Der Lago Maggiore

14. Oktober 2011 | Destination: | Rubric: Allgemein, UNESCO-Welterbe |

Isola Bella - Borromean Islands © Mbdortmund

Isola Bella – Borromean Islands © Mbdortmund

Der Lago Maggiore ist ein in den italienischen Regionen Piemont und Lombardei sowie im Schweizer Kanton Tessin gelegener, von seinem gleichnamigen Hauptzu- und -abfluss Tessin durchflossener oberitalienischer See. Der Lago Maggiore bedeckt eine 212,5 km² große Fläche, von der 80,1 % zu Italien, die restlichen 19,9 % zur Schweiz gehören. Er reicht von der südlichen Alpenkette bis an den Rand der Poebene. Wie die anderen oberitalienischen Seen entstand er beim Abschmelzen eiszeitlicher Gletscher. Vor allem sein Nordteil ist von hohen Felswänden umgeben. Von der Fischerei im Lago Maggiore leben mehrere Berufsfischer. Der Gesamtertrag liegt bei 150 Tonnen pro Jahr. Seit 1826 gibt es auf dem See eine Passagierschifffahrt. 1852 wurde diese vom Österreichischen Lloyd übernommen und neu organisiert. Heute betreibt die Navigazione Laghi eine Flotte von 25 Schiffen.

Bei Brissago liegen die zwei Isole di Brissago mit ihrem botanischen Garten: Isola di San Pancrazio (Isola Grande) und Isola di Sant’Apollinare (Isolino). Nördlich von Cannero Riviera liegen auf zwei Inselchen die Castelli di Cannero. Stresa vorgelagert sind drei der fünf Borromäischen Inseln: Isola Bella und Isola dei Pescatori (auch bekannt als Isola Superiore), sowie zwischen den beiden das Inselchen Scoglio della Malghera. Die restlichen beiden, Isolino di San Giovanni und Isola Madre, sind dem gegenüberliegenden Verbania vorgelagert. Bei Angera liegt die kleine Isolino Partegora.

Der Hauptzufluss und -abfluss ist der Tessin (italienisch: Ticino). Er mündet bei Magadino in den See ein. Das Mündungsgebiet, die Bolle di Magadino, ist ein artenreiches Naturschutzgebiet. Weiter westlich mündet die Maggia. Sie bringt ständig Geschiebe mit sich, so dass das Maggia-Delta heute weit in den See hinausreicht. Östlich des Deltas liegt Locarno, das vor allem durch sein Filmfestival und die Wallfahrtskirche Madonna del Sasso bekannt ist, auf der Westseite Ascona mit seiner Seepromenade und dem Monte Verità. Im Hinterland teilt sich das Tal bei Ponte Brolla ins Centovalli zur linken und das Maggiatal zur rechten Seite. Im Norden mündet die Verzasca in den See, vor allem bekannt durch die Brücke Ponte dei Salti und die 220 m hohe Staumauer.

Ascona - Via Borgo © Arno Konings - schweiz-bilder.ch Verbania Intra © Corradox Town of Stresa © Coolcaesar Porto Valtravaglia © Ogrizzo Porto Valtravaglia, seen from the mountains of Brezzo di Bedero © Corradox Locarno - Piazza Grande © Riessdo Levo above Stresa © Markus Bernet Laveno Panorama © Alessandro Vecchi Hydrofoil 'Lord Byron' © Louis Bafrance From Caldè to Mottarone and Verbania © Corradox Cannero Riviera © Markus Bernet Ascona - Street market © Ashleigh Nushawg Ascona Panorama © BMK Ascona in front, with Locarno in the background © Michael Gredenberg Arona Panorama © Alessandro Vecchi Angera Castle-Varese, seen from the tower across the castle gardens to the lake and Arona © Wolfgang Sauber Lake Maggiore sunrise © Roberto Zanon Lake Maggiore, seen from Incella above Brissago © Markus Bernet Lake Maggiore and the Alps, seen from Poggio Sant'Elsa © Alessandro Vecchi Map of Lake Maggiore © Ian Spackman Isola Bella - Borromean Islands © Mbdortmund
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Angera Castle-Varese, seen from the tower across the castle gardens to the lake and Arona © Wolfgang Sauber
Größte Stadt am See ist Verbania mit seinen Teilorten Intra und Pallanza. Sehenswert sind die Botanischen Gärten der Villa Taranto (0,16 km²), ein Geschenk ihres Gründers, Kapitän Neil Mac Eacharn, an Italien. Tausende aus aller Welt importierte Pflanzen, sowie seltene, in Europa zum Teil auch einzigartige botanische Sammlungen lassen sich hier studieren. Südlich von Verbania weitet sich der See zum Golf von Verbania, wo der Toce in den See einmündet.

Am Golf liegt Stresa, das mit seinen Belle-Epoque-Villen und -Hotelpalästen heute noch den Charme eines mondänen Nobelkurortes ausstrahlt. In Stresa befindet sich der Zoologische Garten der Villa Pallavicino. Jahrhundertealte Bäume und viele freilebende Tierarten lassen sich dort bewundern. In der Stadt fanden einige historisch bedeutsame Konferenzen statt (1. und 2. Konferenz von Stresa (1935, 1958), Bilderberg-Konferenz 2004).

Lesen Sie mehr auf Lago Maggiore – Offizielle Website, Reiseführer Lago Maggiore, Ascona & Locarno und Wikipedia Lago Maggiore. Hier erfahren Sie mehr über Bilder und deren Verwendung. Damit Sie sich auf dem Laufenden halten können, bieten die meisten Stadt- oder Tourismus-Webseiten einen Newsletter-Service an und/oder unterhalten Facebook-Seiten/Twitter-Accounts. Zudem bieten mehr und mehr Orte, Tourismusorganisationen und Kultureinrichtungen zusätzlich Apps für SmartPhones und Tablets an, sodass Sie Ihren mobilen Fremdenführer immer dabei haben können.



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