Costa Rica in Zentralamerika

Mittwoch, 13. März 2019 - 11:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

Bonita Beach in Limón Province © AndSalX-WWECR/cc-by-sa-4.0

Bonita Beach in Limón Province © AndSalX-WWECR/cc-by-sa-4.0

Costa Rica (spanisch für “reiche Küste”) ist ein Staat in Zentralamerika, der im Norden an Nicaragua und im Süden an Panama grenzt. Im Osten ist er durch die Karibik und im Westen durch den Pazifik begrenzt. Das Land gilt als eines der fortschrittlichsten Lateinamerikas. So wurde die Armee bereits 1948 zugunsten der Förderung von Bildungs- und Gesundheitsprogrammen abgeschafft, das Land gewinnt knapp 100% seines Strombedarfs aus regenerativen Quellen und der Ökotourismus wird stark gefördert. Rund 27% der Landesfläche stehen unter Naturschutz. Angesichts damaliger bewaffneter Konflikte in benachbarten Ländern erklärte es 1983 seine “dauerhafte und aktive unbewaffnete Neutralität” und wird auch als “die Schweiz Zentralamerikas” bezeichnet. Das Land hat etwa 5 Millionen Einwohner, die überwiegend in Städten leben, die sich wiederum auf sieben Provinzen verteilen. Die größten Städte sind: San José, Heredia, Cartago, Alajuela und Puntarenas.

Klimaschutz, Naturschutz und Waldschutz werden als wichtiger Bestandteil der staatlichen Umweltpolitik angesehen und werden konsequent umgesetzt. Hatten Holzfäller in den 1970er und 1980er Jahren rund 80% des Regenwaldes gerodet, sind heute wieder mehr als 50% des Landes von Wald bewachsen. Zum Schutz des Waldes setzt Costa Rica erfolgreich auf den Ökotourismus, von dem sowohl Einheimische als auch umweltbewusste Reisende profitieren. So geben rund 1,5 Millionen Touristen jährlich fast 1,5 Milliarden Dollar für einen Besuch der Regenwälder und anderer ökologischer Ziele Costa Ricas aus. Rund 27% der Fläche Costa Ricas stehen unter Naturschutz. 2012 gab es 160 Schutzgebiete wie biologische Reservate, Nationalparks und Naturschutzgebiete. Es gibt 26 Nationalparks über das Land verstreut mit ganz unterschiedlichen charakteristischen Merkmalen. In dem 1969 erlassenen Gesetz zur Erhaltung des Waldes wurde Santa Rosa im Nordwesten des Landes an der Pazifikküste als erster Nationalpark eingerichtet. Gleichzeitig wurde eine Nationalparkverwaltung geschaffen, die aber zunächst weder genügend finanzielle Mittel noch Personal besaß, um den Park wirksam vor Bauern und Neusiedlern zu schützen. Dank der Privatinitiative Regenwald der Österreicher ist inzwischen die Situation deutlich besser geworden. Die zu Costa Rica gehörende unbewohnte Cocos-Insel (Isla del Coco) liegt 500 Kilometer vor der Küste im Pazifischen Ozean und darf nur mit besonderer Genehmigung betreten werden. Sie ist wie auch die Nationalparks La Amistad und Guanacaste von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden (Nationalparks in Costa Rica).

Gallo pinto, a mixture of rice and black beans, is the typical breakfast dish of Costa Rica © Mario Roberto Durán Ortiz/cc-by-sa-4.0 Punta Uva Beach © Jaimedelamata/cc-by-sa-3.0 Puerto Viejo de Talamanca © Letartean/cc-by-3.0 Parque Central in Liberia © Ll1324 National Theatre in San José © Tillor87/cc-by-3.0 Manuel Antonio National Park © DonMezzi Farmer's Market in Alajuela © flickr.com - The LEAF Project/cc-by-sa-2.0 Escazù © flickr.com - Armando Maynez/cc-by-2.0 Cruise ships in Puntarenas © Mario Roberto Durán Ortiz/cc-by-sa-3.0 Coffee plantation in the Orosi Valley © Dirk van der Made/cc-by-sa-3.0 City center of Heredia © Victor Quirós A/cc-by-sa-3.0 Celebrity Equinox docked at Puerto Limón © flickr.com - Roger/cc-by-sa-2.0 Bonita Beach in Limón Province © AndSalX-WWECR/cc-by-sa-4.0 Basilica of Our Lady of the Angels in Cartago © Crisdiaz13/cc-by-sa-3.0 Costa Rica Yacht Club in Puntarenas © Mario Roberto Durán Ortiz/cc-by-sa-4.0 Costa Rica National Museum in San José © Fespinozalemistre/cc-by-sa-4.0
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Gallo pinto, a mixture of rice and black beans, is the typical breakfast dish of Costa Rica © Mario Roberto Durán Ortiz/cc-by-sa-4.0
Vor Puerto Viejo (Puerto Viejo de Talamanca) befindet sich der Nationalpark Cahuita mit Vögeln, Schlangen, Echsen und Schmetterlingen. In den Baumwipfeln findet man Mantelbrüllaffen. Auf der küstennahen Strecke in Richtung Manzanillo herrscht in den meisten Abschnitten dichter Wald. Im Nationalen Tierschutzgebiet Gandoca-Manzanillo sind Pflanzen, Meer und Tiere geschützt. Auf der Strecke bewegen sich Tukane, Faultiere und Herden von Affen mit kräftigem Greifschwanz, die sich von Blättern ernähren. Ebenfalls häufig in diesem Teil Costa Ricas sind Weißschulterkapuzineraffen.
Die seltenen Rotrücken-Totenkopfäffchen hingegen können nur noch im südpazifischen Raum Costa Ricas, beispielsweise in den Nationalparks Manuel Antonio und Corcovado, beobachtet werden. Die vierte Affenart Costa Ricas, der Geoffroy-Klammeraffe, bevorzugt dichte Waldgebiete und ernährt sich von Insekten und kleinen Früchten. Eine wichtige Grundlage der staatlichen Umweltpolitik war die “Initiative Frieden mit der Natur” des Präsidenten Oscar Arias, mit der er der Umweltzerstörung ein radikales Ende setzen wollte. Im Dezember 2007 wurde das Gesetz verabschiedet. Arias erklärte 2007, dass bis zum Jahr 2021, Costa Ricas 200. Geburtstag, das Land als erster Staat der Erde eine ausgeglichene Bilanz beim Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) erreichen wolle.

Zu den Hauptbestandteilen der sehr vielfältigen costa-ricanischen Küche zählen Reis, Bohnen und häufig auch Kochbananen. Diese Grundzutaten werden zu den verschiedensten Gerichten verarbeitet. An den Karibik-Küstenregionen locken schmackhafte exotische Speisen, die unter anderem durch die Zubereitung mit Kokosmilch ihre Raffinesse erhalten. Vor allem in San José haben sich in den letzten Jahren aber auch viele Fastfood-Ketten wie McDonald’s, Pizza Hut, Burger King und Taco Bell etabliert. Das typische Frühstück und zugleich das Nationalgericht Costa Ricas ist Gallo Pinto: ein Gericht aus gebratenem Reis mit schwarzen Bohnen und Zwiebeln. Dazu werden häufig Spiegel- oder Rühreier sowie Tortillas und Sauerrahm serviert. Zu Mittag werden in der Regel sogenannte Casados gegessen, bei denen ebenfalls Reis und Bohnen die Basis bilden. Dazu werden Kochbananen und Fleisch, Hähnchen oder Fisch sowie ein wenig Salat und gedünstetes Gemüse gereicht. In den zahlreichen kleinen Sodas erhält man die Mittagsgerichte zum günstigen Preis. Auch Tamales gelten als typisch für Costa Rica. Diese gefüllten, in Bananenblätter gewickelten und anschließend gekochten Maistaschen bereiten Costa-Ricaner traditionell zu Weihnachten, aber mittlerweile auch während des Jahres gerne zu. Sie werden häufig zum Frühstück gegessen, oftmals auch mit salsa italiana. Zum Nachtisch werden häufig frische Früchte oder auch Süßspeisen wie Kuchen, Torten oder Schokolade serviert. Die beliebtesten Getränke stellen neben Wasser, Limonaden und Kaffee Erfrischungsgetränke wie Batidos (mit Wasser, Milch, Joghurt oder Eis zubereitete Getränke aus frischen Früchten) und pipa (direkt aus der Kokosnuss getrunkenes Kokoswasser) dar. Allgemein kann gesagt werden, dass bei Getränken sehr viel Zucker verwendet wird, auch wenn die Früchte in den Batidos viel Fruchtzucker besitzen. Bei alkoholischen Getränken dominiert der Bier- und Schnapskonsum, Wein wird nur selten getrunken. Die am häufigsten getrunkenen Biersorten sind die costa-ricanischen Biere Imperial, Pilsen und Bavaria.

Lesen Sie mehr auf Costa-Rica.com, Gran Hotel Costa Rica, Curio Collection by Hilton, auswaertiges-amt.de – Costa Rica, Wikitravel Costa Rica, Wikivoyage Costa Rica und Wikipedia Costa Rica (Sicher Reisen - Die Reiseapp des Auswärtigen Amtes). Fotos von Wikimedia Commons. Wenn Sie eine Anregung, Kritik oder einen Hinweis zu dem Beitrag haben, freuen wir uns auf Ihre E-Mail an kommentar@wingsch.net. Nennen Sie dazu im Betreff bitte die Überschrift des Blogbeitrags, auf den sich Ihre E-Mail bezieht.






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