Curaçao in der Karibik

Donnerstag, 12. März 2015 - 13:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

Sea Aquarium © Bjørn Christian Tørrissen/cc-by-sa-3.0

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Curaçao ist eine rund 444 Quadratkilometer große Karibikinsel mit 153.000 Einwohnern. Seit dem 10. Oktober 2010 ist sie als Land Curaçao (pap. Pais Kòrsou) einer von vier nach innen autonomen Gliedstaaten (“Ländern”) des Königreichs der Niederlande. Zuvor war sie die größte Insel des zu diesem Datum aufgelösten königlich-niederländischen Landes Niederländische Antillen. Curaçao ist eine der drei sogenannten ABC-Inseln (Aruba, Bonaire, Curaçao) und als solche Teil der südkaribischen Inseln unter dem Winde (südliche Kleine Antillen), die geographisch bereits zu Südamerika gehören. Die Insel liegt in circa 60 km Entfernung zum Festland (nördlich von Venezuela und nordöstlich von Kolumbien). Westlich von Curaçao befindet sich die Insel Aruba, östlich die Insel Bonaire. Südöstlich liegt Klein Curaçao, eine besonders bei Tauchern beliebte unbewohnte Insel, auf der nur ein Leuchtturm steht.

Die Hauptstadt von Curaçao ist Willemstad. Die Innenstadt von Willemstad mit den Stadtteilen Punda (Deutsch: der Punkt – vom niederländischen de punt) und Otrabanda (Deutsch: die andere Seite), Scharloo und Pietermaai beherbergen viele historische Gebäude der niederländischen Kolonialarchitektur. Diese vier Ortsteile stehen nahezu komplett unter dem Schutz des UNESCO-Welterbes. Die beiden Stadtteile Punda und Otrobanda verbindet für Fußgänger und Radfahrer eine Ponton-Brücke, die “Koningin Emmabrug” (Königin-Emma-Brücke), die für ein- und ausfahrende Schiffe aus dem Hafen mehrmals am Tag geöffnet wird. Der Autoverkehr muss den Umweg über die 55 m hohe “Koningin Julianabrug” (Königin-Juliana-Brücke) nehmen, die etwas nördlich der historischen Altstadt die “Sint Annabaai” (St.-Anna-Bucht) überquert. Das politische Zentrum liegt im und um das historischen Regierungsviertel im Fort Amsterdam in Punda. Punda und Otrobanda sind auch die Zentren für nationale Feiertage. So wird am 30. April der Königinnentag groß gefeiert. An diesem Tag trifft sich die Insel, in orange gekleidet, in der Innenstadt, wo ein Königinnenmarkt mit Unterhaltung stattfindet und viele lokale Handwerker ihre Ware anbieten. Am 2. Juli feiert die Insel ihren Flaggentag, mit ähnlichen Aktivitäten, nur dieses Mal in blau gekleidet.

Willemstad Harbor © Mtmelendez/cc-by-sa-3.0 Piscadera Fort and Bay © Miguelpalm © Bjørn Christian Tørrissen/cc-by-sa-3.0 Willemstad © Laika ac/cc-by-sa-3.0 Willemstad - Handelskade © Bgabel/cc-by-sa-3.0 Sea Aquarium © Bjørn Christian Tørrissen/cc-by-sa-3.0
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Sea Aquarium © Bjørn Christian Tørrissen/cc-by-sa-3.0
Aus den Schalen von Bitterorangen (Pomeranzen), die auf der Insel wachsen, wird der nach der Insel benannte Likör Curaçao hergestellt. Die Schalen werden mazeriert und dabei in Alkohol eingelegt, der Aroma und Farbstoffe herauslöst. Den Likör gibt es entweder in klarer Form oder in den Farben rot, orange, grün und blau. Auch kann man in der Likörfabrik neben dem puren Likör Mischungen mit Kaffee, Schokolade und Rum bekommen. Der auf der Insel hergestellte Likör ist mit dem in Europa meistens “Blue Curacao” genannten nicht zu vergleichen.

Vor mehr als 20 Jahren wurde die Unterwasserwelt rund um die Insel unter Naturschutz gestellt. Dies hat Curaçao und seine Nachbarinseln zu einem weltbekannten Tauchgebiet gemacht. Für Taucher gibt es neben Weich- und Steinkorallen auch zahlreiche Schwämme, Anemonen, Gorgonien, Seepferdchen, Skorpionfische, Rochen, Barrakudas, Haie, Meeresschildkröten und Sepien zu beobachten. Auch liegen vor den Küsten der Insel einige Schiffwracks, die für Taucher einfach zugänglich sind.

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