Cortina d’Ampezzo in den Dolomiten

15. September 2015 | Destination: | Rubric: Allgemein |

© Snowdog

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Cortina d’Ampezzo ist eine Gemeinde in der italienischen Provinz Belluno in Venetien mit 6048 Einwohnern. Der Ort liegt auf einer Höhe von 1211 Metern im Valle del Boite in den Ampezzaner Alpen der Dolomiten und ist das größte besiedelte Zentrum der Dolomitenladiner. Die höchsten Gipfel sind unter anderen die Tofana di Mezzo (3244m), der Monte Cristallo (3221m) und der Sorapis (3205m). Cortina ist ein renommiertes Winter- und Bergsportzentrum, das Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1956 sowie der Alpinen Skiweltmeisterschaften 1932 und 1941 war.

Der Tourismus entwickelte sich in Cortina in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum zentralen Wirtschaftsfeld. Der Deutsch Österreichische Alpenverein gründete 1882 eine Sektion Cortina und 1903 folgte die Gründung des Ski Club Ampezzo durch Einheimische. Bis zum Ersten Weltkrieg reisten vor allem Engländer und k.u.k. Adel in das Alpendorf und an dessen Vorabend gab es 27 Hotels mit 1400 Betten und 100 000 Übernachtungen. 2011 gab es insgesamt 225.647 Anreisen und dabei 1.060.211 Übernachtungen. Dezember, Januar, Februar und März halten dabei mit je knapp über 20.000 Anreisen bzw. 120.000 Übernachtungen mit klaren Spitzen über Weihnachten und Neujahr und Juli und August bei 38.000 bzw. 46.000 Anreisen und 155.000 bzw. 265.000 Übernachtungen.

© Antonio De Lorenzo View down into Cortina from Monte Faloria © Marco Walker Ski-jump tower © Marco Walker Lorenzi alpine hut © flickr.com - baquero Belltower © Antonio De Lorenzo © Snowdog
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View down into Cortina from Monte Faloria © Marco Walker
Das Zentrum von Cortina ist der Corso Italia mit der 2007 bis 2009 aufwendig renovierten Kirche Parrocchiale SS. Filippo e Giacomo (erbaut nach den Plänen des aus dem Abtei stammenden Architekten Promberg-Costa zwischen 1769 und 1775 und mit Deckenfreskenmalerei von Franz Anton Zeiler) mit ihrem erst 1851 bis 1858 erbauten 69,50 Meter hohen Turm (Pläne vom lokalen Unternehmer Silvestro Franceschi und deren Bestätigung durch den Wiener Architekten Hermann von Bergmann) aus Dolomitblöcken. Auf dessen Spitze befindet sich eine vergoldete Kugel mit einem Meter Durchmesser; das markante Geläute der sechs historischen Glocken, deren Einschmelzen durch persönliche Intervention des Kaiser Karl im Jahr 1917 bei einer Durchreise an die Piavefront verhindert wurde, ertönt mit der Melodie von Big Ben. Inmitten des Hauptplatzes unmittelbar vor der Kirche befindet sich das 1976 errichtete Denkmal des Ampezaner Bergführers, Kaiserjägers und Dolomiten-Pioniers Angelo Dibona und eine bronzene Gedenktafel aus dem Jahr 2011 zum Besuch des Kaisers Maximilian im Jahr 1511.

Das älteste Gebäude in Cortina ist die Chiesa di San Nicolo (St. Nikolaus – Schutzpatron der Wanderer) aus dem Jahr 1226 an der Staatsstraße Richtung Toblach bei Ospitale. Mit seinen Nachbargemeinden Livinallongo del Col di Lana und Colle Santa Lucia bildet Cortina d’Ampezzo die Landschaft Ampezzo.

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