Das Empire State Building in Manhattan

Freitag, 01. Mai 2015 - 13:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Haus des Monats, New York City

Entrance hall © Norbert Nagel/cc-by-sa-3.0

Entrance hall © Norbert Nagel/cc-by-sa-3.0

Das Empire State Building ist ein Wolkenkratzer im New Yorker Stadtteil Manhattan. Mit einer strukturellen Höhe von 381 Metern – bis zur Antennenspitze rund 443 Meter – war das von 1930 bis 1931 in ungewöhnlich kurzer Bauzeit errichtete Gebäude nicht nur das höchste Gebäude New Yorks, sondern bis 1972 auch höchstes Gebäude der Welt. Seit der Zerstörung des World Trade Center bei den Anschlägen des 11. September 2001 war es bis zum Richtfest des Nachfolgebaus One World Trade Center 2013 wieder das höchste Bauwerk der Stadt. Das Empire State Building befindet sich am südlichen Rand des New Yorker Stadtteils Midtown Manhattan an der Fifth Avenue, zwischen der 33. und 34. Straße. Dies ist etwa in der Mitte der Insel Manhattan, die von Hudson River und East River umgeben wird. Seine Adresse lautet 350 Fifth Avenue, New York, NY 10118. Die Räume der 102 Stockwerke des Empire State Buildings werden überwiegend gewerblich genutzt. Auf der Freifläche in der 86. Etage sowie in der 102. Etage befinden sich öffentlich zugängliche Aussichtsplattformen, die zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören. Der Name des Wolkenkratzers ist von The Empire State abgeleitet, einem Spitznamen des US-Bundesstaates New York. Seit dem Jahr 1986 gehört das Empire State Building zu den Nationalen Denkmälern der Vereinigten Staaten. Bis heute gilt das Empire State Building als “Inbegriff des Wolkenkratzers”. Diese Geltung ist vor allem auf seine große Resonanz in den Medien, insbesondere auf seine vielfältige Darstellung in Filmen, zurückzuführen.

Nach der Eröffnung am 1. Mai 1931 standen viele Büros bis in die 1950er-Jahre leer. Lediglich die unteren Stockwerke wurden bereits bezogen. Obwohl die oberen Etagen fast vollständig leer standen, wurde meist die Beleuchtung eingeschaltet. Die Aussichtsplattform mit jährlich einer Million Besuchern erwirtschaftete lange Zeit mehr als die gesamten Mieteinnahmen betrugen. Die New Yorker sprachen vom Empty State Building. Auch wenn es dem Empire State Building nicht gelang, ein neues Zentrum zwischen Midtown Manhattan und Wall Street zu etablieren – bis heute ist es ein einsamer Solitär geblieben, nicht unbedingt ein Nachteil für seine weit reichende optische Wirkung –, kann von einem Misserfolg keine Rede sein: Die New Yorker verliebten sich auf Anhieb in ihr neues Wahrzeichen, den großartigen Schlusspunkt der geschäftigen, überreizten 1920er-Jahre und das tapfere Zeichen des Muts und der Unbeugsamkeit in Zeiten der Depression. Bis heute steht das Gebäude in seiner Position unangefochten, da es alle seine Nachbarn weit überragt. Im Jahr 2008 wurden am Gebäude einige technische Aufrüstungen vorgenommen, unter anderem wurde das Heizsystem erneuert. Dadurch soll das Empire State Building eine bessere Energiebilanz haben und umweltfreundlicher sein. Auch die Fenster wurden besser isoliert. Aktuell führt Besitzer Tony Malkin den Austausch der 6.254 Fenster für rund 20. Mio US-Dollar durch, mit dem eine weitere Energieeinsparung von 38 % erreicht werden soll, was einer Einsparung von vier Millionen US-Dollar im Jahr entspräche. Täglich werden in der Regel 75 bis 80 Fenster ausgetauscht. Unterstützt wird das Projekt durch die Clinton Climate Initiative, einer Stiftung des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton. Die bisherige Außenbeleuchtung mit bunten Metalldampflampen wurde 2012 auf farbige LEDs umgestellt, wodurch deutlich kleinteiligere und abwechselungreichere Farbeffekte möglich sind. Von der neuen Möglichkeit beweglicher Farbeffekte wird allerdings eher selten Gebrauch gemacht, z.B. am St. Patricks Day und am Valentinstag. Seit 2011 ist das Gebäude gemäß LEED Gold klassifiziert.

Empire State building with One World Center in the background © flickr.com - Anthony Quintano/cc-by-2.0 © flickr.com - joiseyshowaa/cc-by-sa-2.0 © flickr.com - Guian Bolisay/cc-by-sa-2.0 lit up red and green © David Shankbone/cc-by-sa-3.0 from the Top of the Rock © flickr.com - Jiuguang Wang/cc-by-sa-2.0 Entrance hall © Norbert Nagel/cc-by-sa-3.0
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Empire State building with One World Center in the background © flickr.com - Anthony Quintano/cc-by-2.0
Das Empire State Building beherbergt zwei Aussichtsplattformen. Die erste von ihnen liegt in der großen Freifläche in der 86. Etage in 320 Meter Höhe. Von dort aus hat man eine gute Sicht über ganz New York City und die Metropolregion New York. An klaren Tagen ist eine Fernsicht von über 80 km durchaus möglich. Hinauf gelangt man mit Hochgeschwindigkeitsaufzügen. Diese Aussichtsplattform gilt als eine der am häufigsten besuchten Sehenswürdigkeiten der Welt. Seit das Gebäude im Jahr 1931 eröffnet wurde, besuchten über 120 Millionen Menschen diese Aussichtsterrasse. Das Beobachtungsdeck war ursprünglich zur Abfertigung von Luftschiffreisenden vorgesehen, denn die Spitze des Turms sollte zum Verankern von Luftschiffen dienen. Tatsächlich versuchte ein Luftschiff, einen Stapel Zeitungen an einem Seil hängend auf das Gebäude zu bringen. Das Unterfangen gelang letztendlich, jedoch mit so vielen Schwierigkeiten, dass an ein Andocken nicht zu denken war, die Aufwinde waren in dieser Höhe viel zu stark. Vermutlich waren die Pläne für einen Luftschiff-Hafen von Anfang an eher eine Art Public-Relation-Gag, der jedoch die Absicht zeigt, an das Unglaubliche zu denken sowie das Unmögliche für möglich zu halten. Das Andocken eines Luftschiffs wurde im Jahr 2003 effektvoll in der Anfangssequenz des Films Sky Captain and the World of Tomorrow in Szene gesetzt. Eine weitere Aussichtsmöglichkeit bietet das Empire State Building im 102. Stockwerk, der obersten Etage des Gebäudes. Sie liegt 373 Meter hoch, ist allerdings im Inneren des Gebäudes gelegen und bietet weniger Platz, was damit zusammenhängt, dass der Gebäudegrundriss an der Spitze nur noch sehr schmal ist. Diese zweite Aussichtsplattform war von 1999 bis 2005 geschlossen. Für den Besuch der beiden Aussichtsplattformen gelten mittlerweile sehr hohe Sicherheitsvorkehrungen; so ist die Mitnahme von Glas untersagt. Besucher müssen sich allgemein darauf einstellen, dass aufgrund der Sicherheitsüberprüfungen Wartezeiten von über einer halben Stunde üblich sind. In unmittelbarer Nähe des Gebäudes befinden sich weitere Sehenswürdigkeiten, z. B. Times Square in nördlicher Richtung.

Sowohl historisch als auch heute genießt das Empire State Building in Kultur und Architektur gleichermaßen eine fast legendäre Bedeutung. Obwohl das Empire State Building seit 1972 nicht mehr das höchste Gebäude der Welt ist, hat dies sowohl seiner Bekanntheit als auch seiner Beliebtheit keinen Abbruch getan. Vor allem aufgrund seiner Gestaltung, die als ästhetisch besonders gelungen gilt, und seinem Bau, der als herausragende technische Leistung anerkannt ist, vermag es das Gebäude stärker noch als das Chrysler Building und andere Gebäude des Art Déco, beim Betrachter positive Gefühle auszulösen. Die Fotos von Arbeitern auf dem Stahlgerüst während der Bauphase gingen um die ganze Welt und sind heute noch so populär, dass sie auf zahlreichen Postern gezeigt werden. Der bedeutende Fotograf Lewis Hine ist damals extra zu diesem Zweck von den Bauherren verpflichtet worden und sein Buch über die Konstruktion des Empire State Buildings gehört zur Geschichte der Fotografie. Zudem wurde das Gebäude, zumindest von den Bauherren, als achtes Weltwunder gefeiert: das Empire State Building wurde in einer Reihe mit den klassischen Weltwundern als Fenstermosaik in der Lobby dargestellt. Tatsächlich nahm die American Society of Civil Engineers das Bauwerk 1995 in die Liste der architektonischen Weltwunder der Moderne auf.

Lesen Sie mehr auf Empire State Building, nyctourist.com – Empire State Building und Wikipedia Empire State Building. Hier erfahren Sie mehr über Bilder und deren Verwendung. Damit Sie sich auf dem Laufenden halten können, bieten die meisten Stadt- oder Tourismus-Webseiten einen Newsletter-Service an und/oder unterhalten Facebook-Seiten/Twitter-Accounts. Zudem bieten mehr und mehr Orte, Tourismusorganisationen und Kultureinrichtungen zusätzlich Apps für SmartPhones und Tablets an, sodass Sie Ihren mobilen Fremdenführer immer dabei haben können (Sicher Reisen - Die Reiseapp des Auswärtigen Amtes). Wenn Sie eine Anregung, Kritik oder einen Hinweis zu dem Beitrag haben, freuen wir uns auf Ihre E-Mail an kommentar@wingsch.net. Nennen Sie dazu im Betreff bitte die Überschrift des Blogbeitrags, auf den sich Ihre E-Mail bezieht.



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