Der Nationalpark Brijuni in Kroatien

Samstag, 10. August 2013 - 13:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein, Paläste, Schlösser, Villen, Parks

Hotel Carmen © Zumbulka

Hotel Carmen © Zumbulka

Der Nationalpark Brijuni-Inseln ist eine kleine Inselgruppe in der kroatischen Adria. Sie liegt vor der Küste der historischen Region Istrien nur wenige Kilometer von der Küstenstadt Pula entfernt. Zur Inselgruppe gehören 14 einzelne Inseln. Die Gesamtfläche des Parks beträgt inklusive der umgebenden Wasserflächen 33,9 km². Nur die größte Insel, Veli Brijun, besitzt Hotelanlagen und kann frei besucht werden. Die Inselgruppe Brijuni kann man über Schiffsverbindungen von Fažana oder von Pula aus erreichen. Das Anlegen mit privaten Booten ist nur im Hafen der Hauptinsel gestattet. Außerdem ist Tauchen im Nationalpark nur von lizenzierten Tauchzentren aus erlaubt.

Seit 1985 kann die Hauptinsel wieder von Touristen besucht werden. Ausgangspunkt ist der Hafen von Fažana. Kurzbesucher erwartet eine geführte vierstündige Inselrundfahrt mit einer Elektrobahn (auch durch den Safaripark) und die Besichtigung der St.-Germanus-Kirche mit Kopien der Fresken von Beram, eines Museums mit ausgestopften Tieren, die Tito geschenkt wurden und eines Tito-Museums, das jetzt auch einen Raum zum Gedenken an Kupelwieser und Koch beherbergt. Je nach Zeit sind Pausen im Byzantinischen Castrum oder in der Römerbucht vorgesehen.

Von 1947 an hatte der jugoslawische Staats- und Parteichef Tito hier eine seiner bevorzugten Residenzen, die gesamte Inselgruppe war damit für die gewöhnliche Bevölkerung verboten. Die Reste der alten Gebäude wurden zum Teil abgerissen, zum Teil neu aufgebaut und renoviert. Tito empfing auf Brijuni gern und häufig Staatsgäste und zahlreiche Hollywoodstars. Nach Titos Tod (1980) wurden die Inseln zum Nationalpark. Die Insel Veli Brijun wird weiterhin von der kroatischen Regierung für Staatsempfänge und als Sommerresidenz des kroatischen Präsidenten genutzt.

Brijuni Villa © Johann SUHM/cc-by-sa-3.0 Remains of a Roman villa © Johann SUHM/cc-by-sa-3.0 Tito's Caddy © flickr.com - John W. Schulze/cc-by-2.0 © Zumbulka Brijuni map © David Orlovic/cc-by-sa-3.0 Hotel Carmen © Zumbulka
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Tito's Caddy © flickr.com - John W. Schulze/cc-by-2.0
Auf den Inseln existieren rund 680 Pflanzenarten, von denen viele im übrigen Istrien gefährdet sind und die sich hier frei entwickeln können. Über 250 Vogelarten, beispielsweise seltene Kormorane, finden sich hier. In einer Saline wurde ein Vogelschutzgebiet eingerichtet. An freilebenden Säugetieren finden sich auf der Insel Feldhasen und importierte Hirsche, Rehe und Europäische Mufflons. Die Insel ist von unzähligen Pfauen, Eidechsen, Käuzchen, Möwen und Zikaden bevölkert.

Es gibt auch einen Ethno-Park, in dem ein typisch istrischer Hof mit istrischen Ochsen (Boškarin), istrischen Schafen (Pramenka), Eseln und Ziegen vorgestellt wird.

Eine der größten Sehenswürdigkeiten der Inseln ist der Safaripark am nördlichen Ende Veli Brijuns; seit 1979 werden hier Elefanten, Lamas, Zebras, Nilgauantilopen, somalische Schafe, heilige indische Kühe, Esel und Strauße präsentiert.

Star der Insel ist Titos Gelbhaubenkakadu Koki, der auch 30 Jahre nach dem Tod seines Herrchens noch so lachen und husten kann wie er.

Der Name Brioni entstammt den kroatischen Brijuni-Inseln. Einer der Gründer besuchte die Insel und war so begeistert, dass das Unternehmen danach benannt wurde.

Lesen Sie mehr auf Nationalpark Brijuni und Wikipedia Nationalpark Brijuni (Sicher Reisen - Die Reiseapp des Auswärtigen Amtes). Fotos von Wikimedia Commons. Wenn Sie eine Anregung, Kritik oder einen Hinweis zu dem Beitrag haben, freuen wir uns auf Ihre E-Mail an kommentar@wingsch.net. Nennen Sie dazu im Betreff bitte die Überschrift des Blogbeitrags, auf den sich Ihre E-Mail bezieht.




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