Die Europäische Union: Gute Reise!

Samstag, 10. November 2018 - 11:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Editorial, Europäische Union, Allgemein, UNESCO-Welterbe

Nach der Theorie kommt nun die Praxis. In den vergangenen Beiträgen ging es um die EU als solche, deren unterschiedlichen politischen Felder und Institutionen und kulinarische Aspekte. In diesem Beitrag geht es darum die EU und deren Bundesstaaten hautnah zu erleben. Die EU unterstützt dies unter anderem durch den jährlich vergebenen Titel Kulturhauptstadt Europas. Der Titel schafft Schaufenster in das kulturelle und gesellschaftliche Leben der jeweiligen Stadt/Region, aber auch des gesamten Bundesstaates, aber keine Regel ohne Ausnahme: Im Jahr 2000 war mit Reykjavík auf Island die erste Stadt vertreten, deren Land der EFTA und nicht der EU angehört und im Jahr 2010 war mit Istanbul in der Türkei die erste Stadt vertreten, die in einem Beitrittskandidaten der Europäischen Union liegt. Hinzu kommen Kulturrouten in den einzelnen Bundesstaaten und die Kulturwege des Europarats. Laut Weltwirtschaftsforum sind 5 der TOP10-Destinationen der Welt EU-Bundesstaaten. Diese sind Spanien (1), Frankreich (2), Deutschland (3), Vereinigtes Königreich (5) und Italien (8). Die Weltorganisation für Tourismus (UNWTO) sieht ebenfalls 5 der TOP10-Destinationen der Welt in der EU, allerdings mit einer anderen Reihenfolge: Frankreich (1), Spanien (3), Italien (5), Deutschland (7) und Vereinigtes Königreich (9). Auch deshalb machen wir heute eine kleine Rundfahrt durch die Bundesstaaten, die vielleicht auch Ihnen die ein oder andere Reiseidee in den Kopf setzt. Viel Vergnügen! :-)

Inhalt


© TUBS/cc-by-sa-3.0

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Belgien
Das Königreich Belgien liegt an der Nordsee und grenzt an die Niederlande, Deutschland, Luxemburg und Frankreich. Belgien zählt rund 11,3 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 30.528 Quadratkilometern – mit 371 Einwohnern pro Quadratkilometer zählt Belgien somit zu den am dichtesten besiedelten Staaten. Der Grad der Urbanisierung Belgiens ist mit fast 98 Prozent der höchste in Europa. Die Stadt Brüssel ist die Hauptstadt und Sitz der belgischen Königsfamilie.

Seit der Unabhängigkeit 1830 und Verfassungsgebung 1831 ist Belgien eine konstitutionelle Erbmonarchie. Der Norden des Landes mit den Flamen ist niederländisches, der Süden mit den Wallonen französisches Sprachgebiet. Die Region Brüssel-Hauptstadt ist offiziell zweisprachig, jedoch mehrheitlich frankophon bewohnt. Im deutschen Sprachgebiet in Ostbelgien sind Standarddeutsch und westmitteldeutsche Mundarten verbreitet. Der seit dem 19. Jahrhundert anhaltende flämisch-wallonische Konflikt prägt die gegensätzlichen Interessen der Vertreter der beiden großen Bevölkerungsgruppen in der belgischen Politik. Seit den 1970er-Jahren wird daher versucht, diesem Problem durch eine Dezentralisierung der Staatsorganisation zu begegnen. Dazu wurde Belgien in einen Bundesstaat, bestehend aus sechs Gliedstaaten – drei Regionen und drei Gemeinschaften – umgewandelt. Die Regionen Flandern, Wallonien und Brüssel-Hauptstadt sowie die Flämische, die Französische und die Deutschsprachige Gemeinschaft bilden heute als Gliedstaaten die politische Grundlage des Landes (Geschichte Belgiens und belgische Kultur).

Der Tourismus Belgien spielt in Belgien eine große Rolle. Vor allem Deutsche, Briten, Luxemburger, Franzosen und Niederländer besuchen Belgien. Bei den Briten ist außerdem eine Art Erster-Weltkrieg-Tourismus entstanden. In Westflandern stehen noch viele alte Kriegsdenkmäler und -friedhöfe. Daneben sind die Ferienbadeorte an der belgischen Nordseeküste (Knokke-Heist, Bredene, De Panne, Nieuwpoort, Oostende und andere) sehr beliebt. Außerdem sind auch die Ardennen eine vielbesuchte Urlaubsregion. Von der belgischen Nordseeküste aus kann man viele Tagestouren unternehmen, etwa in die Nachbarländer Frankreich und Niederlande oder Großbritannien. Als besonders nachgefragt haben sich auch Städtetouren nach Brüssel, Hasselt, Gent, Leuven, Mechelen, Antwerpen und andere erwiesen. Die Stadt Brügge ist aber wahrscheinlich die Stadt mit dem größten Tourismus. Sie wird gelegentlich Venedig des Nordens genannt 8Städte in Belgien). Es existiert ein eigenständiger Tourismusverband für Flandern sowie ein weiterer für das übrige Belgien. Seit 2005 findet das Open-Air-Musikfestival Tomorrowland jährlich in der Stadt Boom statt. Für die Veranstaltung in 2017 waren alle 360.000 Karten innerhalb einer Stunde ausverkauft. Zudem wird das Festival seit 2016 unter dem Titel Unite with Tomorrowland zeitgleich Live in mehrere Veranstaltungsorte rund um den Globus übertragen, sodass sich die Teilnehmerzahlen vervielfacht haben. Das Land beherbergt dreizehn UNESCO-Welterbestätten (Sehenswürdigkeiten in Brüssel, Sehenswürdigkeiten in Flandern, Attraktionen und Sehenswürdigkeiten in der Wallonie und Théâtre Royal de la Monnaie)

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Bulgarien
Bulgarien ist ein Staat in Südosteuropa mit etwa 7,2 Millionen Einwohnern. Das Land liegt im Osten der Balkanhalbinsel. Bulgarien grenzt im Norden an Rumänien, im Westen an Serbien und Mazedonien, im Süden an Griechenland und die Türkei. Im Osten bildet das Schwarze Meer die natürliche Grenze. Hauptstadt und Regierungssitz ist Sofia. Weitere bedeutende wirtschaftliche, administrative und kulturelle Zentren sind die Städte Plowdiw, Warna, Burgas, Russe und Stara Sagora (Städte in Bulgarien). Das Land beherbergt zehn UNESCO-Welterbestätten (Geschichte Bulgariens und bulgarische Kultur).

Der Tourismus in Bulgarien gliedert sich in verschiedene Bereiche, zu denen unter anderem Erholungs- und Badetourismus, Jagdtourismus, Wintersport und Kulturtourismus gehören. Seit Ende der 1990er Jahre hat sich vor allem der Massentourismus an der Schwarzmeerküste sehr stark entwickelt. Beliebte Reiseziele sind:

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Dänemark
Dänemark liegt im nördlichen Europa und ist eine parlamentarische Monarchie. Dänemark wird zusammen mit den Färöern, die wie das Mutterland geographisch zu Nordeuropa gehören, und Grönland, das zu Nordamerika zählt, offiziell Königreich Dänemark genannt. Das Mutterland, der Teil zwischen der Skandinavischen Halbinsel und Mitteleuropa, umfasst eine Fläche von 43.094 km², wovon 23.872 km² auf die Halbinsel Jütland und der Rest auf Inseln entfallen. Das Staatsgebiet Dänemarks umfasst (ohne Färöer und Grönland) eine Fläche von 43.094 km². Es ist damit größer als das der Schweiz oder der Niederlande, aber kleiner als das Estland. Dänemark misst von Nord nach Süd 368 km und von Ost nach West 452 km. Nördlichster Punkt des Landes ist Grenen, der südlichste Punkt liegt bei Gedser im Süden der Insel Falster (dieser gilt zugleich als der südlichste Punkt von ganz Skandinavien). Westlichster Punkt ist Blåvandshuk in Jütland, gelegen im ehemaligen Ribe Amt, der östlichste Punkt liegt bei den Erbseninseln, 18 km nordöstlich von Bornholm. Wegen seiner Inseln und der zerklüfteten Buchten verfügt das Land über eine verhältnismäßig lange Küstenlinie von 7314 km. Dänemarks 67 km lange Südgrenze zu Deutschland bildet die einzige Landgrenze. Ansonsten wird das Land von Nordsee, Skagerrak, Kattegat und Ostsee begrenzt. Die Öresundbrücke bildet seit Juli 2000 einen festen Verkehrsweg nach Schweden. Das Land beherbergt neun UNESCO-Welterbestätten (Geschichte Dänemark und Kultur Dänemarks). Die geographischen Landesteile sind:

  • Jütland
    Das überwiegend ländliche Festland Dänemarks. Dazu zählt auch die große Insel Vendsyssel-Thy, die seit einer Sturmflut durch den Limfjord vom Festland abgetrennt ist.
  • Fünen
    Drittgrößte Insel, im Zentrum Dänemarks. Hier ist die Heimat des großen dänischen Erzählers Hans Christian Andersen, weshalb Fünen als “Märcheninsel” beworben wird.
  • Seeland
    Die größte dänische Insel. Hier befindet sich die Hauptstadtregion um Kopenhagen (über 20 % der Dänen leben im Großraum Kopenhagen), wo ein großer Teil der dänischen Bevölkerung konzentriert ist.
  • Lolland, Falster und Møn
    Ländliches Idyll auf den drei südlichen Ostseeinseln./li>
  • Bornholm
    Felsige Ostseeinsel weitab vom Kernland mit schönen Stränden und pittoresken Rundkirchen.
  • Färöer
    Die 18 Inseln wurden im Mittelalter entdeckt und besiedelt und sind heute mit Ausnahme der kleinsten, Lítla Dímun, alle permanent bewohnt.
  • Grönland
    Die größte Insel der Erde und ist zu ca. 84 % mit Eis bedeckt. Damit zählt es zu den rauesten Gebieten der Erde.

Die wichtigsten Städte sind Kopenhagen, Aarhus, Odense, Aalborg, Esbjerg, Randers, Kolding, Horsens, Vejle, Roskilde, Herning, Silkeborg, Næstved, Fredericia, Køge, Viborg, Helsingør, Holstebro, Hørsholm, Slagelse, Taastrup, Hillerød, Sønderborg, Svendborg, Holbæk, Hjørring, Frederikshavn, Haderslev und Skive (Städte in Dänemark).

Der Tourismus boomt in Dänemark seit Jahren und wird zum großen Teil geprägt von Ferienhäusern und Campingplätzen. Ein bedeutender Teil des Tourismus spielt sich an Küsten ab, da das Land eine für seine Größe vergleichsweise lange Küste besitzt. Gleichermaßen beliebt bei Seglern und Campern ist die Dänische Südsee, das Gebiet in der Ostsee um die beiden größten dänischen Inseln Seeland und Fünen. Beliebt sind auch Dänemarks schöne Küsten mit langen weißen Stränden an Nordsee und Skagerrak und den manchmal etwas steinigen an der Ostsee, alle ohne Kurtaxe frei zugänglich und die interessanten Städte mit vielen Sehenswürdigkeiten, Museen und historischen Gebäuden. Auch die zahlreichen Schlösser und Burgen und das Legoland sind beliebte Ziele.

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Deutschland
Deutschland ist ein Bundesstaat in Mitteleuropa. Er besteht aus 16 Ländern. Mit über 82 Millionen Einwohnern zählt Deutschland zu den dicht besiedelten Flächenstaaten. An Deutschland grenzen neun Staaten, im Norden die Gewässer der Nord- und Ostsee und im Süden das Bergland der Alpen. Es liegt in der gemäßigten Klimazone und verfügt über viele National- und Naturparks. Bundeshauptstadt sowie bevölkerungsreichste deutsche Stadt ist Berlin. Weitere Metropolen sind Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf; größter Ballungsraum ist das Ruhrgebiet. Die mittelalterlichen Altstädte von Rothenburg ob der Tauber, Regensburg, Bamberg, Görlitz, Erfurt, Quedlinburg, Goslar, Lübeck, Stralsund, Wismar oder Wittenberg sind bedeutende Kulturgüter und gehören teilweise zum Welterbe der UNESCO. Folge der Kleinstaaterei vergangener Jahrhunderte ist eine Vielzahl von Residenzstädten auch der zweiten Reihe wie Darmstadt, Dessau, Karlsruhe, Kassel, Oldenburg oder Schwerin, aber auch Gotha oder Altenburg, die eine bemerkenswerte kulturelle und historische Vielfalt ebenso wie ihren spezifischen Charakter haben (Städte in Deutschland). Die naturräumlichen Großregionen sind von Nord nach Süd Norddeutsches Tiefland, Mittelgebirgszone und Alpenvorland mit Alpen.

Deutschland hat insgesamt neun Nachbarstaaten: Im Norden grenzt Deutschland an Dänemark (auf einer Länge von 67 Kilometern), im Nordosten an Polen (442 Kilometer), im Osten an Tschechien (811 Kilometer), im Südosten an Österreich (815 Kilometer; ohne Grenze im Bodensee), im Süden an die Schweiz (316 Kilometer; mit Grenze der Exklave Büsingen am Hochrhein, aber ohne Grenze im Bodensee), im Südwesten an Frankreich (448 Kilometer), im Westen an Luxemburg (135 Kilometer) und Belgien (156 Kilometer) und im Nordwesten an die Niederlande (567 Kilometer). Die Grenzlänge beträgt insgesamt 3757 Kilometer (ohne Grenze im Bodensee (Kondominium)). Damit ist Deutschland das Land mit den meisten europäischen Nachbarstaaten. Der nördlichste Landpunkt Deutschlands befindet sich seit 2013 im Offshore-Windpark DanTysk rund 70 km westlich der Insel Sylt. Der nördlichste öffentlich zugängliche Landpunkt befindet sich auf Sylt nördlich von List am Ellenbogen. Der nördlichste Festlandpunkt liegt in der Gemeinde Rodenäs im Kreis Nordfriesland. Den südlichsten Punkt Deutschlands bildet das Haldenwanger Eck südlich von Oberstdorf. Der westlichste Ort Deutschlands liegt in Isenbruch im Selfkant an der Grenze zu den Niederlanden nahe der Maas, der östlichste zwischen Neißeaue-Deschka und Neißeaue-Zentendorf in einer Flussschleife der Lausitzer Neiße. Vom Ellenbogen bis zum Haldenwanger Eck sind es rund 875 Kilometer Luftlinie, von Isenbruch bis zur Flussschleife der Neiße rund 636 Kilometer, die längste Entfernung innerhalb Deutschlands zwischen dem Ellenbogen und dem südlichsten Punkt der Gemeinde Schönau am Königssee beträgt rund 902 Kilometer.

Auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands sind etwa 500.000 Jahre alte frühe Siedlungen durch Funde des Homo heidelbergensis, des Neandertalers sowie einiger der ältesten Kunstwerke der Menschheit aus der Altsteinzeit nachgewiesen. Seit der Antike ist die lateinische Bezeichnung Germania für das Siedlungsgebiet der Germanen bekannt, seit dem 4. Jahrhundert ist der Begriff deutsch in althochdeutscher Form belegt. Das ab dem 10. Jahrhundert bestehende Heilige Römische Reich, das aus vielen Herrschaftsgebieten bestand, war wie der 1815 ins Leben gerufene Deutsche Bund ein Vorläufer des deutschen Nationalstaates, des 1871 gegründeten Deutschen Reichs, das sich rasch vom Agrar– zum Industriestaat entwickelte. Das Land beherbergt 42 UNESCO-Welterbestätten (Geschichte Deutschlands und Kultur Deutschlands).

Deutschland zählt mit über 35 Millionen ausländischen Übernachtungsgästen pro Jahr zu den sieben meistbesuchten Ländern der Erde. Etwa 4.000 der 11.116 Gemeinden Deutschlands sind in Tourismusverbänden organisiert, 310 davon sind als Heilbäder, Seebäder und Kurorte anerkannt. Es stehen 6.135 Museen, 366 Theater, 34 Freizeit- und Erlebnisparks, 45.000 Tennisplätze, 648 Golfplätze, 190.000 km Wanderwegnetz, 40.000 Kilometer Radfernwege sowie Ferien- und Themenstraßen zur Verfügung. Von herausragender Bedeutung ist der Geschäfts- und Kongresstourismus; Deutschland ist der international bedeutendste Messestandort mit mehreren Weltleitmessen. Die Internationale Tourismus-Börse Berlin ist die weltweit führende Tourismusmesse. Zudem gibt es in Deutschland die größte Dichte an Festivals. Neben den Inseln (Nordfriesische Inseln und Ostfriesische Inseln) und der Küste an Nord- und Ostsee sind insbesondere die Mittelgebirge wie der Schwarzwald oder das Sauerland wichtige Urlaubsgebiete. Der Bodensee und der Bayerische Wald und die Weinregion Franken im Süden, der Harz in der Mitte, die Mecklenburgische Seenplatte im Nordosten sind weitere Beispiele für touristische Gegenden. Das Ruhrgebiet bietet neben vielen kulturell erschlossenen technischen Großanlagen des 19. und 20. Jahrhunderts (Route der Industriekultur) die höchste Dichte verschiedener öffentlicher Trendsportanlagen in Deutschland. Bundesgolddörfer werden beim alle drei Jahre stattfindenden Bundeswettbewerb Unser Dorf hat Zukunft ausgezeichnet. Als Markenzeichen bieten diese grundlegende und umfassende Maßnahmen für die dörfliche Lebensqualität, ein gepflegtes Ortschaftsbild und viele Aktivitäten der Bevölkerung. Wer technisch interessiert ist, findet in Deutschland viele sehenswerte Eisenbahnstrecken, auf denen noch alte Dampfrösser schnaufen. Auch Freizeitparkfans kommen in Deutschland auf ihre Kosten. Ein Beispiel ist der Europapark Rust, Deutschlands größter Freizeitpark mit den meisten Achterbahnen in Europa. Das Grüne Band ist das erste gesamtdeutsche Naturschutzprojekt und entstand entlang des ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifens (Tourismus Deutschland).

In Berlin findet im März jeden Jahres die Internationale Tourismus-Börse (ITB) statt, die größte Tourismusmesse der Welt.

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Estland
Estland liegt in Nord- bzw. Osteuropa und ist das nördlichste Land des Baltikums. Es grenzt im Süden an Lettland, im Osten an Russland sowie im Norden und Westen an die Ostsee. Über den Finnischen Meerbusen hinweg bestehen enge Beziehungen zu Finnland, und historisch gibt es durch die Deutsch-Balten viele kulturelle Verbindungen nach Deutschland. Estland hat gut 1,3 Millionen Einwohner. Hauptstadt und größte Stadt Estlands ist Tallinn (gut 1/3 der estnischen Bevölkerung lebt hier), die zweitgrößte Stadt Tartu (Städte in Estland). Estland liegt an der östlichen Küste der Ostsee. Flächenmäßig ist es etwas kleiner als Niedersachsen und etwas größer als die Schweiz. Das seenreiche Wald- und Hügelland mit vielen Mooren (teilweise Gewinnung von Torf) hat eine durchschnittliche Höhe von nur 50 m. Im südöstlichen Moränengebiet steigt es zum livländischen Hügelland bis zur höchsten Erhebung, dem Suur Munamägi (318 Meter), an. Der größte See ist der Peipsi järv (Peipussee), die größten Inseln Saaremaa und Hiiumaa. Die gesamte Küstenlinie hat eine Länge von 3.794 Kilometer. Sie ist durch mehrere Golfe (wie die Rigaer Bucht), Meerengen und Einbuchtungen gekennzeichnet Das Land beherbergt zwei UNESCO-Welterbestätten.

Nach Jahrhunderten der dänischen, schwedischen, deutschen und sowjetischen Herrschaft wurde Estland 1918 unabhängig. 1940 wurde es von der Sowjetunion besetzt und erhielt erst durch deren Zusammenbruch 1991 seine Unabhängigkeit zurück. Heute zählt das Land zu den wirtschaftlich am schnellsten wachsenden Ländern Osteuropas. Es besitzt eine offene und liberale Volkswirtschaft und ein transparentes Regierungssystem. Auf der anderen Seite ist das Bruttosozialprodukt pro Kopf immer noch sehr niedrig. Eine relativ niedrige Geburtenrate und eine weiterhin hohe Sterberate führen zu einem massiven Bevölkerungsrückgang, der sich in den ländlichen Regionen schon deutlich bemerkbar macht (Geschichte Estland und Kultur Estlands).

Estland ist ein Glanzstück für Besucher, die hautnah eine ehemalige Sowjetrepublik und gleichzeitig ein Mitglied der Europäischen Union erleben wollen. Die Spuren der Sowjetära sind überall noch zu sehen – wüste Lager der ehemaligen Sowjetarmee, die früher für Esten tabu waren, sind heute leicht zu besichtigen. Die Altstadt von Tallinn ist in einem lobenswerten Zustand und steht anderen europäischen Städten in nichts nach. Der Tourismus ist einer der bedeutendsten Wirtschaftssektoren der Stadt. Auch die Altstadt von Tartu ist eine Sehenswürdigkeit. Vor allem die kleinen Inseln sollte man bei einem Besuch mit einem Leihauto erkunden und sich dafür auch ein paar Tage Zeit nehmen. Saaremaa bietet neben einer alten Burg auch mehrere Wellnesshotels an. Andere besuchenswerte Ziele sind der Nationalpark Lahemaa und der Nationalpark Soomaa. Traumhafte Badestrände sind ebenfalls vorhanden, auch wenn die Badesaison recht kurz ist. Dies ist auch ein Grund, der viele potentielle Badeurlauber abhält: kurze Sommer und strenge, aber gleichzeitig feuchte und schmuddelige Winter.

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© Oona Räisänen

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Finnland
Finnland liegt in Nordeuropa und grenzt an Schweden, Norwegen, Russland und die Ostsee. Mit etwa 5,5 Millionen Einwohnern auf einer Fläche fast so groß wie Deutschland gehört Finnland zu den am dünnsten besiedelten Ländern Europas. Der Großteil der Bevölkerung lebt im Süden des Landes mit der Hauptstadt Helsinki sowie den Großstädten Espoo, Tampere, Vantaa und Turku. Die beiden Amtssprachen sind Finnisch und Schwedisch. Die schwedischsprachige Inselgruppe Åland hat einen weitreichenden Autonomiestatus. Das Land beherbergt sieben UNESCO-Welterbestätten. Die Regionen Finnlands sind:

Seit dem Ende der letzten Kalt­zeit ist in Finn­land Besiedlung nach­weisbar. Ab der Völker­wanderungs­zeit kam Finnland über den sich ausweitenden Ostsee­handel stärker in Kontakt mit dem übrigen Europa; im Hochmittelalter wurde es christianisiert. Über Jahrhunderte hinweg war Finnland integraler Teil Schwedens, bevor es im 18. Jahrhundert zunehmend in den Einflussbereich des expandierenden Russischen Kaiserreiches geriet und ihm 1809 als Großfürstentum Finnland eingegliedert wurde. Erst der Sturz des russischen Kaisers und die anschließende Oktoberrevolution 1917 ermöglichte Finnland die Loslösung von Russland. Am 6. Dezember 1917 wurde vom finnischen Parlament die Unabhängigkeit erklärt (Geschichte Finnlands und Kultur Finnlands).

Der Tourismus hat in Finnland besonders seit den 1990er Jahren an Bedeutung gewonnen. Die Beherbergungsbetriebe Finnlands zählen etwa 20 Millionen Übernachtungen jährlich. Davon entfallen 3/4 der Übernachtungen auf heimische Touristen und knapp 1/4 auf ausländische Gäste. Rund ein Viertel der Übernachtungen entfiel auf die Landschaft Uusimaa mit der Region Helsinki, in der sich der finnische Städtetourismus konzentriert. Die bevölkerungsarme Provinz Lappland kommt auf gut 2,5 Millionen Übernachtungen. Für die strukturschwache Region stellt der Tourismus heute eine bedeutende wirtschaftliche Perspektive dar. Die meisten Gäste kommen in den Wintermonaten und besuchen eines der Wintersportzentren wie Ruka, Levi oder Yllästunturi. In den anderen ländlichen Gegenden konzentriert sich der Tourismus dagegen auf den Sommer und hat seine Spitze im Juli, wenn Gäste aus dem In- und Ausland ihren Urlaub in einem Sommerhaus (mökki) an einem der tausenden Seen Finnlands verbringen.

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© Gregjarlot/cc-by-sa-4.0

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Frankreich
Frankreich liegt in Westeuropa mit Überseeinseln und -gebieten auf mehreren Kontinenten. Metropolitan-Frankreich, d. h. der europäische Teil des Staatsgebietes, erstreckt sich vom Mittelmeer bis zum Ärmelkanal und zur Nordsee sowie vom Rhein bis zum Atlantischen Ozean. Sein Festland wird wegen seiner Landesform als Hexagone (Sechseck) bezeichnet. Frankreich ist flächenmäßig das größte Bundesland der Europäischen Union. Paris ist die Hauptstadt und als Agglomeration mit dem Gemeindeverband Métropole du Grand Paris und den umliegenden Gebieten der Region Île-de-France größter Ballungsraum des Landes vor Lyon, Marseille, Toulouse und Lille (Städte in Frankreich). Frankreich weist zahlreiche, zum Teil sehr unterschiedlich geprägte Landschaftsformen auf. Das Landschaftsbild wird überwiegend von Ebenen oder Hügeln geprägt. Im Südosten und an der Grenze zur Iberischen Halbinsel ist das Land gebirgig. Hauptgebirge sind die Pyrenäen im Südwesten, das Zentralmassiv im Zentrum der Südhälfte des Landes sowie im Osten die Vogesen, der Jura und die Alpen. Der höchste Berg Frankreichs ist der 4810 Meter hohe Mont Blanc in den Alpen; er ist auch der höchste Gipfel in ganz West- und Mitteleuropa. Frankreich hat Meeresküsten im Süden zum Mittelmeer, im Westen und im Norden zum Atlantischen Ozean, zum Ärmelkanal und zur Nordsee. Es grenzt im Südwesten an Spanien und Andorra, im Norden und im Osten an Belgien, Luxemburg, Deutschland, die Schweiz und Italien sowie im Südosten an Monaco. Frankreich ist in 18 Regionen unterteilt, davon befinden sich 13 in Europa und fünf sind französische Überseegebiete (France d’outre-mer (FOM)) – Französisch-Guayana, Guadeloupe, Martinique, Mayotte und Réunion. Frankreich unterhält Naturschutzgebiete verschiedener Kategorien im europäischen Kernland und in den Übersee-Départements. Es sind neun Nationalparks mit einer Fläche von etwa 4,5 Millionen Hektar, 45 regionale Naturparks mit einer Fläche von mehr als sieben Millionen Hektar und eine Vielzahl von Schutzzonen, wie Naturreservate (réserve naturelle), Natura-2000-Gebiete der EU und Biosphärenreservate der UNESCO. Das Land beherbergt 43 UNESCO-Welterbestätten.

Im 17. und 18. Jahrhundert hatte Frankreich eine europäische Führungsrolle und Vormachtstellung inne. Bedeutend war die politische und kulturelle Ausstrahlung: Die Hofhaltung Ludwigs XIV. wurde zum Vorbild absolutistischer Staaten in ganz Europa und die Französische Revolution mit der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte gab zusammen mit Okkupationen durch Napoleon Bonaparte in vielen Ländern den Auftakt zu der immer wieder von Rückschlägen unterbrochenen Entwicklung zur Demokratie. In Übersee baute Frankreich zweimal ein Kolonialreich auf. Das erste umfasste u. a. große Teile Nordamerikas und ging großenteils Mitte des 18. Jahrhunderts im Siebenjährigen Krieg verloren; das zweite mit Schwerpunkt in Afrika war im 19. und frühen 20. Jahrhundert das zweitgrößte der Welt. Im 21. Jahrhundert gilt Frankreich mit Deutschland als treibende Kraft der europäischen Integration (Geschichte Frankreichs und Kultur Frankreichs).

Der Tourismus in Frankreich spielt eine wichtige wirtschaftliche Rolle. Rund eine Million Menschen arbeiten im Tourismussektor; dort werden rund zehn Prozent des Bruttosozialproduktes erwirtschaftet. Mit 80 Millionen Touristen jährlich ist Frankreich das mit Abstand meistbesuchte Land der Welt. Paris und sein Umland (Île de France), die Mittelmeerküste (z.B. Côte d’Azur) und die französischen Alpen sind wichtige Urlaubsregionen. Erster bedeutender Fremdenverkehrsort war Hyères an der Mittelmeerküste zwischen Marseille und Nizza. Reiche Engländer kamen ab etwa 1750 als Kurgäste für einige Wochen im Winter. Die 1822 in Nizza angelegte breite Uferstraße trägt noch heute den Namen Promenade des Anglais. Auch reiche Russen kamen, manche ab 1896 mit dem Wien-Nizza-Cannes-Express. Nach dem Ersten Weltkrieg begann der Sommertourismus an den Küsten. Der Inlandstourismus nahm ab 1936 zu, als die Gewerkschaften in den Matignon-Verträgen den Anspruch auf einen zweiwöchigen Erholungsurlaub durchsetzen konnten. Nach den ersten Olympischen Winterspielen 1924 in Chamonix wurden die Skigebiete in Frankreich entwickelt; der Wintersport nahm zu. Nach dem Zweiten Weltkrieg kauften viele Franzosen Zweitwohnungen, um sie selbst zu nutzen oder zu vermieten. Binnenmigranten versuchten, im Heimatort ein Haus oder eine Wohnung zu behalten. Noch heute urlauben 90 Prozent der Franzosen im eigenen Land. In den 1950er Jahren “erfanden” Franzosen den Cluburlaub und gründeten den Club Med. Große Appartementblocks wurden am Meer – z.B. in La Grande-Motte – und in den Bergen – zum Beispiel bei Tignes oder La Plagne gebaut. Frankreich hat eine Küstenlänge von etwa 3.120 Kilometern. Vielerorts gibt es im Sommer Badetourismus. Vielbesucht ist die Mittelmeerküste (und Korsika); auch in der Bretagne, der Normandie und an der Atlantikküste (der südliche Teil heißt Biskaya) gibt es Orte, die Badende und Wassersportler (z.B. Surfer und Segler) anlocken.

Geschichtlich Interessierte können zum Beispiel etwa 400 Schlösser der Loire besuchen. Die Höhle von Lascaux in Aquitanien steht für die Anfänge menschlicher Besiedelung. Das Beinhaus von Douaumont und viele andere Gedenkstätten in der Region Lothringen um Verdun erinnern an den Ersten Weltkrieg. Hunderte deutsche Soldatenfriedhöfe beider Weltkriege werden vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gepflegt. Es gibt die Wege der Erinnerung an Schlachten des Ersten Weltkrieges; vier Routen sind markiert. Menschen mit Interesse an der Römerzeit kommen nach Alesia in Burgund; ebenfalls in Burgund wird in Guédelon eine Burg mit den Mitteln des Mittelalters wiederaufgebaut. Ein weiteres Ziel für diese Zeit sind die Katharerburgen im Languedoc-Roussillon. Die Zeit des Zweiten Weltkrieges wird lebendig in der U-Boot-Reparaturwerft Brest am Atlantik; verschiedene Küstenorte in der Normandie erinnern an die alliierte Landung in der Normandie, die Operation Overlord. Weitere Ziele der Militärgeschichte sind der Atlantikwall und die Maginot-Linie.

Eisenbahnfreunde können die Korsische Schmalspurbahn oder die Touristenbahn im Cotentin entdecken. Wer sich für Luftfahrt interessiert, kann das Musée de l’air et de l’espace bei Paris besichtigen. Wer sich für Malerei interessiert, kann das Atelier von Claude Monet in Giverny in der Normandie besuchen oder auf den Spuren von Pablo Picasso nach Antibes fahren. Auch das Festival von Avignon lockt Besucher an. Cineasten fahren zu den Internationalen Filmfestspielen von Cannes oder nach Deauville zum Festival des amerikanischen Films. Wer das Rafting liebt, kann in die Verdonschlucht fahren. Seit 1903 begeistert die Tour de France während dreier Wochen im Juli die Nation. Die Armada Rouen findet alle fünf Jahre statt und zieht Fans von Großseglern an. Fahrten mit Hausbooten sind auf dem 240 Kilometer langen Canal du Midi und auf weiteren 8000 Kilometern Wasserwegen möglich; ein Motorboot-Führerschein ist nicht nötig. Lourdes an der französisch-spanischen Grenze ist einer der weltweit meistbesuchten Wallfahrtsorte. Pilger auf dem Jakobsweg haben die Wahl zwischen der Via Podiensis, der Via Turonensis und der Via Tolosana.

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Griechenland
Griechenland liegt in Südosteuropa und ist ein Mittelmeeranrainerstaat. Die Hauptstadt des Landes ist Athen. Weitere bedeutende große Städte sind Thessaloniki, Patras, Iraklio und Piräus. Griechenland liegt am östlichen Mittelmeer in Südeuropa und setzt sich geographisch aus dem griechischen Festland am südlichen Ende des Balkans, der Halbinsel Peloponnes, die jedoch durch den Bau des Kanals von Korinth (eingeweiht 1893) vom Festland getrennt wurde, sowie zahlreichen Inseln zusammen, die hauptsächlich in der Ägäis, im Ionischen, aber auch im Libyschen Meer liegen. Die politische Grenze nach Norden bilden die Staaten Albanien (282 km), Mazedonien (228 km) und Bulgarien (494 km) sowie im Osten die Türkei (206 km). Eine natürliche Grenze bildet das Ionische Meer im Westen des Landes mit der italienischen Halbinsel und Sizilien sowie das Libysche Meer im äußersten Süden mit dem afrikanischen Kontinent. Die Insel Gavdos im Libyschen Meer ist der südlichste Punkt des Landes und gilt zudem geographisch als südlichster Punkt Europas. Das Land hat eine Gesamtfläche von 131.957 km²: 106.915 km² entfallen auf das Festland, 25.042 km² (knapp 19 %) verteilen sich auf 3.054 Inseln, von denen 87 bewohnt sind. Auf Grund des Inselreichtums erzielt Griechenland eine bemerkenswerte Küstenlänge von 13.676 km, wovon etwa 4.000 km auf das griechische Festland entfallen. Die zum Teil recht großen Distanzen innerhalb des Landes stellen im Verhältnis zu seiner relativ kleinen Gesamtfläche ein weiteres geographisches Merkmal dar. So beträgt die Luftlinie zwischen der Insel Othoni bei Korfu und der Insel Kastelorizo im äußersten Südosten Griechenlands 983 km. Die kleinste geographische Ausdehnung – mit unter 550 km Luftlinie – besitzt das Land in ostwestlicher Richtung. Griechenland hat trotz seines stark maritimen Charakters einen Gebirgsanteil von 77,9 % und wird daher als Gebirgsland eingestuft. Zentrale Gebirge und Gebirgszüge des Landes sind das Pindos-Gebirge, der OlympOssaPilion-Gebirgszug sowie das Rhodope-Gebirge auf dem griechischen Festland, das Taygetos-Gebirge auf der Halbinsel von Peloponnes und darüber hinaus das Ida- bzw. Psiloritis-Gebirge auf der Insel Kreta. Höchste Erhebung des Landes ist der Mytikas (2917 m) im Gebirgsstock des Olymp. Größere wirtschaftlich verwertbare Ebenen sind nur spärlich vorhanden und befinden sich hauptsächlich in den Regionen Thessalien, Makedonien und Thrakien. Das Land beherbergt achtzehn UNESCO-Welterbestätten. Die traditionelle Einteilung Griechenlands erfolgt in 10 Regionen:

Das antike Griechenland ist als frühe europäische Hochkultur bekannt, die wichtige Errungenschaften wie die attische Demokratie und Philosophie, frühe Naturwissenschaften und die klassische griechische Architektur hervorbrachte. Nach dem Ende der Antike und dem Aufgehen in verschiedenen Großreichen wie Byzanz und Osmanischem Reich konnte erst im 19. Jahrhundert im Zuge der griechischen Revolution und der folgenden Unabhängigkeit von den Osmanen wieder ein griechischer Staat gebildet werden. Die heutige parlamentarische Präsidialdemokratie geht zurück auf das Referendum 1974 zur Abschaffung der Monarchie und für die Einführung der Republik (Geschichte Griechenland, Griechische Kultur und Kultur und Gesellschaft).

Griechenland ist bekannt für seine antiken und mittelalterlichen Städte. Zu den antiken Städten gehören Delphi im südlichen Mittelgriechenland sowie Epidaurus, Mykene, Olympia, Alt-Korinth auf dem Peloponnes. Dort liegt ebenfalls die byzantische Ruinenstadt Mystras (Mistra). In Mittelgriechenland liegen die Meteora-Klöster.

Griechenland liegt in der Eurozone. Außerhalb der Touristenorte und abgesehen von den großen Supermärkten ist eine lange Mittagspause etwa von 14:00 bis 17:00 Uhr üblich. Danach öffnen die Geschäfte wieder bis 20:00 und teilweise noch länger. In den Städten gibt es an jeder Straßenecke Zeitungsstände (Períptero), wo neben Zeitungen und Zeitschriften gekühlte Getränke, Süßwaren, Knabbereien, Tabakwaren und Eis gekauft werden können. In den Städten und Ortschaften Griechenlands finden mindestens einmal die Woche Bauernmärkte (Laikí Agorá) statt. Hier werden die Produkte der Region aber auch die Dinge des täglichen Lebens angeboten. Sicher kennt man das auch aus anderen Ländern. Hier hat es aber ein ganz besonderes Flair, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Auf den großen Märkten werben die Standbesitzer lautstark um ihre Produkte, auf den kleinen Märkten auf dem Land ist es vergleichsweise ruhig. Man wird nur selten von den Verkäufern angesprochen. Neben den landwirtschaftlichen Produkten aus der Gegend kann man auch frischen Fisch bekommen. Hier kann man sich mit Fisch eindecken, den man noch nie vorher gesehen hat. Auch Meeresfrüchte werden angeboten. Auch hier kann man zum Beispiel einen ganzen Tintenfisch kaufen, um ihn dann später zuzubereiten. Das ist auf jeden Fall eine spannende Geschichte, anders, als bei den Märkten in Deutschland, wo alles schon mit Technik ausgestattet ist. Hier liegen die Fische auf Eis auf einem Marktstand. Man kann auf den Märkten aber auch noch viel anderes entdecken. Zum Beispiel Oliven. Stände bieten die ganze Auswahl an eingelegten Oliven an, die es in Griechenland gibt. Man ist auch nicht böse, wenn man mal probiert. Im Gegenteil, man wünscht es so. Auch sehr schön sind die Stände, die Nüsse anbieten. Alles was Griechenland an Knabbereien anzubieten hat, kann man hier kaufen. Weit ab von den Chips-Tüten die man aus dem Supermarkt kennt. Auch hier ist probieren erlaubt und gewünscht. Dazu kommt natürlich auch ein Teil, der Kleidung, Schuhe, Stoffe und Schmuck anbietet. In Griechenland geht man abends in die Taverne. Hier wird gegessen, hier werden die Neuigkeiten aus dem Ort ausgetauscht, hier wird geschwätzt und geplaudert. Das ist oftmals viel lauter als man es von Deutschland kennt. Wenn sich Griechen in der Taverne streiten, kann es sich um ganz banale Themen handeln. Sie haben viel mehr Temperament. Man sitzt an der Straße, auch wenn es laut ist, so lange das Wetter gut ist. Jeder griechische Ort hat diese Tavernen. Wenn man als Reisender in diese Tavernen kommt, dann bekommt man die ganze griechische Gastfreundschaft zu spüren. Man ist sofort mittendrin. Wenn es etwas zu feiern gibt, dann ist man herzlich eingeladen. Man kommt dann auch nicht mehr so einfach weg, man gehört dazu. Es wird Musik gemacht, es wird Sirtaki getanzt. In den Touristenorten gibt es auch Discotheken, natürlich auch in den Großstädten. Aber auch die jungen Griechen mögen es, am Wochenende in die Touristenorte zu fahren um an den Parties dort teilzunehmen.

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Irland
Irland ist ein Inselstaat in Westeuropa, der etwa fünf Sechstel der gleichnamigen Insel umfasst. Hauptstadt und größte Stadt Irlands ist Dublin, gelegen im östlichen Teil des Landes. In der Metropolregion Dublin lebt etwa ein Drittel der 4,8 Millionen Einwohner. Es grenzt im Norden an Nordirland und damit an das Vereinigte Königreich. Im Osten liegt die Irische See, im Westen und Süden ist das Land vom Atlantik umgeben. Das lange Zeit verarmte Irland hat sich inzwischen zu einer hochmodernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft gewandelt. Im Landesinneren der Insel finden sich überwiegend Ebenen, die außen von hügeligem Gebiet eingeschlossen sind. Der Fluss Shannon, der von Norden nach Süden verläuft, ist mit etwa 370 km der längste der Insel. In den Ebenen liegen zahlreiche Seen, welche die Landschaft maßgeblich prägen. Lough Corrib ist der größte See Irlands und nach Lough Neagh, der zu Nordirland gehört, der zweitgrößte der irischen Insel. Der höchste Berg ist mit 1041 m der Carrantuohill. Er liegt im Südwesten der Insel in den Macgillicuddy’s Reeks. Über das Land verteilt gibt es eine Reihe von Nationalparks. Die Reiseregionen Irlands sind:

Die größten Städte sind Dublin, Cork, Galway, Limerick, Waterford, Drogheda, Navan, Bray, Naas, Tralee, Ennis, Wexford, Sligo, Letterkenny, Athlone, Leixlip, Carlow, Clonmel und Killarney (Städte in Irland). Das Land beherbergt zwei UNESCO-Welterbestätten.

Die Geschichte Irlands beginnt mit der Besiedlung etwa 7000 v. Chr. Keltischsprachige Familien brachten etwa ab 300 v. Chr., am Übergang von der Bronzezeit zur Eisenzeit, nach und nach die keltische Sprache auf die Insel. Im Römischen Reich war die Insel Irland unter dem Namen Hibernia bekannt. Im Laufe der Geschichte gab es eine Reihe von Königreichen und Fürstentümern in Irland. Der Christianisierung Anfang des 5. Jahrhunderts durch Sklaven aus der bis etwa 410 römischen Provinz Britannien, unter ihnen auch der heutige Nationalheilige Patrick von Irland, folgte die erste irische Blütezeit, in der unzählige Klostersiedlungen (u. a. mit den berühmten Rundtürmen) entstanden; diese wurde ab etwa 800 durch die Beutezüge der Wikinger unterbrochen bzw. beendet. Es folgte im Jahre 1169 die Eroberung durch die Normannen, die eine fortgesetzte Dominanz Englands über Irland einläutete. Anglo-Normannen konfiszierten den Landbesitz der Iren und vertrieben sie in den weniger fruchtbaren Westen der Insel. Ab etwa 1600 wurden von der englischen Krone im Nordosten der Insel anglikanische und presbyterianische Siedler aus England und Schottland angesiedelt. Diese sogenannte Plantation war die Wurzel eines Jahrhunderte schwelenden ethno-religiösen Konflikts, besonders schwer und bis heute fortdauernd im heutigen Nordirland, dem Siedlungsschwerpunkt. Die Politik der englischen Großgrundbesitzer in Irland führte zusammen mit der Kartoffelfäule zur Hungersnot von 1845–1849. Bis zu 1,5 Millionen Iren verhungerten und viele wanderten nach Amerika aus. Britische Behörden verschleppten bewusst Maßnahmen zur Eindämmung der Hungersnot. Die Hungersnot spielt eine sehr bedeutende Rolle in der historischen Entwicklung anti-britischer Ressentiments. Die Vorwürfe der irischen Bevölkerung reichen hierbei von verantwortungsloser Untätigkeit bis hin zu systematischem Genozid. Diese sehr strittige historische Debatte kommt zu höchst unterschiedlichen Ergebnissen. Besonders zulasten der britischen Kolonialherren geht hierbei das Argument, dass Irland während der gesamten Hungersnot durchgehend Nettoexporteur von Lebensmitteln blieb und kein Exportstopp verhängt wurde, um die Lebensmittelpreise in Irland zu drücken. Des Weiteren werden die überwiegend um 1700 erlassenen Penal Laws als Vorbedingung für die Entwicklung der prekären Lage der Iren angesehen. Unter anderem verboten diese der katholischen irischen Bevölkerung die Ausübung öffentlicher Ämter, das Wählen, das Anstreben höherer Bildung, dauerhaften Erwerb oder Pacht von Grundbesitz und schränkten den Vermögenserwerb in umfassendem Maße ein (Geschichte Irland und Kultur Irlands).

Die Hauptstadt der Irischen Republik Dublin befindet sich an der Ostküste und ist das industrielle, kulturelle und politische Herz des Landes. Einen besonderen Blick ist das Viertel Temple Bar wert. Rings um die gleichnamige Straße befinden sich viele Restaurants und Pubs. Weitere Ziele sind:

  • Spektakulär sind die Cliffs of Moher an der Westküste westlich von Shannon. Dies sind ca. 200 Meter hohe Klippen, die senkrecht ins Meer abfallen.
  • Bru na Boinne, mehrere prähistorische Großsteingräber, darunter Newgrange.
  • Die Aran Islands gehören zu den Gaeltachtgebieten, in denen vor allem irisch gesprochen wird. Besonders lohnenswert ist eine Radtour auf der Hauptinsel Inishmore, für die man jedoch eine Übernachtung einplanen sollte.
  • The Burren ist eine von der letzten Eiszeit geschaffene Landschaft, die so gar nicht nach Irland passen will. Auf 250 km² gibt es vor allem Steine, Steine und noch mehr Steine zu sehen. In dieser einzigartigen Mondlandschaft kann der aufmerksame Besucher aber dennoch Leben finden. Von den Gletschern mitgebrachte, aus der Arktis stammende Pflanzen fristen in der kargen Natur ein eher kümmerliches Dasein. Gerade der Kontrast zum sattgrünen Irland macht diese Landschaft so reizvoll.
  • Connemara: Von Connemara aus (Rossaveel) kann man per Fähre die Aran Islands besuchen. Abseits vom Bustourismus (und übervoller enger Straßen) läuft südlich der N59 eine einsame Strecke durch die schönsten und geruhsamsten Teile Connemaras von und zur R341 oder südlicher von und zur R340.
  • Dromineer: Dromineer ist ein bekannter Ausflugsort für Bootstouristen.
  • Der Ring of Kerry ist eine 179 km lange Nationalstraße, die einmal rund um die Halbinsel Iveragh führt. Eigentlich kann man einen ganzen Urlaub in dieser Gegend verbringen, eilige Reisende können die Strecke mit ihren fantastischen Aussichten aber auch an einem Tag abfahren.
  • Noch schöner ist der Ring of Beara. Die zum Teil sehr enge Regionalroute um die Halbinsel Beara ist 140 km lang.
  • Auf der Dingle-Halbinsel liegt der Ort Inch. In ihrer Nähe befindet sich der längste und schönste Sandstrand Irlands. Wenn man gerade in der Nähe ist, lohnt sich ein kurzer Halt mit einem Strandspaziergang.
  • Flusssystem Shannon mit vielfältigen Urlaubsmöglichkeiten (Shannon (Region)).
  • Nahe der Stadt Cork liegt das gut besuchte Blarney Castle, benannt nach dem dort zu besichtigenden Blarney Stone. Der Legende nach wird man durch einen Kuss des Steines mit Eloquenz beschenkt.
  • Der Südwesten der Insel profitiert besonders vom Golfstrom. Hier fallen die Temperaturen selbst im Winter selten unter 8°C. Dies hat zur Folge, dass hier Pflanzen wachsen, die sonst so nördlich nicht zu finden sind. Hierzu gehören Bambus, Baumfarne und Palmen. Mehrere Parks locken die Besucher, z.B. in Glengarriff. Besonders reizvoll sind diese Parks während der Rhododendron-Blüte im Frühjahr.

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Italien
Italien liegt in Südeuropa; seine Hauptstadt ist Rom. Das Staatsgebiet liegt zum größten Teil auf der vom Mittelmeer umschlossenen Apennin­halbinsel und der Po-Ebene sowie im südlichen Gebirgsteil der Alpen. Italien liegt auf einer von Nordwest nach Südost gerichteten Halbinsel, die in ihrer Form an einen Stiefel erinnert. Die maximale Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwas weniger als 1200 km. Angrenzende Staaten sind Frankreich (Länge der gemeinsamen Staatsgrenze: 488 km), die Schweiz (734,2 km), Österreich (430 km) und Slowenien (232 km). Die Landesgrenzen haben eine Gesamtlänge von etwa 2000 km. Italien besitzt mit Campione d’Italia eine von der Schweiz umgebene Exklave. Eine weitere Grenze ist die zu Kroatien (Seegrenze). Die gesamte Küstenlänge beträgt 7.600 km. Die Kleinstaaten Vatikanstadt (3 km) und San Marino (39 km) sind vollständig vom italienischen Staatsgebiet umschlossen. Neben den großen Inseln Sizilien und Sardinien sind mehrere Inselgruppen vorgelagert. Der Gebirgszug des Apennins durchzieht das Land entlang der Längsachse und erreicht mit 2.912 m seine größte Höhe im Gran Sasso. Im Norden gehört ein großer Teil der Alpen zu Italien: Höchster Gipfel ist der Mont Blanc (Monte Bianco) mit 4.810 m, an der Grenze zu Frankreich. Das höchste Bergmassiv, das vollständig auf italienischem Boden steht, ist der Gran Paradiso mit 4.061 m in den Grajischen Alpen. Entlang der Westküste ziehen sich von Norden in Richtung Süden unter anderem die Italienische Riviera in Ligurien und der Golf von Neapel in Kampanien. Die Ostküste wird von Triest bis zum Gargano im Norden Apuliens (nach anderen Darstellungen: bis zur Straße von Otranto) als die italienische Adriaküste bezeichnet. Es gibt 24 Nationalparks mit einer Gesamtfläche von rund 15.000 km². Der Nationalpark Gran Paradiso wurde als erster im Jahr 1922 eingerichtet. Größter Naturpark ist der Nationalpark Pollino, der sich über 1900 km² in den Regionen Kalabrien und Basilikata erstreckt. Darüber hinaus sind 134 Regionalparks eingerichtet worden, mit einer Fläche von 13.000 km². Die Regionen Italiens sind:

Touristisch herausragende Orte sind neben Rom: Sorrent, Amalfi, Positano, Capri, Ischia, Cinque Terre, Elba, Rimini, Volterra, San Gimignano, Montepulciano, Pisa, Taormina, Cefalù, Syrakus, Urbino, Varigotti, Ravenna, Bergamo, La Spezia, Savona, Agrigent und Sanremo. Die größten Städte sind: Rom, Mailand, Neapel, Turin, Palermo, Genua, Bologna, Florenz, Bari, Catania, Venedig, Verona, Messina, Padua, Triest, Tarent, Brescia, Parma, Prato und Modena (Städte in Italien). Das Land beherbergt 53 UNESCO-Welterbestätten.

Das Gebiet des heutigen Italien war in der Antike die Kernregion des Römischen Reiches, die oberitalienische Toskana war das Kernland der Renaissance. Mit dem Risorgimento entstand der moderne italienische Nationalstaat: Von 1861 bis 1946 bestand unter dem Haus Savoyen das Königreich Italien, das rapide industrialisiert wurde, 1878 zur Großmacht aufstieg und ab den 1880er Jahren ein Kolonialreich in Nord- und Ostafrika errichtete. Die kostspielige Teilnahme am Ersten Weltkrieg von 1915 bis 1918 führte zwar zur Vergrößerung des Staatsgebietes, aber auch zu schweren sozialen Unruhen und ebnete den italienischen Faschisten unter Benito Mussolini den Weg zur Macht. Das faschistische Regime herrschte von 1922 bis 1943/45 über Italien und führte das Land 1940 auf der Seite der Achsenmächte in den Zweiten Weltkrieg. Die Kriegsniederlage führte zum Verlust der Kolonien und zu vergleichsweise geringfügigen Gebietsabtretungen an den Nachbarstaat Jugoslawien. Im Juni 1946 beendete eine Volksabstimmung die Monarchie; die heutige Republik wurde ausgerufen (Geschichte Italiens und Kultur Italiens).

Der Tourismus gehört seit Jahrzehnten zu den bedeutenden Einnahmequellen Italiens. Mit rund 53 Millionen Touristen jährlich ist Italien eines der meistbesuchten Länder der Welt. Beliebte Ziele sind die Alpen, die Küstengebiete am Ligurischen und Adriatischen Meer, zahlreiche historische Städte, Museen, archäologische Ausgrabungsstätten und Karneval in Venedig. Neben der italienischen Küche (Cucina italiana), die als eine der einflussreichsten Landesküchen der Welt gilt, lockt Italien durch eine enorme kulturelle und landschaftliche Vielfalt mit schätzungsweise 100.000 Denkmälern jeglicher Art (Schlösser, Statuen, Kirchen, Galerien, Villen, Brunnen, historische Häuser und archäologische Funde), 53 UNESCO-Welterbestätten, zahlreichen Museen, Städten wie Rom, Florenz, Neapel oder Venedig und Regionen wie Toskana, Südtirol, Sardinien oder Emilia-Romagna. Die in Italien befindlichen Welterbestätten reichen von einzelnen Gebäuden über ganze Kernstädte bis zu thematisch übergreifenden Gruppen wie den Felsbildern des Valcamonica, prähistorischen Pfahlbauten, den mit der Herrschaft der Langobarden verbundenen Orten oder einer Gruppe spätbarocker Städte. Auch zählt Italien mit einer Küstenlänge von 7.600 km und einem warmen Mittelmeerklima zu den beliebtesten Badeurlaubszielen. In den Wintermonaten findet man in fast allen Regionen gut ausgestattete Skigebiete (Skigebiete in Südtirol).

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Kroatien
Kroatien liegt in der Übergangszone zwischen Mittel- und Südosteuropa. Das Staatsgebiet liegt östlich des Adriatischen Meeres und zum Teil im Südwesten der Pannonischen Tiefebene. Im Nordwesten bildet Slowenien, im Norden Ungarn, im Nordosten Serbien, im Osten Bosnien und Herzegowina und im Südosten Montenegro die Grenze. Das Gebiet der einstigen Republik Ragusa, das heute den südlichsten Teil des Staates ausmacht, verfügt über keine direkte Landverbindung zum übrigen Staatsgebiet, da der wenige Kilometer breite Meereszugang von Bosnien und Herzegowina dazwischen liegt; das Gebiet um Dubrovnik bildet damit die einzige Exklave des Landes. Kroatien verfügt über acht Nationalparks und elf geschützte Naturparks. Insgesamt stehen 450 Gebiete, davon 79 Sonderreservate (botanische, geomorphologische, ornithologische, Meeres- und Waldreservate) unter Naturschutz. Insgesamt sind 5846 Quadratkilometer bzw. zehn Prozent der Festlandsfläche Kroatiens geschützt, bei Zuzählung der geschützten Gewässer ergeben sich 6129 Quadratkilometer. Kroatien hat Anteile am Grünen Band Europas. Touristische Regionen von Norden nach Süden:

  • Slawonien
    Ostteil Kroatiens zwischen den Flüssen Save und Drave.
  • Istrien
    Die Halbinsel Istrien im nördlichen Teil mit einer Küste mit einsamen Buchten, Felsen-, Kies- und Sandstränden und mittelalterlichen Städten.
  • Mittelkroatien
    Mit der Hauptstadt Zagreb im Osten und der Kvarner-Bucht im Westen.
  • Dalmatien
    An der Adria im Süden und Südosten Kroatiens von Dubrovnik bis zu dem nördlichen Zadar mit heimeligen Buchten und romantischen Inseln.

Die wichtigsten touristischen Orte sind Dubrovnik (Weltkulturerbe, Perle der Adria, Ziel vieler Kreuzfahrten), Karlovac (wichtigste Stadt Mittelkroatiens), Makarska, Opatija (Seebad an der Kvarner Bucht), Osijek (wichtigste Stadt Slawoniens), Pula (südlichste Stadt Istriens, römisches Kolosseum), Poreč (wichtigste Touristenstadt und Weltkulturerbe: Euphrasius-Basilika), Rijeka (drittgrößte Stadt des Landes), Rovinj (in Istrien), Split (zweitgrößte und eine der schönsten Städte des Landes mit dem Weltkulturerbe Diokletianspalast), Zagreb (Hauptstadt), Zadar, Šibenik und Trogir (Weltkulturerbe und vermeintlich schönste Stadt des Landes). Die größten Städte Kroatiens sind Zagreb, Split, Rijeka, Osijek, Zadar, Velika Gorica, Slavonski Brod, Pula, Karlovac, Sisak, Varaždin, Šibenik, Dubrovnik, Bjelovar, Kaštela, Samobor, Vinkovci und Koprivnica (Orte in Kroatien). Das Land beherbergt zehn UNESCO-Welterbestätten.

Die kroatischen Länder befinden sich seit Jahrhunderten im Spannungsfeld und Grenzbereich zwischen mehreren Kulturkreisen. Zur Zeit der Einwanderung der Kroaten im 7. Jahrhundert verlief die Ostgrenze der kroatischen Länder etwa an der Grenze zwischen dem Ost- und Weströmischen Reich. Im 9. Jahrhundert verlief dort die Grenzlinie zwischen dem Fränkischen Reich und dem Byzantinischen Reich. In den folgenden Jahrhunderten verlief in Kroatien die Konfliktzone der damaligen Großmächte Venedig, des Habsburgerreiches und des Osmanischen Reiches. (Geschichte Kroatiens und Kultur und Gesellschaft Kroatiens).

Der Tourismus ist ein wichtiger Zweig der Wirtschaft Kroatiens. Das Land ist eines der beliebtesten Urlaubsreiseziele Europas und verfügt über eine langjährige Tradition im Fremdenverkehr. Mit rund 16 Millionen ausländischen Besuchern und 90 Millionen Übernachtungen im Jahr ist Kroatien eines der populärsten Urlaubsziele der Welt. Acht Gebiete wurden zu Naturschutzparks ernannt. Die Landschaft dieser Gebiete erhielt Schutz vor Entwicklungsprojekten. Mehrere Firmen betreiben Flottillen von Yachten entlang der Küste, die auch unter Tauchern populär ist. Die Halbinsel Istrien im Nordwesten Kroatiens ist das Zugpferd des kroatischen Tourismus und hat viele Sehenswürdigkeiten. Entlang der westlichen Küste gibt es historische Städte aus römischen Zeiten, wie z. B. Umag, die Heimat des auf Quarzsandplätzen jährlich veranstalteten ATP Umag Tennisturniers ist. Die Stadt von Poreč ist berühmt für die von UNESCO beschützte Euphrasius-Basilika, die auch die renommierte Mosaiken aus dem sechsten Jahrhundert beinhaltet Ferner weist der Stadtplan noch immer antike römische Castrum Struktur auf. Weitere bedeutende Städte sind Rovinj, Vrsar, Labin, Motovun, Rabac und Pazin. Die größte Stadt der Halbinsel ist Pula mit dem römischen Amphitheater. Das antike Amphitheater Pula ist u.a. Austragungsort des Filmfestivals von Pula. Des Weiteren finden hier auch viele Konzerte einheimischer und internationaler Stars statt. Die Kvarner Bucht ist neben Dalmatien im Süden und Istrien im Norden ein sehr beliebtes Ziel. Vor allem die Küstenstädte wie Opatija, Crikvenica und Novi Vinodolski sowie die vorgelagerten Inseln Krk, Rab, Cres und Lošinj zählen zu den größten Touristenorten in der Region. Größte Stadt der Kvarner Bucht ist Rijeka. Rijeka gilt als Ausgangspunkt für Segler in der nördlichen Adria. Im Hinterland der Kvarner Bucht befinden sich die Regionen Gorski Kotar und die Lika. Die Lika ist u.a. durch den Nationalpark Plitvicer Seen und das Velebit Gebirge bekannt. Dalmatien ist vor allem durch ihre Touristenorte Zadar, Šibenik, Trogir, Split, die Makarska Riviera, Dubrovnik und die Inseln Brač, Hvar, Korcula und Mljet bekannt geworden. Zahlreiche UNESCO-Weltkulturerbestätten sind hier zu entdecken. Des Weiteren ist das Kornaten-Archipel vor Zadar ein beliebtes Ziel von Segeltörns.

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© CIA World Factbook

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Lettland
Lettland befindet sich im Zentrum des Baltikums. Die Zuordnung der Gesamtregion wiederum ist umstritten und wird neben geographischen Faktoren auch von historisch-kulturellen und politischen Aspekten beeinflusst. So wird das Baltikum sowohl Nordeuropa, Mitteleuropa, Osteuropa und Nordosteuropa zugeordnet. Lettland besteht im Wesentlichen aus den vier historischen Regionen Kurland im Westen, Livland im Nordosten, Semgallen als schmaler Streifen zwischen Düna und der litauischen Grenze sowie Lettgallen im Südosten. Zwischen diesen Regionen gibt es kulturelle und soziale Unterschiede, zum Beispiel unterscheiden sich die traditionellen Trachten von Region zu Region. Lettgallen hat sogar einen eigenen Dialekt. Lettland ist zum größten Teil ein bewaldetes Moränen-Hügelland mit zahlreichen Seen und einer langen, wenig gegliederten Küstenebene. Die längsten Flüsse Lettlands sind die Düna und die Gauja. Der größte See Lettlands ist der Lubāns mit 80,7 km², der Dridza-See ist der tiefste See der baltischen Länder (65,1 m Tiefe). Die Hauptstadt Riga ist auch in geographischer Hinsicht das Zentrum des dünn besiedelten Landes. Der Rigaische Meerbusen, eine Bucht der Ostsee, liegt im Nordwesten des Landes. Die Republik Lettland hat eine Fläche von 64.589 km² und ist damit etwas kleiner als Bayern. Das Land grenzt im Nordosten auf einer Länge von 343 km an Estland, im Osten auf einer Länge von 276 km an Russland, im Südosten auf einer Länge von 161 km an Weißrussland und im Süden auf einer Länge von 588 km an Litauen. Die Küstenlinie entlang der Rigaer Bucht im Norden und der Ostsee im Westen misst etwa 498 km; Seegrenzen hat Lettland mit Estland und Litauen. Die durchschnittliche Höhe Lettlands beträgt 87 m. Der höchste Berg ist der 120 km östlich von Riga gelegene Gaiziņkalns mit 311 m. Lettland wird kulturell vor allem nordeuropäisch beeinflusst. Die Altstädte weisen die typischen im Raum der Hanse verbreiteten Elemente auf. Auch die aktuelle lettische Kultur besitzt vielfältige Beziehungen zu Schweden und Finnland, vor allem aber zum norddeutschen Kulturraum. Die größten Städten sind Rīga, Daugavpils, Liepāja, Jelgava, Jūrmala, Ventspils, Rēzekne, Valmiera, Ogre, Jēkabpils und Tukums (Städte in Lettland). Das Land beherbergt zwei UNESCO-Welterbestätten.

Im 2. Jahrtausend v. Chr. besiedelten die ersten indoeuropäischen Stämme, die Vorläufer der späteren Letten und Litauer, das Gebiet Lettlands. Sie verdrängten oder assimilierten die dort vorher lebenden finnugrischen Stämme. In antiken Schriften werden die Balten als Aisti oder Aesti bezeichnet. Die Siedlungsgebiete der Balten und Liven im frühen Mittelalter waren in zahlreiche kleine Fürstentümer zersplittert. Ab 1202 wurden die lettischen Kleinfürstentümer vom Schwertbrüderorden erobert, der 1237 im Deutschen Orden aufging. Gleichzeitig begann die Einwanderung von Deutschen. Die deutsche Oberschicht stellte jahrhundertelang das Stadtbürgertum und die Großgrundbesitzer (Geschichte Lettlands und Kultur Lettlands).

Die lettische Nationalküche ist nordeuropäisch geprägt sowie beeinflusst vom großen Nachbarn Russland. In der lettischen Sowjetrepublik sowie im “freien Lettland” gab und gibt es zahlreiche Buchveröffentlichungen, die von der einfachen, aber variationsreichen Küche mit wenigen Grundzutaten und der Freude der Letten an Gastronomie und Hausmannskost zeugen. Ein Kochbuch trägt den Titel “400 Kartoffelgerichte”, woanders findet man umfangreiche Kapitel über “kalte Suppen”, oft auf (Butter-)Milchbasis, oder die vielfältige Verwendung von Brot. In Riga wird viel Fisch kulinarisch verarbeitet. In den ländlichen Gebieten ist die Versorgung sowohl mit Lebensmitteln als auch mit Industriewaren oftmals sehr beschränkt und ermöglicht nur eine durchschnittliche Versorgung. Anders sieht es dagegen in den Touristenhochburgen Riga und Jurmala aus. Gerade in der Hauptstadt haben sich eine Vielzahl von Geschäften aller Größenordnungen und Inhalte angesiedelt. Dort finden sich im Bereich der Kleidung originelle kleine Läden, die von Einheimischen betrieben werden, gleich neben den durchgestylten Boutiquen großer Handelsketten und Markenartikelern. Letztere sind aber meist so gestaltet wie überall in Europa, so dass allein deswegen eine Reise nicht lohnt. Auch das Preisverhältnis im Bereich Kleidung nähert sich langsam dem mitteleuropäischen Niveau an. Lebensmittel sind in allen Städten – egal welcher Größe – zumeist in Supermärkten westlichen Zuschnitts erhältlich. Zwei der bedeutenden Ketten sind Rimi und Maxima. Während dort das Preisniveau ebenfalls nur leicht unter dem mitteleuropäischen Zuschnitt liegt, sind die vielfach anzutreffenden Märkte meist deutlich preisgünstiger und warten in der Regel auch mit erstklassiger Ware direkt aus dem Land auf. Besonders empfehlenswert ist dabei ein Besuch der Markthallen Riga, die sich direkt hinter dem Hauptbahnhof und neben dem Busbahnhof befinden. Doch Vorsicht: Die angebotene Frischware ist nicht staatlich kontrolliert! Wer also seinen persönlichen Gammelfleischskandal vermeiden will, sollte die Ware in Ruhe und sorgfältig prüfen. Während im Winter das öffentliche Leben praktisch zum Erliegen kommt, wird in den Sommermonaten ausgiebig gefeiert. Gerade in Riga und Jurmala werden dann die Nächte sehr lang. Getanzt wird oftmals gleich auf den Straßen, in denen Bands spielen oder auch einfach nur ein Kofferradio dudelt.

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Litauen
Litauen befindet sich im Süden des Baltikums. Die Zuordnung der Gesamtregion wiederum ist umstritten und wird neben geographischen Faktoren auch von historisch-kulturellen und politischen Aspekten beeinflusst. So wird das Baltikum sowohl Nordeuropa, Mitteleuropa, Osteuropa und Nordosteuropa zugeordnet. Litauen grenzt im Norden an Lettland, im Osten und Südosten an Weißrussland. Die Grenze zu Polen im Süden ist nur etwa 100 Kilometer lang, stellt aber die wichtigste Verbindung nach Mittel- und Westeuropa dar. Nach Südwesten schließt sich als Exklave die russische Oblast Kaliningrad an, die Grenze wird teilweise von der Memel gebildet. Im Westen liegt die Ostsee, zu der Litauen über den Hafen Klaipėda Zugang hat. Litauen wird von vielen verschiedenen kulturellen Einflüssen geprägt. Da ist zum einen die lange Selbstständigkeit und Aufrechterhaltung einer nichtchristlichen Staatsreligion, die lange gemeinsame Geschichte mit Polen, Beziehungen zur Hanse und im Ostseeraum, Zugehörigkeit zum russischen Zarenreich. Hierher stammen die in den Großstädten nicht zu übersehenden orthodoxen Kirchen. Im Westen des Landes ist hanseatischnordeuropäische Tradition mit starken deutschen, dänischen und schwedischen Einflüssen sichtbar, z. B. (Backsteingotik, Fachwerkhäuser). Im Osten, besonders in Vilnius, sind vielfach polnische Kulturelemente präsent. Ähnlich wie in Lettland gibt es auch in Litauen je nach Zählweise vier bis fünf historische Regionen, die sich nicht nur landschaftlich, sondern auch durch Tradition und Dialekt unterscheiden:

  • Aukštaitija
    Die flächenmäßig größte Region im Nordosten bis zur Hauptstadt Vilnius.
  • Žemaitija
    Macht den nordwestlichen Teil des heutigen Litauen aus.
  • Suvalkija
    Aufgrund vergleichsweise guter Böden eine stark landwirtschaftlich geprägte Region im Südwesten.
  • Dzūkija
    Von allen Regionen des heutigen Litauens war sie im Mittelalter am wenigsten der Expansion und den Angriffen des Deutschen Ordens ausgesetzt. Die Region liegt im Südosten.
  • Mažoji Lietuva
    Das frühere Memelland, das zu Sowjetzeiten und bisweilen heute noch zur Žemaitija gezählt wird. Die übrigen vier Regionen werden im Gegensatz dazu zusammengefasst als Didžoji Lietuva (wörtlich Groß-Litauen) bezeichnet.

Die größten Städte sind Vilnius, Kaunas, Klaipėda, Šiauliai, Panevėžys, Alytus, Marijampolė, Mažeikiai, Jonava und Utena (Städte in Litauen). Die berühmtesten Landschaften sind die Kurische Nehrung und das Kurische Haff, die teils zu Litauen, teils zur russischen Exklave Kaliningrad gehört. Eine andere attraktive Landschaft ist der Nationalpark Aukštaitija im Nordosten des Landes. Das Land beherbergt vier UNESCO-Welterbestätten.

Der Anfang Litauens als Staat liegt im 13. Jahrhundert, nachdem baltische Stämme das bestehende Staatsgebiet ab dem 3. Jahrtausend vor Christus besiedelt hatten. Fürst Mindaugas, der sich 1253 vom Papst abgesegnet sogar zum König krönen ließ, brachte die Nachbarstämme mit militärischer Gewalt unter seine Hoheit. Sein Fürstentum/Königreich umfasste bei seinem Tod 1263 in etwa das Gebiet Litauens. Die Staatenbildung erfolgte gerade noch zeitig genug, um den von Norden und Süden vordringenden Rittern des Deutschen Ordens erfolgreich Widerstand leisten zu können. Parallel dazu erfolgte bereits im 14. Jahrhundert die Expansion nach Osten. Aus dem Zerfall der alten Kiewer Rus nach dem Mongolensturm bis 1240 hatten sich mehrere Nachfolgefürstentümer entwickelt. Durch den Deutschen Orden wurde Litauen an einer expansiven Westpolitik gehindert, während die Ostflanke durch den Tatareneinbruch offen lag. In dieses Machtvakuum stieß nun das Großfürstentum Litauen vor und geriet mit der Eroberung von Kiew (nach 1362) in die Konkurrenz zum Großfürstentum Moskau um die Vorherrschaft unter den russischen Teilfürstentümern. Die litauische Ostexpansion fand ihren Höhepunkt in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts (Geschichte Litauens und Kultur Litauens).

Zu den Top-Reisezielen gehören Vilnius, Kaunas, Klaipėda. Das litauische Nationalgericht sind Cepelinai, Teigklöße in Zeppelinform mit Fleischfüllung. Man findet sowohl Restaurants mit traditioneller Kost (die naturgemäß Verwandtschaft zu den Nachbarländern aufweist) als auch internationale Angebote wie z.B. Fast-Food-Ketten. In den größeren Städten gibt es zahlreiche Bars, Pubs und Diskotheken. Zu beachten ist, dass Diskotheken sich erst ab Mitternacht füllen. Es gibt jedoch keine Sperrstunde und so haben die Nachtclubs oft bis 5 Uhr morgens oder noch länger geöffnet. In Diskotheken werden eher Spirituosen und Longdrinks als Bier und Cocktails getrunken. In Bars und Pubs ist hingegen Bier oft die erste Wahl. Hier werden meistens auch Snacks und einfache Gerichte serviert. Palanga ist wohl das begehrteste Ostseeziel schlechthin in Litauen während der Sommermonate. Viele junge Litauer fahren hier hin, um ausgelassen zu feiern. In den Kneipen wird häufig Livemusik gespielt, die vom traditionellen Liedgut bis zu Popmusik reicht.

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Luxemburg
Das Großherzogtum Luxemburg (französisch Grand-Duché de Luxembourg) ist eine Demokratie parlamentarische Monarchie im Westen Mitteleuropas. Es ist das letzte Großherzog- bzw. Großfürstentum (von einst zwölf) in Europa. Das Land gehört zum mitteldeutschen Sprachraum. Gemeinsam mit seinen Nachbarn Belgien und die Niederlande bildet Luxemburg die Beneluxstaaten. Mit einer Fläche von 2586 Quadratkilometern ist Luxemburg einer der kleinsten Flächenstaaten weltweit und nach dem Inselstaat Malta das zweitkleinste Land der Europäischen Union. Es grenzt im Süden über 73 Kilometer an Frankreich, im Westen über 148 Kilometer an Belgien und im Osten über 135 Kilometer an Deutschland. Der Norden des Landes ist ein Teil der Ardennen und wird (das) Ösling genannt. Dieser Teil liegt auf durchschnittlich 400 bis 500 Metern über dem Meeresspiegel. Die Landschaft im Ösling ist geprägt von bewaldeten Bergen, Hügeln und tiefen Flusstälern, zum Beispiel das Tal der Sauer. Mit 560 Metern stellt der Hügel Kneiff in Huldingen die höchste Erhebung des Landes dar. Der 559 Meter hohe Burgplatz ist mit seinem grasbewachsenen Wassertankdach auf 562 Metern Höhe Luxemburgs höchster begehbarer Punkt. Dritthöchste Erhebung Luxemburgs und höchste Erhebung der Südardennen ist der 554 Meter hohe Napoleonsgaard bei Wahl. Im Norden Luxemburgs werden 358 Quadratkilometer des Landes durch den Deutschland-Luxemburgischen Naturpark geschützt. Im Süden liegt das fruchtbare Gutland, das zum Lothringer Stufenland gehört. Dieses Gebiet weist eine höhere Bevölkerungs- und Industriedichte als das Ösling auf. Entwässert wird das Land durch die west-östlich verlaufende Sauer, mit Klerf und Our im Norden und Alzette im Süden. Der niedrigste Punkt des Landes, Spatz genannt, befindet sich am Zusammenfluss von Sauer und Mosel in Wasserbillig. Zu den Gemeinden gehören Bascharage, Clervaux, Colmar-Berg, Diekirch, Echternach, Esch-sur-Alzette, Ettelbrück, Grevenmacher, Luxemburg, Mersch, Mertert, Pétange, Redingen, Remich, Rosport, Vianden, Weiswampach und Wiltz (Gemeinden in Luxemburg). Das Land beherbergt eine UNESCO-Welterbestätte.

Das Gebiet des heutigen Großherzogtums Luxemburg wurde in geschichtlicher Zeit nacheinander von Kelten, Römern und Franken besiedelt. Der Wiener Kongress machte Luxemburg 1815 nominell zu einem selbständigen Großherzogtum, das unter den Königen des Hauses Nassau-Oranien in Personalunion mit dem Königreich der Niederlande verbunden war. Anders als die übrigen Gebiete des neu geschaffenen Königreichs wurde Luxemburg aber Teil des Deutschen Bundes und trat 1842 auch dem deutschen Zollverein bei. Als deutsche Bundesfestung erhielt die Hauptstadt Luxemburg eine preußische Garnison. Als sich 1830/39 Belgien in der belgischen Revolution vom Königreich der Niederlande trennte, verlor Luxemburg mehr als die Hälfte seines Staatsgebietes (Provinz Luxemburg) an den neu gegründeten Staat, erhielt aber auch mehr Autonomie. Bis dahin war Luxemburg mehr oder weniger wie eine niederländische Provinz regiert worden (ähnlich wie das Herzogtum Limburg (1839-66)). 1841 erhielt das Land eine ständische, 1848 eine später mehrfach revidierte Verfassung mit einem Zensuswahlrecht. Nach dem preußischen Sieg im Deutschen Krieg von 1866 löste sich der Deutsche Bund auf. Unter der Führung Preußens wurde der Norddeutsche Bund als Bundesstaat gegründet, der jedoch Luxemburg nicht umfasste; die preußischen Truppen blieben gleichwohl vorerst in Luxemburg (Geschichte Luxemburgs und Kultur Luxemburgs).

Shoppen kann man in Luxemburg Stadt in und um die Grand-rue (“Grousgaass”) sowie um den Bahnhof, in Esch-Alzette (rue d’Alzette “Uelzechtstrooss”) sowie in Ettelbrück. Günstig einkaufen im Hinblick auf Alkoholika, Wein, Schokolade, Kaffee sowie Luxemburger Spezialitäten kann man in jedem größeren Dorf entlang der Grenzen zu Deutschland, Frankreich und Belgien (oftmals Tankstellen mit Supermarkt mit erweiterten Öffnungszeiten). Das Nachtleben spielt sich überwiegend in der Hauptstadt ab. So gibt es hier zahlreiche Bars und Clubs mit den unterschiedlichsten Musikstilrichtungen. Die Preise bewegen sich in der Mittelklasse. Raucher- und Nichtraucher-Kneipen sind gekennzeichnet. Urige und trendige Kneipen gibt es hauptsächlich und gebündelt in Clausen und Grund, Nachtclubs eher im Bereich des Bahnhofs. Es gibt zahlreiche Hotels, Hostels und Campingplätze. Die Hotelpreise in Luxemburg-Stadt haben durchaus internationales Niveau. Ist man aber gewillt, auch nur 5-10 km vom Zentrum entfernt zu übernachten, gehen die Preise relativ schnell zurück. Die Campingplätze sind durchweg sehr gut ausgebaut und komfortabel bis luxuriös. Im Sommer sind die Plätze weitestgehend von Holländern besetzt, danach kommen Belgier und Deutsche.

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Malta
Die Republik Malta ist ein südeuropäischer Inselstaat im Mittelmeer. Der Name Malta geht auf die punische Bezeichnung für einen Zufluchtsort malet zurück, die Griechen nannten die Insel Melite, bei den Römern hieß sie Melita. Die Hauptinsel Malta ist 246 Quadratkilometer groß, gen Südosten ausgerichtet und erreicht eine Länge von 28 und eine maximale Breite von 13 Kilometern. Zwischen ihrem nordwestlichen Ende und der zweiten Hauptinsel Gozo erstreckt sich der 4,4 Kilometer weite Gozokanal, in dem die 2,7 Quadratkilometer große Insel Comino sowie das unbewohnte Felseneiland Cominotto liegen. Gozo, 67 Quadratkilometer groß, misst in Ost-West-Richtung 14,3 Kilometer in der Länge und bis zu 7,25 Kilometer in der Breite. Die weiteren – sämtlich unbewohnten – Inseln des Staats sind das 4,4 Kilometer südlich Maltas gelegene Filfla und die Saint Paul’s Islands am nördlichen Ende der St. Paul’s Bay, die 83 Meter vor der Küste liegen und tatsächlich zusammenhängen, deren Verbindungsstück bei rauer See allerdings überspült werden kann. Im Westen Gozos, an der Schwarzen Lagune nahe dem Dwejra Point, ragt der 60 Meter hohe Fungus Rock aus dem Meer, ein großer Kalksteinfelsen. Manoel Island im Marsamxett Harbour zwischen Valletta und Sliema wird gemeinhin nicht mehr zu den Inseln gezählt, da sie über einen Damm und eine Straße mit dem Festland verbunden ist. Das charakteristischste geographische Merkmal Maltas ist die Verschiedenheit seiner Küstenlinien, was sich besonders auf der Hauptinsel offenbart. Sind die Ost- und die Nordostseite von flachen Stränden und weiten Buchten wie der Marsaxlokk Bay, dem Marsamxett Harbour, dem Grand Harbour, der Mellieħa Bay und der St. Paul’s Bay geprägt, finden sich im Südwesten und Norden sehr scharf gezeichnete Küstenabschnitte mit Felsformationen und grottenähnlichen Einschnitten. Auf dieser Seite erhebt sich Malta sehr schroff aus dem Meer und bildet langgezogene Steilküsten, die an den Dingli Cliffs im Ta’ Dmejrek kulminieren, der mit 253 Metern höchsten Erhebung des Landes. Weitere Karsthöhenzüge finden sich im Nordwesten mit der Mellieħa Ridge, der Bajda Ridge und der bis zu 122 Meter hohen Marfa Ridge. Die höchsten Erhebungen Gozos messen 127 Meter. Auf Grund der extremen Wasserarmut (Wasserversorgung) existieren auf Malta, Gozo und Comino keine permanenten Flüsse. Nach starken Niederschlägen im Winter können sich einige ausgetrocknete Bachbetten zeitweise mit Regenwasser füllen. Diese zumeist kleinen Rinnsale laufen in engen Felsentälern, den Wieds, zusammen, wo sie nicht so schnell wieder verdunsten. Der längste zeitweilige Bachlauf ist im Wied l-Għasri zu beobachten, der an der Nordküste Gozos in eine fjordähnliche Meeresbucht abfließt. Der einzige größere See des Archipels ist künstlich angelegt und befindet sich innerhalb des Ghadira Nature Reserve auf der Landenge vor der Marfa Ridge knapp zwei Kilometer nordwestlich von Mellieħa. Er misst 350 m mal 220 m und besitzt zahlreiche Binneninseln. Die Städte rund um die Hauptstadt Valletta sind eng miteinander verwachsen, so dass eine Großstadt mit rund 300.000 Einwohnern entstanden ist. Teils sind die einzelnen Orte nur durch eine Strasse getrennt und gehen für nicht-Einheimische ohne erkennbare Abgrenzung (wie Quartiere) ineinander über, das Busnetz und verschiedene Fährverbindungen verbinden die verschiedenen Orte. Die größte Stadt ist Birkirkara mit rund 23.000 Einwohnern, die besten Einkaufsmöglichkeiten gibt es in Sliema. An der Spitze der Halbinsel zwischen den beiden Hafenbecken liegt der Hauptstadtbezirk Valletta, zum dem auch Sliema, Birkirkara und Birgu gehören. Ausserhalb der Region des Grossraums Valetta liegen als eigene Städte Mdina (die ummauerte alte Inselhauptstadt), Rabat (die Schwesterstadt von Mdina), Qormi, Mosta, San Pawl il-Baħar (St. Paul’s Bay mit Qawra und Buggiba) und Mellieħa. Das Land beherbergt drei UNESCO-Welterbestätten.

Im späten Neolithikum wurden auf dem Archipel bedeutende Megalithtempel errichtet, deren Überreste zum UNESCO-Welterbe zählen. Die maltesische Kultur wurde geprägt von den mediterranen Großreichen, etwa der Karthager, Römer, Byzantiner und Araber, zu denen die Inselgruppe in der Antike und dem Mittelalter gehörte; in Religion und Brauchtum ist sie vor allem vom römisch-katholischen Süditalien beeinflusst, sprachlich von den Arabern. Eine eigenständige Entwicklung erfuhr sie ab 1530 unter der Herrschaft des souveränen Malteserordens. Ab 1814 britische Kolonie, erlangte Malta am 21. September 1964 die Unabhängigkeit. Am 1. Mai 2004 trat das Land der Europäischen Union bei, deren kleinster Bundesstaat es seither ist (Geschichte Maltas und Kultur Maltas).

Malta ist ein wichtiger Bestandteil des internationalen Tourismus und im Sommer eine der Hauptdestinationen für europäische Touristen im Mittelmeerraum. Für Maltas Wirtschaft ist der Tourismus ein entscheidender Zweig. Von April bis Oktober ist Hochsaison auf Malta, wobei der August der besucherstärkste Monat ist. Die hohe Auslastung kommt dadurch zustande, dass die Tourismuspolitik Maltas Alternativen zum bestehenden Tourismusangebot im Mittelmeerraum schafft. Neben Badeurlaubern kommen viele Kultur- und Stadttouristen auf die Insel, wodurch Malta eine schwächere Saisonalität als andere Mittelmeerinseln aufweist. Von November bis Februar sinken die Besucherzahlen nie unter 40.000 Besucher pro Monat, deshalb bleiben viele Hotels ganzjährig in Betrieb. In der Hauptsaison kommen überwiegend Bade- und Strandurlauber, während in den Wintermonaten wetterunabhängige Tourismusformen, wie Kultur- und Bildungstourismus zum Tragen kommen. Ein großer Zweig sind dabei Sprachreisen, wobei hauptsächlich Englisch- und Italienischkurse angeboten werden Dabei bietet Malta Platz für etwa 60.000 Sprachschüler. Pauschalreisen nach Malta sind in der Regel teurer als vergleichbare Reisen nach Spanien oder Griechenland. Etwa sieben Kilometer südlich von Valletta liegt der internationale Flughafen Luqa. Durch die zentrale Lage kann von jedem Punkt Maltas der Flughafen innerhalb von 30–40 Minuten erreicht werden. Die Touristenorte befinden sich hauptsächlich im Nordwesten und Südosten der Hauptinsel. Der Südwesten und der äußerste Süden dagegen sind aufgrund der Steilküsten nicht besonders attraktiv für Touristen. Es gibt einige Ausnahmen, wie z. B. die Sandstrände der Buchten Golden Bay oder Ghajn Tuffieha Bay. Zu den beliebtesten Touristenattraktionen zählen unter anderem die Blaue Grotte, die Dingli Cliffs, die Altstadt von Valletta, die Festungsstadt Mdina und die kleinen Küstenorte wie Marsaxlokk. Auf den Nebeninseln Gozo und Comino sind zum größten Teil Tagestouristen zu verzeichnen und daher gibt es nur vereinzelte touristische Einrichtungen. Auf Comino gibt es nur ein einziges Hotel der Mittelklasse. Auch auf Gozo gibt es nur einige kleinere Hotelanlagen, Restaurants oder Gaststätten. Hier verteilen sich die wenigen Betriebe über die ganze Insel. Gozo steht für das traditionelle ländliche Malta und wird deshalb und aufgrund der hohen Lebensqualität von den Einwohnern und der Regierung vor allem zu einem Ziel für sanften Tourismus entwickelt.

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Niederlande
Die Niederlande sind eines der vier autonomen Länder des Königreiches der Niederlande. Das überwiegend im nördlichen Westeuropa liegende Land wird dort durch die Nordsee im Norden und Westen, Belgien im Süden und Deutschland im Osten begrenzt. Die Hauptstadt der Niederlande ist Amsterdam, der Regierungssitz ist Den Haag. Zusammen mit Belgien und Luxemburg bilden die Niederlande die Benelux-Union. Die Niederlande sind Gründungsmitglied der Montanunion von 1951, aus der sich mehrere Nachfolger und 1992 die Europäische Union (EU) entwickelten. Die Niederlande sind in die folgenden Regionen (provincies) unterteilt: Drente (Provinzhauptstadt ist Assen), Flevoland (Provinzhauptstadt ist Lelystad), Friesland (Provinzhauptstadt ist Leeuwarden), Gelderland (Provinzhauptstadt ist Arnhem), Groningen (Provinzhauptstadt ist Groningen), Limburg (Provinzhauptstadt ist Maastricht), Noord-Brabant (Provinzhauptstadt ist ‘s-Hertogenbosch), Noord-Holland (Provinzhauptstadt ist Haarlem), Overijssel (Provinzhauptstadt ist Zwolle), Utrecht (Provinzhauptstadt ist Utrecht), Zeeland (Provinzhauptstadt ist Middelburg) und Zuid-Holland (Provinzhauptstadt ist Den Haag). Sondergemeinde in der Karibik sind Bonaire, Sint Eustatius und Saba. Autonome Landesteile in der Karibik mit eigener Regierung und Verfassung sind Aruba, Curaçao und Sint Maarten. In den Niederlanden haben unter anderem folgende internationale Institutionen ihren Sitz: Internationaler Gerichtshof, Internationaler Strafgerichtshof, Europol und Europäisches Weltraumforschungs- und Technologiezentrum.

Nach Zugehörigkeit zum Ostfrankenreich und zum Heiligen Römischen Reich gilt das Jahr 1581 als Geburtsstunde der Vereinigten Niederlande, die mit dem Westfälischen Frieden endgültig anerkannt wurde. Die Niederlande wurden zu einer Handels-, Kolonial- und Militär-Großmacht. Das 17. Jahrhundert wird als Goldenes Zeitalter beschrieben. Die Verfassung der Niederlande geht auf die Zeit des Wiener Kongresses 1814/15 zurück. Das Land beherbergt zehn UNESCO-Welterbestätten (Geschichte der Niederlande und Kultur der Niederlande).

Touristisch interessant ist das Land vor allem aus drei Gründen: historische Städte (Städte in den Niederlanden) ob groß oder klein, Radwanderwege in flacher, grüner Landschaft, sowie die Küste mit ihren Stränden sowie den Gelegenheiten zum Wassersport. Die touristisch wichtigsten Städte sind:

  • Amsterdam – Hauptstadt und größte Stadt. Ein absoluter touristischer Höhepunkt, allein schon wegen der in Europa selten gewordenen Grachten (Kanäle), allerdings gerade im Sommer sehr überlaufen.
  • Den Haag – Niederländischer Regierungssitz sowie Hauptstadt der Provinz Zuid-Holland, drittgrößte Gemeinde des Landes. Gelegen direkt an der Nordseeküste (Scheveningen). Wer Den Haag anstelle von Amsterdam anläuft, dürfte nicht enttäuscht werden.
  • Groningen – Pittoreske Hauptstadt der nördlichen Provinz Groningen mit schöner Altstadt. Reichlich entlegen von den Bevölkerungszentren des Landes, aber für ein Wochenende sehr geeignet. Die Universitätsstadt Groningen ist durchaus der “Prototyp” einer Niederländischen Stadt mit sehr hoher Fahrradnutzung. Wer für ein Wochenende dieses Flair abseits des Trubels von Amsterdam einmal erfahren möchte, ist hier richtig.
  • Maastricht – Pittoreske Hauptstadt der Provinz Limburg, gelegen im südlichsten Zipfel der Niederlande. Viele Jugendstilgebäude aus einer katholischen Vergangenheit und Ausflugsmöglichkeiten nach Belgien und Deutschland.
  • Nijmegen, Universitäts- und größte Stadt der Provinz Gelderland, gelegen nahe Arnheims auf der anderen (linken) Seite der Waal.
  • Rotterdam – wichtigster Überseehafen Europas und zweitgrößte Stadt der Niederlande, eher moderne Stadt nach dem Verlust des historischen Zentrums im Zweiten Weltkrieg. Trotzdem gibt es hier auch ältere Stadtteile. Für Kunst- und Architekturliebhaber ein besonderer Tipp.
  • Utrecht – Hauptstadt der Provinz Utrecht, Universitätsstadt und viertgrößte Stadt der Niederlande, Eisenbahnknotenpunkt. Die zentralste Großstadt der Niederlande, mit mehreren Kirchen aus dem 12. Jahrhundert und einigen Grachten. Wer von Deutschland kommend eine Stunde weniger im Auto sitzen will, steigt vorzugsweise in Utrecht und nicht in Amsterdam oder Den Haag aus.

Zu den Natursehenswürdigkeiten gehören:

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Österreich
Österreich ist ein mitteleuropäischer Binnenstaat mit rund 8,8 Millionen Einwohnern. Die angrenzenden Staaten sind Deutschland und Tschechien im Norden, Slowenien und Italien im Süden, die Slowakei und Ungarn im Osten sowie die Schweiz und Liechtenstein im Westen. Österreich ist in folgende Bundesländer gegliedert: Burgenland (Eisenstadt), Kärnten (Klagenfurt), Niederösterreich (St. Pölten), Oberösterreich (Linz), Salzburg (Salzburg), Steiermark (Graz), Tirol (Innsbruck), Vorarlberg (Bregenz) und Wien (Bundeshauptstadt) – (Städte in Österreich). Österreichische Regionen sind: Alpen (Kärnten, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg, Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermark), Hohe Tauern (Kärnten, Salzburg, Tirol), Oberes Ennstal (Steiermark), Salzkammergut-Ausseerland (Salzburg, Oberösterreich, Steiermark), Neusiedler See/Seewinkel (Burgenland), Naturpark Raab (Burgenland), Wachau (Niederösterreich), Waldviertel (Niederösterreich), Weinviertel (Niederösterreich), Mostviertel (Niederösterreich), Industrieviertel (Niederösterreich), Zillertal (Tirol), Wipptal (Nordtirol), Ötztal (Tirol) und Arlberggebiet (Vorarlberg, Tirol). Weitere Ziele sind: Bodensee (Vorarlberg, Schweiz, Deutschland), Kaprun, Großglockner mit Großglockner-Hochalpenstraße, Nationalpark Hohe Tauern (Kärnten, Salzburg, Tirol) und Schneeberg (Niederösterreich), Puchberg, Zahnradbahn. Die österreichischen Nationalparks stellen nicht nur für die Natur ein Refugium dar, sondern auch für den gestressten Menschen der heutigen Zeit. Hier kann man noch die Stille des Waldes genießen und dem Plätschern des klaren Bächleins lauschen – ohne störende Nebengeräusche. Auf zahlreichen Wanderrouten erlebt man faszinierende Naturlandschaften sowie seltene Pflanzen und Tiere. Wildromantische Bach- und Felsschluchten, seltene Fauna und Flora und eine hohe landschaftliche Formenvielfalt machen diese Gebiete zu etwas Besonderem.

Die Bezeichnung Österreich ist in ihrer althochdeutschen Form Ostarrichi erstmals aus dem Jahr 996 überliefert. Zudem war die lateinische Form Austria in Verwendung. 1156 wurde Österreich im Heiligen Römischen Reich ein eigenständiges Herzogtum. Nach dem Aussterben des Geschlechts der Babenberger 1246 setzte sich das Haus Habsburg im Kampf um die Herrschaft in Österreich durch. Das als Österreich bezeichnete Gebiet umfasste später die gesamte Habsburgermonarchie sowie später das 1804 konstituierte Kaisertum Österreich und die österreichische Reichshälfte der 1867 errichteten Doppelmonarchie Österreich-Ungarn. Die heutige Republik entstand ab 1918, nach dem für Österreich-Ungarn verlorenen Ersten Weltkrieg, als die Siegermächte die Vereinigung Deutschösterreichs mit der Weimarer Republik verhinderten. Vom sogenannten Anschluss 1938 an, dem Wechsel von der Ständestaatsdiktatur in die nationalsozialistische, war Österreich bis 1945 Teil des Deutschen Reiches. Von den Siegern des Zweiten Weltkriegs neuerlich als eigenständiger Staat errichtet, erklärte Österreich nach dem Ende der alliierten Besatzung 1955 seine dauernde Neutralität und trat den Vereinten Nationen bei. Das Land beherbergt dreizehn UNESCO-Welterbestätten (Geschichte Österreichs und Österreichische Kultur).

Städteprofile

  • Wien: besitzt ein imposantes Kulturangebot. Aufregende Sehenswürdigkeiten sowie Wiener Gemütlichkeit zwischen Heurigem und Kaffeehaus machen Wien in aller Welt beliebt. Wiens Geschichte reicht zurück bis ins erste nachchristliche Jahrhundert, als die Römer das Militärlager Vindobona gründeten. Das heutige Stadtbild wurde vor allem im Barock geprägt. Besonders während der Regentschaft von Kaiserin Maria Theresia sowie von Kaiser Franz Joseph, der den Prachtboulevard der Ringstraße anlegen ließ. Eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt ist das barocke Schloss Schönbrunn, die ehemalige Sommerresidenz der Kaiser, die mit einer zauberhaften Parklandschaft, Palmenhaus, Gloriette und einem Tiergarten ausgestattet ist. In der Hofburg, von wo aus das Imperium des Habsburgerreiches regiert wurde, kann man in den prächtigen Alltag der Kaiserfamilie eintauchen. Im Barockschloss Belvedere ist heute die Österreichische Galerie untergebracht, die die größte Sammlung von Werken Klimts und Kokoschkas sowie prominente Werke Schieles präsentiert. Als Wahrzeichen Wiens gelten der gotische Stephansdom im Zentrum, das Riesenrad im Wiener Prater, einem traditionsreichen Vergnügungspark und die Spanische Hofreitschule mit ihrem berühmten Lipizzaner-Ballett.
  • Eisenstadt: Fürst Esterházy wählte sie zu seiner Residenzstadt, heute ist Eisenstadt Hauptstadt vom Burgenland. Spuren höfischen Lebens und das Erbe von Joseph Haydn begleiten hier die Besucher auf Schritt und Tritt. Eisenstadts Top-Sehenswürdigkeit ist das Schloss Esterházy, eine ursprünglich gotische Burg (1364), die von den Fürsten Esterházy großzügig aus- und umgebaut (1663-1672) und zum Zentrum des höfischen Lebens gemacht wurde. Heute präsentiert sich das Schloss als Ort lebendiger Kultur. Im Haydnsaal erklingen unter den herrlichen Deckenfresken bei festlichen Anlässen und Konzerten die Melodien Joseph Haydns. Überhaupt ist der Name des Komponisten untrennbar mit der Stadt verbunden. Ab dem Jahr 1761 wirkte er mehr als vierzig Jahre als Kapellmeister am Esterházyschen Hof. Heute begegnet man ihm u.a. in der Haydnkirche (Bergkirche), im Haydn-Mausoleum sowie im barocken Haydn-Haus und vor allem bei den Internationalen Haydntagen im September mit den weltbesten Haydn-Interpreten.
  • Klagenfurt: Die Hauptstadt Kärntens, liegt an einem der wärmsten und größten Alpenseen Europas – der Wörthersee ist jedes Jahr Reiseziel für internationale Prominenz, Wasserliebhaber und Sonnenanbeter. Klagenfurt besitzt eine der schönsten Altstädte Österreichs und wurde dafür schon dreimal mit dem Europa Nostra-Diplom ausgezeichnet. Charakteristisch sind die Renaissance-Innenhöfe, in denen heute moderne Boutiquen, In-Lokale und urige Gastgärten angesiedelt sind. Auf dem Neuen Platz befindet sich der Lindwurm, das steinerne Wahrzeichen der Stadt, die die Gründungssage Klagenfurts erzählt. Bei einer Schlosswanderung kann sich der Besucher ins Mittelalter zurück versetzen lassen. Weiterhin besitzt die Stadt zahlreiche Museen und Galerien von internationalem Ruf, worunter sich das Museum moderner Kunst, das Landes-Museum mit seinen römischen Funden (darunter der berühmte “Jüngling vom Magdalensberg”), der Wappensaal, das Diözesan-Museum und die Landhausgalerie befinden.
  • St. Pölten: Die Hauptstadt des Barocks könnte man die junge Landeshauptstadt in Niederösterreich beinahe nennen: barocke Bürgerhäuser und das Karmeliterinnenkloster sind Zeugen einer großen Vergangenheit. Erst 1986 wurde das 50.000 Einwohner zählende St. Pölten zur niederösterreichischen Landeshauptstadt erhoben. Dabei besitzt die Stadt an der Traisen das älteste verbriefte Stadtrecht Österreichs, welches bereits 1159 vom Passauer Bischof Konrad verliehen wurde. Hier kann man prächtige Barockgebäude, malerische Plätze und ansprechende Events in einer dynamischen und sehenswerten Stadt erleben. Die Stadt erlebte ihre erste Hochblüte 1689, als der Barock-Baumeister Jakob Prandtauer hierher übersiedelte und in der Folge einige bedeutende Bauwerke schuf. So gehen etwa das Karmelitinnenkloster oder der Kernbau des Instituts der Englischen Fräulein auf jenen Baumeister des Stiftes Melk zurück. In den barocken Bürgerhäusern auf dem Herrenplatz und auf dem 1995 von Boris Podrecca neu gestalteten Rathausplatz begegnen Ihnen eindrucksvolle Zeugnisse barocker Pracht. Ebenso in den Fassaden des Barockhauses in der Fuhrmanngasse sowie des erwähnten Instituts der Englischen Fräulein, zu deren berühmtesten Schülerinnen Paula von Preradović zählte, die Textdichterin der österreichischen Bundeshymne.
  • Linz: Aufgrund ihrer eigenständigen kulturellen Entwicklung und einer innovativen Kunst- und Kulturszene wurde Linz zur europäischen Kulturhauptstadt 2009 gewählt. Auch im Vorfeld werden bereits Veranstaltungen zu diesem Ereignis geboten. Eintauchen in die Welt von morgen, das ist in Linz~Donau schon heute möglich: Das Ars Electronica Center fasziniert mit dem CAVE, in dem man dreidimensionale virtuelle Welten durchwandern kann und überall zum Experimentieren eingeladen ist! Am anderen Donauufer beeindruckt das Lentos Kunstmuseum durch seine gläserne Architektur und die Meisterwerke des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Altstadt besticht mit idyllischen Gassen, geschichtsträchtigen Bauwerken und einem der größten mittelalterlichen Hauptplätze Zentraleuropas. Eine Fahrt mit dem knallgelben Linz City Express, mit der steilsten Schienenbergbahn Europas aus dem Jahr 1898 auf den Pöstlingberg oder mit einem Donauschiff lassen jede Sightseeing-Tour zum Abenteuer werden.
  • Salzburg: In der Mozartstadt dominieren Kirchen, Burgen, Schlösser und Palais das Stadtbild. Kein Wunder, dass die malerische Altstadt zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Über der Stadt, die rund 150.000 Einwohner zählt, erhebt sich als Wahrzeichen die Festung Hohensalzburg, die größte vollständig erhaltene Burg Mitteleuropas. Hier kann man sich einen guten Überblick verschaffen und seinen Rundgang planen: Nicht ausgelassen werden sollte bei solch einem Rundgang die Erzbischöfliche Residenz, eine prächtige Frühbarockanlage mit Prunkräumen und der Residenzgalerie (europäische Malerei 16. bis 19. Jahrhundert). Der nahe Salzburger Dom gilt als das bedeutendste sakrale Bauwerk der Stadt. Hier wurde Wolfgang Amadeus Mozart getauft, der in seiner Geburtsstadt als genius loci allgegenwärtig ist. Man sollte sich wohl ein wenig Zeit für das Mozart-Geburtshaus nehmen, in dem der geniale Komponist am 27.1.1756 das Licht der Welt erblickte. Das Haus befindet sich in der weltberühmten Getreidegasse, wo hohe, schmale Häuser, verlockende Geschäfte und romantische Innenhöfe für Ambiente sorgen. Nicht minder sehenswert ist das von Barockbaumeister Lukas von Hildebrandt großzügig gestaltete Schloss Mirabell mit seinem prächtigen Garten.
  • Graz: Die steirische Landeshauptstadt, deren Ursprünge bis in die Römerzeit zurück reichen, liegt an beiden Seiten der Mur. Graz war europäische Kulturhauptstadt 2003. Mitten in der Stadt thront der Schlossberg, ein bewaldeter, wanderbarer Berg. Von der ehemaligen Festung auf seinem Plateau ist heute nur mehr der Uhrturm zur Gänze erhalten, das alte Wahrzeichen der Stadt. Als neues Wahrzeichen schwebt seit 2003 über dem rechten Ufer der Mur das Kunsthaus wie eine riesige, bläulich schimmernde Blase. Zwischen altehrwürdig und dynamisch-modern fallen auch die Sehenswürdigkeiten der 305.000 Einwohner zählenden Stadt ins Gewicht: Der spätgotische Grazer Dom erinnert an jene Zeit, als Graz Kaiserstadt war. Im Mausoleum ruht Kaiser Ferdinand II. Im Landeszeughaus kann man sagenhafte 32.000 historische Waffen und Kriegsgeräte auf fünf Etagen besichtigen. Und das Landhaus mit seinem Renaissance-Arkadenhof wirkt beinahe wie ein venezianischer Palazzo.
  • Innsbruck: Im Herzen der Alpen trifft man weltberühmte Denkmäler als Zeugen großer Geschichte – Seite an Seite mit postmoderner, internationaler Spitzenarchitektur. Die Hofburg, das Schloss Ambras, die Ottoburg und die Basilika Wilten erzählen die bewegte Geschichte Innsbrucks, die mit Namen wie Philippine Welser oder Andreas Hofer verbunden ist. Kaiser Maximilian I. war wohl die berühmteste Persönlichkeit, die der Stadt ihren Stempel aufdrückte: Zum Beispiel mit dem von ihm errichteten Goldenen Dachl oder mit seinem Grabmal in der Innsbrucker Hofkirche. In jüngster Zeit haben moderne Architekten wie Dominique Perrault mit der Rathausgalerie und Zaha Hadid mit der Bergiselschanze maßgeblich das Bild der Stadt mitgestaltet. Eine eindrucksvolle Kulisse, in der Sie attraktive Events begeistern – von den Innsbrucker Festwochen bis zum Innsbrucker Advent.
  • Bregenz: Vorarlbergs Landeshauptstadt ist nicht nur auf Grund der Festspiele ein Publikumsmagnet für Kulturfans. Auch Beispiele moderner Baukunst setzen hier Meilensteine für das Kulturland Österreich. Heute ist die 2.000 Jahre alte Stadt am Bodensee mit dem Wahrzeichen Martinsturm im mittelalterlichen Stadtkern zum Magnet für Fans moderner Baukunst geworden. Architekten wie Hans Hollein, Jean Nouvel und Peter Zumthor sowie der Kreis der Vorarlberger Baukünstler haben in jüngster Zeit das Bild der 28.000-Einwohner-Stadt entscheidend mitgeprägt. Kulturelles Highlight ersten Ranges sind die Bregenzer Festspiele, bei denen seit mehr als einem halben Jahrhundert hochkarätige Regisseure erstklassige Opern inszenieren – mit dem “Hausorchester”, den Wiener Symphonikern, auf einer atemberaubenden Seebühne. Außerhalb der Festspielzeit finden auch alljährlich hunderte Veranstaltungen wie Ausstellungen, Konzerte oder der Bregenzer Frühling, ein international renommiertes Tanzfestival, statt.

Der Tourismus stellt in Österreich eine der wichtigsten Wirtschaftszweige dar. Mit indirekten Wertschöpfungseffekten kommt der Bereich auf 7 % des BIP. Der Fremdenverkehr verteilt sich gleichmäßig auf die Sommer- und Wintersaison, wobei aber ein Ost (mehr Sommertourismus)-West (mehr Wintertourismus)-Gefälle sichtbar ist. Bedeutende Sparten sind auch der Kultur- und Städte- sowie der Kur-, Wellness- und Tagungstourismus.

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Polen
Hauptstadt und zugleich größte Stadt Polens ist Warschau, größter Ballungsraum die Metropolregion um Katowice. Zwischen west- und osteuropäischen Kulturräumen gelegen und durch eine wechselhafte Geschichte geprägt, entwickelte das Land ein reiches kulturelles Erbe. Einige seiner Bürger lieferten wichtige Beiträge in den Natur- und Sozialwissenschaften, der Mathematik, der Literatur, dem Film und der Musik (Geschichte Polens und Kultur in Polen). Das Gebiet Polens kann in sechs geographische Räume eingeteilt werden. Von Nord nach Süd sind dies: die Küstengebiete, die Rückenlandschaften, das Tiefland, die Hochländer, die Vorgebirge und die Gebirge. Die Übergänge zwischen den einzelnen Gebieten sind dabei fließend und werden in der Literatur leicht abweichend abgegrenzt. Polen ist in 16 Woiwodschaften gegliedert:

Der Tourismus ist ein bedeutender Faktor bei den Einnahmen im Dienstleistungssektor. Das beliebteste Reiseziel in Polen ist die ehemalige Hauptstadt Krakau, die zahlreiche Architekturdenkmäler und Kunstwerke aus dem polnischen Goldenen Zeitalter der Spätgotik und Renaissance besitzt. Bedeutende touristische Ziele sind auch die Städte Warschau, Breslau, Danzig, Posen, Stettin, Lublin, Thorn und Zakopane (Städte in Polen). Der Tourismus spielt auch eine wichtige Rolle für die Gemeinden Krynica-Zdrój, Karpacz, Szklarska Poręba, Biecz, Zamość, Sandomierz, Kazimierz Dolny, Tschenstochau, Gnesen, Frombork, Malbork, Gdynia, Sopot, Kołobrzeg, Świnoujście und Międzyzdroje. Viele Städte bieten touristische Dienstleistungen für Familien mit Kindern, so zum Beispiel Breslau mit den Breslauer ZwergenBreslauer Zwergen, Warschau, Kielce, Danzig und Stettin. Einige kleinere Orte in Polen sind Mitglied der Vereinigung Cittàslow, die auf einen ausgewogenen Tourismus setzen.

Besuchermagneten sind das Salzbergwerk Wieliczka, das Museum im Geburtshaus von Fryderyk Chopin in Żelazowa Wola bei Sochaczew, die Gedächtnisstätte des Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, die Küste der Ostsee, die großen Seeplatten in Großpolen, Masuren, Kaschubien und Suwalki sowie die Gebirgszüge der Sudeten und Karpaten, insbesondere die Tatra mit der Hohen Tatra und Westtatra, in der sich der höchste Gipfel Polens Meeraugspitze sowie der bekannte Höhenweg Orla Perć befinden. Beliebte Erfholungsgebiete sind auch die Heiligkreuzberge, Beskiden, Pieninen, Krakau-Tschenstochauer Jura und das Roztocze und die das Stettiner und Frisches Haff.

Der polnische Gebirgsverein PTTK betreibt ca. 200 Schutz- und Berghütten in den polnischen Bergen und hält die 63.000 km (Fern-)Wanderwege in Stand, von denen der Beskiden-Hauptwanderweg, der Sudeten-Hauptwanderweg, der Pieninenweg und der Weg der polnisch-tschechischen Freundschaft die bekanntesten sind. Das Land beherbergt fünfzehn UNESCO-Welterbestätten. In Polen gibt es 23 Nationalparks in Polen, die bis auf streng geschützte Naturreservate für Touristen zugänglich sind. Mit drei Millionen Besuchern ist der Tatra-Nationalpark der beliebteste. Einer immer größeren Beliebtheit erfreut sich auch der Fahrradtourismus in Polen, so zum Beispiel der östliche Radwanderweg Green Velo. Auf Flüssen und Gewässern gibt es viele Wasserwege für Kajak, Kanu, Segel- und Hausboote, zum Beispiel auf der Pilica, der Krutynia oder der Czarna Hańcza. In den Karpaten und Sudeten gibt es zahlreiche Skigebiete, die meisten in und um Zakopane in der Tatra und Szczyrk in den Schlesischen Beskiden sowie Karpacz in dem Riesengebirge. Beliebt ist auch Kururlaub in den zahlreichen Kurorten wie Połczyn-Zdrój oder Ciechocinek. Einer immer größeren Beliebtheit erfreuen sich Thermalbäder, die in den letzten Jahren vor allem in der Bergregion Podhale bei Zakopane eröffnet wurden. In Polen gibt es über hundert erhaltene mittelalterliche Burgen und Schlösser, unter anderem die Adlerhorst-, Dunajec- und Deutschordensburg. Paläste aus der Renaissance und dem Barock findet man vor allem im Osten Polens und in Warschau. Gutshöfe des polnischen Kleinadels sind dagegen über das ganze Land verstreut.

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© TUBS/cc-by-sa-2.0

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Portugal
Portugal liegt am westlichen Ende der Iberischen Halbinsel, welche sie mit Spanien und Andorra teilt. Geographisch und kulturell von seinen Nachbarn unabhängig, entwickelte Portugal eine reiche und einzigartige Kulturlandschaft, welche sich mit einer wundervollen Naturlandschaft paart. Zu Portugal gehören außerdem die Insel Madeira sowie die Inselgruppe der Azoren. Das Land beherbergt fünfzehn UNESCO-Welterbestätten.

Obwohl es das ärmste Land Westeuropas war und noch ist, hat das Ende der Diktatur und die Einleitung der Demokratie 1974 sowie die Aufnahme in die Europäische Gemeinschaft 1986 Portugal einen erheblichen Wohlstandsanstieg gebracht. Zunächst bleibt das Land, wenn auch nicht mehr kostenmäßig betrachtet, eines der attraktivsten Reiseländer Europas. Dies mag daran liegen, dass es aufgrund seiner Nord-Süd-Ausdehnung am Westrand der Iberischen Halbinsel eine große landschaftliche Vielfalt besitzt. Man kann an einem einzigen Tag von den grünen Bergen mit Weinreben und allen Arten an Bäumen über die felsigen Berge in die Mitte bis zu der wüstenähnlichen Landschaft in der Alentejo-Region und schließlich zu den bezaubernden Strandabschnitten der Algarve fahren. Im Gegensatz zum großen Nachbarn Spanien ist das vom Atlantik geprägte Klima milder und regenreicher. An der Küste ist mit hohem Wellengang zu rechnen (Geschichte Portugals und Kultur Portugals).

Portugal ist in die folgenden Regionen aufgeteilt:

  • Região Norte: Nordregion. Historische “Wiege” Portugals, mit Weinanbau und der zweitgrößten Stadt des Landes: Porto.
  • Região Centro: Region Mitte. Hier befinden sich die höchsten Berge des Festlandes und spektakuläre Steilküsten.
  • Großraum Lissabon: Die Hauptstadtregion an der Mündung des Tejo. Hier konzentriert sich ein Drittel der Bevölkerung Festlands-Portugals.
  • Alentejo: Ländliche, leicht hügelige und dünn besiedelte Region im Süden mit gelassenem Lebensstil.
  • Algarve: Die südlichste Region des portugiesischen Festlands ist der eigentliche Touristenmagnet des Landes. Hier gibt es europaweit die meisten Sonnentage und ein ganzjährig mildes bis warmes Klima.
  • Madeira: Subtropische “Insel des ewigen Frühlings” vor der Küste Nordafrikas.
  • Azoren: Abgelegene Inselgruppe im Nordatlantik.

Die wichtigsten Städte (Städte in Portugal) sind:

  • Braga − romanische Kathedrale, Museu de Arte Sacra, Porta Nova, Bom Jesus do Monte
  • Cascais − Badeort westlich von Lissabon
  • Coimbra − erste Hauptstadt und älteste Universität des Landes
  • Évora – mittelalterliches Zentrum des Alentejo
  • Faro − Algarve
  • Funchal − Hauptstadt Madeiras
  • Lissabon − Hauptstadt
  • Porto – zweitgrößte Stadt Portugals
  • Sintra − Palast- und Gartenstadt 25 km westlich von Lissabon
  • Tavira − die wohl ursprünglichste Stadt der Algarve
  • Viana do Castelo − an der Costa Verde

Für etwa acht Prozent des BIP, mit steigender Tendenz, ist der Tourismus verantwortlich, wobei die meisten Besucher aus Spanien und Großbritannien kommen. Die Algarve ist dabei unangefochten das Zentrum. Mit 17 Millionen Touristen pro Jahr gehört Portugal zu den meistbesuchten Ländern der Welt, häufigste Reiseziele sind die Algarve und die Region um die Hauptstadt Lissabon. Das Land ist daneben für den Weinanbau bekannt, insbesondere für den Portwein, und als weltweit bedeutendstes Produktionsland für Rohkork. Die Algarve markiert die gesamte Südküste des Landes und ist mit ihren hübschen Städten, den Steilküsten und Sandstränden zu einem beliebten Feriendomizil geworden, was übliche Begleiterscheinungen mit sich gebracht hat. Die größten Städte Südportugals sind Portalegre, Évora, Beja sowie Faro und Lagos. Der bestimmende Fluss ist der Rio Guadiana, der zweimal ein längeres Stück die Grenze zu Spanien bildet.

Die Paläste mit Parkanlagen bei Sintra und Portugals größte Schloss-, Klosteranlage in Mafra sind von deutschen Baumeistern von Eschwege und Ludwig geplant worden. Vor der Algarve, Sétubal und den Inselgruppen Madeira und Azoren sind Möglichkeiten sowohl Delfine als auch Wale in freier Natur zu erleben. Auf der Atlantikinsel Madeira begann der Tourismus in der Mitte des 19. Jahrhunderts; die Insel war eines der bevorzugten Ziele wohlhabender britischer Reisender. Sie stiegen vor allem im Hotel Reid’s Palace ab, das der Schotte William Reid 1891 hatte bauen lassen. Der Nationalpark Peneda-Gerês gilt als die Lunge Portugals

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© Burmesedays/cc-by-sa-3.0

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Rumänien
Rumänien liegt in Südosteuropa am Schwarzen Meer. Rumänien grenzt an Bulgarien, Serbien, Ungarn, die Ukraine und Moldau. Das Land beherbergt fünfzehn UNESCO-Welterbestätten (Geschichte Rumäniens und Rumänische Kultur).

Rumänien ist zentralistisch verwaltet und ähnlich wie Frankreich in viele kleine Verwaltungseinheiten (Județe) gegliedert. Reisende orientieren sich aber am besten an den historischen Regionen:

  • Die Walachei (Muntenia = “Große Walachei“ und Oltenia = “Kleine Walachei”) liegt im Süden Rumäniens zwischen Donau und den Karparten. Im Osten läuft die Grenze zur Dobrudscha durch das fruchtbare Bărăgan-Flachland. Die größte Stadt der Region ist Bukarest.
  • Die Region Moldau liegt im Nordosten des Landes. Sie grenzt im Osten an Moldau.
  • Die Region Bukowina liegt im Norden an der Grenze zur Ukraine (wo sich die historische Region fortsetzt). Die berühmten UNESCO-Weltkulturerbe Moldauklöster liegen in der Bukowina rund um Suceava.
  • Siebenbürgen, auch bekannt als Transsilvanien, liegt im Zentrum Rumäniens und wurde ab dem 13. Jahrhundert von deutschen Siedlern – den sogenannten Siebenbürger Sachsen – besiedelt. Der Name geht vermutlich auf die sieben wichtigsten damals gegründeten Städte zurück. Die Region ist durch eine reiche Kulturgeschichte von antiken Festungen über mittelalterliche Ortskerne, Burgen und Wehrkirchen bis in die Gegenwart geprägt. Am Ost- und Südrand Siebenbürgens bildet der Karpartenbogen eine wilde Berglandschaft mit den höchsten Erhebungen des Landes.
  • Das Banat ist die westlichste Region und grenzt an Serbien. Wichtigstes Zentrum der Region ist Timișoara.
  • Das Kreischgebiet liegt im Nordwesten des Landes und grenzt an Ungarn. Benannt ist die Region nach dem gleichnamigen Fluss. Die wichtigste Stadt der Region ist Oradea.
  • Die Regionen Sathmar und Maramureș liegen an der Grenze zu Ungarn und der Ukraine im Nordwesten des Landes. Historisch gehörte die Region bis ins 20. Jahrhundert die meiste Zeit zu Ungarn, bis die Region nach 1945 endgültig an Rumänien fiel. Berühmt ist die Maramureș für ihre Holzkirchen, von denen acht zum Weltkulturerbe gehören.
  • Die Dobrudscha liegt im Osten Rumäniens und umfasst die gesamte Schwarzmeerküste inklusive der Donaudeltas. Im Süden grenzt die Region an Bulgarien. Wichtigste Stadt der Region ist Constanța, die bereits zur Römerzeit bedeutend war. Die historische Region Dobrudscha reicht noch bis nach Nordbulgarien hinein.

Die größten Städte Rumäniens (Städte in Rumänien) sind:

  • Bukarest: Hauptstadt Rumäniens. Viel historisches Erbe ist verloren gegangen und durch kommunistische Betonbauten ersetzt worden
  • Iași: Bedeutendste Stadt an der Moldau
  • Cluj-Napoca: Die zweitgrößte Stadt Rumäniens liegt im Nordosten von Siebenbürgen
  • Timișoara: Das historische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Banats
  • Constanța: Wichtigste EU-Hafenstadt am Schwarzen Meer mit römischen und orientalischen Wurzeln
  • Craiova: Zentrum der Kleinen (westlichen) Walachei mit Prachtbauten aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts
  • Brașov: Ein wichtiges historisches Zentrum in Siebenbürgen

2007 war Sibiu Europäische Kulturhauptstadt (zusammen mit Luxemburg). Im Jahr 2021 wird Timișoara Europäische Kulturhauptstadt.

Weitere Reiseziele sind:

  • Donaudelta – Ist das zweitgrößte Flussdelta Europas (nach dem Wolgadelta) und zum größten Teil Naturschutzgebiet. 80 % des Deltas liegen in Rumänien, 20 % in der Ukraine.
  • Apuseni-Gebirge – Das Gebirge im liegt im Westen des Landes und in dem weichen Kalkgestein haben sich viele Höhlen gebildet.
  • Retezat-Nationalpark – Der älteste Nationalpark Rumäniens ist UNESCO Weltnaturerbe und wartet mit 2.000 Meter hohen Bergen, Gletscherseen, Höhlen und viel unberührter Natur mitten in den Karparten.
  • Transfăgărașan und Transalpina sind zwei malerische Passtraßen über die Karpaten, die die Walachei und Siebenbürgen verbinden.
  • Rumänien hat ein einzigartiges kulturelles Erbe: die Moldauklöster in der Bukowina und Kirchenburgen in Siebenbürgen oder die Holzkirchen in der Maramureș.
  • Dracula, bzw sein historisches Vorbild Vlad III., ist allerorts anzutreffen, auch wenn wenig davon gesichert bewiesen ist: Sein angebliches Geburtshaus steht in Sighișoara, die Schlösser Bran und Hunedoara werben ebenfalls mit dem Fürsten

Die rumänische Küche ist zugleich traditionsreich und voller Einflüsse aus der bewegten Geschichte des Landes: Mit Ungarn hat man den Gulasch (heißt in Rumänien “tocană”) und die gefüllten Paprika gemein, mit Griechenland die Weinblätterröllchen (oder auch aus frischen oder milchsauren Weisskohlblättern mit Füllung gerollten “sarmale”, das Auberginenmus (“vinete”), Creme von gegrilltem Gemüse (“zacuscă”) und die Schafskäsegerichte, mit der Türkei die sauren Suppen (“ciorbă”) und die auf Honig basierenden Süßspeisen wie “baclava” und “sarailie”. Zu den meisten rumänischen Gerichten passen die vielfältigen Weine, die im Land wachsen und von den Abertausenden von Kleinproduzenten vor allem im Herbst und Winter sehr günstig zu erwerben sind. Die im Land gebrauten Biere sind nicht zu unterschätzen, da diese wie die restliche Küche sehr von unterschiedlichen Einflüssen beherrscht wird. Was einen deutschen Biertrinker etwas überraschen wird sind die Bierflaschen. Hier gibt es nicht nur die in Deutschland üblichen 0,5 l Flaschen, sondern auch 2 l Flaschen. Beliebtester Likör ist die “vișinată” auf Sauerkirsch-Basis, berühmtester Schnaps die “țuică” (gesprochen: zuika) oder “palincă” aus Pflaumen oder Treber. Die beiden letztgenannten werden oft von der ländlichen Bevölkerung in Eigenregie hergestellt und sind nicht für jeden verträglich. Gerade bei der älteren Landbevölkerung ist es Brauch ein Gläschen zur Mahlzeit zu nehmen. Lassen sich sich ruhig darauf ein, gerade die “țuică” ist eine Wohltat. Aber nicht zu viel, da in Rumänien die 0,0-Promillegrenze gilt. In Lokalen ist darauf zu achten, dass es meist nicht möglich ist getrennt zu bezahlen. Abgerechnet wird pro Tisch, daher kann man sich diese Frage oft sparen. Man sollte sich im Übrigen darauf einstellen, dass man mehr als eine Bedienung hat. In der Regel werden Bestellung und Bedienung von unterschiedlichen Personen gemacht. Das Nachordern sollte daher nur bei der Bedienung gemacht werden, bei der vorher schon bestellt wurde.

Das Nachtleben von Bukarest steht dem anderer europäischer Metropolen nicht nach. Eine unzählige Anzahl von Clubs, Bars, Diskotheken und Kneipen bieten für jeden Geschmack etwas. Auch am Schwarzen Meer, insbesondere Mamaia, gibt es ein wildes Nachtleben. Im Rest des Landes geht es etwas ruhiger zu, je größer die Stadt desto mehr ist los. Ausgegangen wird vor allem von Donnerstag bis Samstag.

Überall in Rumänien lassen sich gute Unterkünfte aller Kategorien, von sehr einfach bis zum Luxushotel finden. Dabei ist das Angebot in den Städten natürlich größer als auf dem Land. Fernseher, Klimaanlage und Internet gehören zum Standard in Hotels. Auf dem Land sind oft an den Hotels Margeriten statt Sterne als Kategorie angegeben, das System funktioniert aber gleich und es gibt 1 bis 5 Margeriten, die nach einem klaren System verteilt werden. In den meisten größeren Städten sind mittlerweile auch Ableger von internationalen Hotelketten anzutreffen. Überall anzutreffen sind auch Pensionen und Privatzimmer. Privatzimmer sind meist sehr günstig und bieten manchmal sogar Familienanschluss. Camping ist nicht sehr verbreitet. Am Besten ist die Versorgung mit Zeltplätzen noch in Siebenbürgen. Im Rest des Landes gibt es kaum Plätze und auch die Zeltplätze aus der Vorwendezeit am Schwarzen Meer sind im wesentlichen geschlossen worden. Beim Zelten in der Wildnis sollte man daran denken, dass es in Rumänien Bären gibt. Ein besonderes Erlebnis – wenn auch eher einfacher Natur – kann die Übernachtung in einem Kloster sein. Manche der Klöster bieten einfache Zimmer an.

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Schweden
Schweden ist mit etwa 9 Millionen Einwohnern das größte skandinavische Land in Nordeuropa. Es grenzt im Westen und im Norden an Norwegen und im Nordosten an Finnland. Im Osten wird das Land von der Ostsee sowie dem Bottnischen Meerbusen und im Südwesten von den Meerengen Kattegat und Skagerrak, denen gegenüber Dänemark liegt, begrenzt. Die beiden wichtigsten Inseln von Schweden sind Gotland und Öland. Die zu Finnland gehörenden Åland-Inseln lassen sich ebenfalls zum schwedischen Kulturkreis hinzurechnen.

Obwohl einst Großmacht und im 17. Jahrhundert dreimal so groß wie heute, hat sich Schweden seit fast 200 Jahren an keinem Krieg mehr beteiligt. Es versucht, seine Neutralität zu bewahren und gilt als Vorreiter für Friedensinitiativen. Über die Grenzen hinaus bekannt geworden sind Politiker wie Dag Hammarskjöld, Olof Palme, Hans Blix und Anna Lindh. Das Land besitzt einen großen Anteil an Ausländern, die sich meist in Vororten niedergelassen haben. Schweden ist eine konstitutionelle Monarchie; der König Carl XVI. Gustaf besitzt keine Exekutivrechte. Eine lange Tradition besitzt die Lutherische Kirche, jedoch spielt diese in der stark atheistisch geprägten Gesellschaft vorwiegend eine kulturelle Rolle. Das Land beherbergt fünfzehn UNESCO-Welterbestätten (Geschichte Schwedens und Schwedische Kultur).

Schweden kann in drei touristisch relevante Großlandschaften oder Großregionen (schwed. landsdelar) aufgeteilt werden. Ursprünglich war Schweden in 25 historische Landschaften (schwed. landskap) oder Provinzen unterteilt. Im Jahr 1634 unter Gustav Adolf begann die Reform, in deren Folge Schweden in 21 sogenannte län eingeteilt ist.

Die größten Städte Schweden (Städte in Schweden) sind:

  • Stockholm – die Hauptstadt, die sich über eine Reihe von Inseln verteilt
  • Göteborg – die zweitgrößte Stadt, an der Westküste, Mündung des Flusses Göta älv
  • Malmö – im Süden, einen Steinwurf von Dänemark entfernt
  • Uppsala – nördlich von Stockholm, eine der größeren Universitätsstädte mit historischer Bausubstanz und die älteste noch existierende Universität Skandinaviens
  • Västerås – 100 km westlich von Stockholm, nördlich von Mälaren, Dom
  • Eskilstuna – 100 km westlich von Stockholm, südlich von Mälaren
  • Strängnäs – 100 km westlich von Stockholm, südlich von Mälaren, Dom
  • Linköping – 200 km südwestlich von Stockholm, Dom
  • Karlstad – 300 km westlich von Stockholm, nördlich von Vänern, Mündung des Flusses Klarälven, Dom
  • Trollhättan – nördlich von Göteborg, bekannt als ehemaliger Produktionsort der Automarke Saab
  • Lund – etwas nördlich von Malmö gelegen, die größte Universitätsstadt, bekannt für den ältesten Dom Skandinaviens
  • Helsingborg – liegt nördlich von Malmö, gegenüber Helsingør an der Nordspitze Seelands
  • Norrköping – 160 km südwestlich von Stockholm, Hafenstadt an der Ostsee
  • Jönköping – die größte Stadt in Småland, südlich von Vättern
  • Örebro – 200 km westlich von Stockholm, westlich von Hjälmaren
  • Umeå – Hafenstadt an der Ostsee, Mündung des Flusses Ume älv
  • Luleå – Hafenstadt an der Ostsee, Mündung des Flusses Lule älv
  • Kiruna – Eisenerzbergbau halbwegs zwischen Luleå und Narvik in Norwegen
  • Sundsvall – Hafenstadt an der Ostsee
  • Tärnaby – Dorf beim Fluss Ume älv, nicht weit von der norwegischen Grenze
  • Skellefteå – Hafenstadt an der Ostsee
  • Hudiksvall – Hafenstadt an der Ostsee
  • Gävle – Hafenstadt an der Ostsee, Eisenbahnmuseum.
  • Jokkmokk
  • Gällivare
  • Ystad – ganz im Süden, Fähre nach Swinemünde in Polen, Fähre nach Rønne/Bornholm (DK)

Weitere touristische Ziele sind:

  • Höga Kusten – Die Hohe Küste in der Provinz Västernorrlands län. UNESCO Naturerbe. Jedes Jahr hebt sich die Küste und gilt als eines der schönsten Ort in Schweden
  • Åre – eines der größten schwedischen Wintersportgebiete mit 44 Liftanlagen
  • Sarek – der größte Nationalpark mit 197.000 ha an Unberührtheit
  • das Eishotel in Jukkasjärvi (Nordschweden), ein Bau aus Schnee und Eis, der im Sommer schmilzt und jedes Jahr neu aufgebaut wird
  • die Insel Gotland in der Ostsee mit ihrer mittelalterlichen Hauptstadt Visby
  • Der Vänern ist der größte See in Schweden und der drittgrößte von Europa
  • Grimeton – mit dem einzigen funktionsfähigen Maschinensender der Welt
  • Kebnekaise – der höchste Berg Schwedens
  • Kungsleden – ein Wanderweg in Lappland
  • Lindgrens Värld in Vimmerby, ein Paradies für Kinder, die Pippi Langstrumpf mögen. In der Nähe sind Lönneberga, wo der kleine Michel (schwedisch Emil) seine Streiche gespielt hat und Katthult, wer kennt die Kinder von Bullerbü nicht.
  • Liste der touristischen Routen in Schweden

Die schwedische Küche, deren Tradition in eine Zeit zurückreicht, als die Männer noch den gesamten Tag als Holzfäller tätig waren, baut meistens auf herzhaftem Fleisch oder Fisch mit Kartoffeln auf. Das alltägliche Essen wird husmanskost (also Hausmannskost) genannt. Dies können z.B. Fleischklößchen (köttbullar) mit Kartoffeln und Preiselbeermarmelade sein. Wie in den meisten anderen europäischen Ländern sind in größeren Städten Pizza- und Kebab-Buden weit verbreitet. Es gibt aber auch viele Sushi-Restaurants und Imbissbuden. Ein “billiges” Mittagessen kann man bekommen, wenn man nach Dagens Rätt (Menü des Tages) Ausschau hält. Es kostet normalerweise zwischen 50 und 70 SEK und schließt fast überall eine Limonade oder ein Leichtbier sowie Brot und Butter, einen kleinen Salat und einen Kaffee mit ein. Daneben wird Wasser immer auch kostenlos zur Verfügung gestellt. Meist stehen 3 bis 5 Gerichte zur Auswahl. Das bekannteste alkoholische Getränk aus Schweden ist der “Absolut”-Wodka. Es gibt jedoch noch eine weitaus größere Auswahl an schwedischen Wodkas, Likören oder Schnäpsen. Sowohl die Bier- als auch die Weinproduktion ist nur am Rande erwähnenswert. Alkoholische Getränke mit mehr als 3,5 Prozent dürfen nur von Gaststätten und Geschäften der staatlichen Firma Systembolaget verkauft werden. An der Kasse muss man seinen Ausweis vorzeigen. Butter und Margarine werden meist gesalzen verkauft. Brot ist häufig gesüßt. Wer das nicht mag, sollte nach dem Hinweis osötad (ungesüßt) auf der Verpackung Ausschau halten.

Wenn man als Autofahrer eine Übernachtung sucht, sollte man nach den Schildern mit der Aufschrift Rum (Zimmer) oder Vandrarhem (Jugendherberge) Ausschau halten. Auch die Stuga (Hütte) ist eine weit verbreitete Übernachtungsmöglichkeit. Es gibt sie in vielen verschiedenen Größen und Ausstattungen. Die 320 Jugendherbergen werden alle von der STF (Svenska Turistföreningen) betrieben und sind durchweg in sehr gutem Zustand. Besonderheit ist allerdings, dass in Schweden die Jugendherbergen eher billige Hotels für Familien sind und weniger für junge Reisende. Zwei- bis Vierbettzimmer sind die Regel. Als Familie ist man auf keinen Fall alleine, besonders im Sommer, wenn viele Schweden ins südliche Götaland strömen. Die meisten Hotels sind am Wochenende günstiger, weil dann die Geschäftsleute nicht mehr unterwegs sind. Deshalb lohnt es sich, genau zu schauen und evtl. die Reise entsprechend auszurichten. Oft bieten Hotels auch Vergünstigungen im Zusammenhang mit einer Touristenkarte an oder als spezielle Pakete während des Jahres. Dazu informiert man sich am besten im Touristenbüro oder im Web.

Regelmäßige Veranstaltungen sind:

  • Der Wasalauf (Vasaloppet) wird jedes Jahr am ersten Wochenende im März zwischen den Orten Sälen und Mora in Dalarna veranstaltet. Das Rennen wird seit 1922 über 90 km in klassischer Technik ausgetragen und ist eine der größten Skilanglaufveranstaltungen der Welt.
  • Die Walpurgisnacht (Valborgsmässoafton) ist am 30. April.
  • Der Mittsommer (Midsommar), findet am Wochenende nahe dem 24. Juni statt.
  • Das Krebsfest (Kräftskiva) wird Mitte August zur Eröffnung der Krebssaison gefeiert. Hauptspeise sind Flusskrebse, die mit Dill in Salzwasser gekocht und kalt verzehrt werden
  • Das Luciafest fällt auf den 13. Dezember, dem Gedenktag der heiligen Lucia, der vor der Gregorianischen Kalenderreform der kürzeste Tag des Jahres war. Kinder tragen an diesem Tag weiße Gewändern und Kerzen und singen Lucialieder und es wird das traditionelle Safrangebäck Lussekatter verzehrt.

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Slowakei
Die Slowakei liegt im östlichen Mitteleuropa. Sie grenzt im Norden an Tschechien und Polen, im Osten an die Ukraine, im Süden an Ungarn und im Westen an Österreich. Das Land beherbergt sieben UNESCO-Welterbestätten (Geschichte der Slowakei und Kultur der Slowakai).

Die Slowakei ist in drei Regionen aufgeteilt:

Zu den größten Städten (Städte in der Slowakei) gehören:

  • Bratislava – die Hauptstadt des Landes
  • Banská Bystrica – Universitätsstadt in der Mittelslowakei, mit schönem, renovierten Hauptplatz, Glockenspielturm und einer sehenswerten Galerie slowakischer Gegenwartskunst
  • Komárno – “Hauptstadt” der slowakischen Ungarn
  • Košice – ostslowakische Metropole.
  • Nitra – westslowakische Stadt im Tal der Neutra mit sehenswerter Burganlage
  • Poprad – Als “Basislager” nahe der Hohen Tatra geeignet
  • Prešov – drittgrößte Stadt des Landes und Zentrum der Region Šariš
  • Trenčín – westslowakische Stadt im Waagtal mit sehenswerter Burganlage
  • Trnava
  • Žilina – mittelslowakische Stadt mit schöner Altstadt und Schloss

Weitere touristische Ziele sind:

  • Hohe Tatra – bis zu 2655 Meter hohes Hochgebirge; die unberührte Landschaft steht als Nationalpark und UNESCO-Biosphärenreservat unter Schutz
  • Kleine Fatra – touristisch stark genutztes Gebirge, unterteilt in Krivanská und Lucanská Fatra
  • Banská Štiavnica – ehemalige Bergbaustadt, UNESCO-Welterbe
  • Spišské Podhradie mit der großen, hochmittelalterlichen Zipser Burg, UNESCO-Welterbe
  • Medzilaborce in der Ostslowakei ist die Geburtsstadt von Andy Warhol, es gibt ein kleines Museum, welches der Warhol-Familie gewidmet ist.
  • Vlkolínec – das Dorf aus historischen, bemalten Holzhäusern erlaubt eine Zeitreise (UNESCO-Welterbe)

Die Slowakei ist in weiten Teilen ein vom Tourismus noch unentdecktes Land, wenn man von wenigen Zentren in der Tatra und der nahe Wien gelegenen Hauptstadt Bratislava absieht. Die alpine Landschaft der Tatra ist die touristische Hauptattraktion der Slowakei. Um die Orte Poprad und Štrbské Pleso (siehe Vysoké Tatry) finden sich gut erschlossene Wintersport– und Wandergebiete mit Möglichkeiten zum Bergsteigen. Die meistens noch “ungezähmten” Flüsse wie zum Beispiel die obere Waag (Váh) bieten Wildwasserrafting-Möglichkeiten. Eine weitere beliebte Form des Urlaubs ist der Jagdurlaub in der Slowakei, da sich hier noch eine nahezu unberührte Natur findet. Im Land befinden sich neun Nationalparks (Tatra, Niedere Tatra, Pieninen, Slowakisches Paradies, Slowakischer Karst, Große Fatra, Kleine Fatra, Poloniny, Muránska planina) und zahlreiche Naturschutzgebiete – es gibt kaum ein Gebirge, das nicht einer Form von Naturschutz unterliegt. Überdies ist für die Slowakei ein häufiges Vorkommen von Höhlen charakteristisch. 13 Höhlen sind für Besucher zugänglich, die größte davon – die Demänováer Freiheitshöhle – ist fast 9 km lang.

Der bekannteste Kurort der Slowakei ist Piešťany im Westen des Landes, unweit der Grenze zur Tschechischen Republik. Piešťany besitzt eine lange Tradition als Heilbad. Weitere Kurorte sind Bojnice, Brusno, Dudince, Lúčky, Sklené Teplice, Sliač, Smrdáky, Trenčianske Teplice, Turčianske Teplice, Nový Smokovec, Štós, Štrbské Pleso, Tatranské Matliare, Bardejovské Kúpele, Číž, Nimnica, Rajecké Teplice und Vyšné Ružbachy.

Außerdem hat das Land zahlreiche mittelalterliche Burgen und Schlösser zu bieten. Darunter die Zipser Burg (Spišský hrad), die seit 1993 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. Doch die Slowakei hat auch viel für den kulturell interessierten Besucher zu bieten. Durch ihre grenznahe Lage zu jeweils mehreren Ländern und durch viele ethnische Minderheiten wirken die Städte Bratislava und Košice trotz ihrer geringen Größe sehr kosmopolitisch. Hinzu kommt die für die ehemals österreich-ungarischen Städte typische “Kaffeehausatmosphäre” und die in beiden Städten hervorragend erhaltene Altstadt mit spektakulären Sehenswürdigkeiten wie der Burg Bratislava. Aber auch viele kleinere Städte sind sehr reizvoll, insbesondere, da sie noch nicht von Touristen überlaufen sind.

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Slowenien
Slowenien liegt in Mitteleuropa und erstreckt sich zwischen den östlichen Alpen und der nordöstlichen Adria. Angrenzende Länder sind Italien, Österreich, Ungarn und Kroatien. Slowenien ist das erste Land des ehemaligen Vielvölkerstaats Jugoslawien, das der EU beitrat. Trotz der geringen Größe weist das Land eine überraschende landschaftliche Vielfalt auf, beginnend bei den adriatischen Stränden und endend bei den Gipfeln der Julischen Alpen. Das deutsche Bundesland Rheinland-Pfalz ist ungefähr gleich groß, hat aber doppelt so viele Einwohner. Das Land beherbergt vier UNESCO-Welterbestätten (Geschichte Sloweniens und Kultur Sloweniens).

Slowenien lässt sich in vier unterschiedliche Landschaften unterteilen. Im Nordwesten sind die Hochgebirgszüge der Julischen Alpen, Karawanken und Steiner Alpen. Im Südwesten in der Nähe zur Adria ist eine mediterrane Landschaft. Im Süden beginnen die Karstgebiete die teilweise der Halbinsel Istrien zugeordnet werden. Im Osten in der Nähe zur ungarischen Grenze geht das Land in die Pannonische Tiefebene über. Slowenien ist außerdem in 12 Statistik- und Tourismusregionen eingeteilt:

  • Region Gorenjska – in den Julischen Alpen und am Karawankenkamm im Norden
  • Region Goriška – im Westen an der Grenze zu Italien in den Julischen Alpen
  • Südostslowenien – im Südosten an der Grenze zu Kroatien
  • Koroška – das slowenische Kärnten, an der Grenze zu Österreich
  • Region Notranjsko-kraška Region – im Süden an der Grenze zu Kroatien
  • Region Obalno-kraška – Adriaküste und Karstregion, zwischen den Grenzen zu Italien und Kroatien.
  • Zentralslowenien – die zentrale Region mit der Hauptstadt Ljubljana
  • Region Podravska – im Osten mit Grenzen zu Österreich und Kroatien
  • Region Pomurska – im äußersten Osten mit Grenzen zu Österreich, Kroatien und Ungarn
  • Region Savinjska – in der östlichen Mitte, von der Grenze nach Österreich bis zur Grenze nach Kroatien
  • Region Spodnjeposavska – im mittleren Süden, am Unterlauf des längsten slowenischen Flusses Sava
  • Region Zasavska – die kleinste der slowenischen Regionen, zentral gelegen

Zu den wichtigsten Städten (Gemeinden in Slowenien) gehören:

  • Bled – am Bleder See
  • Kranjska Gora – weltbekannter Wintersportort
  • Koper – Das slowenische Tor zur Welt
  • Ljubljana – die Landeshauptstadt
  • Maribor – die zweitgrößte Stadt des Landes, im Osten an der Drau
  • Piran – eine der schönsten Küstenstädte Sloweniens, auf einer ins Mittelmeer ragenden Landzunge gelegen
  • Ptuj – älteste Stadt Sloweniens
  • Velenje – fünftgrößte Stadt Sloweniens

Weitere touristische Ziele sind:

Die slowenische Küche ist stark von der österreichischen beeinflusst (und auch umgekehrt). An der Küste bekommt man selbstverständlich auch frischen Fisch serviert. So wie in vielen europäischen Ländern hat auch in Slowenien die internationale Küche Einzug gehalten. Es gibt kaum eine Stadt, in der man keine Pizzeria finden wird. Im Süden an der Küste der Adria gibt es frischen Fisch in vielen Variationen. Auch ungewöhnliche Dinge finden in Slowenien den Weg auf die Speisekarte. So kann es schon vorkommen, dass man Bär auf der Karte findet. Vegetarier werden in Slowenien kaum Probleme haben. Irgendetwas findet man immer auf der Karte und sollte das einmal nicht der Fall sein, ist man zumeist gerne bereit, eine fleischlose Mahlzeit zuzubereiten. Die meisten Restaurants sind bemüht, mehrsprachige Speisekarten anzubieten. Highlight der slowenischen Küche ist das Kürbiskernöl. Wie in der Steiermark kommt kaum ein Salat ohne aus. Das Aroma ist einzigartig nussig. Man sollte Slowenien nicht verlassen, ohne es probiert zu haben. Das nussige Aroma des dunklen Öls (in Kärnten wird es Wagenschmiere genannt) ist unübertroffen, kein Salat sollte ohne auskommen, nur zum Erhitzen ist Kürbiskernöl nicht geeignet, aber es gibt bei kalten Speisen genügend Anwendungen. Eine weitere slowenische Spezialität ist der Kräuterlikör “Pelinkovac” vom Petovia aus Ptuj. Er hat ca. 25 % Alkohol und ein ungewöhnliches aber gefälliges Aroma. Weitere Informationen über die slowenische Küche findet man unter slovenia.info – Essen und Wein.

Die Zentren des Nachtlebens sind natürlich die größeren Städte Ljubljana und Maribor. In den kleineren Städten Sloweniens geht es eher ruhig zu.

Grundsätzlich gibt es in Slowenien Unterkünfte für jeden Geldbeutel. Einige sind jedoch nicht das ganze Jahr über geöffnet. Dies trifft vor allem auf Campingplätze, aber auch auf einige Jugendherbergen zu (in den Sommer-Semesterferien werden viele Studentenwohnheime wie normale Jugendherbergen betrieben). Die Preisunterschiede zwischen vergleichbaren Unterkünften sind oft erheblich, ein genaues Hinschauen beim Buchen ist hier besonders wichtig. Bei den Hotels sind die großen internationalen Konzerne (wie Accor, Melia, Navarra etc.) weniger präsent. Wenn das Hotel einer Kette angehört, dann ist die Kette eher klein und wenig bekannt. Als Konsequenz sind die slowenischen Hotels meist etwas individueller. Es wird oft eine Touristenabgabe/Kurtaxe erhoben.

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© Peterfitzgerald – Penarc/cc-by-sa-3.0

Spanien
Spanien liegt in Südeuropa. Es teilt sich zusammen mit Portugal die Iberische Halbinsel. Einst Weltmacht mit Kolonien in Mittel- und Südamerika sowie auf den Philippinen, durchlebte Spanien im 20. Jahrhundert durch Bürgerkrieg und Diktatur eine schwere Zeit. Spätestens seit der Demokratisierung nach 1975 und dem Beitritt zur Europäischen Union 1986 sind die schweren Jahre vorbei; Spanien ist mit seinen Stränden, seinem Nachtleben und seiner kulturellen Vielfalt zum Touristenmagnet aufgestiegen. Dabei profitiert es auch von seinem sonnigen und trockenen Wetter. Das Land beherbergt 46 UNESCO-Welterbestätten (Geschichte Spaniens und Kultur Spaniens).

Die insgesamt 17 Regionen Spaniens werden als autonome Gemeinschaften (comunidades autónomas) bezeichnet:

  • Andalusien ist die südlichste Region Europas mit bekannten Küsten entlang des Mittelmeers und des Atlantiks
  • Aragonien im Norden und Landesinneren, sehr ursprünglich und fernab der Touristenströme
  • Asturien, an der Nordküste mit gemäßigtem Klima mit häufigen Regen und milden Temperaturen
  • Balearen, die Inselgruppe im Mittelmeer
  • Baskenland, kleine autonome Region im Norden nahe der Grenze zu Frankreich, die immer wieder durch Unabhängigkeitsbestrebungen auffällt
  • Extremadura im Landesinneren an der Grenze zu Portugal, auch Tierra de Conquistadores (Land/Heimat der Eroberer) genannt
  • Galicien ganz im Nordwesten, sehr interessante, fjordähnliche Flussmündungen in den Atlantik und dem Kernpunkt der Jakobswege: Santiago de Compostela
  • Kanarische Inseln, im Atlantik vor der westafrikanischen Küste
  • Kantabrien, eine der kleinen autonomen Gemeinschaften, besteht nur aus einer Provinz, liegt im Norden am Meer und hat Bedeutung im inländischen Tourismus
  • Kastilien-La Mancha liegt zwischen Madrid und dem Mittelmeer, ist die Heimat von Don Quijote und den Windmühlen
  • Kastilien-León liegt nördlich von Madrid in Richtung Atlantik auf der Hochebene Meseta, historisch aus den Königreichen Kastilien und León entstanden
  • Katalonien, ganz im Nordosten des Landes mit mehreren bekannten Mittelmeerstränden, reicht bis in die Pyrenäen
  • La Rioja, kleine Region im Norden, bekannt für seinen Rotwein
  • Madrid – die Ballungsregion um die Hauptstadt Madrid.
  • Murcia, sonnenreichste und deshalb auch ständig wasserknappe Region am Mittelmeer
  • Navarra, kleine, wohlhabende Provinz im Norden und Landesinneren nahe der französischen Grenze gelegen
  • Valencia, drei Provinzen, die sich am Mittelmeer entlangziehen

Außerdem gibt es noch die beiden autonomen Städte, die Exklaven in Nordafrika sind: Ceuta in der Straße von Gibraltar und Melilla weiter östlich gelegen. Umgekehrt befindet sich auf der spanischen Seite die britische Exklave Gibraltar. Spanien besitzt überaus viele touristisch interessante Städte (Städte in Spanien). Sehr bedeutsam sind u.a.:

  • Madrid – Hauptstadt des Landes, lebhafte Stadt mit großartigen Museen und wilden Nächten.
  • Barcelona – Hauptstadt Kataloniens, eine lebhafte und weltoffene Stadt. Berühmt für die Architektur von Antoni Gaudi.
  • Valencia – hier wurde die Paella erfunden. Sehr speziell ist auch der Jardin del Turia und die Ciudad de las Artes y de las Ciencias (Stadt der Künste und der Wissenschaften)
  • Sevilla – besitzt die drittgrößte Kathedrale der Welt.
  • Alicante – beliebter Ferienort an der Costa Blanca mit der Flaniermeile Explanada de España.
  • Bilbao – frühere Industriestadt mit Guggenheim-Museum.
  • Córdoba – Hauptstadt des einstigen maurischen Spaniens. Größte Moschee Westeuropas. Ruinenstadt Medina Azahara (Residenz des Emirs).
  • Granada – Maurische Hauptstadt des Landes bis 1492 mit der Alhambra. Drittgrößte Universität nach Madrid und Barcelona.
  • Las Palmas de Gran Canaria – Hauptstadt der Kanarischen Inseln.
  • Málaga – in Andalusien am Meer gelegen, eines der meistbesuchten Ferienziele Spaniens.
  • Palma de Mallorca – Hauptstadt von Mallorca mit einem schönen Stadtbild und der gotischen Kathedrale.
  • Salamanca – eine malerische, alte Universitätsstadt.
  • Santiago de Compostela – Pilgerziel in Galicien.
  • Saragossa – hat mit der Basilica del Pilar den grössten Barockbau Spaniens zu bieten.
  • Toledo – bereits in der Maurenzeit eine weltoffene Stadt mit christlichen, jüdischen und muslimischen Zügen; auch bekannt durch den Maler El Greco.
  • Weitere Städte in den Regionenartikeln oder in der Liste der Orte in Spanien
  • El Arenosillo – ist ein Startplatz für Höhenforschungsraketen in der Nähe von Huelva
  • Empuriabrava – Größte Marina Europas an der nördlichen Costa Brava. Langer feinsandiger Strand.

Entlang des Mittelmeers, von Nord nach Süd, ziehen sich eine fortlaufende Reihe von bekannten Küstenabschnitten entlang, viele touristisch sehr stark erschlossen, manche auch total zugebaut und ein paar noch mit ruhigen, ursprünglichen Abschnitten oder Naturschutzgebieten. Die Grenzen der “Costas” stimmen fast immer mit den der Provinzen überein:

Am Atlantik schließt sich die Costa de la Luz an, die den Küstenstreifen der beiden Provinzen Cádiz und Huelva darstellt und bei Portugal endet. Nördlich von Portugal gibt es noch am Atlantik die

Die Balearen im Mittelmeer mit der Hauptinsel Mallorca, der kleinen Schwester Menorca im Osten und den westlich gelegenen Inseln Ibiza und Formentera.

Die Kanarischen Inseln vor des westafrikanischen Küste: Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, La Palma, La Gomera und El Hierro.

Typisch für Spanien sind Tapas, kleine Häppchen, die man zu Wein oder Bier isst. Der Name kommt von “Deckel”. Ganz früher wurde eine Kleinigkeit zu essen vom Wirt auf das Glas gelegt, wie ein Deckel. In vielen Bars gibt es eine reichliche Auswahl unterschiedlicher Tapas, von Fisch über Fleisch bis vegetarisch. Recht bekannt ist die Tortilla de Patatas (Kartoffelomelette), die Ensaladilla Rusa (Kartoffelsalat mit Majonäse) und der Pincho moruno (Maurischer Spieß). Bekanntestes Gericht der traditionellen Küche ist die Paella Valenciana, eine Reispfanne, die durch die Würzung mit Safran ihr charakteristisches gelbes Aussehen erhält. Die echte Paella wird nicht mit Fisch zubereitet, was einige deutsche Köche wohl kaum verstehen werden. Korrekt sind dagegen Hühnerfleisch und Jakobsmuscheln. Das Wort Bodega bedeutet “Keller” und bezeichnete früher einfache Weinstuben in Kellergewölben, in denen billiger Wein direkt aus großen Fässern in Becher ausgeschenkt wurde. Jetzt gibt es viele ganz normale Weinlokale, die diesen Namen verwenden, ohne allerdings Ähnlichkeit mit ihren Vorbildern zu haben. Winzer lagern ihren Wein ggf. ebenfalls in Bodegas. Etwas ganz Leckeres ist Chorizo, eine Wurst, die ein wenig einer Salami gleicht. Die Preissteigerung hat auch in Spanien Einzug gehalten; und so sind Gerichte in spanischen Restaurants nicht immer billig. Eine Alternative sind Restaurants, in denen “Raciones” und “Platos combinados” angeboten werden. “Raciones” sind mehr oder weniger halbe Portionen durchaus leckeren Zuschnitts; und wer unter “Platos combinados” auswählt, erhält eine Kombination von verschiedenen Bestandteilen der spanischen Küche; oft sind auch ein Getränk und eine Nachspeise dabei. Und nie vergessen: Ein passables Trinkgeld – das wird auf dem Tellerchen zurückgelassen, mit dem der Kellner das Wechselgeld bringt.

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Tschechien
Tschechien liegt in Mitteleuropa. Das kleine Binnenland mit rund 10,5 Millionen Einwohnern bietet viel für Naturliebhaber, Aktivurlauber und Kunst- und Kulturinteressierte. Es setzt sich aus den historischen Ländern Böhmen (Čechy) und Mähren (Morava) sowie Teilen von Schlesien (Slezsko) zusammen. Das Land grenzt im Westen an Deutschland, im Norden an Polen, im Osten an die Slowakei und im Süden an Österreich. Das Land beherbergt zwölf UNESCO-Welterbestätten (Geschichte Tschechiens und Kultur Tschechiens).

Tschechien besteht aus den sechs Regionen Nordböhmen, Westböhmen, Mittelböhmen, Ostböhmen, Südböhmen und Mähren und Schlesien. Die zehn größten und bekanntesten Städte (Städte in Tschechien) sind:

  • Prag – Hauptstadt und größte Stadt der Tschechischen Republik.
  • Brno (Brünn) – größte Stadt Mährens; hier findet jedes Jahr die Motorrad-WM statt.
  • Ostrava (Ostrau) – Industriestadt in Nordmähren/Schlesien
  • Plzeň (Pilsen) – die größte Stadt im Westen Böhmens, gleichzeitig die drittgrößte Stadt Tschechiens, Herkunftsort des Pilsener Bieres.
  • Liberec (Reichenberg) – im Isergebirge gelegen.
  • Olomouc (Olmütz) – lebhafte Universitätsstadt; besitzt das zweitgrößte historische Stadtzentrum in der Tschechischen Republik.
  • Ústí nad Labem – Nordböhmische Stadt mit großer Porzellanmanufaktur, sowie Zentrum vieler Lebensmittel-, Chemie-und Maschinenbau-Unternehmen.
  • České Budějovice (Budweis) – Industrie- und Handelszentrum in Südböhmen.
  • Hradec Králové (Königgrätz)
  • Karlovy Vary (Karlsbad) – historisch wichtiges und Tschechiens größtes Kurbad.

Weitere touristische Ziele sind:

  • Der Böhmisch-Mährische Gebirgsrücken, als Hügelland, mit einer Fläche von über 10000 km², erstreckt sich im Norden von den Elbniederungen in Nordböhmen über die im Süden befindliche österreichisch-tschechischen Grenze hinweg bis zum Weinsberger Wald. Im Westen reicht dieser bis auf Höhe der Stadt Tábor und im Osten bis zu den Vorlandsenken der Westkarpaten.
  • Der Böhmerwald, ist eine etwa 120 km lange Bergkette, die sich auf beidseitig entlang der deutsch-österreichisch-tschechischen Grenze erstreckt. Obwohl es sich beim Böhmerwald geologisch gesehen um ein einziges Gebirge handelt, wird er seit Beginn des 20. Jahrhunderts nach den politischen Grenzen unterteilt: Je nach regionaler Lage oder Kontext werden mit dem Ausdruck “Böhmerwald” das ganze Gebirge oder nur Teile davon bezeichnet; Bayerischer Wald und Oberpfälzer Wald im östlichen Bayern, Böhmerwald (Šumava) auf tschechischer Seite und im nordwestlichen Mühlviertel Oberösterreichs.
  • Das Elstergebirge, erstreckt sich zwischen dem Fichtelgebirge im Westen und dem Erzgebirge im Osten entlang der böhmisch-sächsischen (zugleich deutsch-tschechischen) Grenze.
  • Das Erzgebirge, erstreckt sich 125 km entlang der Grenze zu Sachsen zwischen der Böhmischen Schweiz im Nordosten und dem Elstergebirge im Südwesten.
  • Das Elbsandsteingebirge, zu drei Vierteln in der Sächsischen Schweiz und zu einem Viertel in der Böhmischen Schweiz, erstreckt sich auf 700 km², von Pirna in Sachsen bis Děčín in Nordböhmen.
  • Das Böhmische Mittelgebirge erstreckt sich zu beiden Seiten der Elbe in einer Länge von 80 km zwischen dem Nordböhmischen Becken im Westen und dem Lausitzer Gebirge im Osten.
  • Das Lausitzer Gebirge liegt in Nordböhmen und im Südosten Sachsens zwischen der zum Elbsandsteingebirge gehörigen Böhmischen Schweiz und dem Jeschkengebirge. Es markiert die böhmisch-sächsische (zugleich deutsch-tschechische) Grenze. Der deutsche Anteil bildet das Zittauer Gebirge. Nördlich anschließend breitet sich die hügelige Landschaft des Lausitzer Berglandes aus. Nach Südwesten schließt sich unmittelbar das Böhmische Mittelgebirge an.
  • Das Jeschkengebirge erstreckt sich zwischen dem Lausitzer Gebirge und dem Riesengebirge. Seine höchste Erhebung ist der Ještěd mit einer Höhe von 1012 m (3320 Fuß). Er ist als Hausberg von Liberec bequem mit der Straßenbahn und anschließender Gondelbahn erreichbar.
  • Das Riesengebirge ist das höchste Gebirge Tschechiens und erstreckt sich an der Grenze zwischen Schlesien und Böhmen (zugleich polnisch-tschechische) Grenze. Dessen höchster Berg, die Schneekoppe, ist zugleich die höchste Stelle im Land, mit 1603,30 m (5260,2 Fuß) und markiert die böhmisch-schlesische (zugleich polnisch-tschechische) Grenze. Die tiefste Stelle im Land, mit 115 m (377 Fuß), befindet sich an der Elbe an der böhmisch-sächsischen (zugleich deutsch-tschechischen) Grenze.
  • Das Altvatergebirge ist der östlichste Ausläufer, in Schlesien und Nordmähren, der Gebirgskette der Sudeten zu denen auch das Riesengebirge und Jeschkengebirge gehört. Seine höchste Erhebung ist der Altvater mit einer Höhe von 1491,3 m (4893 Fuß) und gleichzeitig die höchste Erhebung von Mähren.
  • Nationalpark Riesengebirge
  • Nationalpark Šumava – grenzt direkt an den Nationalpark Bayerischer Wald in Bayern.
  • Nationalpark Böhmische Schweiz – besteht aus dem ostelbischen Gebiet des Elbsandsteingebirges entlang der deutsch-tschechischen Grenze.

Zu den Skigebieten gehören:

Die böhmische Küche ist im allgemeinen Verständnis die traditionelle Küche auf dem Gebiet der Tschechischen Republik und umfasst auch die Küchen der Landesteile Mähren und Schlesien. Sie ist vor allem mit der österreichischen und der ungarischen, aber auch mit der bayerischen, sächsischen und schlesischen Küche verwandt. Im fruchtbaren, von einem Mittelgebirgskranz eingeschlossenen Böhmischen Becken war das Angebot an Feldfrüchten, Obst, Gemüse, Beeren, Pilzen, Fischen und Wild schon immer vielfältig. Die Landwirtschaft lieferte ausreichend Getreide und Fleisch, vorwiegend von Schwein und Rind. Dementsprechend üppig entwickelte sich auch der Speisezettel der böhmischen Küche. Der Sage nach soll der Urvater Čech über Böhmen gesagt haben, es sei ein Land, in dem Milch und Honig flössen.

Es gibt in den Städten Tanzlokale wie Discos und auch Rockclubs, wo an den Wochenenden Konzerte mit regionalen, in Deutschland völlig unbekannten Kapellen stattfinden, die oft sehr gut sind, ebenso wie die Stimmung. In den Sommermonaten gibt es viele große und kleinere Rock- oder Folklorefestivals.

Bei den zahlreiche Hotels und Pensionen, gibt es große Preisunterschiede, die Preise variieren am stärksten zwischen Land und Stadt. Vergleichen hilft. Im günstigsten Fall findet man in ländlichen Gebieten Privatunterkünfte zu Preisen ab 150,- CZK pPpN. In den Städten gibt es meist ein Fremdenverkehrsbüro, die Verzeichnisse der Unterkünfte vor Ort haben. Manchmal vermieten auch Hoch- und Berufsschulen preiswert Zimmer, z.T. nur während der Sommerferien. Bei etwas Suchen kann man eine sehr einfache Unterkunft für umgerechnet unter 10,- EUR finden. Für Gruppen kann es günstiger werden, wenn man sich ein Ferienhaus mietet.

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© Globe-trotter/cc-by-sa-3.0

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Ungarn
Ungarn ist ein mitteleuropäischer Binnenstaat. Nachbarstaaten sind Österreich, die Slowakei, die Ukraine, Rumänien, Serbien, Kroatien und Slowenien. Bekannt ist Ungarn unter anderem wegen der einzigartigen Landschaften wie der Puszta und des Plattensees. Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Ungarn zur K.u.K. Monarchie Österreich-Ungarn. Das Land beherbergt acht UNESCO-Welterbestätten (Geschichte Ungarns und Kultur Ungarns).

Ungarn ist in vier Regionen aufgeteilt: Große Ungarische Tiefebene, Nordungarn, Mittelungarn und Transdanubien. Zu den wichtigsten Städten (Städte in Ungarn) gehören:

  • Budapest – Hauptstadt und mit Abstand größte Stadt des Landes (fast ein Fünftel der Ungarn lebt hier), politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum mit Flair
  • Debrecen – größte Stadt in Ostungarn, Universitäts- und Kulturstadt mit verschiedenen Festivals
  • Győr – größte Stadt in Westungarn, dank verkehrsgünstiger Lage und Audi-Werk eine der wirtschaftsstärksten Städte des Landes, sehenswerte Barockarchitektur
  • Kecskemét – Stadt der Gärten und gepflegten Plätze, sehenswertes Rathaus und Barockkirche, eine der ungarischen Städte mit den meisten Jugendstilbauten
  • Miskolc – traditionelle Industriestadt, die nach dem Zusammenbruch des Ostblocks viele Einwohner verloren hat, dennoch reiches kulturelles Erbe und landschaftlich schöne Umgebung
  • Nyíregyháza – am weitesten östlich gelegene Großstadt Ungarns, prächtiger Hauptplatz mit Rathaus im k.u.k.-Stil, neoromanische Kathedrale, beliebter Zoo
  • Pécs (Fünfkirchen) – stark multikulturell geprägt (u. a. Zentrum der Ungarndeutschen, Roma und Kroaten), Universitätsstadt und Bischofssitz, sehenswerte Jugendstilbauten
  • Szeged – größte Stadt im Süden des Landes und sonnenreichste Stadt Ungarns, bedeutende Universitätsstadt und gastronomisches Zentrum (Herkunftsort der meisten Salamis und Paprikas), reiche Jugendstilarchiktur
  • Székesfehérvár (Stuhlweißenburg) – im Mittelalter Krönungsstadt der ungarischen Könige, daher „Stadt der Könige“ genannt, historische Altstadt
  • Eger (Erlau) – gut erhaltene, barock geprägte Altstadt; imposante Burg
  • Esztergom – größte Basilika Ungarns (einer der größten Kirchenbauten Europas), gut erhaltene mittelalterliche Burg an der Donau
  • Sopron (Ödenburg) – im äußersten Nordwesten Ungarns, grenzt zu drei Seiten an Österreich, gut erhaltene Altstadt mit mittelalterlichen und Barockbauten
  • Szombathely (Steinamanger)
  • Visegrád – am Donauknie gelegene mittelalterliche Burg und Königspalast

Weitere touristische Ziele sind:

Viele Spezialitäten in Ungarn, wie das berühmte Gulasch oder Paprikahuhn mit Nockerln, basieren auf dem rotem Paprikapulver, grünem Paprika, Zwiebeln und Tomaten. Ein verbreitetes Missverständnis ist, dass es sich bei gulyás um das Gericht handelt, das in Deutschland als “Gulasch” serviert wird. Tatsächlich ist gulyás eher eine “Gulaschsuppe”, während die Entsprechung von “Gulasch” in Ungarn pörkölt oder paprikás heißt. “Szegediner Gulasch” ist übrigens in Ungarn weitgehend unbekannt und stammt keineswegs aus der Stadt Szeged. Weitere typische Gerichte sind Suppen wie die Fischsuppe oder die Újházy-Hühnersuppe. Bekannt ist Ungarn auch für seine Salamis sowie Debrecziner Wurst (die allerdings nicht aus Debrecen stammt). Ein Erbe der Habsburgerzeit sind die Vielfalt an Mehlspeisen und Torten (desszert, sütemények oder torta), die insbesondere für die Budapester Kaffeehauskultur charakteristisch sind. Hierzu gehören natürlich die Palatschinken (palacsinta), die ungarische Variante des Pfannkuchen, z. B. mit Nusscreme (Gundel palacsinta), Marmelade, Topfen (Quark) oder Sauerkirschen; sowie Topfennudeln, verschiede Strudelsorten (rétes), Pogatschen (pogácsa), Schomlauer Nockerln (Somlói galuska) oder Vargabéles (Schusterstrudel). Die herzhafte, traditionelle Brotspezialität, Lángos, aus Ungarn erfreut sich ebenfalls großer Beliebtheit. Die für Ungarn bekannte Zwischenmahlzeit Lángos blickt auf eine lange Geschichte zurück. Experten gehen sogar davon aus, dass der Hefeteigfladen mit der Erfindung des Brots einhergeht. Ähnlich wie beim Brot entstand die Überlegung, den Fladen im heißen Fett zuzubereiten und mit unterschiedlichen Varianten zu experimentieren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – nicht nur in Ungarn, sondern auch in vielen anderen Ländern wie in Österreich, Bulgarien, Rumänien, Serbien, Tschechien und der Slowakei erfreut sich Lángos mittlerweile großer Beliebtheit. Die Beläge werden traditionell herzhaft gewählt. Egal wo, Lángos findet man mittlerweile überall auf der Speisekarte. Typische Getränke sind der Wein (insbesondere der Tokajer), Biere (z.B. Dreher, Aranyászok, Soproni), Sekt (Törley), verschiedene Obstschnäpse und Zwack Unicum. In ungarischen Gaststätten sind 10-20 % Trinkgeld üblich.

Ein Zentrum des Partylebens in Budapest ist der lebhafte Liszt Ferenc ter: Im Sommer ist der Platz mit dem modernen Liszt-Denkmal ein beliebter Ort für einen gemütlichen Kaffee oder ein leichtes Mittagessen. Abends verwandelt er sich mit seinen vielen Bars und Restaurants zur Partymeile. Einen ganz besonderen Charme hat die Kneipenszene im alten jüdischen Viertel in Budapest. Hier haben sich viele der Ruinen-Kneipen angesiedelt, die mittlerweile typisch sind für das Budapester Nachtleben. Einige, wie das Szimpla an der Kertész u. 48, haben in den letzten Jahren regelrecht Kultstatus erlangt. Das beliebte Studentencafé befindet sich in einem leer stehenden Fabrikgebäude. Ableger der berühmten Kneipe sind bereits am Balaton (nur im Sommer) und in Berlin zu finden. Andere Ruinenkneipen haben sich in alten Garagen eingerichtet – wie das Lokal mit dem für deutsche Gäste leicht verständlichen Namen „kuplung“ in der Király utca 46 – oder füllen alte verlassene Hinterhöfe mit neuem Leben. Ein wichtiges kulturelles Zentrum im alten jüdischen Viertel ist das Sirály, ein Multi-Kulti-Szenetreff in der Király utca 50. In einem ehemaligen Buchladen ist eine weitläufige Kultur-Oase entstanden. Im Erdgeschoss befindet sich ein Café mit eigener Bibliothek, während im oberen Geschoss Ausstellungen gezeigt werden. Im Keller des Gebäudes finden Theateraufführungen statt. Zudem werden hier fast täglich alternative Filme gezeigt. Bevor die Betreiber das Haus vor rund fünf Jahren besetzten, stand es lange Zeit leer.

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© TheBritishExplorer

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Vereinigtes Königreich
Das Vereinigte Königreich ist ein auf den Britischen Inseln vor der Nordwestküste Kontinentaleuropas gelegener Staat. Im deutschen Sprachgebrauch wird er auch vereinfacht als Großbritannien oder lediglich als England bezeichnet. Großbritannien ist jedoch streng genommen die geographische Bezeichnung nur für die Hauptinsel der Britischen Inseln. Das Vereinigte Königreich ist eine Union aus den Landesteilen England, Wales, Schottland und Nordirland, und bildet den größten Inselstaat Europas. Die Isle of Man und die Kanalinseln sind als Kronbesitztümer unmittelbar der britischen Krone unterstellt; sie sind daher kein Bestandteil des Vereinigten Königreichs. Darüber hinaus bestehen 14 Überseegebiete, die unter britischer Souveränität stehen, aber ebenfalls kein Teil des Vereinigten Königreichs sind. Durch die Britische Monarchie steht das Vereinigte Königreich ferner in engen Beziehungen zu 15 Commonwealth Realms, deren Staatsoberhaupt jeweils auch der britische Monarch ist, die jedoch eigenständige Königreiche bilden. Mit rund 65,6 Millionen Einwohnern ist es der drittbevölkerungsreichste Staat der Europäischen Union. Das Land beherbergt 31 UNESCO-Welterbestätten. Die Urbanisierungsrate im Vereinigten Königreich betrug 2016 82,8% womit es zu den am stärksten urbanisierten Ländern der Welt zählt. Die größte Stadt des Vereinigten Königreichs ist die Hauptstadt London mit über 14 Millionen Einwohnern im Metropolraum. Das Land ist stark auf seine Hauptstadt konzentriert, in der ein Sechstel der Bevölkerung lebt und die knapp ein Viertel der Wirtschaftsleistung erbringt. London ist das unumstrittene wirtschaftliche, kulturelle und politische Zentrum des Vereinigten Königreichs und gilt als eine der einflussreichsten Städte weltweit.

Um die Hauptinsel liegen ungefähr 800 kleinere Inseln; die wichtigsten Inselgruppen sind Shetland und Orkney in der Nordsee nördlich von Schottland, die Äußeren Hebriden und die Inneren Hebriden im Atlantischen Ozean westlich von Schottland, Anglesey in der Irischen See nördlich von Wales, die Scilly-Inseln in der Keltischen See südwestlich von England sowie die Isle of Wight im Ärmelkanal vor der englischen Südküste. Die einzige Landgrenze besteht auf der Insel Irland zur Republik Irland; diese ist 360 Kilometer lang. Nicht zum Vereinigten Königreich gehören, weil sie direkt der britischen Krone unterstehen, die Isle of Man in der Irischen See und die Kanalinseln (Vogteien von Guernsey und Jersey) im Ärmelkanal vor der Nordküste Frankreichs.

England bedeckt rund 59 Prozent der Insel Großbritannien und besteht zum größten Teil aus Tiefebenen, die von Hügelketten durchzogen sind. Die Tees-Exe Line, eine zwischen den Flüssen Tees in Yorkshire und Exe in Devon gezogene imaginäre Linie, unterteilt England in zwei unterschiedliche Regionen. Der Nordwesten und der Norden sind geprägt von Mittelgebirgen. Dazu gehören die Cumbrian Mountains und die Pennines. Südlich an die Pennines schließt sich der Peak District in Mittelengland an. Weitere Mittelgebirge sind Dartmoor und Exmoor im äußersten Südwesten. Im Süden und entlang der Ostküste liegen bedeutend flachere Hügelzüge. Dazu gehören einerseits die Kalksteinhügel der Yorkshire Wolds, der Lincolnshire Wolds, der Cotswolds und der Isle of Purbeck, andererseits die Südenglische Kreideformation, bestehend aus Salisbury Plain, Chiltern Hills, North Downs und South Downs. Der höchste Berg Englands ist mit 978 Metern der Scafell Pike in den Cumbrian Mountains. Die größten Städte (Städte im Vereinigten Königreich) sind London, Birmingham, Manchester, Sheffield, Liverpool, Leeds, Bristol und Newcastle upon Tyne.

Westlich an England grenzt Wales. Das Land besteht fast gänzlich aus Mittelgebirgen, wobei die Erhebungen von Norden nach Süden generell niedriger werden. Höchster Berg ist der Snowdon mit 1085 Metern. Nach diesem ist Snowdonia benannt, das nördlichste der drei walisischen Gebirge. Im zentralen Landesteil liegen die Cambrian Mountains, daran anschließend in Südwales die Brecon Beacons. Der längste Fluss des Vereinigten Königreichs, der Severn, entspringt in Zentralwales in den Cambrian Mountains. Der größte Teil der Bevölkerung konzentriert sich auf einen schmalen Küstenstreifen entlang des Bristolkanals im Süden mit den Städten Cardiff, Newport und Swansea sowie auf die vom Küstenstreifen abzweigenden südwalisischen Täler.

Schottland besteht aus drei Teilen; den Highlands im Norden und Westen, dem Central Belt im Zentrum und den Southern Uplands im Süden. Der Ben Nevis in den Grampian Mountains ist mit 1345 Metern der höchste Berg Schottlands und der gesamten Britischen Inseln. Die nördlichen, etwas flacheren Highlands sind vom Rest des Landes durch den Great Glen geteilt, einer tektonischen Verwerfung. Im Central Belt, in den Ballungsgebieten der Großstädte Glasgow, Edinburgh und Dundee, konzentriert sich der größte Teil der Bevölkerung. Einzige Großstadt außerhalb dieser Region ist Aberdeen an der Nordostküste. Am südlichsten liegen die dünn besiedelten Southern Uplands; sie erstrecken sich entlang der englischen Grenze von der Irischen See zur Nordsee. Central Belt und Southern Uplands werden zusammen auch als die Lowlands bezeichnet. Die Westküste Schottlands ist stark zergliedert, dies aufgrund vieler vorgelagerter Inseln und zahlreicher tief in das Landesinnere reichender Fjorde (die in Schottland als Firths bezeichnet werden). Die bekanntesten dieser Meeresarme sind der Firth of Clyde und der Solway Firth. Hingegen ist die Ostküste wenig zergliedert, mit Ausnahme des Firth of Forth, des Firth of Tay und des Moray Firth, die aber mehr den Charakter großer Ästuare haben.

Kleinster Landesteil ist Nordirland, welcher den nordöstlichen Teil der Insel Irland umfasst. Das Gelände ist zumeist wellig. Das einzige Mittelgebirge sind die im Südosten gelegenen Mourne Mountains, der höchste Berg ist der Slieve Donard mit 849 Metern. Ungefähr in der Mitte Nordirlands liegt der Lough Neagh, mit einer Oberfläche von 388 Quadratkilometern der größte Binnensee der Britischen Inseln. Die größten Städte sind Belfast und Derry (Londonderry).

Im Jahr 1066 begann die normannische Eroberung Englands mit der Invasion durch Herzog Wilhelm II., die nach der Schlacht bei Hastings zur normannischen Herrschaft über England führte. Durch die Eroberung wurde die Kultur und Sprache auf der Insel anhaltend geprägt und der Feudalismus hielt Einzug in England. Die Anglonormannen hatten großen Einfluss auf das Land, assimilierten sich jedoch letztendlich mit den lokalen Kulturen und der Gesellschaft. Schließlich schlossen die englischen Könige des französischen Herrschergeschlechts die Eroberung des Großteils der Insel mit der kompletten Annexion Wales ab, scheiterten jedoch bei dem Versuch Schottland einzunehmen. Im Anschluss an die Deklaration von Arbroath behielt Schottland seine Unabhängigkeit, es entstand dementgegen eine ständige Rivalität mit England. Durch Erbschaften und Ansprüche auf die französische Krone waren englische Monarchen in Konflikte mit Frankreich verwickelt, herausragendster war dabei der Hundertjährige Krieg. Währenddessen gingen schottische Könige eine strategische Allianz mit Frankreich ein (Geschichte Vereinigtes Königreich und Kultur des Vereinigten Königreichs).

Von großer Bedeutung ist der Tourismus; mit über 29 Millionen Touristen pro Jahr ist das Vereinigte Königreich das achtwichtigste Touristenziel der Welt. Absolute TOP-Destination ist London und hier der Tower of London. Im englischen Teil des Königreiches verwendet man gern “England” als Synonym für UK/Großbritannien. In Nordirland ist man bedacht, die Zugehörigkeit zum Königreich zu betonen und vermeidet daher den Begriff “Britain”, wenn man den irischen Teil inkludiert. Außerhalb von Nordirland werden die Begriffe “UK” und “Britain” synonym benutzt. Auf jeden Fall vermeiden sollte man die Verwendung des Wortes “England” für das ganze Königreich, wenn man sich in Gesellschaft von Nicht-Engländern befindet. Schotten, Waliser und Nordiren fühlen sich dann in ihrer Ehre beschädigt und nehmen diese feinen Unterschiede durchaus ernst, da sie alle auf eine eigenständige Geschichte und Kultur zurückblicken. Briten verhalten sich Ausländern gegenüber normalerweise sehr freundlich und hilfsbereit. Fremde werden korrekt und höflich behandelt, allerdings nicht unbedingt herzlich. Von Gästen wird ein ähnlich zurückhaltendes, zivilisiertes Benehmen erwartet. Deutschen gegenüber bestehen zwar nach wie vor einige Vorurteile, diese werden allerdings eher spielerisch angewendet und nicht sonderlich ernst genommen. Nichtsdestotrotz empfiehlt es sich für deutsche Besucher, im Zweifelsfall das Thema “Zweiter Weltkrieg” zu vermeiden. Das gilt vor allem in Gesprächen mit älteren Briten.

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© Peter Fitzgerald/cc-by-sa-4.0

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Zypern
Zypern ist eine Insel im östlichen Mittelmeer, die geographisch zu Asien gehört, aber politisch und kulturell zu Europa gezählt wird. Die Insel ist seit 1974 de facto geteilt. Der Süden wird von der Republik Zypern beherrscht, die völkerrechtlich weiterhin die ganze Insel umfasst (außer den britischen Militärbasen Akrotiri und Dekelia). Der Nordteil steht jedoch unter Kontrolle von Nordzypern, welches nur von der Türkei anerkannt wird, die dieses Gebiet 1974 militärisch besetzte. Zwischen den beiden Gebieten liegt eine Pufferzone, die als Grüne Linie (Green Line) auch die Hauptstadt Nikosia teilt und von Friedenstruppen der Vereinten Nationen überwacht und verwaltet wird, der United Nations Peacekeeping Force in Cyprus (UNFICYP). Auf der Insel herrscht, wie auf Malta, Linksverkehr, ein Relikt aus der britischen Kolonialzeit, die von 1878 bis 1960 dauerte. Die Republik Zypern ist seit dem 1. Mai 2004 Bundesstaat der Europäischen Union (EU), und zwar mit ihrem völkerrechtlich anerkannten Territorium. De jure bedeutet das, dass auch der türkisch besetzte Norden der Insel Unionsgebiet darstellt, auf dem die Republik Zypern ihr Recht jedoch aktuell nicht ausüben kann. Zypern liegt im Nordosten des Levantischen Meeres. Die Entfernung zur Südküste der Türkei beträgt ca. 68 km, zur Westküste Syriens ca. 95 km, zur Nordküste Ägyptens ca. 325 km, zur Ostküste der griechischen Insel Rhodos ca. 394 km und zum griechischen Festland ca. 830 km. Eingebettet in die beiden Gebirgsketten liegt die fruchtbare Mesaoria-Ebene, in deren Zentrum die Stadt Nikosia liegt. Weitere größere Städte sind (von West nach Ost) die Häfen Paphos, Limassol und Larnaca an der Südküste sowie Famagusta an der Ostküste und Kyrenia an der Nordküste. Daneben verdient das an der Südostküste gelegene und zu einem wichtigen Tourismuszentrum gewordene Dorf Ayia Napa Erwähnung (Städte in Zypern). Famagusta und Kyrenia werden derzeit vom türkisch besetzten Nordzypern verwaltet. Nikosia befindet sich jeweils zum Teil im von der Republik Zypern verwalteten Südteil der Insel, im türkisch besetzten Nordzypern und in der UN-Pufferzone. Das Land beherbergt drei UNESCO-Welterbestätten.

Nach Sizilien und Sardinien ist Zypern die drittgrößte Insel im Mittelmeer. Sie wurde bereits im Jahre 8000 vor Christus erstmals besiedelt. In der Bronzezeit stand Zypern in engem Kontakt mit dem östlichen Mittelmeerraum, war den Hethitern und Kanaanitern bekannt. Ab ca. 1200 v. Chr. stand es dann unter dem Einfluss der mykenischen Kultur Griechenlands, war aber auch in der Folgezeit noch assyrischen, ägyptischen und persischen Einflüssen ausgesetzt. Die Kultur Zyperns ist infolgedessen sowohl griechisch als auch nahöstlich geprägt (Geschichte Zyperns und Kultur Zyperns).

Zypern ist besonders als Badeziel beliebt. Im Osten der Insel findet man das größte Strandbad, Ayia Napa. Besonders schön dort ist der Nissi Beach, der als schönster Strand der Insel gilt, aber leider mittlerweile recht überlaufen ist. Aber auch die Strände in Protaras sind sehr schön, wenn auch meist klein. Wer archäologisch interessiert ist, der wird fündig, vor allem im Raum um Paphos – viele Reste antiker Städte und Orte sind hier zu besichtigen. Naturliebhaber sollten sich auf keinen Fall das Troodos-Gebirge entgehen lassen, das die grüne Lunge der ansonsten karg bewachsenen Insel ist. Das Gebirge steigt fast bis auf 2000 Meter an, im Winter schneit es dort oft, und am höchsten Berg (Olympos, 1951 Meter) gibt es sogar ein paar Skilifts und -pisten, so dass die Zyprer ihre ersten Skierfahrungen in der Heimat machen können. In diesem Gebirge befindet sich auch das Kloster Kykkos, das spirituelle Zentrum der orthodoxen Christen Zyperns, mit dem Grabmal des Erzbischofs Makarios III., des ersten Präsidenten des unabhängigen Zyperns. Auch die Halbinsel Akamas mit ihrem Zentrum Polis ist für die Ruhe und die Natur bekannt. An der Südwestküste befindet sich der Aphrodite-Felsen, der Legende nach der Ort, an dem die Liebesgöttin Aphrodite dem Meer entstiegen sein soll. Seit dem 1. Januar 2008 gilt in Zypern der Euro. Das ehemalige zypriotische Pfund wird nicht mehr angenommen. Zypern war schon immer ein vergleichsweise teures Reiseland. Da bis auf einige landwirtschaftliche Produkte praktisch alles eingeführt werden muss, sind die Lebenshaltungskosten auf Zypern zum Teil höher als in Deutschland, vor allem in den Touristenhochburgen.

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Übersicht EU-Beitragsserie:

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