Budweis in Südböhmen

Montag, 12. Januar 2015 - 06:15 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein, UNESCO-Welterbe

Market Square © Erwin1990

Market Square © Erwin1990

České Budějovice (deutsch: Budweis) ist mit etwa 95.000 Einwohnern die größte Stadt in Südböhmen und Verwaltungssitz der Südböhmischen Region. Weltweit bekannt ist die Stadt vor allem wegen der Budweiser-Biermarken, jedoch auch als Universitätsstadt und Sitz eines Bistums.

Das 19. Jahrhundert brachte der Stadt einerseits technischen Fortschritt, andererseits eine moderne bürgerliche Gesellschaft. Die Pferdebahn von Linz nach Budweis, errichtet zwischen den Jahren 1825 und 1832 als erste auf dem europäischen Kontinent, verband Budweis mit der oberösterreichischen Stadt Linz, und gemeinsam mit dem Schiffsverkehr auf der Moldau, der von Adalbert Lanna betrieben wurde, verbesserte sich der Transport von Waren in nordsüdliche Richtung. Dadurch wuchs auch die Bedeutung der Industrie und des Handels. 1847 verlegte die Wiener Firma Hardtmuth die Produktion von Bleistiften und keramischen Waren nach Budweis. Die Stadt erhielt ihre erste große Fabrik. 1871 entstand die Summerauerbahn nach Linz. Bis 1890 war die Stadt überwiegend deutschsprachig und bildete mit den Dörfern der Umgebung eine deutsche Sprachinsel. Dann erlangte durch die Masseneinwanderung allmählich die tschechischsprachige Bevölkerung die Mehrheit, Bürgermeister blieben jedoch bis 1918 Deutsche – aufgrund des Zensuswahlrechts.

City centre © Pavel Rychtecký Town Hall © Abubiju South-Bohemian Theatre © Aktron South-Bohemian Museum © Aktron Market Square © Tohma Hotel Zvon © Mark Ahsmann Budweiser Budvar Brewery © Jitka Erbenová Budweiser Budvar and glass © Zubro Market Square © Erwin1990
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Budweiser Budvar Brewery © Jitka Erbenová
1895 entstand die tschechische Aktienbrauerei, die heutige Brauerei Budweiser Budvar, welche die Stadt in vielen Ländern der Welt bekannt machte. Das zwanzigste Jahrhundert brachte eine stürmische Entwicklung. 1945 wurden alle Budweiser Deutschen aus ihrer Heimatstadt vertrieben und fanden in Westdeutschland und Österreich Aufnahme. Budweis wurde zur wirtschaftlichen und kulturellen Metropole Südböhmens und 1949 zum Sitz des neu gebildeten Budweiser Kreises. Seit 1991 ist es Sitz der Südböhmischen Universität České Budějovice und seit 2000 Verwaltungssitz der Südböhmischen Region.

2005 gründete die Stadt zusammen mit dem Jihočeský kraj eine gemeinsame Trägergesellschaft für den früheren Militärflugplatz Planá an der südwestlichen Peripherie, der zu Jahresbeginn 2006 vom Militär einer zivilen Nutzung übergeben wurde und bis zum Jahr 2011 für 20 Millionen Euro zum internationalen Flughafen České Budějovice ausgebaut werden soll, auf welchem Flugzeuge der Größenordnung einer Boeing 737 oder Airbus 318 landen können. Jährlich sollen ca. 600.000 Passagiere abgefertigt werden. Die durch die Stadt fließende Moldau ist seit 2011 zum Teil schiffbar. Auf einem Abschnitt von gut 8 Kilometern findet Personenschifffahrt statt. Das von der EU geförderte Projekt ist Teil des Planes die Moldau bis Budweis schiffbar zu machen. 2010 war die Moldau bis Tyn (Moldaustein) schiffbar. Derzeit laufen die Bauarbeiten für die Staustufen Richtung Budweis. Es ist geplant die Baumaßnahmen bis 2014 fertigzustellen.

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