Das Desertec-Konzept

Samstag, 07. Januar 2012 - 13:13 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Umwelt, Allgemein, Grüne Technologien

© desertec.org

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DESERTEC ist ein Konzept zur Erzeugung von Ökostrom durch Sonnenwärmekraftwerke, Windkraftanlagen oder Photovoltaik in Wüsten und zur Übertragung zu den weiter entfernten Verbrauchszentren. Die DESERTEC Foundation, ehemals Trans-Mediterranean Renewable Energy Cooperation (TREC), ist eine gemeinnützige Stiftung, die sich weltweit für die DESERTEC.Vision einsetzt.

Die Dii GmbH (von Desertec Industrial Initiative) ist eine Industrie-Initiative, die sich die Realisierung der DESERTEC-Vision für die EUMENA-Region (Europa, Naher Osten und Nordafrika) vorgenommen hat. Sie will helfen die rechtlichen, politischen, finanziellen und sozi-ökonomischen Bedingungen zu schaffen, damit nachhaltiger Wüstenstrom zu Energieversorgungssicherheit, zu weiterer Entwicklung und zur friedlichen Zusammenarbeit in Nordafrika, dem Nahen Osten und Europa beitragen kann.

Das DESERTEC-Konzept wurde 2003-2007 auf Initiative des Club of Rome, des Hamburger Klimaschutz-Fonds und des Jordanischen Nationalen Energieforschungszentrum (NERC) von dem internationalen Netzwerk TREC aus Politikern, Wissenschaftlern und Ökonomen entwickelt. Die grundlegenden wissenschaftlichen Studien wurden vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt durchgeführt. 2009 wurde die gemeinnützige Stiftung DESERTEC Foundation (Hamburg) mit der Aufgabe gegründet, die Umsetzung des Konzeptes global voranzutreiben. Die Stiftung unterzeichnete am 13. Juli 2009 zusammen mit der Munich Re (Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft) und zwölf anderen Firmen (unter anderen: Siemens, Deutsche Bank, E.ON, RWE, Abengoa) ein Memorandum of Understanding zur Realisierung von DESERTEC in der Mittelmeerregion und im Nahen Osten. Am 30. Oktober 2009 wurde von diesen Partnern die Dii GmbH gegründet; sie soll den Energie-Mix vorschlagen, die regulatorischen Bedingungen schaffen helfen, die finanziellen Möglichkeiten eruieren, zwei bis drei Referenzkraftwerke entwickeln und einen langfristigen Ausbauplan (Roll-Out-Plan bis 2050) ausarbeiten. Zum Geschäftsführer (CEO) wurde der damals 56-jährige holländische Energiemanager Paul van Son berufen.

Inzwischen (Juli 2011) hat die Dii GmbH 55 Gesellschafter und assoziierte Partner aus insgesamt 15 Ländern des EUMENA-Raumes. Bei Gründung der Firma wurde angekündigt, in enge Beziehungen mit dem unter französischer Führung geschaffenen Mittelmeer-Solarplan (MSP) zu treten. Der Mittelmeer-Solarplan (MSP, englisch Mediterranean Solar Plan, französisch Plan Solaire Méditerranéen, PSM), ist ein im Rahmen der Union für das Mittelmeer (UfM,Union for the Mediterranean, französisch Union pour la Méditerranée) entstandenes Vorhaben zur Schaffung eines Projekts zur Nutzung von Sonnenenergie. Beim Gipfeltreffen unter französischer und ägyptischer Führung wurde am 13. Juli 2008 von 43 Staaten der Union für das Mittelmeer ein entsprechendes Übereinkommen unterzeichnet. Die Dii GmbH unterhält inzwischen Beziehungen zu zahlreichen Institutionen in Politik und Wirtschaft, vor allem zum französischen Konsortium MedGrid.

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