Der Grand Canyon Skywalk

Mittwoch, 28. Dezember 2011 - 13:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein, Museen, Ausstellungen

Eagle Point - Skywalk and Colorado River © Laslovarga

Eagle Point - Skywalk and Colorado River © Laslovarga

Der Grand Canyon Skywalk ist eine Besucherattraktion im Erlebnispark Grand Canyon West der Walapai-Indianer außerhalb des Grand-Canyon-Nationalparks, die am 20. März 2007 eröffnet wurde. Es handelt sich um eine über den Rand des Canyons hinausragende Plattform aus Stahlträgern mit aufgelegten gläsernen Bodenplatten und gläsernem Geländer. Die ersten Schritte durften der frühere Astronaut Buzz Aldrin sowie eine Gruppe von Hualapai-Indianern wagen. Seit dem 28. März 2007 ist die Plattform für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Bauzeit betrug drei Jahre.

Der Skywalk bietet die Möglichkeit, auf einem 22 Meter über den Abgrund ragenden, hufeisenförmigen Balkon durch den gläsernen Boden den Grand Canyon zu bestaunen. Die Plattform befindet sich über einem Seitenarm des Canyons. Der 1100 Meter tiefer gelegene Colorado River im Haupttal ist im Blickfeld, jedoch etwa zwei Kilometer entfernt. Die Höhe des Skywalks über dem Talgrund des Seitencanyons ist deutlich geringer. Die durch den Glasboden senkrecht unterhalb sichtbaren Felsen liegen zwischen 150 und 240 Meter unter dem Skywalkboden.

© Laslovarga © Laslovarga Guano Point - Colorado River © Laslovarga Guano Point - Colorado River © Laslovarga Eagle Point © Laslovarga Eagle Point - Skywalk © Laslovarga Eagle Point - Skywalk and Colorado River © Laslovarga
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Eagle Point - Skywalk and Colorado River © Laslovarga
Der Skywalk befindet sich im Hualapai-Indianerreservat. Ein Stammesausschuss hatte dem Investor David Jin aus Las Vegas die Erlaubnis erteilt, die 30 Millionen US-Dollar teure Touristenattraktion in ihrem Reservat zu errichten. Der Investor ist prozentual an den Eintrittsgeldern beteiligt, doch der Skywalk ist Eigentum des Hualapai-Stammes. Die Einnahmen der ersten Jahre erlaubten den Bau eines Kulturzentrum der Walapai in Peach Springs.

Der Boden der Terrasse besteht aus sieben Zentimeter dickem entspiegeltem fünfschichtigem Spezialglas, das von der Firma Kinon in Köln-Porz geliefert wurde. Das Glas der Brüstung stammt von der Berliner Firma Glas Döring, die Stahlkonstruktion von DYWIDAG. Die Konstruktion wiegt 482 Tonnen. Sie soll Spitzenwindgeschwindigkeiten von 160 km/h standhalten. Auf dem „Balkon“ dürfen sich gleichzeitig nur 120 Personen aufhalten. Jeder Besucher muss einen speziellen Filzschutz über die Schuhe ziehen, mit denen ein Zerkratzen des Glasbodens verhindert werden soll. Auf dem Skywalk ist das Fotografieren verboten. Kameras und Handys, aber auch Handtaschen und Rucksäcke müssen in einem Schließfach hinterlegt werden.

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