The Dakota in New York

Sonntag, 01. Juli 2018 - 12:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Architektur, Allgemein, Haus des Monats, New York City

© Ingfbruno/cc-by-sa-3.0

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The Dakota (auch Dakota Building genannt) ist ein exklusives, traditionsreiches Apartmenthaus in New York City, an der Ecke 72nd Street und Central Park West. Das Wohnhaus wurde zwischen 1880 und 1884 von George Henry Griebel, tätig für das Architekturbüro Henry J. Hardenbergh, im Stil der französischen Renaissance entworfen. Hardenbergh war auch der Architekt des berühmten, im gleichen Stil erbauten New York Plaza Hotels. Bauherr des Dakota war Edward Clark, der Inhaber des Singer Nähmaschinen-Konzerns, der jedoch die Fertigstellung nicht mehr erlebte. Sein Enkel Edward Severin Clark erbte das Gebäude noch vor seiner Fertigstellung.

Die Idee, mehrere Luxuswohnungen in einem Gebäude zu vereinen, war zu dieser Zeit neu, denn zu dieser Zeit wohnten vornehme und vermögende Familien in einer eigens für sie entworfenen und gebauten Villa mit großem Grundstück. Das Mehrfamilienhaus war eine Wohnform für ärmere Bevölkerungsschichten. Der Name soll während der Bauphase entstanden sein, weil das Grundstück im Bereich des damals noch wenig bebauten Upper Manhattan liegt, so dass man scherzhaft behauptete, es befände sich bereits im Stammesgebiet der Dakota. Als Signum ist über dem Haupteingang die Natursteinplastik eines Indianerkopfes eingelassen. Am 8. Dezember 1980 wurde John Lennon unmittelbar vor dem Eingang des Dakota erschossen. Der dem Dakota gegenüberliegende Teil des Central Parks wurde in Anlehnung an ein Lied des ermordeten Ex-BeatleStrawberry Fields” genannt. Die Bepflanzung stiftete seine Witwe Yoko Ono. In eine Wegkreuzung ist ein schwarz-weißes Mosaik mit der Aufschrift “Imagine” eingelassen, das an John Lennon erinnert. Die Adresse des Dakota lautet: 1 West 72nd Street. Unmittelbar gegenüber dem Haupteingang ist die Subway-Station 72nd Street. Das Gebäudeinnere ist nicht zu besichtigen und der Eingang wird ständig bewacht.

© Vidor © Andrevruas/cc-by-sa-3.0 © David Shankbone/cc-by-sa-3.0 © Elisa Rolle/cc-by-sa-3.0 © flickr.com - Half Sigma/cc-by-2.0 © Ingfbruno/cc-by-sa-3.0
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Das – einschließlich der Dachgeschosse – zehngeschossige Gebäude ist um einen rechteckigen, 27 × 17 Meter (90 × 55 ft.) großen Atriumhof mit zwei Bronzebrunnen gebaut und nimmt den gesamten Häuserblock zwischen der 72. und der 73. Straße ein. Ursprünglich hatte das Dakota 65 Suiten. Siebtes und achtes Obergeschoss waren als Wohnungen für das Dienstpersonal ausgelegt, das neunte Obergeschoss hatte einen Dachgarten und ein Spielfeld für Kinder. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden jedoch auch diese Flächen als Wohnungen ausgebaut, sodass das Gebäude heute 103 luxuriöse Apartments enthält. Die Räume sind vier Meter hoch und einige Wohnungen mehr als 300 Quadratmeter groß.

Als Baumaterial verwendete der Architekt gelbe Ziegel, die an den Ecken, Fenster- und Türöffnungen mit grau-braunem Sandstein optisch abgesetzt sind. Die Fassade ist mit Fenstern, Bögen, Erkern, Balkonen und architektonischen Schmuckelementen reich gegliedert. Rund um das sechste Obergeschoss führt ein üppig verzierter, schmiedeeiserner Balkon. Das steile Dach weist mehrere Giebel auf und ist ebenfalls durch Dachgauben, hohe Kamine und Fenster gegliedert. Die Infrastruktur des Gebäudes war außergewöhnlich für seine Zeit. Mahlzeiten konnten in einem großen Esszimmer, gleichzeitig auch Ballsaal, eingenommen, aber auch mit einem Speiseaufzug in die Apartments geliefert werden. Die Stromversorgung erfolgte über einen unabhängigen Generator. Die Wohnungen waren mit mehreren Bädern und Toiletten versehen und zentral beheizt. Auf dem Grundstück befanden sich ein Tennisplatz, ein Croquet-Rasen und ein Stall für Pferde und Kutschen.

Lesen Sie mehr auf Wikipedia The Dakota. Hier erfahren Sie mehr über Bilder und deren Verwendung. Damit Sie sich auf dem Laufenden halten können, bieten die meisten Stadt- oder Tourismus-Webseiten einen Newsletter-Service an und/oder unterhalten Facebook-Seiten/Twitter-Accounts. Zudem bieten mehr und mehr Orte, Tourismusorganisationen und Kultureinrichtungen zusätzlich Apps für SmartPhones und Tablets an, sodass Sie Ihren mobilen Fremdenführer immer dabei haben können (Sicher Reisen - Die Reiseapp des Auswärtigen Amtes). Wenn Sie eine Anregung, Kritik oder einen Hinweis zu dem Beitrag haben, freuen wir uns auf Ihre E-Mail an kommentar@wingsch.net. Nennen Sie dazu im Betreff bitte die Überschrift des Blogbeitrags, auf den sich Ihre E-Mail bezieht.



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