King Abdullah Financial District (KAFD) and the famous Kingdom Tower © B.alotaby/cc-by-sa-4.0

Riad Skyline mit dem King Abdullah Financial District (KAFD) im Hintergrund und
dem berühmten Kingdom Tower im Vordergrund © B.alotaby/cc-by-sa-4.0

Saudi-Arabien
An Saudi-Arabien grenzen Jordanien (744 km gemeinsame Grenze), Irak (814 km), Kuwait (222 km), Katar (60 km), die Vereinigte Arabische Emirate (457 km), Oman (676 km) und der Jemen (1458 km). Saudi-Arabien und die Insel Bahrain sind durch eine Autobahn, den 26 km langen King Fahd Causeway über Brücken, Dämme und eine künstliche Insel miteinander verbunden. Auf dieser Insel befindet sich die Staatsgrenze zu Bahrain. Auffällig am Grenzverlauf ist, dass er besonders im Norden sehr geradlinig ist und keine großen Ausbuchtungen hat. Im Norden, Nordosten und Süden grenzt Saudi-Arabien an Nachbarländer, im Osten und Westen ist es vom Roten Meer und dem Arabischen Gold begrenzt. Saudi-Arabien hat insgesamt 4431 Kilometer Landgrenze, der längste Abschnitt ist die Grenze zum Jemen. In Vorbereitung ist zudem der im Norden des Landes (Provinz Tabuk) beginnende Saudi–Egypt Causeway, welcher Saudi-Arabien über einen Damm und eine Brücke über den Golf von Akaba mit dem Süden der ägyptischen Sinai-Halbinsel (Scharm El-Scheich) verbinden wird. Zwei der drei heiligsten Stätten des Islams, die Kaaba in Mekka und die Prophetenmoschee in Medina, liegen in Saudi-Arabien. Das Land besteht in seinen heutigen Grenzen seit 1932, der Absolutismus als Staatsform wurde in der Grundordnung von 1992 festgeschrieben. Hauptstadt und größte Stadt des Landes ist Riad, die zweitgrößte ist die Hafenstadt Dschidda. Der Islam hanbalitischer Rechtsschule in der speziellen Ausprägung des Wahhabismus ist in Saudi-Arabien Staatsreligion, das öffentliche Religionsbild im Land ist islamisch-konservativ. Unter anderem mit Hilfe der Saudi Vision 2030 versucht der ambitionierte Kronprinz Mohammed bin Salman das Land insgesamt in die Moderne zu führen. Teil des Plans ist, den Anteil der Frauen an der Erwerbsbevölkerung erheblich zu erhöhen. Des Weiteren will das Land gezielt in die Ausbildung der jungen Bevölkerung und ihre Beschäftigungssituation sowie in die Infrastruktur des Königreiches investieren. Das Land versucht zudem ausländische Investoren anzulocken und plant dafür Hürden für ausländische Investitionen abzubauen. Der Plan wird teilweise als überambitioniert bewertet, zudem setzt er eine deutliche Öffnung des Landes und einen Mentalitäts- und Kulturwechsel seiner Bevölkerung sowie der politischen Führung voraus. Der Plan gilt als Lieblingsprojekt des jungen Kronprinzen.

Da Individualtourismus in Saudi-Arabien erst im Entstehen ist, benötigt man immer eine offizielle Einladung einer saudischen Organisation oder eines Wirtschaftsunternehmens. Diese ist für die Beantragung eines Einreisevisums zwingend erforderlich. Sonderregelungen gibt es nur bei Gruppen von islamischen Pilgern (Haddsch und Umrah), die die heiligen Stätten Mekka und Medina besuchen. 2013 kündigte das Land allerdings bereits an sich für den Tourismus insgesamt öffnen zu wollen und den Tourismussektor entsprechend auszubauen. Die notwendigen Schritte dafür wurden im Oktober 2017 konkretisiert. Laut Weltbank-Studie besuchen bereits jetzt jährlich etwa 18 Millionen Personen das Land. Die Geschichte Saudi-Arabiens ist wechselhaft. Das Land beherbergt vier UNESCO-Welterbestätten.

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Sharjah City © Mueed Ahmed/cc-by-sa-4.0

Schardscha-Stadt © Mueed Ahmed/cc-by-sa-4.0

Vereinigte Arabische Emirate
Die Vereinigten Arabischen Emirate, kurz VAE, sind eine Föderation von sieben Emiraten im Südosten der Arabischen Halbinsel. An der Küste des Arabischen Golfes gelegen und mit Zugang zum Golf von Oman, grenzt das Land an Saudi-Arabien und Oman. Die Hauptstadt der VAE ist Abu Dhabi. Als eine der fünf großen Städte des Landes neben Dubai, Schardscha, Adschman und Al-Ain ist es auch ein wichtiges Wirtschafts- und Kulturzentrum. Vor der Unabhängigkeit 1971 waren die VAE wegen der Protektoratsverträge, die die einheimischen Herrscher im 19. Jahrhundert mit dem Vereinigten Königreich abgeschlossen hatten, als “Vertragsküste” oder “Vertragsstaaten” bekannt. Das politische System gründet auf der Verfassung von 1971. Das Land beherbergt eine UNESCO-Welterbestätte.

Das Klima in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist subtropisch bis tropisch. Es ist sehr trocken und heiß, und die Temperaturen schwanken zwischen Tag und Nacht sehr stark. Die beste Reisezeit für die Vereinigten Arabischen Emirate sind die Monate November bis April. Im Sommer klettern die Temperaturen oft über 40 °C, was den Aufenthalt draußen sehr beschwerlich macht.

Die Emirate verfügen über eine der fortschrittlichsten Infrastrukturen für Transport und Verkehr im gesamten Nahen und Mittleren Osten. Getrieben vom wirtschaftlichen Rekordwachstum der letzten Jahre entstehen riesige Infrastrukturprojekte in allen Emiraten, vor allem aber in Abu Dhabi und Dubai. Die VAE sind das Einkaufsparadies der Region schlechthin. Vom Goldsouk in Dubai bis hin zu gigantischen Einkaufzentren, deren Größe sogar die Amerikanischer übertreffen, ist alles vorhanden. Die Preise für Bekleidung und Elektronik sind zum Teil deutlich günstiger als in Europa. Im Goldsouk und in besonders von Touristen frequentierten Läden sollte man die Preise kennen, da sonst zum Teil absurd überteuerte Preise verlangt werden. Die Emirate sind zwar ein islamisches Land, aber man kann dort in den Restaurants und Hotels alkoholische Getränke bekommen. So sieht man auch ab und zu einen Araber mit einem Bier in einer Hotelbar sitzen. Lediglich im Emirat Sharjah ist der Ausschank von Alkohol – auch für Touristen – untersagt.

Die Emirate haben mit Dubai einen erfolgreichen Wettbewersbbeitrag für die Expo 2020 gestartet. Der Gewinn ist in der Region beispiellos. Weltausstellungen sind ein Treffpunkt für die globale Gemeinschaft, um Innovationen auszutauschen und Fortschritte in Bereichen wie der globalen Wirtschaft, der nachhaltigen Entwicklung und der Verbesserung der Lebensqualität zu erzielen.

Abu Dhabi Skyline © panoramio.com - giggel/cc-by-3.0

Abu Dhabi Skyline © panoramio.com – giggel/cc-by-3.0

Emirat Abu Dhabi
In den letzten Jahren konzentriert sich das Emirat auf ein wirtschaftliches Diversifizierungsprogramm, um die Abhängigkeit von Öl und Erdgas zu reduzieren. Das Diversifizierungsprogramm konzentriert sich auf Industrie, Immobilien und Einzelhandel, vor allem aber auf den Tourismus. Die Tourismusbehörden Department of Culture and Tourism und Tourism and Development Investment Company haben riesige Investitionen getätigt, unter anderem in die mehrfach verschobenen Projekte Louvre Abu Dhabi und Guggenheim-Museum Abu Dhabi. Das bekannteste Hotel von Abu Dhabi ist das im Jahr 2005 eröffnete staatliche Luxushotel Emirates Palace. Derzeit befinden sich einige große Tourismuskomplexe und Hotelprojekte im Bau. Jüngst fertiggestellt wurde das Bab al-Qasar Hotel. Auf der Insel Saadiyat werden eine Museumsstadt und knapp 30 Hotels gebaut. Im Stadtteil Al-Gurm, verteilt über mehrere kleine Inseln, entsteht ein Tourismusresort mit insgesamt 161 Suiten, die sich über eine Mangrovenbucht erstrecken. Weitere große Tourismusprojekte sind der küstennahe Standort Al Raha und die Inselprojekte auf Al-Lu’lu’, Yas und Al Reem. Bei allen Projekten werden neben den touristischen Infrastrukturen auch Wohnungen und Eigenheime integriert sein. Abu Dhabis Planer achten darauf, die neuen Quartiere nicht zu einseitig rein touristisch oder einwohnerbezogen zu entwickeln, da es die in Dubai zu beobachtende Separierung und damit verbundene verminderte urbane Qualität, bzw. den Zwang zur isolierten “Gated Community” vermeiden möchte. Seit Oktober 2009 wird auf der Yas-Insel der Große Preis von Abu Dhabi zur Formel-1-Weltmeisterschaft auf dem neuen 5,554 km langen Yas Marina Circuit ausgetragen. Des Weiteren wurde am 28. Oktober 2010 der Freizeitpark Ferrari World eröffnet. Von den 25 ha Parkfläche sind 20 ha überdacht. Eine der Hauptattraktionen ist die Achterbahn Formula Rossa, die mit einer Spitzengeschwindigkeit von 240 km/h die schnellste Achterbahn der Welt ist. Neben den zahlreichen Hochhäusern in der Stadt (über 70 mit einer Höhe von über 150 m) ist die 2007 fertiggestellte Scheich-Zayid-Moschee ein besonderes architektonisches und baukunsthandwerkliches Highlight, welches vor Superlativen strotzt. Die Moschee darf auch von Nicht-Muslimen besucht werden und ist ein Muss für Architektur- und Detailbegeistere, zumal sie neue und alte Elemente der islamischen Architektur vereint und dabei in den Details der Ausführungen sprachlos macht.

Das Emirat Abu Dhabi hat sich zur Aufgabe gemacht, neben der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung die kulturelle Komponente stärker zu betonen. Abu Dhabi versucht, sich vom Lifestyle-Tourismus Dubais etwas abzuheben und sich mehr zu einer kulturellen Drehscheibe zu entwickeln. Die künstlich erweiterte Insel Saadiyat (27 km²) östlich der Hauptinsel gelegen, wird eine Reihe von Großprojekten tragen. Stätten für Bildende Kunst, Musikdarbietung, Theater und kulturelle Bildung auf hohem Niveau sollen errichtet werden. Es wird mehrere Museen für historische und zeitgenössische Kunst geben, eine architektonisch spektakuläre Philharmonie für Gastorchester, sowie eine Mehrzweckhalle für Opern- und Theateraufführungen und sonstige kulturelle Events. Dazu sollen Ausbildungsstätten für Bildende und Darstellende Kunst auf Hochschulniveau kommen.

Al Zaher Palace in Ajman © MMuzammils/cc-by-sa-3.0

Al Zaher Palace in Adschman © MMuzammils/cc-by-sa-3.0

Emirat Adschman
Adschman ist das flächenmäßig kleinste der sieben Emirate. Das Hauptgebiet liegt nur rund 22 Kilometer nordöstlich von Dubai entfernt am Arabischen Golf. Hauptstadt des Emirats ist das gleichnamige Adschman und liegt unmittelbar nördlich von Schardscha. Die direkte Nähe zur Stadt Schardscha und die eingeschränkten Ausdehnungsmöglichkeiten ins Hinterland führten über die Jahre zu einem weitgehenden baulichen Zusammenwachsen mit dem größeren Nachbaremirat. Die Hauptstadt des kleinen Emirats ist identisch mit dem größten Teilgebiet, das sich über 16 Kilometer an der Golfküste entlangzieht. Es umfasst rund 140 Quadratkilometer meist flacher Sandböden. In der aufstrebenden Stadt leben mit rund 95 Prozent aller Emiratseinwohner – das mit noch steigender Tendenz, weil durch einige touristische Urbanisationen ein Zuwachs eingeplant und gewünscht ist. In Adschman ist das Fort der damaligen Herrscher erhalten geblieben. Es beherbergt ein kleines Museum, das die Lebensumstände der Bevölkerung vor dem Auffinden der Ölvorräte darstellt. Adschman ist das ärmste Emirat der VAE, da es keine eigenen Öl- oder Erdgasvorräte besitzt und auch keine nennenswerte Landwirtschaft möglich ist. Lediglich der Handel und der entstehende Tourismus bringen dem Emirat einige Einkünfte. Daher ist es von den vertraglich vereinbarten Subventionen der rohstoffreichen VAE abhängig.

Auch Adschman setzt auf den Tourismus, obwohl hier mit nur 16 Kilometern Küstenlänge, von denen bereits zwei Kilometer mit Hafenanlagen belegt sind, noch weniger natürliche Voraussetzungen vorhanden sind als in den benachbarten Emiraten. So ist man auf die Idee gekommen, anders als in Dubai mit seinen Landaufschüttungen in die offene See, zu weiterem Küstenland durch Ausbaggern von Kanälen und Lagunen ins unbebaute Land hinein zu kommen. Prognosen sagen aus, dass in den so gewonnenen gegliederten Bauflächen mit Seewasseranschluss Preise zu erzielen sind, die nur rund ein Drittel unter der Dubaier Konkurrenz liegen werden, jedoch immer noch günstig genug, um Interessenten anzulocken.

Das kleine Gebiet von Adschman zerfällt in drei von der Größe sehr unterschiedliche Teilstücke: Das wichtigste Stück liegt an einem 16 km langen Küstenstreifen am Persischen Golf zwischen den Städten Umm al-Qaiwain und Schardscha und ist landseitig völlig vom Gebiet des Emirats Schardscha umschlossen. Es umfasst rund 140 Quadratkilometer meist flacher Sandböden, beherbergt die Hauptstadt des Emirats und erstreckt sich von dort aus etwa 10 Kilometer ins Hinterland. Die beiden anderen Teilstücke sind die dünn besiedelten Manama und Masfut, die 60 km bzw. 110 km von der Hauptstadt Adschman entfernt als winzige Exklaven mit kaum 14.000 Einwohnern im landwirtschaftlich attraktiven östlichen Inland im Bereich des Hadschar-Gebirges liegen. Manama ist umgeben von den Territorien der Emirate Schardscha und Fudschaira, Masfut von Ra’s al-Chaima, Hatta (einer Exklave Dubais), und dem Sultanat Oman.

Dubai Skyline 2015 © Tim.Reckmann/cc-by-sa-3.0

Dubai Skyline 2015 © Tim.Reckmann/cc-by-sa-3.0

Emirat Dubai
Die Hauptstadt des Emirats Dubai ist die Stadt Dubai, die manchmal zur Abgrenzung vom Emirat als Dubai-Stadt bezeichnet wird. Da ca. 85 % der Einwohner des Emirats in der Hauptstadt leben, spielt sich hier fast das gesamte wirtschaftliche, soziale, kulturelle und politische Leben des Emirats ab. Dubai ist vor allem für seine vielen spektakulären Bauprojekte wie Wolkenkratzer (Burj Khalifa), Einkaufszentren, künstlich angelegte Inseln und Vergnügungsparks bekannt. Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt sind vor allem der Dubai Creek mit den alten Dhaus und der Gewürzmarkt, wo Gewürze aus aller Welt verkauft werden. Zahlreiche kleine Schmuckhandlungen befinden sich im Goldmarkt. Dieser verfügt über alte Holzfassaden und weist mit den Händlern und Lastenträgern eine typische orientalische Atmosphäre auf. Der modernere Souq al Bahar befindet sich in Downtown Dubai neben der Dubai Mall. Der Souq al Bahar und die Dubai Mall bilden gemeinsam mit dem Burj Khalifa ein Dreieck, in dessen Mitte die Dubai Fountain jeden Abend ein Wasser-Licht-Musikspektakel bieten. Von dort sieht man auch das Luxushotel The Address.

Auf der Südseite des Creeks befindet sich die renovierte Altstadt von Bur Dubai, der Old Souk (“alter Markt”). Westlich davon vor dem neuen Hafen befindet sich die Rekonstruktion des prunklosen alten Herrscherpalastes mit einem Museum. Die große Anzahl von Einkaufszentren machen Dubai zu einem Einkaufsparadies, das jedoch teuer ist. Außerdem gibt es zahlreiche Boutiquen von Edelmarken der Modewelt. Klassische Einkaufsstraßen spielen nur eine untergeordnete Rolle: die meisten Geschäfte befinden sich in Malls nach amerikanischem Vorbild. Die größten Einkaufszentren der Stadt sind die Mall of the Emirates und die Dubai Mall. Daneben gibt es eine Vielzahl von weiteren, wie die ‘Ibn Battuta Mall’ (Ibn Battuta = “Sohn Battutas”). Sie ist in verschiedene Länder und Regionen unterteilt und entsprechend jedem Land ausgeschmückt. Außerdem ist sie mit zahlreichen Informationen zu den verschiedenen Ländern und dem Entdecker Ibn Battuta versehen. Der Jumeirah Beach Park ist ein Strandpark, der nicht nur von Touristen, sondern auch von den Emiratis besucht wird. Am Strand sind Kameras sowie freizügige Bademode aus religiösen Gründen verboten. Der Miracle Garden Dubai ist der weltgrößte, horizontale bunte Blumengarten mit um die 45 Mio. blühenden Blumen. Er liegt außerhalb der Zentren im Nordwesten. Bekannt ist Dubai auch für seinen Emirates Golf Club, in dem jährlich ein PGA-Turnier (Dubai Desert Classic) ausgetragen wird. Laut MasterCard Global Destination Cities Index besuchten 2017 knapp 15 Millionen Menschen Dubai, die die Stadt so zur viert populärsten Destination weltweit machten.

Die in vier Jahren gebaute fahrerlos geführte Dubai Metro wurde im September 2009 teileröffnet. Die Metro verbindet den Dubai International Airport mit der Innenstadt, nach weiterem Ausbau soll eine Anbindung des Dubai World Central International Airport folgen. Der Personentransport in der engeren Innenstadt über den vorderen Dubai Creek erfolgt mangels stadtnaher Brücken mit Abras, kleinen Holzbooten für bis zu ca. 20 Personen. Tagsüber legt alle paar Minuten ein Abra ab, eine Fahrt dauert weniger als 10 Minuten und kostet 1 Dirham. Nicht in das Tarifsystem der RTA eingebunden ist die Dubai Monorail, deren erste Stichlinie auf The Palm, Jumeirah führt.

Fujairah © Aravind Sivaraj/cc-by-sa-3.0

Fudschaira © Aravind Sivaraj/cc-by-sa-3.0

Emirat Fudschaira
Fudschaira hat zirka 150.000 Einwohner. Namensgebend für das Emirat ist die Hafenstadt Fudschaira, die auch dessen Hauptstadt ist. Ihr Ballungsgebiet zählt knapp 120.000 Einwohner. Fudschaira hat einen internationalen Flughafen, der bis auf Flüge nach Kuwait und Süd-Indien (Kozhikode) nur ein Frachtflughafen ist. Das Emirat besteht aus zwei Hauptgebieten, die den Großteil der insgesamt 1165 km² ausmachen und zusammen ungefähr halb so groß sind wie das Saarland. Beide Hauptgebiete liegen östlich des Hadschar-Gebirges an der Ostküste der Vereinigten Arabischen Emirate am Golf von Oman. Fudschaira hat als einziges Emirat keine Küstenlinie am Arabischen Golf. Hinzu kommt noch ein gemeinsam mit dem Emirat Schardscha verwaltetes Gebiet sowie zwei kleine Exklaven an der Südgrenze zum Oman. Fudschaira und der Golf von Oman umschließen zudem die zu Schardscha gehörenden Exklaven Khor Fakkan und Kalba, die noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts umkämpft waren. An der Nordgrenze Fudschairas befindet sich die zu Oman gehörende Exklave Musandam. Hauptort von Musandam ist al-Chasab, das in den letzten Jahren stark gewachsen ist. Neben der Bedeutung als Militärstützpunkt sind die Fischerei, der Warenumschlag (insbesondere für iranische Schmugglerboote) von Bedeutung. Bis vor 2005 noch militärisches Sperrgebiet, wird zunehmend auch die touristische Infrastruktur ausgebaut. Hier besteht aufgrund der landschaftlichen Einzigartigkeit Musandams, das wegen seiner Fjorde auch das “Norwegen Arabiens” genannt wird, hohes Potenzial.

Fudschaira verfügt über einen internationalen Flughafen, von dem aus allerdings Ziele un den VAE angeflogen werden. Die Verkehrsinfrastruktur ist insgesamt gut ausgebaut, sodass die umliegenden Emirate schnell und leicht erreicht werden können.

Die LuLu Mall Fujairah wurde 2014 eröffnet. Das Fujairah City Center wurde im April 2012 mit 105 Einheiten eröffnet, zusammen mit der Century Mall in der Nähe des Port of Fujairah. Der Bau der Fujairah Mall wurde ebenfalls im Jahr 2016 abgeschlossen. Fathima Shopping Center in Fujairah ist ein weiteres beliebtes Einkaufsziel.

In den Ferien reisen viele Bewohner von Fujairah zu Vergnügungs- und Einkaufszwecken in westliche Emirate wie Dubai und Abu Dhabi. Sie besuchen auch die Wadis rund um das Emirat auf Camping- und Wanderausflügen. Gleichzeitig besuchen die Bewohner der anderen Emirate Fujairah zu Erholungszwecken und um der Hitze der Wüste zu entkommen. Wassersport wird immer beliebter bei Einheimischen und Touristen. Beispiele für Wassersportarten sind Jetski, Windsurfen, Wasserski und Tauchen. Professionelle Tauchlehrer arbeiten unter anderem für das Le Méridien Al Aqah Beach Resort oder Royal Beach Hotel & Resort, sodass gegen eine Gebühr eine internationale Tauchlizenz erworben werden kann.

Emirat Ra’s al-Chaima
Das Emirat, das aus zwei Teilterritorien besteht, hat eine Größe von 1.684 km² und macht damit 2,17 % des Gebietes der VAE aus. Es leben dort nach einer Schätzung rund 300.000 Einwohner. Es trat 1972 als siebentes und letztes den VAE bei. Die beiden Teilterritorien liegen im Norden bzw. der Mitte der sechs östlichen Emirate. Per Straße ist Ra’s al-Chaima über die Sheikh Mohammed bin Zayed Road mit den anderen Emiraten verbunden. Die Fahrzeit nach Dubai beträgt rund 1-1,5 Stunden. Ra’s al-Chaima lebt heute hauptsächlich von Tourismus, Handel und Landwirtschaft. In der Küstenebene liegen ausgedehnte und fruchtbare Orangen- und Dattel-Plantagen, die durch Quellwasser aus dem nahegelegenen Gebirge bewässert werden. Es gibt in Ra’s al-Chaima archäologische Ausgrabungen, einige davon gehen auf die antike Stadt Julfar zurück. Entlang Ra’s al-Chaimas Küste finden sich mehrere Lagunen. Diese werden im Arabischen als Chaur bezeichnet.

Analog zu den anderen Emiraten der VAE werden auch in Ra’s al-Chaima derzeit einige Bauprojekte realisiert oder befinden sich in der Planungsphase, hauptsächlich in Küstennähe. Der staatliche Bauträger von Ra’s al-Chaima heißt RAK Properties, andere bedeutende Firmen in der Entwicklung neuer Bauprojekte sind zum Beispiel Rakeen oder Al Hamra Real Estate. Charakteristisch für nahezu alle Projekte ist die Lage direkt am Meer wo, ähnlich wie in Dubai, auch hier versucht wird, die natürliche Küstenlinie durch Lagunenausbauten, Kanalstrecken und Aufschüttungen zu verlängern, um für Immobilien am Strand höhere Preise zu erzielen. Bei Mina Al Arab (deutsch: Hafen von Arabien) handelt es sich um ein seit 2007 im Bau befindliches Mischgebiet südwestlich von Ra’s al-Chaima-Stadt in der Lagune Chaur Al-Jazeera. Der Bauträger RAK Properties plant den Bau von mehreren Resorts und öffentlichen Einrichtungen um den Tourismus im Emirat anzukurbeln. Weiterhin enthält der Komplex einen Hafen, einen Souk sowie mehrere Wohngebiete. Das Projekt ist mit 2,8 km² Fläche eines der kleineren Projekte im Emirat. Al Marjan Island (deutsch: Koralleninsel) ist eines der am weitesten fortgeschrittenen Bauprojekte in Ra’s al-Chaima. Es befindet sich circa 27 km von Ra’s al-Chaima-Stadt entfernt in Richtung der Grenze zu Umm al-Qaiwain und umfasst einen Komplex aus 4 künstlich aufgeschütteten Inseln und einer Halbinsel. Mit 2,7 km² ist es zwar minimal größer als Mina Al Arab jedoch bedeutend kleiner als andere Bauprojekte die zurzeit im Emirat realisiert werden. Der Bauträger Rakeen beispielsweise hat mit den Bauarbeiten am firmeneigenen Mischprojekt Bab Al Bahr die Pfahlgründung an allen Gebäuden abgeschlossen. Die Mischnutzung ist charakteristisch für die Bebauung der Insel, im Allgemeinen sollen Wohnungen, Villen, Resorts, Hotels, Einkaufszentren und einige Bürogebäude entstehen. Erklärtes Ziel ist auch hier, den Tourismus anzukurbeln. Die Siedlung Al Hamra Village liegt nahe der Inselgruppe Al Marjan auf einer ehemaligen Lagunenfläche. Die Gesamtfläche beträgt 5 km², das Projekt ist somit das zweitgrößte im Emirat nach Al Dana Island. Realisiert wurde der Komplex, aus zahlreichen Villen, zwei Hotels, einem Einkaufszentrum, Golfplatz und Yachthafen, von dem staatseigenen Unternehmen Al Hamra Real Estate. Das Al Hamra Residence and Village Hotels ist das dritthöchste Gebäude im Emirat und hat gleichzeitig die größten Kapazitäten. Zusammen mit dem Al Hamra Fort Hotel & Beach Resort möchte man so die erwartete Mehrmenge an Touristen unterbringen. Diese sollen das Gefühl bekommen, in einer altarabischen Siedlung untergebracht zu sein.

Analog zu Dubai und Schardscha entwickeln sich die jeweils zum Emirat gleichnamigen Hauptstädte so rasant und dem übrigen dazugehörenden Wüstenland oft vorauseilend, dass man ihnen eine eigene Darstellung widmen muss. In Ra’s al-Chaima-Stadt wohnen rund 80 Prozent der Emiratsbevölkerung. Die Stadt hat sich aus dem kleinen Fischer- und Piratennest in den Jahren seit 1972 von der Halbinsel aus um die Meeresbucht (Creek) und den Hafen herum zunächst ungeplant entwickelt. Seit etwa 1990 wird die Stadterweiterung planvoll angegangen, Infrastruktur und Straßen werden oft vorbereitet, um der traditionellen freien Ansiedlung mitten in der Wüste vorzubeugen. So erstreckt sich das Stadtgebiet heute bereits über rund 20 km von West nach Ost (mit Ar Rams) und bis zu 10 km in die südlichen Sandhügelzonen hinein. Eine gewisse natürliche Grenze bildet das rund 10 km von der Küste entfernt beginnende schroffe Gebirge. Die Siedlungsweise ist, anders als in Dubai, Schardscha und Abu Dhabi, eher niedrig aufgelockert und mit vielen Bäumen durchsetzt. Nur an den gerade entstehenden “Corniches” an den Creekufern werden einige Hochhäuser platziert, aber sie bestimmen noch keineswegs den eher ländlichen Charakter von Ra’s al-Chaima-Stadt.

Sharjah © panoramio.com - Jaseem Hamza/cc-by-3.0

Schardscha © panoramio.com – Jaseem Hamza/cc-by-3.0

Emirat Schardscha
Schardscha ist das einzige Emirat, das sowohl Anteil am Persischen Golf als auch am Golf von Oman hat, außerdem grenzt es als einziges an alle sechs anderen Emirate. Schardscha besteht aus mehreren Teilterritorien, von denen das bei weitem größte am Arabischen Golf liegt und den Hauptteil des Emirats Adschmans, auf dem dessen Hauptstadt liegt, landseitig völlig umschließt. Dieses Teilstück ist außerdem von den Emiraten Dubai im Westen, Abu Dhabi im äußersten Süden, Umm al-Qaiwain im Norden und Ra’s al-Chaima, Fudschaira sowie Adschman (Exklave Manama) im Osten umgeben, zudem grenzt der Hauptteil des Emirats an das Sultanat Oman. In diesem Hauptteil Schardschas liegt nicht nur die Hauptstadt Schardscha, sondern mit adh-Dhaid auch das bekannteste Oasengebiet des Emirats, wo eine weite Palette von Früchten und Gemüse angebaut wird. Die anderen Teilstücke liegen an der Ostküste am Golf von Oman. Drei davon haben einen direkten Zugang zum Meer und heißen von Norden nach Süden Dibba al-Husn, Chaur Fakkan und Kalba. Ein weiteres Teilstück, Nahwa, liegt als Exklave der Vereinigten Arabischen Emirate innerhalb der omanischen Exklave Madha. Schardscha kontrolliert zudem die Insel Sir Abu Nuʿair und erhebt Ansprüche auf Abu Musa, welche seit 1992 vom Iran besetzt und deren Zugehörigkeit umstritten ist.

Die Hauptstadt und mit Abstand größter Ort des Emirats Schardscha-Stadt war gemäß Beschluss der Islamischen Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (ISESCO), einer Unterorganisation der Islamischen Weltliga, Hauptstadt der islamischen Kultur 2014. In der Stadt leben etwa 90 % der Emiratseinwohner. Die Stadt steht damit vor gigantischen Herausforderung die Infrastruktur betreffend, eine weitere Ausbreitung der Stadt in die süd-westliche Richtung wird dadurch fast zwingend notwendig werden. Sie beherbergt die wichtigsten Verwaltungs- und Handelszentren und hat darüber hinaus eine Reihe von Projekten zur Erhaltung der einheimischen Traditionen und Kultur einschließlich mehrerer Museen. Im Bereich der sogenannten Heritage Area sind noch relativ viele Bauten im traditionellen Stil erhalten. Bauliche Wahrzeichen sind die beiden überdachten Suqs in arabischem Stil. Die Stadt ist auch für ihre vielen Moscheen bekannt, eine der bekanntesten ist die neue an-Nur-Moschee im traditionellen osmanisch-türkischen Stil.

Die Bevölkerung Schardschas ist noch immer in einem hohen Maß auf die Arbeitsplätze in Dubai angewiesen. Man schätzt, dass etwa jedes zweite Einkommen der Einwohner im Nachbaremirat Dubai entsteht, während man wegen der günstigeren Mieten in Schardscha wohnt. Diese Tendenz dürfte ihren Höhepunkt erreicht haben, denn mit der abflachenden Sonderkonjunktur Dubais holt das ruhige, aber stetige Wachstum Schardschas auf. In den küstennahen neuen Stadtentwicklungsgebieten werden Hotels, Büro- und Gewerbebauten, Einkaufszentren und Wohnungen gebaut. Hier entstehen vor allem Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor und Handel. Der Tourismus wächst relativ unspektakulär im Schatten Dubais, man unterbietet die Boomstadt oft preislich bei gleicher Hotelleistung. Das eigene Angebot an speziellen touristischen Zielen ist noch bescheiden, als erste Investition in den touristischen Ausbau hat im Herbst 2008 das Sharjah Aquarium auf der historischen Al Khan-Halbinsel eröffnet, das mit 250 Spezies einen vergleichsweise kleinen, aber pädagogisch aufbereiteten Überblick über die Meeresfauna bietet. Seit 1993 findet in Schardscha die Sharjah Biennale statt.

The mangroves, with the city of Umm al Quwain in the distance in 2012 © flickr.com - Peter Dowley/cc-by-2.0

Mangroven und Umm al-Qaiwain-Stadt im Hintergrund in 2012 © flickr.com – Peter Dowley/cc-by-2.0

Emirat Umm al-Qaiwain
Das Emirat hat etwa 75.000 Einwohner und ist damit das Emirat mit der geringsten Bevölkerung aller sieben Emirate. Umm al-Qaiwain umfasst etwa 755 km², das sind etwa ein Prozent des Territoriums der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), wodurch es das zweitkleinste der Emirate ist. Das Emirat liegt im Norden des Landes, umschlossen von den Emiraten Schardscha und Ra’s al-Chaima sowie dem Arabischen Golf. Das Territorium besteht aus einem zusammenhängenden Stück und nicht wie fünf der sieben Emirate aus verschiedenen Teilterritorien. Im Norden des Emirats, auf einer Halbinsel vor der Bucht Chaur al-Badya, liegt die gleichnamige Hauptstadt Umm al-Qaiwain. Östlich der Stadt sowie im Chaur al-Badya liegen mehrere von Mangroven bewachsene Inseln, deren größte die Insel as-Siniyya ist.

Die Stadt Umm al-Qaiwain liegt zwischen den Städten Adschman und Ra’s al-Chaima am Arabischen Golf entlang einer Bucht auf einer Halbinsel, die auf beiden Seiten von Inseln umsäumt ist. Diese Bucht, die Chaur al-Badya genannt wird, ermöglicht neben der Vogelbeobachtung auch die besten Sportsegelmöglichkeiten in den VAE. Die Stadt gliedert sich grob in die Altstadt Lazima im Norden der Landzunge und die südlich anschließende Neustadt. Verglichen mit anderen Städten in den VAE findet sich noch viel alte Bausubstanz und wenige Hochhäuser. In der Stadt gibt es sieben Festungen, von denen eine renoviert wurde und heute ein Museum beherbergt.

Traditionell lebte das Emirat vom Fischfang, Bootsbau (Dhaus) und von der in der Oase Faladsch al-Muʿalla betriebenen Dattelkultur, wo sich auch die erste und bedeutendste Geflügelfarm des Landes befindet. Heute ist der Tourismus ein weiterer Wirtschaftszweig. Attraktionen sind dabei der Dreamland Aqua Park, der weltgrößte Aquapark, und die zum Naturschutzgebiet erklärte, etwa einen Kilometer vor Umm al-Qaiwain-Stadt gelegene Insel as-Siniyya. Die Bucht Chaur al-Badya ermöglicht neben der Vogelbeobachtung auch die besten Sportsegelmöglichkeiten in den VAE. In der Stadt gibt es sieben Festungen, von denen eine renoviert wurde und heute ein Museum beherbergt.

Lesen Sie mehr auf Auswärtiges Amt: Vereinigte Arabische Emirate, lonelyplanet.com – United Arab Emirates, VisitAbuDhabi.ae, Ajman.travel, VisitDubai.com, FujairahTourism.ae, Ras al-Khaimah.ae, SharjahMyDestination.ae, Wikipedia Umm al-Quwain, Wikitravel Vereinigte Arabische Emirate und Wikivoyage Vereinigte Arabische Emirate (Sicher Reisen - Die Reiseapp des Auswärtigen Amtes). Fotos von Wikimedia Commons. Wenn Sie eine Anregung, Kritik oder einen Hinweis zu dem Beitrag haben, freuen wir uns auf Ihre E-Mail an kommentar@wingsch.net. Nennen Sie dazu im Betreff bitte die Überschrift des Blogbeitrags, auf den sich Ihre E-Mail bezieht.








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