Das French Quarter in New Orleans

Montag, 30. April 2018 - 11:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein, Leben, Wohnen, Arbeiten

Bourbon Street © flickr.com - Lars Plougmann/cc-by-sa-2.0

Bourbon Street © flickr.com – Lars Plougmann/cc-by-sa-2.0

Das French Quarter, auch als Vieux Carré bekannt, ist der älteste Stadtteil von New Orleans. Nachdem New Orleans im Jahr 1718 durch Jean-Baptiste Le Moyne de Bienville gegründet worden war, entwickelte sich die Stadt um den zentralen Platz Vieux Carré (deutsch “Alter Platz”) herum (Jackson Square). Der Stadtteil wird heute für gewöhnlich das French Quarter genannt, oder einfach “The Quarter”, auf Grundlage des Zuzugs von amerikanischen Einwanderern nach dem Louisiana Purchase. Die meisten erhaltenen historischen Gebäude wurden entweder im späten 18. Jahrhundert, als die Stadt noch zum Vizekönigreich Neuspanien gehörte, oder während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, nachdem die französische Kolonie Louisiana Teil der Vereinigten Staaten wurde und dann ein Bundesstaat, errichtet.

Der Stadtteil als Ganzes wurde mit seinen zahlreichen einzigartigen Gebäuden in die Liste der National Historic Landmarks aufgenommen, die separat als bedeutend angesehen werden. Es ist das erste Anlaufziel für Touristen in der Stadt und Anziehungspunkt für die Einwohner (Architektur in New Orleans). Im Viertel leben heute etwa 4.000 Einwohner. Eingrenzende Nachbarschaften sind: Faubourg Marigny im Osten, Mississippi River im Süden, Central Business District im Westen, Iberville im Norden und Tremé ebenfalls im Norden. Wegen seiner Entfernung zu den Gebieten, wo der Damm während des Hurrikans Katrina im Jahr 2005 brach, sowie der festen und hohen Dämme zum nahegelegenen Mississippi River, waren im French Quarter im Vergleich zu anderen Gebieten der Stadt und der Großregion nur relativ leichte Hochwasserschäden zu verzeichnen.

Pontalba Buildings © Jan Kronsell/cc-by-sa-3.0 Jackson Square © Sami99tr/cc-by-sa-3.0 Example of late 18th-century Spanish architecture, built after the Great Fires of 1788 and 1794 © Elisa.rolle/cc-by-sa-3.0 Chartres Street between St. Philip and Dumaine © flickr.com - Ken Lund/cc-by-sa-2.0 Bourbon Street © Jan Kronsell/cc-by-sa-3.0 Bourbon Street © flickr.com - Lars Plougmann/cc-by-sa-2.0 Royal Street at Dumaine © Jan Kronsell/cc-by-sa-3.0
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Example of late 18th-century Spanish architecture, built after the Great Fires of 1788 and 1794 © Elisa.rolle/cc-by-sa-3.0
Die bekannteste Straße im French Quarter ist die Bourbon Street, auch Rue Bourbon genannt, welche für ihre Bars bekannt ist. Die meisten Bars, die von Touristen besucht werden, sind neu, aber das French Quarter beheimatet auch eine Reihe von einzigartigen Bars mit interessanten Geschichten. Das Old Absinthe House hat seinen Namen behalten, obwohl Absinth in den Vereinigten Staaten von 1915 bis 2007 verboten war, weil man glaubte, es habe eine toxische Wirkung. Die Pat O’Brien’s Bar ist sowohl für die Erfindung des roten “Hurricane”-Cocktails als auch als erste Duellklavierbar bekannt. Sie befindet sich an der 718 St. Peter Street. In derselben Straße, 726 St. Peter Street, steht die Preservation Hall, welche seit 1961 als Aufführungsstätte für den New-Orleans-Jazz dient. Der Lafitte’s Blacksmith Shop ist eine Taverne, die an der Ecke Bourbon und St. Philip Street liegt. Erbaut wurde sie vor 1772 und ist heute eines der ältesten erhaltenen Gebäude in New Orleans. Es ist auch die älteste Bar in ganz Amerika, welche noch als Bar betrieben wird. Nach einer Legende war das Gebäude einmal ein Geschäft, welches dem Freibeuter Jean Laffite gehörte, vielleicht als Tarnung für seine vielen Schmuggeltätigkeiten in der Barataria Bay. Es existieren aber keine Belege dafür. Die Napoleon House Bar mit dem Restaurant befindet sich in dem ehemaligen Haus des Bürgermeisters Nicholas Girod. Es wurde nach einem nicht realisierten Komplott zu Rettung von Napoleon Bonaparte aus seinem Exil auf Saint Helena benannt, bei dem er nach New Orleans gebracht werden sollte. Der Bourbon Pub und das Oz befinden sich beide an der Kreuzung Bourbon und St. Ann Street und sind die größten Schwulenklubs in New Orleans. Das Cafe Lafitte in Exile an der Kreuzung Bourbon und Dumaine Street ist die älteste kontinuierlich betriebene Schwulenbar in den Vereinigten Staaten. Diese und andere Schwuleneinrichtungen sponsern das jährlich stattfindende Southern Decadence-Festival während des Labor-Day-Wochenendes. Das Festival wird oft als New Orleans’ Gay Mardi Gras bezeichnet. Die Kreuzung von Bourbon und St. Ann Streets ist auch als the Lavender Line oder the Velvet Line bekannt in Bezug auf das mehrheitlich von Schwulen bewohnte Viertel.

Der Stadtteil beheimatet viele Restaurants, von klassischen bis zu zwanglosen, wo sowohl Besucher als auch Einheimische essen gehen. Einige sind bekannte Wahrzeichen, wie das Antoine’s und das Tujague’s, die seit dem 19. Jahrhundert im Geschäft sind. Arnaud’s, Galatoire’s, Broussard’s und Brennan’s werden auch geschätzt. Weniger historische, aber gut bekannte Restaurants sind die der Chefköche Paul Prudhomme (K-Paul’s), Emeril Lagasse (NOLA) und John Besh. Das Port of Call an der Esplanade Avenue ist seit mehr als 30 Jahren im Geschäft und für seinen “Monsoon”-Drink und sein Essen bekannt. Der Monsoon-Drink war ihre Antwort auf den “Hurricane”-Cocktail von Pat O’Brien’s Bar. Der Gumbo Shop ist ein weiteres traditionelles Esslokal im French Quarter, wo Freizeitkleidung akzeptiert ist. Bei Central Grocery an der Decatur Street kann man ein originales italienisches Muffuletta-Sandwich bekommen. Eine Ikone des Viertels ist der French Market, der älteste seiner Art in den Vereinigten Staaten, der dort seinen Anfang fand wo heute das Café du Monde (berühmt für die Beignets) seinen Standort hat.

Unterkünfte im French Quarter reichen von großen internationalen Hotelketten, Fremdenzimmern und teilzeitgenutzten Eigentumswohnungen bis hin zu kleinen Gästehäusern mit nur einem oder zwei Zimmern. Die Audubon Cottages sind eine Reihe von sieben luxuriösen kreolischen Cottages, von denen zwei durch John James Audubon während des 19. Jahrhunderts genutzt wurden, als er eine kurze Zeit in New Orleans arbeitete. Das Hotel St. Pierre ist ein kleines Hotel, welches aus historischen Häusern mit einem Innenhof besteht. Das French Quarter ist bekannt für seine traditionellen Hotels, wie das Bourbon Orleans, das Hotel Monteleone (Familienbesitz), das Royal Sonesta, das Astor und das Omni Royal Orleans. Diese Hotels bieten erstklassige Lage, schöne Aussichten und/oder historische Atmosphäre.

Lesen Sie mehr auf FrenchQuarter.com, French Market, Wikitravel French Quarter, Wikivoyage French Quarter und Wikipedia French Quarter (Sicher Reisen - Die Reiseapp des Auswärtigen Amtes). Fotos von Wikimedia Commons. Wenn Sie eine Anregung, Kritik oder einen Hinweis zu dem Beitrag haben, freuen wir uns auf Ihre E-Mail an kommentar@wingsch.net. Nennen Sie dazu im Betreff bitte die Überschrift des Blogbeitrags, auf den sich Ihre E-Mail bezieht.








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