Bełżec in Polen

Dienstag, 18. August 2015 - 13:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

Orthodox church of St. Vasily from 1756 © Yarek shalom/cc-by-sa-3.0

Orthodox church of St. Vasily from 1756 © Yarek shalom/cc-by-sa-3.0

Bełżec ist ein Dorf mit 2.600 Einwohnern im Powiat Tomaszowski in der Woiwodschaft Lublin in Polen. Es ist ebenfalls Sitz der gleichnamigen Landgemeinde. Bełżec ligt ca. 113 km südöstlich von Lublin und ca 7 Kilometer südlich von Tomaszów Lubelski nahe der Grenze zur Ukraine.

1607 erhielt Bełżec die Stadtrechte nach Magdeburger Recht. 1648 erreichten Truppen unter Bohdan Chmelnyzkyj die Stadt. 1772 bei der ersten Teilung Polens kam der Ort zu Galizien. Nach dem Wiener Kongress 1815 wurde Bełżec Teil des Königreich Polen. 1858 wird das erste mal eine Schule in Bełżec erwähnt. 1884 wurde die Bahnlinie durch den Ort gebaut. Von 1921 bis 1939 gehörte der Ort zur Woiwodschaft Lemberg.

Orthodox church of St. Vasily from 1756 © Yarek shalom/cc-by-sa-3.0 Belzec Station © Yarek shalom/cc-by-sa-3.0 Belzec Extermination Camp © Lysy/cc-by-sa-3.0 Our Lady Queen of Poland church © Historyczka/cc-by-sa-3.0-pl Belzec Memorial © Ulranen/cc-by-3.0 Belzec Extermination Camp Mausoleum © Merlin/cc-by-sa-3.0
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Orthodox church of St. Vasily from 1756 © Yarek shalom/cc-by-sa-3.0
Nach der deutschen Besetzung kam Bełżec zum Generalgouvernement, Kreishauptmannschaft Zamość im Distrikt Lublin. Der Ort hatte 1943 4.660 Einwohner; davon entfielen auf das Dorf Bełżec 4.200 und auf das Dorf Brzeziny 360 Einwohner. Während der deutschen militärischen Besetzung Polens von 1939 bis 1945 befand sich dort das Vernichtungslager Belzec.

Bis mindestens 1956 war das Gelände des ehemaligen Vernichtungslagers ohne Umzäunung und unbeaufsichtigt zugänglich. Erst Ende 1963 wurde ein erstes Denkmal mit der Tafelinschrift “Zur Erinnerung an die Opfer des Hitlerterrors” errichtet, das den Hinweis auf die jüdischen Opfer vermied. 2004 wurde eine neue Gedenkstätte nach Entwürfen der polnischen Bildhauer Andrzej Sołyga, Zdzisław Pidyk und Marcin Roszczyk eröffnet, die die Topografie des Lagers und der Vernichtungsmaschinerie dort aufzeigt, wo bis dahin nur planierte Erde zu sehen war. Am Ende einer symbolischen Rampe steht ein Museumsgebäude, das die Form eines Zuges aufnimmt.

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