Der Olympiapark in London

Mittwoch, 01. August 2012 - 13:30 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein, Haus des Monats, London, Paläste, Schlösser, Villen, Parks, Sport

Olympic Park London - April 2012 © flickr.com - EG Focus / Anthony Charlton

Olympic Park London – April 2012 © flickr.com – EG Focus / Anthony Charlton

Der Olympiapark ist ein parkartiges Gelände in London mit mehreren bedeutenden Sportanlagen. Er ist der Hauptveranstaltungsort der Olympischen Spiele 2012 und der Sommer-Paralympics 2012. Der 250 Hektar große Olympiapark liegt am Fluss Lea im Osten der Stadt. Er entstand durch die vollständige Umgestaltung einer Industriebrache, zu der auch ein stillgelegtes Bahnbetriebswerk gehörte. Nach den Spielen wird der Park in Queen Elizabeth Olympic Park umbenannt, in Erinnerung an das 60. Thronjubiläum von Königin Elisabeth II. Das etwas mehr als zwei Kilometer lange und bis zu 1,25 km breite Gelände befindet sich im Tal des Lea, eines Nebenflusses der Themse. Es ist etwa 250 Hektar groß und liegt überwiegend im Stadtteil Stratford, der zum London Borough of Newham gehört. Die Royal Mail gab dem Olympiapark und dem östlich anschließenden Entwicklungsgebiet Stratford City die Postleitzahl E20, die zuvor nur für den fiktiven Stadtteil Walford in der Fernsehserie EastEnders verwendet worden war. Erschlossen wird das Gelände durch zwei Bahnhöfe.

Nach Beendigung der Spiele und dem Abbau der temporären Sportanlagen soll der Olympiapark auf verschiedene Weise genutzt werden. Die dauerhaft bestehenden Anlagen sollen von lokalen Sportvereinen weitergenutzt werden. Außerdem soll weiterhin die Austragung internationaler Sportanlässe möglich sein; so wird London beispielsweise Austragungsort der Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2017 sein. Abgesehen vom Olympischen Dorf werden an vier weiteren Standorten Siedlungen entstehen. Geplant sind rund 8.000 neue Wohnungen sowie die dazu gehörenden Infrastruktureinrichtungen wie Schulen und Gesundheitszentren. Die Siedlungen erhalten die Namen Chobham Manor, East Wick, Sweetwater, Pudding Mill und Marshgate Wharf. Alle Namen haben historische Wurzeln und nehmen keinen Bezug auf die Olympischen Spiele. Der Olympiapark (PDF-Download London 2012 Olympic Park-Übersicht) umfasst folgende Anlagen:

Olympic Park London - April 2012 © flickr.com - EG Focus / Anthony Charlton Queen Elizabeth Olympic Park map © OpenStreetMap contributors KS3 Olympics Park map Olympic Park - 14 June 2011 © flickr.com - EG Focus Olympic Park - 16 April 2012 © flickr.com - EG Focus Olympic Park - October 2009 © flickr.com - supermoving Olympic Village - 14 June 2011 © flickr.com - EG Focus
<
>
Olympic Park London - April 2012 © flickr.com - EG Focus / Anthony Charlton

  • das Olympiastadion (80.000 Zuschauer) für Leichtathletik, Eröffnungs- und Schlussfeier
  • das Aquatics Centre (17.500 Zuschauer) für Schwimmen, Synchronschwimmen, Wasserspringen und das Schwimmen des Modernen Fünfkampfs
  • die Riverbank Arena (15.000 Zuschauer) für Feldhockey
  • die Basketball Arena (12.000 Zuschauer) für die Basketball-Vorrunde und die Handball-Finalspiele
  • die Copper Box (7.000 Zuschauer) für die Vorrunde und die Viertelfinals im Handball sowie die Fechtwettkämpfe des Modernen Fünfkampfs
  • der London Velopark mit dem überdachten London Olympic Velodrome für den Bahnradsport (6.000 Zuschauer) und einer Außenanlage für die BMX-Rennen (6.000 Zuschauer)
  • die Water Polo Arena (5.000 Zuschauer) für Wasserball
  • das Eton Manor als Trainingszentrum für Schwimmer und Wasserballer

Das Olympische Dorf im nordöstlichen Teil des Olympiaparks dient zur Unterbringung der Athleten, Betreuer und Offiziellen. In 3.300 Wohnungen werden insgesamt 17.320 Betten zur Verfügung gestellt. Im zentralen Speisesaal können gleichzeitig 5.500 Personen verpflegt werden. Der ArcelorMittal Orbit ist ein 115 Meter hoher Aussichtsturm neben dem Olympiastadion. Das London Olympics Media Centre im Nordwesten des Olympiaparks bietet Platz für 20.000 Medienschaffende.

Lesen Sie mehr auf James Bond and The Queen London 2012, Wikipedia Olympische Spiele 2012, Wikipedia Sommer-Paralympics 2012 und Wikipedia Olympiapark London. Hier erfahren Sie mehr über Bilder und deren Verwendung. Damit Sie sich auf dem Laufenden halten können, bieten die meisten Stadt- oder Tourismus-Webseiten einen Newsletter-Service an und/oder unterhalten Facebook-Seiten/Twitter-Accounts. Zudem bieten mehr und mehr Orte, Tourismusorganisationen und Kultureinrichtungen zusätzlich Apps für SmartPhones und Tablets an, sodass Sie Ihren mobilen Fremdenführer immer dabei haben können (Sicher Reisen - Die Reiseapp des Auswärtigen Amtes). Wenn Sie eine Anregung, Kritik oder einen Hinweis zu dem Beitrag haben, freuen wir uns auf Ihre E-Mail an kommentar@wingsch.net. Nennen Sie dazu im Betreff bitte die Überschrift des Blogbeitrags, auf den sich Ihre E-Mail bezieht.



Das könnte Sie auch interessieren:

Tilburg, im Herzen von Brabant

Tilburg, im Herzen von Brabant

[caption id="attachment_159787" align="aligncenter" width="590"] Street view © Michielverbeek[/caption][responsivevoice_button voice="Deutsch Female" buttontext="Diesen Beitrag vorlesen"]Tilburg ist eine Gemeinde in den Niederlanden, Provinz Nordbrabant. Die Gemeinde umfasst die Stadt Tilburg und die Dörfer Udenhout und Berkel-Enschot. Die Gesamtfläche der Gemeinde beträgt 118 km². Die Einwohnerzahl des schnell wachsenden Orts lag am 1. Januar 2005 bei etwa 199.100. Am 25. Januar 2006 wurde eine 18jährige Studentin als 200.000. Einwohnerin der Stadt gefeiert. Tilburg liegt in der...

St. Gallen, Tor ins Appenzellerland

St. Gallen, Tor ins Appenzellerland

[caption id="attachment_154197" align="aligncenter" width="590"] Housing in the Abby quarter © Filzstift[/caption][responsivevoice_button voice="Deutsch Female" buttontext="Diesen Beitrag vorlesen"]St. Gallen ist eine politische Gemeinde und der namensgebende Hauptort des Kantons St. Gallen in der östlichen Schweiz. St. Gallen zählte per 31. Dezember 2009 72.186 Einwohner und ist mit rund 700 m ü. M. eine der höher gelegenen Städte der Schweiz. Die Stadt St. Gallen liegt an der Steinach, einem Fluss, der in den Bodensee mündet. Sie wurde im 7. Jahrhundert gegründet und gilt heute als d...

Boppard im oberen Mittelrheintal

Boppard im oberen Mittelrheintal

[caption id="attachment_161108" align="aligncenter" width="590"] Rhine Panorama © Moguntiner/cc-by-sa-3.0[/caption][responsivevoice_button voice="Deutsch Female" buttontext="Diesen Beitrag vorlesen"]Boppard ist eine verbandsfreie Stadt im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Die Stadt ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und geprägt vom Weinbau. Oberhalb von Boppard bietet sich ein Blick auf das Mittelrheintal. Bekannt ist auch der Vierseenblick vom Vierseenblicklift, einem Sessellift. Der Name rührt von vier von dort aus sic...

Die Hafenstadt Royan

Die Hafenstadt Royan

[caption id="attachment_153835" align="aligncenter" width="590"] Royan Harbour © Cobber17/cc-by-sa-3.0[/caption][responsivevoice_button voice="Deutsch Female" buttontext="Diesen Beitrag vorlesen"]Royan ist eine französische Gemeinde im Département Charente-Maritime in der Region Poitou-Charentes. Sie gehört zum Arrondissement Rochefort und ist Hauptort (chef-lieu) der Kantone Royan-Est und Royan-Ouest. Die westfranzösische Stadt mit 18.259 Einwohnern liegt am Atlantik, an der Nordseite der Trichtermündung Gironde. Zwischen Royan und Le Verdon-sur-Mer besteht eine Fährverbindung ...

Die Cadillac Ranch in Texas

Die Cadillac Ranch in Texas

[caption id="attachment_152056" align="aligncenter" width="590"] © flickr.com - Richie Diesterheft/cc-by-2.0[/caption][responsivevoice_button voice="Deutsch Female" buttontext="Diesen Beitrag vorlesen"]Cadillac Ranch ist der Name einer Kunstinstallation im Potter County, etwa fünf Kilometer westlich von Amarillo in Texas. Die Autos sind über und über mit Graffiti bemalt und ändern ständig ihr Aussehen. Besucher werden ausdrücklich ermuntert ihre eigenen farblichen Spuren zu hinterlassen. Von Zeit zu Zeit werden die Wagen übermalt. So waren sie zunächst alle weiß, wurden aber auch sch...

Vorderasiatisches Museum in Berlin

Vorderasiatisches Museum in Berlin

[caption id="attachment_186017" align="aligncenter" width="590"] Ishtar Gate © Hnapel/cc-by-sa-4.0[/caption][responsivevoice_button voice="Deutsch Female" buttontext="Diesen Beitrag vorlesen"]Das Vorderasiatische Museum ist ein Teil der Staatlichen Museen zu Berlin. Es ist im Haupt- und im Untergeschoss des Südflügels des Pergamonmuseums untergebracht und umfasst eine der größten Sammlungen Vorderasiatischer Kunst der Welt. Prunkstücke der Sammlung sind das Ischtar-Tor und die Prozessionsstraße von Babylon, Teile des Eanna-Tempels und des Inanna-Tempels des Kara-indaš aus Uruk. Daneben...

Return to Top ▲Return to Top ▲
Pechersky Monastery © Bestalex
Nischni Nowgorod, das Architektur-Mekka Russlands

Nischni Nowgorod, 1932 bis 1990 Gorki, ist mit 1.272.527 Einwohnern (Stand: 2009) die fünftgrößte Stadt Russlands. Sie liegt an der...

Pokkitörmä - Oulun Lyseo with Cathedral bell-tower in the backgound © Estormiz
Oulu, Austragungsort der Luftgitarren-Weltmeisterschaft

Die finnische Großstadt Oulu ist eine Stadt im Norden Finnlands. Sie ist die wichtigste Stadt Nord-Finnlands und sechstgrößte Stadt Finnlands....

Aerial view © flickr.com - Jean-Louis Vandevivère
Saintes-Maries-de-la-Mer, die Hauptstadt der Camargue

Saintes-Maries-de-la-Mer ist eine Kleinstadt mit 2.500 Einwohnern im Département Bouches-du-Rhône, einem Teil der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur; Sitz der zuständigen Unterpräfektur...

Schließen