Das größte Windrad der Welt

11. Januar 2012 | Destination: | Rubric: Umwelt, Grüne Technologien |

Enercon E-126 © JUWI

Enercon E-126 © JUWI

Die größte Windkraftanlage der Welt steht in Rheinland-Pfalz. Sie kann Windstrom für eine ganze Kleinstadt liefern, doch das ist noch nicht alles.

Aus der Distanz wirkt die Windkraftanlage E-126, die sich auf einer Anhöhe des Pfälzer Waldes über dem Weiler Schneebergerhof dreht, überraschend filigran. Beim Näherkommen wird dann aber ihre gewaltige Dimension ersichtlich. Mit einer Gesamthöhe von 198 Metern überragt sie die fünf anderen Windräder in ihrer Nähe beträchtlich. Der 2800 Tonnen schwere Stahlbetonturm, der den dreiflügeligen Rotor und die Turbine trägt, ist dabei 131 Meter hoch.

Fast so viel Leistung wie ein Wasserkraftwerk
Diese Ausmaße sind wenig verwunderlich, denn die E-126 des deutschen Herstellers Enercon ist die größte Windkraftanlage der Welt. Mit einer Nennleistung von 7,5 Megawatt (MW) kann sie sauberen und preiswerten Windstrom für eine ganze Kleinstadt liefern. Laut der Firma Juwi, die das Super-Windrad Ende 2010 an diesen abgelegenen Ort im Donnersbergkreis errichtete, schafft es mehr als 18 Millionen Kilowattstunden pro Jahr, damit lassen sich mehr als 5000 Drei-Personen-Haushalte versorgen. „Wir haben mit der E-126, die zu einer neuen Generation von Windkraftanlagen gehört, ein richtiges Kraftwerk. Mit ihrer Leistung reicht sie schon an so manches Wasserkraftwerk heran“, freut sich Juwi-Projektleiter Torsten Höllwarth. „Auch oben hat man nicht mehr das Maschinenhaus, wie es früher hieß, es ist eine richtiggehende Maschinenhalle, also ein richtiges Gebäude mit einer Raumhöhe von etwa zwölf Metern.“ Das entspricht einem mehrstöckigen Haus.

Ursprüngliches Einsatzgebiet der weltgrößten Windturbine ist die hohe See. So soll die nordschwedische Markbygden Wind Farm, die 1100 Windkraftanlagen umfassen soll und deren Bau noch in diesem Jahr beginnt, hauptsächlich mit Anlagen vom Typ E-126 bestückt werden. Sie liegt in einem Meeresgebiet westlich von Piteå in der Provinz Norrbotten. Der riesige Offshore-Windpark kann bis zu acht Prozent des Energiebedarfs in Schweden decken. “Wir überlegten, dass sich die Nutzung solcher Anlagen nicht auf den Offshore-Bereich beschränken muss”, erläutert Juwi-Firmensprecher Ralf Heidenreich. “Sie können ebenso gut an windreichen Binnenstandorten stehen. Das passt in unser Firmenkonzept, nämlich Energie regional zu erzeugen und so regionale Wertschöpfung zu betreiben. Dabei nutzen wir Standorte wie diesen in den Mittelgebirgen, die sehr windreich und damit sehr gut sind.”

Lesen Sie den ganzen Artikel auf FOCUS Online. Weitere Informationen auf enercon.de und Wikipedia Enercon.



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