Das American Museum of Natural History an der Upper West Side in Manhattan

Montag, 29. Februar 2016 - 11:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination: | Category/Kategorie: Allgemein, Museen, Ausstellungen, New York City

American Museum of Natural History with Theodore Roosevelt monument © Ingfbruno/cc-by-sa-3.0

American Museum of Natural History with Theodore Roosevelt monument © Ingfbruno/cc-by-sa-3.0

Das American Museum of Natural History (AMNH) in Central Park West Ecke 79. Straße an der Upper West Side in New York, ist eines der größten Naturkundemuseen der Welt. Bereits kurz nach der Gründung im Jahr 1869 zog das Museum 1874 an den Manhattan Square um. Das Museum, das sich über vier Blocks erstreckt, wurde zwischen den Jahren 1874 und 1877 von Calvert Vaux und Jacob Wrey Mould (1825–1886) errichtet. 1976 gerieten die Tierversuche des Museums durch eine Kampagne des Tierrechtsaktivisten Henry Spira in den Fokus der Öffentlichkeit. Der massive Druck, der von Tierversuchsgegnern, Medien und Politik auf das Museum ausgeübt wurde, führte zur Einstellung der Experimente im August 1977.

Das Rose Center for Earth and Space des Architekten James Stewart Polshek (* 1930), öffnete im Jahre 2000. Polshek nannte sein Werk eine “kosmische Kathedrale”, im Volksmund heißt es “Weihnachtsbaumkugel im Glaskasten”. Der Name rührt von der im Gebäude verbauten Kugel, die in einem transparenten Würfel zu sehen ist. In der oberen Hälfte der Kugel fand das Hayden-Planetarium seinen Platz, in der unteren Kugelhälfte findet sich das Big Bang Theater. Wie zahlreiche andere Naturkundemuseen ist auch das AMNH um Neupräsentationen bemüht. So konnte am Ende des 20. Jahrhunderts die Entwicklungsgeschichte der Wirbeltiere in einer Ausstellung unter anderem mit Fossilien aufgebaut werden.

Raptor skeleton © flickr.com - Thomas Quine/cc-by-2.0 'Castle' entrance © Jim.henderson American Museum of Natural History with Theodore Roosevelt monument © Ingfbruno/cc-by-sa-3.0
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American Museum of Natural History with Theodore Roosevelt monument © Ingfbruno/cc-by-sa-3.0
Auf fünf Stockwerken wird die Geschichte der Menschheit behandelt – von der Steinzeit bis ins Weltraumzeitalter. Die Besichtigung der ganzen Sammlung an einem Tage gilt als schwierig. Über 30 Millionen Objekte und Exponate hält das Museum für seine Besucher und die Wissenschaft bereit. Es verfügt über ein eigenes IMAX-Kino und eine eigene U-Bahn-Haltestelle. Als Attraktionen gelten das neue Rose Center for Earth and Space mit dem Hayden Planetarium und der 563 Karat schwere Stern von Indien, der größte jemals gefundene Saphir. Weitere Ausstellungsstücke sind unter anderen ein lebensgroßer Blauwal, ein 19,2 Meter langes einstämmiges Zedern-Kriegskanu der Haida-Indianer und viele Dinosaurierskelette. Vor dem Haupteingang in Richtung Central Park befindet sich ein Theodore-Roosevelt-Denkmal. Das Museum ist auch eine Forschungsanstalt mit über 200 wissenschaftlichen Mitarbeitern in verschiedenen Bereichen, einschließlich Anthropologie, Astrophysik, Geologie, Paläontologie und Zoologie. Eigene Kuratoren waren Margaret Mead und Franz Boas in Anthropologie sowie Roy Chapman Andrews in Paläontologie.

Die Handlung der Buchvorlage zu dem Film Das Relikt von Douglas Preston und Lincoln Child spielt im American Museum of Natural History, der Film selbst wurde aber im Field Museum of Natural History gedreht. Allerdings handeln auch einige andere Werke von Preston und Child in oder von diesem Museum und zwar Attic, Formula, Dark Secret und Maniac. Auch die Filmkomödie Nachts im Museum, mit Ben Stiller in der Hauptrolle als Nachtwächter, spielt in diesem Museum.

Lesen Sie mehr auf American Museum of Natural History und Wikipedia American Museum of Natural History. Fotos von Wikimedia Commons.





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