Das Steinhuder Meer in Niedersachsen

05. Mai 2015 | Destination: | Rubric: Allgemein |

Wilhelmstein Island © ChristianSchd/cc-by-sa-4.0

Wilhelmstein Island © ChristianSchd/cc-by-sa-4.0

Das Steinhuder Meer in Niedersachsen ist mit einer Fläche von 29,1 km² der größte See Nordwestdeutschlands. Das maximal 2,9 m und durchschnittlich 1,35 m tiefe Gewässer bildete sich in einem Becken gegen Ende der letzten Eiszeit vor etwa 14.000 Jahren. Heute stellt der etwa 30 km nordwestlich von Hannover gelegene See als Zentrum des Naturparks Steinhuder Meer wegen seiner geschützten Naturbereiche und vielfältigen Erholungsmöglichkeiten ein überregionales Ausflugsziel dar. Vom Schloss Hagenburg führt ein 1,2 km langer Stichkanal zum See. Durch die 1,5 km lange Uferpromenade ist Steinhude mit seinem westlichen Nachbarn Hagenburg verbunden. Der Fremdenverkehr am Steinhuder Meer erlangte nach der Inbetriebnahme der Steinhuder Meer-Bahn Ende des 19. Jahrhunderts größere Bedeutung.

Im Steinhuder Meer befinden sich zwei künstliche Inseln:

  • Insel Wilhelmstein als 12.500 m² große Insel, zwischen 1761 und 1765 angelegt, der Bau der Festung erfolgte von 1765 bis 1767.
  • Badeinsel Steinhude als 35.000 m² große Insel mit breitem Sandstrand, 1975 am Südufer des Sees angelegt. Sie wurde aus dem Sand des Steinhuder Meeres aufgeschüttet und ist nur für Fußgänger über eine Brücke zu erreichen. Die Badeinsel verfügt über ein futuristisches Service-Center, das mit Sonnenenergie betrieben wird.

Steinhude © Franzfoto/cc-by-sa-3.0 Wilhelmstein Island © AxelHH Ice sailing © Axel Hindemith/cc-by-3.0 Grossenheidorn © Dirk Feldheim/cc-by-sa-3.0 © Franzfoto/cc-by-sa-3.0 Wilhelmstein Island © ChristianSchd/cc-by-sa-4.0
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Wilhelmstein Island © ChristianSchd/cc-by-sa-4.0
Motorboote sind auf dem Steinhuder Meer nicht gestattet. Auf dem See sind etwa 5000 Sport- und Segelboote zu finden. Er eignet sich relativ gut für den Segelsport, da er durch seine Größe und ovale Form gerade für Regatten faire Windbedingungen garantiert. Eine Landabdeckung des Windes ist hier fast vollständig zu vernachlässigen. Falls der See zufriert, ist auf ihm Eissegeln möglich. Auf dem See finden im Schnitt 40 Regattaserien pro Jahr statt, die von der Wettfahrtvereinigung Steinhuder Meer (WVStM) in Schirmherrschaft organisiert werden. Zusätzlich bietet das Steinhuder Meer am Nordufer die Möglichkeit des Kitesurfens in einem etwa ein Quadratkilometer großen Bereich. Das Revier bietet für diesen Sport ideale Übungsbedingungen. Auch Windsurfen ist am Steinhuder Meer sehr gut möglich. Im Gegensatz zu den Kitesurfern dürfen die Windsurfer den ganzen See befahren, so dass hier ideale und sichere Windsurfbedingungen vorzufinden sind.

Besuchern bietet das Steinhuder Meer vielfältige Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Ein über 35 km langer Rundwander- und Fahrradweg mit Aussichtstürmen um den See gibt Einblicke in die See- und Moorlandschaft mit Feuchtwiesen und Auwäldern. Aufgrund der hohen Besucherzahlen gibt es rund um den See ein breites gastronomisches Angebot. Besucherattraktionen sind das Insektenmuseum, das Naturparkzentrum Steinhuder Meer und das Fischer- und Webermuseum Steinhude mit Spielzeugmuseum in Steinhude sowie der Saurierpark im nahegelegenen Münchehagen. Die Ökologische Schutzstation in Winzlar bietet regelmäßig Informationen und Führungen für Naturfreunde an. Eine kulinarische Spezialität des Steinhuder Meeres ist der Steinhuder Räucheraal; die Aale werden mitunter noch traditionell mit dem Steinhuder Torfkahn gefischt. Der Steinhuder Hecht dagegen war das erste Tauchboot Deutschlands und wurde 1772 im See zu Wasser gelassen.

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