Der Central District von Beirut

05. Februar 2016 | Destination: | Allgemein | No Comments »

Rue Maarad © flickr.com - Ismail Küpeli/cc-by-2.0

Rue Maarad © flickr.com – Ismail Küpeli/cc-by-2.0

Beirut Central District (BCD) oder Centre Ville ist der Name des historischen und geografischen Kerns von Beirut, dem „lebendigen Finanz-, Handels- und Verwaltungszentrum des Landes.“ Im Zentrum der libanesischen Hauptstadt gelegen, ist Beirut Central District (BCD) tausende von Jahren alt ist und traditionell ein Schwerpunkt der Wirtschaft, Finanzen, Kultur und Freizeit. Der Wiederaufbau ist eine der anspruchsvollsten zeitgenössischen urbanen Entwicklungen des Landes. BCD befindet sich an der Nordküste der Stadt und ist von allen Teilen der Stadt leicht zu erreichen. Dazu gehören auch der benachbarte Beirut Seaport und der Rafik Hariri International Airport. Die Hauptverkehrsstraßen aus dem Osten, Süden und Westen führen in den District oder entlang der 1,5 km (1 mi) lange Küste nach Norden.

Aufgrund der Zerstörungen in der Innenstadt während des libanesischen Bürgerkriegs, wurde für den Beirut Central District ein umfangreicher Rekonstruktions- und Entwicklungsplan entwickelt, der dem Distrikt seine kulturelle und wirtschaftliche Position in der Region zurück gegeben hat. Der Masterplan für die Rekonstruktion der Stadt wurde offiziell von der libanesischen Regierung im März 1994 nach einer Reihe von detaillierten Studien und öffentlichen und professionellen Konsultationen genehmigt und am 5. Mai 1994 wurde Solidere, das Unternehmen für die Entwicklung und den Wiederaufbau von Beirut Central District, gegründet, um das größte städtische Sanierungsprojekt der 1990er Jahre zu starten. Seitdem hat sich Beirut Central District in einen integrierten Geschäfts- und Handelsbereich entwickelt, mit dem Schwerpunkt auf finanzielle und wirtschaftliche Aktivitäten in der Region. Die Entwicklung ging und geht einher mit der (Wieder-)Ansiedlung von internationalen Organisationen, den Wiedereröffnungen von privaten und öffentlichen Gebäuden, dem Ausbau der finanziellen Aktivitäten und der Einrichtung regionaler Hauptsitze global agierender Unternehmen in der Innenstadt.

The Heritage Trail ist eine Fußgängertour im historischen Kern der Stadt und dem traditionellen Stadtzentrum von Beirut. Der Weg verbindet die wichtigsten archäologischen Stätten, historische Sehenswürdigkeiten, Denkmäler und historische Gebäude, die wichtig für Beiruts reiche Vergangenheit sind. Der Pfad wird durch Bronzemedaillons in den Bürgersteigen, mit großen Hinweisschildern und kleineren Tafeln an Denkmälern mit Texten in drei Sprachen (Arabisch, Französisch, Englisch) gekennzeichnet. Der Heritage Trail soll am „Museum für Stadtgeschichte“ auf dem antiken Tell-Areal beginnen und enden. In einer ersten Phase bis zur Eröffnung des Museums startet die Route zunächst an den Beirut Souks, die das 2500 Jahre alte Straßennetz und osmanische Zugangstore, mehrere andere archäologische Überreste, wie dem phönizisch-persischen Quartier, byzantinische Mosaiken, die alte Stadtmauer und den Burggraben beherbergen.

 

Das Stadtzentrum beherbergt mehr als 350 Einzelhandelsbetriebe entlang den Straßen und in den Stadtteilen verteilt. Einkaufen in der Innenstadt besteht hauptsächlich aus gehobenen Mode-Boutique-Ketten, weltbekannten Designer-Läden, High-End-Läden und Luxusboutiquen mit den teuersten Designer-Labels. Geschäfte verkaufen Kleidung, Accessoires, Schmuck, Möbel, Hi-Fi und elektronische Geräte, Tonträger und Bücher, Kunsthandwerk und Geschenke, Kunst und Antiquitäten. Die Läden befinden sich üblicherweise auf Straßenniveau. Seit einiger Zeit werden aber auch die oberen Stockwerke entsprechend ausgebaut. Ganze Gebäude oder Gebäudekomplexe werden in Kaufhäuser umgewandelt. Es gibt über 100 Cafés, Restaurants, Pubs und Nachtclubs im Beirut Central District. Eine Vielzahl von Restaurants bietet französische, italienische, amerikanische, libanesische, chinesische, japanische und andere asiatischen Küche an. Straßencafés sind typisch für die Innenstadt. Dutzende von ihnen säumen die Straßen. Sie reichen von orientalischen Cafés mit türkischem Kaffee und Shisha bis zu globalen Franchises wie Starbucks.

Im Beirut Central District befinden sich mehr als 60 Gärten, Plätze und Freiflächen. Diese beinhalten begrünte Straßen, Gärten, historische Plätze, Fußgängerzonen und die Seepromenade. Insgesamt umfassen sie 96 Acres (39 ha) von Freiflächen. Der Beirut Central District verfügt damit über 50% der gesamten öffentlichen Flächen in Beirut, obwohl Beirut Central District selbst nur etwa 10% der Beirut City ausmacht. Aufgrund des milden Wetters, haben sich rund um die öffentlichen Flächen attraktive und florierende soziale Szenen für die Einwohner Beiruts entwickelt. Zusätzlich haben Vertreter der Stadt Pläne vorgestellt, um weitere Zielgruppen anzusprechen, indem zum Beispiel Fußwege die Innenstadt mit den Beirut Souks, der Corniche und der Promenade verbinden. Der Bereich ist auch für Jogger und Radfahrer freigegeben. An Wochenenden wird der Bereich für den Autoverkehr gesperrt. Hier finden auch Straßenmärkte, Feste, Gesundheits- und Umweltkampagnen statt.

Sobald die Zaitunay Bay, die Corniche-Promenade, die östliche Marina und die Hafen-Beirut-First-Basin-Promenade fertiggestellt sind, wird das Stadtzentrum eine ununterbrochene 3,5 km (2 mi) lange Corniche entlang Beiruts Küstenlinie bieten. Die Massnahmen sorgen dafür, dass die bestehende Corniche um das Vierfache verlängert wird. Die neue Seepromenande wird aus einer drei-etagigen Promenande, mit einer Länge von 1,3 km (1 mi) und einer Breite zwischen 45 und 110 Metern, bestehen. Der Master-Plan für die Corniche sieht vor, dass eine aktive Fußgängerzone mit auf ihr verteilten „Aktivitätsschwerpunkten“ für Sport, Erholung und Aktivitäten für Kinder entsteht.

Lesen Sie mehr auf Downtown Beirut und Wikipedia Beirut Central District. Fotos von Wikimedia Commons.



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