Cognac an der Charente

Samstag, 29. Juni 2013 - 13:03 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

Museum of the Arts © Mayhem2006

Museum of the Arts © Mayhem2006

Cognac ist eine französische Stadt mit 19.000 Einwohnern im Département Charente mit Sitz einer Unterpräfektur. Aus mittelalterlicher Zeit sind Ortsbezeichnungen wie Commiaco (um 1075), Conniaco (um 1080) oder Comprniacum (um 1270) überliefert.

Die Stadt Cognac liegt innerhalb einer Flussschleife der Charente, ca. 120 Kilometer nördlich von Bordeaux etwa im ehemaligen Grenzgebiet zwischen der Saintonge und dem Angoumois. Bedeutende Städte in der Umgebung sind Saintes (ca. 30 Kilometer westlich) und Angoulême (45 Kilometer östlich).

Zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten Cognacs gehören unter anderen das Schloss Cognac, die Porte Saint-Jacques am Ufer der Charente aus dem späten 15. Jahrhundert und das Maison de la Lieutenance, ein hübsches Fachwerkhaus (maison à colombages) aus dem 16. Jahrhundert.

Town hall © rosier/cc-by-sa-3.0 Porte Saint-Jacques © Cobber17/cc-by-3.0 Maison de la Lieutenance © Sémhur/cc-by-sa-3.0 Château de Bagnolet © rosier/cc-by-sa-3.0 Town hall © rosier/cc-by-sa-3.0 Museum of the Arts © Mayhem2006
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Maison de la Lieutenance © Sémhur/cc-by-sa-3.0
Im Mittelalter war Cognac Handels- und Handwerkszentrum der umliegenden Dörfer. In der Umgebung wurde schon seit römischer bzw. gallorömischer Zeit Wein angebaut, der im ausgehenden Mittelalter auf Lastkähnen (gabares) charenteabwärts verschifft und über den Hafen Rochefort überwiegend nach den britischen Inseln und nach Skandinavien exportiert wurde. Erst seit dem frühen 17. Jahrhundert – angeblich wegen der besseren Haltbarkeit – wurde der Wein zu Eau de vie (Cognac) destilliert und in alle Welt verschifft. Einige der im Ort ansässigen traditionsreichen Produktions- und Lagerstätten (chais) können – meist kostenpflichtig – besichtigt werden; daneben existiert noch eine Vielzahl von kleineren Cognac-Firmen. Ende des 19. Jahrhunderts war auch die Region um Cognac von der Reblauskrise betroffen, doch die hohen Lagerbestände und die steigenden Preise ermöglichten das wirtschaftliche Überleben der meisten Cognac-Produzenten.

Außerdem ist der hier produzierte Aperitifwein in Rot und Weiß, der Pineau des Charentes, für Frankreich von Bedeutung. Wegen der Absatzkrise des immer teurer werdenden Cognacs wurde seit den 1970er Jahren die Produktion von Weinen (vins de pays Charentais) angekurbelt. Viele Arbeitsplätze befinden sich auch in der Zulieferindustrie, insbesondere bei den Produzenten von Brennblasen (alambiques), Glasflaschen, Fässern, Kartons, Korken und Kapseln sowie Druckereien.

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