Der Starnberger See

10. März 2015 | Destination: | Rubric: Allgemein |

Rose Island in Lake Starnberg © Petermann/cc-by-sa-3.0

Rose Island in Lake Starnberg © Petermann/cc-by-sa-3.0

Der Starnberger See (früher, bis 1962, Würmsee) ist ein See in Bayern, 25 Kilometer südwestlich von München. Der See ist der fünftgrößte See Deutschlands, aufgrund seiner großen Durchschnittstiefe jedoch der zweitwasserreichste. Das Gebiet des Starnberger Sees ist ein gemeindefreies Gebiet im Landkreis Starnberg. Der See ist Eigentum des Freistaates Bayern, für dessen Verwaltung die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen zuständig ist. Über Bayern hinaus bekannt geworden ist der See auch durch den skandalumwitterten Tod König Ludwigs II. 1886 durch Ertrinken. An dieses Ereignis erinnern noch heute eine Votivkapelle und ein Holzkreuz im See nahe der Unfallstelle in Berg.

Während die früheren Siedler nach Bedarf frei fischen konnten, ließen die bajuwarischen Adelshäuser ab etwa 1000 n. Chr. die Fischerei durch Leibeigene gegen Abgaben betreiben. Später traten die bayrischen Herzöge die Fischrechte an Landherren oder Klöster ab. Die Fische der bayrischen Seen waren in den besseren Häusern neben Wild die bevorzugte Speise. Am wenigsten hatten die Fischer selbst von diesem System, in dem sie ihre harte und manchmal gefährliche Arbeit nicht immer gut ernährte. Gängig war die Unterteilung der Fische in “edle”, “geringere” und “letztes Fischwerk”. Renke, Seeforelle und Seesaibling galten als edlere Arten, Brachse, Hecht, Karpfen, Rutte und Waller als geringere. Renken und Hechte wurden lange Zeit als “Brotfische” des Sees geschätzt, wegen ihres häufigen Vorkommens waren sie ein verbreitetes Hauptnahrungsmittel. Der Bestand an Hechten wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts durch eine Hechtpest derart dezimiert, dass er sich bis heute nicht regenerieren konnte. Saiblinge waren als besondere Delikatesse derart begehrt, dass Fangbücher eingeführt wurden. Angeln und Fischen mit Netz sowohl als Sport wie zum Nahrungserwerb werden am Starnberger See privat wie gewerblich bis heute betrieben. Die besten Fischfanggründe liegen um die unterseeischen Erhebungen und Berge. Die meisten ansässigen Fischer verbindet eine lange Familientradition mit ihrem Beruf. Sie wohnen häufig noch in den historischen Höfen entlang des Ufers, die in manchen Fällen die überlieferten Zunftzeichen mit dem Jahr der Aufnahme in die Zunft tragen.

Wooden cross in the shallow shore water of Lake Starnberg in memory of the local death of King Ludwig II on 13 June 1886 © Boschfoto/cc-by-sa-3.0 © Schlaier/cc-by-3.0 © Schlaier/cc-by-3.0 Panoramic view of Lake Starnberg looking south between Leoni and Possenhofen © Alexander Z./cc-by-sa-3.0 © flickr.com - digital cat/cc-by-2.0 Rose Island in Lake Starnberg © Petermann/cc-by-sa-3.0
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Wooden cross in the shallow shore water of Lake Starnberg in memory of the local death of King Ludwig II on 13 June 1886 © Boschfoto/cc-by-sa-3.0
Der See stellt ein wichtiges Erholungsgebiet dar, vor allem für Münchener, da er mit der S-Bahn nach Tutzing, der Eisenbahn nach Seeshaupt oder über die A 95 / A 952 leicht zu erreichen ist. Für Wanderer und Radfahrer gibt es eine 46,2 km lange Rundstrecke um den See herum, die mit kurzen Ausnahmen abseits der Straßen verläuft. Etwa 20 Kilometer des Seeufers sind öffentlich zugänglich. Zwischen Niederpöcking und Possenhofen gibt es den Paradies-Badeplatz, das Erholungsgelände der Landeshauptstadt München, mit Liegewiesen, Badestegen, Grillplätzen, Volleyplatz und einem Strandabschnitt für Windsurfer. Große Badewiesen gibt es außerdem in Kempfenhausen und zwischen Ambach und St. Heinrich. Freibäder gibt es in Starnberg, Feldafing, Garatshausen, Bernried und Seeshaupt (Lido). Eine Reihe von Segel- und Surfschulen sind vorhanden, ebenso Bootsverleihe.

Die Bayerische Seenschifffahrt bietet Linien-, Rund- und Sonderfahrten. Mit der MS Phantasie kann man von Starnberg aus direkt zum Museum der Phantasie, besser bekannt als Buchheim-Museum, in Bernried fahren, das eine große Attraktion geworden ist. Segeln ist ein beliebter Sport, auch wenn der Starnberger See als Schwachwindrevier mit gelegentlich schnell aufziehenden Gewittern gilt. Segeln ist theoretisch ohne Führerschein möglich, allerdings verlangen alle Bootsverleiher und die meisten Segelclubs wenigstens einen A-Schein. Für Motorbootgenehmigungen am Starnberger See gibt es ein festes Kontingent von 255 privaten Lizenzen und eine Vormerkliste mit einer Wartezeit von ca. 13 Jahren. Wasserskifahren ist auf einer bestimmten Fläche im See zu bestimmten Tageszeiten möglich. Tauchen ist im Starnberger See gestattet.

Seit 1976 zählt der Starnberger See zu den durch die Ramsar-Konvention geschützten Feuchtgebieten mit internationaler Bedeutung.

Lesen Sie mehr auf StarnbergerSee-Info.de, BayRegio-Starnberger-See.de, StarnbergerSee.info, Starnberger Fünf-Seen-Land, Seenschifffahrt.de – Starnberger See und Wikipedia Starnberger See. Hier erfahren Sie mehr über Bilder und deren Verwendung. Damit Sie sich auf dem Laufenden halten können, bieten die meisten Stadt- oder Tourismus-Webseiten einen Newsletter-Service an und/oder unterhalten Facebook-Seiten/Twitter-Accounts. Zudem bieten mehr und mehr Orte, Tourismusorganisationen und Kultureinrichtungen zusätzlich Apps für SmartPhones und Tablets an, sodass Sie Ihren mobilen Fremdenführer immer dabei haben können.



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