Der Wallfahrtsort Rocamadour

15. August 2015 | Destination: | Rubric: Allgemein, UNESCO-Welterbe |

© François Darras

© François Darras

Rocamadour ist eine französische Gemeinde mit 600 Einwohnern im Département Lot in der Region Midi-Pyrénées und ein Wallfahrtsort der römisch-katholischen Kirche. Der Name leitet sich vom heiligen Amadour ab, einem Eremiten, der hier am Fuß eines steilen Felsens (französisch Roc) Zuflucht fand. Rocamadour liegt im äußersten Nordwesten der Region Midi-Pyrénées und grenzt an das Département Dordogne der Nachbarregion Aquitanien. Hier treffen auch die historischen Provinzen Quercy und Périgord aufeinander. Der Ort liegt an einer Steilklippe in das hier weitgehend trockene Alzou-Tal und im Regionalen Naturpark Causses du Quercy. Rocamadour hat seinen Namen einem kleinen Ziegenkäse gegeben, der auch als Cabecou bekannt ist. Seit 1996 verfügt er über eine geschützte Herkunftsbezeichnung.

Die drei Ebenen, auf denen Rocamadour liegt, sind jede für sich und in ihrer Gesamtheit sehenswert. In der unteren Ebene befindet sich das Dorf, dessen mittelalterliche Häuser sich an die steilen Abhänge über der Schlucht des Flusses Alzou schmiegen. Von dort können die Besucher die Große Treppe zur heiligen Stadt (Sanctuaire) aus dem 12. Jahrhundert hinaufsteigen.

© Patrick Clenet © Eric Gaba/cc-by-sa-1.0 © Patrick Clenet © Patrick Clenet Le Sanctuaire © Patrick Clenet © François Darras
<
>
Le Sanctuaire © Patrick Clenet
In dieser zweiten Ebene befinden sich sieben Gotteshäuser: Die bedeutendste ist die Marienkapelle Notre Dame de Rocamadour, die über der Krypta des heiligen Amadour steht. Weiterhin bedeutend ist die Basilika Saint-Sauveur, die zusammen mit der Krypta seit 1998 als Teil des Weltkulturerbe der UNESCO “Jakobsweg in Frankreich” ausgezeichnet ist. Ebenso finden sich dort die kleineren Kapellen: St. Jean-Baptiste, St. Blaise, St. Anne und St. Michel. Ein Museum mit sakraler Kunst, in dem zahlreiche Reliquienschreine, religiöse Gemälde und Statuen gezeigt werden, findet sich dort ebenso. Es erklärt die Geschichte des Wallfahrtsortes. Darüber hinaus gibt es ein Zentrum für geistliche Musik, welches Konzerte ausrichtet und Chöre betreut.

Auf dem Gipfel des Berges, der dritten Ebene, findet sich eine Burg aus dem 14. Jahrhundert. Auf dem Plateau wurde im Jubiläumsjahr 2013 ein Campingplatz für jugendliche Pilger und Pfadfinder eröffnet. Er trägt den Namen “Camp Jean-Paul II” und kann rund 400 Pilger beherbergen.

Lesen Sie mehr auf Rocamadour, vallee-dordogne.com – Rocamadour, france-voyage.com – Rocamadour und Wikipedia Rocamadour. Hier erfahren Sie mehr über Bilder und deren Verwendung. Damit Sie sich auf dem Laufenden halten können, bieten die meisten Stadt- oder Tourismus-Webseiten einen Newsletter-Service an und/oder unterhalten Facebook-Seiten/Twitter-Accounts. Zudem bieten mehr und mehr Orte, Tourismusorganisationen und Kultureinrichtungen zusätzlich Apps für SmartPhones und Tablets an, sodass Sie Ihren mobilen Fremdenführer immer dabei haben können.



Das könnte Sie auch interessieren:

Montreal in Québec

Montreal in Québec

[caption id="attachment_168765" align="aligncenter" width="590"] Old port of Montreal by night © flickr.com - Mickael Pollard/cc-by-sa-2.0[/caption][responsivevoice_button voice="Deutsch Female" buttontext="Diesen Beitrag vorlesen"]Montreal ist eine...

[ read more ]

Return to Top ▲Return to Top ▲
BIS 'Tower' building © --Wladyslaw Disk./cc-by-sa-3.0
Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ)

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ist eine Internationale Organisation des Finanzwesens. Die BIZ wurde am 17. Mai 1930 im...

Palais de l'Isle © Edwin Lee
Annecy, zwischen Bergen und Seen

Annecy ist eine ostfranzösische Stadt an der Nordspitze des 27 km² großen Lac d’Annecy. Sie ist die Hauptstadt des Départements...

Fisher Island © Alexf/cc-by-sa-3.0
Fisher Island vor Miami

Fisher Island ist eine Insel im Atlantischen Ozean am Übergang zur Biscayne Bay im Miami-Dade County im US-Bundesstaat Florida mit...

Schließen