Themenwoche Frankfurt – Die Frankfurter Paulskirche

01. Mai 2013 | Destination: | Rubric: Allgemein, Museen, Ausstellungen |

© Simsalabimbam/cc-by-sa-3.0

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Die Paulskirche in Frankfurt am Main wurde 1789 bis 1833 anstelle der 1786 abgerissenen mittelalterlichen Barfüßerkirche erbaut und diente bis 1944 als evangelische Hauptkirche Frankfurts. In dem klassizistischen Rundbau des Architekten Johann Friedrich Christian Hess tagten 1848 bis 1849 die Delegierten der Frankfurter Nationalversammlung, der ersten frei gewählten Volksvertretung der deutschen Lande.

Am 18. März 1944 brannte die Paulskirche nach einem Bombenangriff aus und wurde nach dem Krieg als erstes historisches Gebäude Frankfurts wiederaufgebaut. Zum hundertsten Gedenktag der Nationalversammlung wurde sie am 18. Mai 1948 als Haus aller Deutschen wiedereröffnet. Seitdem ist sie ein nationales Denkmal und wird für Ausstellungen und öffentliche Veranstaltungen genutzt.

© Dontworry/cc-by-sa-3.0 Frankfurt Parliament in 1848-49 by Ludwig von Elliot Panorama © BlueKnow/cc-by-3.0 seen from Main Tower © Mylius/cc-by-sa-3.0 © Simsalabimbam/cc-by-sa-3.0 The Pre-Parliament entering Saint Pauls Church on 21 March 1848 by Jean Ventadour
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The Pre-Parliament entering Saint Pauls Church on 21 March 1848 by Jean Ventadour
Als im Zuge der bürgerlichen Märzrevolution 1848 ein Sitz für das erste demokratisch gewählte gesamtdeutsche Parlament, die Nationalversammlung, gesucht wurde, bot sich die Paulskirche als größter und modernster Saal Frankfurts an. Am 18. März 1848 überreichten die Frankfurter Rechtsanwälte Binding und Friedrich Siegmund Jucho dem evangelischen Gemeindevorstand ein Schreiben, in dem sie um die Bereitstellung der Paulskirche baten. Bereits am 21. März erklärte sich der damalige Senior Dancker namens aller Vorstände “mit Freuden einverstanden” und wies den Kirchendiener Meyer an, dem Vorbereitungskomitee zur Hand zu gehen.

In aller Eile nahm man Ende März 1848 die notwendigen Umbauten vor: Wände und Fenster der Kirche wurden mit Fahnen in den neuen Bundesfarben Schwarz-Rot-Gold geschmückt, die Kanzel wurde mit einem Tuch verhüllt, die Orgel durch einen breiten Vorhang verdeckt, der ein Frescogemälde von Philipp Veit zeigte: die Germania mit Fahne und Schwert, rechts und links von je ein Lorbeerkranz mit vaterländischen Versen. Anstelle des Altars wurde der Präsidententisch aufgebaut. “Wie völlig man sofort nach Eröffnung der Verhandlungen von dem kirchlichen Charakter des Versammlungsortes absah, fand seinen klarsten Ausdruck in der schroffen Ablehnung eines Eröffnungsgebetes, wobei Raveaux sagte, das Beten gehört in die Kirche und an das Wort erinnerte: Hilf dir selbst, so wird dir Gott helfen.”

Hier finden Sie eine Übersicht aller Themenwochen.

Lesen Sie mehr auf bundestag.de – Paulskirche, frankfurt.de – Paulskirche und Wikipedia Frankfurter Paulskirche. Fotos von Wikimedia Commons.



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