Cassis in Südfrankreich

29. November 2012 | Destination: | Rubric: Allgemein |

Cassis seen from the cliffs © Marion Schneider & Christoph Aistleitner

Cassis seen from the cliffs © Marion Schneider & Christoph Aistleitner

Die Kleinstadt Cassis, mit etwa 7.800 Einwohnern, befindet sich am Mittelmeer in einer Bucht der Calanque-Küste zwischen Marseille (30 km) und Toulon (42 km) in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Von Marseille führt die Departementsstraße D 559 über den Pass Col de la Gineste nach Cassis. Eine im Jahre 1969 eröffnete kleinere Bergstraße, die Route des Crêtes, führt entlang der Steilküste weiter nach La Ciotat. Von dieser Panoramastraße hat man einen weiten Blick auf das Meer. Der bekannteste Felsen auf dem Weg ist das Cap Canaille.

Cassis lebt heute hauptsächlich vom Tourismus, der seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts allmählich an die Stelle von Industrie und Gewerbe getreten ist. Es gibt gut ein Dutzend Hotels, davon nur wenige größere, die sich alle relativ diskret in das Ortsbild einfügen. Cassis verfügt über ein Museum (Musée municipal méditerranéen d’art et traditions populaires), ein Casino und zahlreiche Kunstgalerien.

Ein immer noch bedeutendes Fest im Jahreskalender ist das Fest der Fischer, auch Fête de la Saint-Pierre et de la Mer genannt. Es findet Ende Juni statt. Jeweils am ersten Sonntag im September wird das Winzerfest durchgeführt. Seit 1979 ist Cassis am letzten Oktobersonntag Zielort von Marseille – Cassis, einem der populärsten Volks- und Straßenläufe Frankreichs.

Port Miou © Serged Harbour Panorama © Andreas Büttner Cap Canaille © Piero d'Houin dit Triboulet Cap Canaille © Nnardelli Cassis Market © Ernmuhl Cassis Lighthouse © Tom Corser - www-tomcorser.com Cassis Harbour © Astronautilus Cassis Beach © Ernmuhl Cassis seen from the cliffs © Marion Schneider & Christoph Aistleitner
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Cassis seen from the cliffs © Marion Schneider & Christoph Aistleitner
Der Weinbau ist in Cassis seit mindestens dem 12. Jahrhundert nachweisbar. Nachdem Ende des 19. Jahrhunderts durch die Reblauskatastrophe sämtliche Reben eingingen, wird der Weinbau erst seit Mitte des 20. Jahrhunderts wieder in bedeutendem Umfang gepflegt. Das 196 Hektar große Weinbaugebiet von Cassis hat seit dem 15. Mai 1936 den Status einer Appellation d’Origine Contrôlée (AOC). Der Wein wird auf zwölf Domänen gekeltert. Die Lagen sind in Richtung Süden ausgerichtet. Es wird sowohl Weißwein (Anteil ca. 80 %), Rotwein (Anteil ca. 15 %) und Roséwein (Anteil ca. 5 %) erzeugt. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören:

  • Schloss (château): Befestigter Ort des 14. Jahrhunderts, im 19. Jahrhundert verfallen, heute ausgebaut zu Luxusferienwohnungen. Das Gelände ist heute in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.
  • Stadthaus (hôtel de ville): Bau aus dem 16. Jahrhundert mit großer Treppe und salon d’honneur (Ehrensaal). Reste einer Küche aus dem Mittelalter.
  • Kirche Saint-Michel: Erbaut zwischen 1859 und 1867 aus Cassis-Stein in neoromanischem Stil mit drei Schiffen.
  • La Prud’homie: Im Jahr 1791 eingerichtetes Fischereigericht. In einer Nische steht die Statue des Hl. Petrus, die an der jährlichen Prozession der fête des pêcheurs durch die Straßen von Cassis getragen wird.
  • Maison de l’Europe: Gebäude des 17. Jahrhunderts mit klassizistischer Fassade von 1808. Monumentales, denkmalgeschütztes Treppenhaus.
  • Villa Ariane: Elegantes Anwesen aus dem 19. Jahrhundert mit Garten im griechischem Stil und kleinem Amphitheater. Ab Ende der 1920er-Jahre im Besitz des Malers, Schauspielers und Mäzens Jerome Hill, nach dessen Tod Eigentum der Camargo Foundation.

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